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Abgeschwächte KMU-Konjunktur

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Der Geschäftsgang der kleinen und mittelgrossen Unternehme (KMU) hat sich im Sommerhalbjahr 2002 weiter abgeschwächt. Die neueste UBS-Umfrage deutet aber darauf hin, dass der Tiefpunkt nun durchschritten ist.

Die eingebrochene Export- und Investitionsnachfrage sowie die gedämpfte Konsumneigung hinterliessen auch bei den KMU deutliche Spuren. Der Abschwung erfolgte zwar relativ zügig, reichte aber nicht so tief wie in den frühen und mittleren 90er Jahren. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus der UBS-Umfrage ziehen, die im September/Oktober 2002 bei 900 Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten in 13 ausgewählten Branchen durchgeführt wurde. Im Vergleich zu den parallel befragten grösseren Unternehmen sehen die KMU dem Winterhalbjahr noch skeptischer entgegen. Eine zaghafte Wende zur Besserung zeichnet sich jedoch ab.

Durchwegs verschlechterte Auftragslage

Die Stimmung bei den KMU hat sich im Sommer deutlich abgekühlt. Anstelle der erhofften Erholung ist der Geschäftsgang in der Summe aller befragten Unternehmen sogar noch einen weiteren Dämpfer erlitten. Mit Ausnahme von Hochbau und Sanitär, wo saisonale Faktoren mitspielen, berichtet keine der ausgewählten Branchen von einem positiven Trend. Aber nicht überall hat sich die Talfahrt beschleunigt. Besonders die bereits im letzten Winter gebeutelten Elektro- und Maschinenindustrien, Reisebüros sowie Spediteure scheinen den Tiefpunkt durchschritten zu haben. Akzentuiert hat sich der Rückgang hingegen im Tiefbau, und die bislang noch resistenten Hotelbetriebe sowie das Autogewerbe gerieten ebenfalls in den Sog der verschlechterten Konjunktur.

Bei insgesamt beschleunigtem Umsatzrückgang litten sämtliche erfassten Branchen auch unter schwindenden Aufträgen. Entsprechend haben die Arbeitsvorräte durchwegs weiter abgenommen. Hingegen konnten die KMU ihrer traditionellen Funktion als Stabilisatoren des Arbeitsmarktes gerecht werden, indem sie gesamthaft den Personalbestand nur leicht abbauen mussten.

Erste Ansätze einer Besserung in Sicht

Regionale KMU-Trends

Kein Wirtschaftsraum von Flaute verschont
Obwohl es Unterschiede im Ausmass gab, konnte sich im Sommerhalbjahr keine Wirtschaftsregion der Verschlechterung des KMU-Geschäftsgangs entziehen. Gemessen am Umsatztrend kam die Romandie im Quervergleich am besten über die Runden, und im Grossraum Zürich lief das Business im Sommer leicht besser als im gesamtschweizerischen Mittel. Innerhalb der einzelnen Regionen zeigen sich eklatante Unterschiede je nach Wirt-schaftssektor. So erlitten just in den Räumen Zürich und Westschweiz die Industriebetriebe auftrags- und umsatzmässig die heftigsten Rückschläge, während in der Nordwestschweiz die Industrie klar am besten, die Dienstleistungsunternehmen hingegen am weitaus schlechtesten abschnitten.

Zürich / Basel, 27. November 2002