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Industrie vor der Wende

| Media Releases Switzerland

Zu Jahresbeginn sah die Industrie ihre leisen Hoffnungen nochmals enttäuscht. Nach einem weiter verschlechterten Geschäftsgang im ersten Quartal 2002 deuten aber gemäss neuester UBS-Umfrage alle Anzeichen klar auf eine bevorstehende Wende hin.

UBS Outlook 2. Quartal 2002

Die UBS-Umfrage vom März bei der Industrie vermittelt gleich in mehrerer Hinsicht ein aussergewöhnliches Bild. Zum einen hat sich das Geschäftsklima im ersten Quartal dieses Jahres weiter verschlechtert und somit die vor drei Monaten geäusserten Erwartungen einer Konsolidierung nicht bestätigt. Dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen anhaltend gross. Zum anderen aber zeigt der Ausblick der Unternehmen für das zweite Quartal eine markante Wende zum Besseren an. Zwar werden auch darin noch für keine Indikatoren positive Saldowerte erreicht. Die Differenz zwischen effektiven Ergebnissen im vergangenen und erwarteten Trends im laufenden Vierteljahr ist aber so eklatant wie noch nie in den langen Annalen der UBS-Umfragen. In der Vergangenheit haben selbst bloss halb so ausgeprägte Stimmungswandel der Unternehmen die effektive Wende recht zuverlässig vorweggenommen, auch wenn sich diese oft erst um ein Quartal verzögert eingestellt hat. Aus der aktuellen Umfrage darf somit geschlossen werden, dass sich die Industrie spätestens ab Jahresmitte aus der Talsohle lösen wird. Gestützt wird diese These auch vom UBS-Konjunkturindikator, der mit zwei Quartalen Vorsprung auf die offiziellen Ergebnisse die Entwicklung des schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP) anzeigt.

Schwarzes erstes Quartal
Mit Ausnahme des Arbeitsvorrates sowie der Verkaufspreise haben sich im ersten Quartal 2002 die Saldowerte aller erfragten Indikatoren auf Vergleichsbasis zum Vorjahr nochmals verschlechtert. So konnten nur noch 17% der Befragten einen höheren Auftragseingang verbuchen, und 53% erlitten einen Rückgang. Dies ergibt einen Saldo von -36%. Inlandorders fielen mit einem Saldo von -37% etwas schwächer aus als Exportaufträge mit -32%. In analogem Ausmass wurden Produktionsvolumen, Umsätze sowie Erträge in die Tiefe gezogen und der Personalbestand weiter abgebaut. Im Durchschnitt der Industrie liegt der Auslastungsgrad mit der Anlagen 82% auf einem letztmals 1994 erreichten Tiefstand. Positiv zu werten ist der verstärkt in Gang kommende Abbau der Fertigwarenlager. Er deutet darauf hin, dass die Anpassung der Kapazitäten an die geschrumpfte Nachfrage schon weitgehend vollzogen ist. Eine Wiederbelebung der Auftragseingänge kann sich damit relativ rasch in einer anziehenden Produktion niederschlagen.

Durchgreifende Erholung in Sicht
Vor diesem Hintergrund gewinnt der für das zweite Quartal geweckte Optimismus der Unternehmer an Überzeugungskraft. Obwohl im Durchschnitt der Industrie noch für keine Indikatoren der UBS-Umfrage positive Saldowerte resultieren, ist die anstehende Wende zum Besseren durchgehend klar ersichtlich und wird auch von sämtlichen erfassten Branchen erwartet. Motor dieser Entwicklung ist eine Erholung der Auftragseingänge, zuvorderst jener aus dem Ausland. Sie sollten relativ rasch eine Belebung von Produktion und Umsatz nach sich ziehen. Für den Geschäftsgang als Summe von Auftragseingang, Produktion und Umsatz reduziert sich der Saldo von effektiv -32 im ersten auf erwartete
-9 %-Punkte im zweiten Quartal. Auch die Erosion der Erträge wird sich erwartungsgemäss verlangsamen. Noch keine Wende ist einzig beim Personalbedarf ersichtlich, der per Saldo bei einem Viertel der befragten Unternehmen rückläufig bleibt.

Markante Branchendifferenzen
Als einzige Branche vermochten im ersten Quartal die konsumnahen Nahrungsmittel-hersteller ihren Geschäftsgang im positiven Bereich zu halten, und immerhin fünf Industriezweige (Chemie, Papier & Grafik, Elektro, Kunststoff und Textil) scheinen sich bereits von ihrem zyklischen Tief gelöst zu haben. Weiter verdüstert hat sich die Lage hingegen namentlich in den Bereichen Maschinen und Metall, die Symptome einer Rezession aufweisen. Auch die Uhrenproduzenten sind per Saldo noch tiefer in die negative Zone gerutscht. Mit Ausnahme der Kunststoffindustrie wird jedoch in allen Branchen eine deutliche Verbesserung der Auftragslage erwartet, die für Nahrungsmittel, Uhren und Chemie sogar positive Saldowerte erreichen sollte.

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Die Benchmark liegt bei 12% Aktien und 10% Fremdwährungen, d.h. die Anlagegruppe eignet sich für Pensionskassen mit mittleren Schwankungsreserven.

Daten (in %):

Die Benchmark liegt bei 25,5% Aktien und bei 17,4% Fremdwährungen, d.h. der BVG-Index 93 wird nachgezeichnet.

Quellen: seco (BIP); UBS (Umfrage und Berechnungen)
*provisorische amtliche Zahlen

Zürich / Basel, 10. April 2002

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Basel/Zürich, 10. April 2002