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UBS Outlook 1. Quartal 2004

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UBS-Konjunkturindikator bestätigt den Aufschwung. Im Sog der höheren weltwirtschaftlichen Dynamik hat sich der Geschäftsgang der Schweizer Industrie im Schlussquartal 2003 verbessert. Im laufenden Quartal wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet. Der UBS-Konjunkturindikator signalisiert für die Gesamtwirtschaft einen Vorstoss in positive Wachstumsbereiche.

Nach der ausgeprägten Flaute über weite Strecken von 2003 verzeichnete die Schweizer Industrie im Schlussquartal einen klaren Aufwärtstrend. Dies geht aus den Resultaten der jüngsten UBS-Quartalsumfrage vom Dezember bei gut 300 Unternehmen der Industrie hervor. Nach über zwei Jahren rückläufiger Entwicklung zogen die Bestellungseingänge im vierten Quartal deutlich an und die Umsätze konnten Im Vorjahresvergleich sowohl auf dem Export- als auch auf dem Binnenmarkt gesteigert werden. Der in Gang gekommene Aufschwung der Industriekonjunktur dürfte in den laufenden Monaten noch weiter an Fahrt gewinnen.

Bestätigt werden diese optimistischen Einschätzungen vom UBS-Konjunkturindikator, der aus den Ergebnissen der vierteljährlichen Unternehmensumfrage berechnet wird und mit jeweils zwei Quartalen Vorsprung auf die offiziellen Daten die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) anzeigt. Nach den negativen Tendenzen der ersten neun Monate 2003 dürfte demnach die wirtschaftliche Aktivität spätestens im ersten Quartal 2004 wieder positive Wachstumsraten im Vorjahresvergleich aufweisen.

Starke Impulse aus dem Ausland
Nachdem die Unternehmen in der September-Umfrage deutliche Aufhellungen in Aussicht gestellt hatten, wird diese Zuversicht nun bestätigt. Beflügelt von der globalen Wirtschaftserholung stiegen die Aufträge aus dem Ausland wie erwartet an, und die Schweizer Industrie verzeichnete erstmals seit zwei Jahren wieder einen marginal positiven Geschäftsgang. Die Bestellungen aus der Schweiz gingen dagegen noch leicht zurück. Insgesamt konnten die Umsätze gesteigert und die Produktion dank dem fortgeschrittenen Lagerzyklus auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Arbeitsvorräte schrumpften weniger ausgeprägt als zuvor. Positiv zu werten ist ausserdem, dass die Kapazitätsauslastung im Mittel der Industrie um zwei Prozentpunkte auf 85% gestiegen ist und sich damit dem langjährigen Durchschnitt von 87% deutlich angenähert hat.

Klare Signale eines Aufschwung
Gemäss den Unternehmen dürfte der Aufwärtstrend im laufenden Quartal weiter an Kontur gewinnen. Insgesamt rechnen 37% aller Firmen damit, den Exportumsatz steigern zu können, während nur 14% von einer negativen Entwicklung ausgehen. Ähnlich positiv werden die Absatzchancen im Inland eingeschätzt. Per Saldo plant ausserdem jede sechste Firma die Produktion auszudehnen. Dank den volleren Auftragsbüchern, der besseren Kapazitätsauslastung und den allmählich greifenden Kostensparprogrammen können voraussichtlich auch die Erträge endlich leicht gesteigert werden. Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks dürfte diese Erholung jedoch noch begrenzt ausfallen. Noch keine Trendumkehr ist dagegen beim Personal zu erwarten. Nur 13% der Unternehmen können in den Monaten Januar bis März zusätzliche Mitarbeiter einstellen, während 25% einen weiteren Personalabbau vorsehen. Im Vergleich zum vierten Quartal, als noch 30% der Firmen die Belegschaft reduzieren mussten, bedeutet dies dennoch eine ansatzweise Besserung.

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Daten (in %):

Quellen: seco (BIP); UBS (Umfrage und Berechnungen)
*provisorische amtliche Zahlen



Zürich / Basel, 30. Januar 2004
UBS