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UBS Lohnumfrage: Lohnrunde 2003 bringt moderate Zuschläge

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Geringere Bonuszahlungen bei knapp 40% der Unternehmen

Die Schweizer Löhne dürften im Jahr 2003 um durchschnittlich 1,3% steigen. Dabei sind 0,9 Prozentpunkte der Erhöhung individuell und der Rest generell. Angesichts der von den Teilnehmern erwarteten Inflationsrate von durchschnittlich 0,7% ergibt sich damit trotz unsicherer Wirtschaftsaussichten erneut ein Anstieg der Reallöhne um 0,6% für das kommende Jahr. Dies zeigt die 14. UBS Herbstumfrage unter Unternehmen und Arbeitgeberverbänden in 19 Branchen.

Die höchsten Lohnabschlüsse werden auch in diesem Jahr trotz schwierigem Geschäftsumfeld in der Informatikbranche mit einem Zuwachs von 2,4% erwartet. Auch die Telekommunikation (2,4%), die chemische und pharmazeutische Industrie (2,1%), das Gastgewerbe, der Detailhandel und die Kantone (je 2%) weisen überdurchschnittliche Lohnzuschläge aus. Mit zum Teil Nullrunden oder nur mässigen Lohnerhöhungen müssen Mitarbeiter der Bauwirtschaft (0,3%), der Druck- und Grafikbranche (0.6%) und der Banken (0,7%) rechnen.

Im kommenden Jahr dürften die unteren Lohngruppen überdurchschnittlich zulegen. In der Industrie gaben 45% der Befragten an, dass die Niedriglöhne wahrscheinlich schneller wachsen werden als der Gesamtdurchschnitt. Im Dienstleistungssektor erwarten dies gar 55%. Nur 1% der Unternehmen sehen unterdurchschnittlich steigende Niedriglöhne.

Von den Unternehmen, die über Bonussysteme verfügen (ca. 75%), gehen 56% von stagnierenden, 28% von sinkenden und 9% von stark sinkenden Bonuszahlungen aus. Lediglich 7% erwaten moderat steigende Boni. Im kommenden Jahr müssen auch Beschäftigte in der Industrie vermehrt mit Bonuskürzungen rechnen. 35% der Industrieunternehmen gehen von sinkenden Boni aus, nachdem im vergangenen Herbst nur 10% mit Einschnitten rechneten. Im Dienstleistungssektor werden die Boni bei 44% der Unternehmen weiter sinken, nachdem bereits im Vorjahr 56% Kürzungen erwarteten.

Wie hoch die Bonuszahlungen in Prozent des Basissalärs sind, hängt stark von der Funktionsstufe ab: Beim oberen Management liegen die durchschnittlichen Boni bei 46% der Unternehmen über 20% des Basissalärs, bei 21% zwischen 10% und 20% und bei 33% bei weniger als 10%. Bei den meisten Unternehmen (89%) erhalten die Mitarbeiter Bonuszahlungen von weniger als 10% des Grundsalärs. Boni in der Höhe von 10% bis 20% geniessen lediglich Mitarbeiter von 11% der Unternehmen und durchschnittliche Boni von über 20% wurden für Mitarbeiter von keinem Unternehmen gemeldet.

In der Lohnrunde 2003 gehen die meisten Befragten (64%) von einer fortgesetzten wirtschaftlichen Stagnation im kommenden Jahr aus. Mit einer moderaten Erholung rechnen 26% und mit einer kräftigen Erholung lediglich 2%. 8% kalkulieren eine moderate Rezession ein.

Die negative Konjunktureinschätzung schlägt sich auch in der Personalplanung nieder. Eine Erhöhung des Personalbestandes planen 21%, während 43% eine moderate oder starke Reduktion der Beschäftigtenzahl beabsichtigen. Rund ein Drittel (36%) sieht einen unveränderten Personalbestand vor.
Diese Resultate sind im Rahmen der jährlich durchgeführten UBS Lohnumfrage im Zeitraum vom 14. bis 30. Oktober 2002 ermittelt worden. Die Befragung von Unternehmen und Arbeitgeberverbänden erstreckt sich auf 19 Branchen, in denen insgesamt 57% der Schweizer Erwerbstätigen beschäftigt sind. In den Jahren 1989 bis 2001 lag die mittlere Abweichung der von den Umfrageteilnehmern erwarteten Lohnerhöhung gegenüber der offiziellen BFS Lohnstatistik bei 0,34%.

Die Ergebnisse der UBS Lohnumfrage 2003 wird Dr. Peter Buomberger, Group Head Public Policy & Research, UBS AG, heute im Rahmen einer Veranstaltung der Swiss American Chamber of Commerce, 12:00-14:00, im Hotel Widder, Zürich vorstellen.

Zürich / Basel, 4. November 2002
UBS AG