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UBS Lohnumfrage zeigt: Schweizer Lohntüten werden in 2002 erneut voller

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Jüngste Krisen haben jedoch deutliche Auswirkungen auf Tarifrunde

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Die Schweizer Löhne werden im Jahr 2002 um durchschnittlich 2,3% steigen. Mit der UBS Inflationsprognose für 2002 von 1,0% ergibt sich damit ein kräftiger Reallohnanstieg von 1,3%. Dies ergibt die 13. UBS Herbstumfrage unter Unternehmen und Arbeitgeberverbänden in 17 Branchen.

75% der Befragten gehen davon aus, dass die jüngsten Krisen einen Einfluss auf den Lohnabschluss haben werden. 42% schätzen den Einfluss sogar als stark oder sehr stark ein. "Ohne die jüngsten Krisen wäre der Lohnzuwachs um 0,5% bis 1,0% höher ausgefallen. Die dramatischen Ereignisse der vergangenen Wochen haben grosse Unsicherheit in die laufende Tarifrunde gebracht", sagt Dr. Peter Buomberger, Head of Group Policy & Research.

Spitzenreiter ist einmal mehr die Informatikbranche, in der eine Lohnerhöhung von 3,2% erwartet wird. Hohe Lohnsteigerungen werden auch die Arbeitnehmer in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (2,9%), im Gastgewerbe (2,9%), und im Detailhandel (2,8%) sehen. Weniger kräftig werden die Löhne in der Uhrenindustrie (1,4%), der Textilindustrie (1,4%), der Druck- und Grafikindustrie (1,6%) und der Bankenbranche (1,8%) zulegen.

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Bonuszahlungen in der Industrie und der Dienstleistungsbranche. Während in der Industrie nur 10% der Befragten davon ausgehen, dass die Boni in 2002 sinken werden, rechnen in der Dienstleistungsbranche 56% mit rückläufigen Bonuszahlungen, 34% sogar mit deutlichen Rückgängen. "Die Bonussysteme in der Industrie befinden sich noch im Aufbau. Dagegen spielen variable Lohnbestandteile in der Dienstleistungsbranche bereits eine wichtige Rolle bei der Gesamtentlöhnung. Der erwartete Rückgang der Boni dort zeigt eindrucksvoll die Flexibilität der etablierten Bonussysteme", meint Peter Buomberger.

In der Industrie gehen 71% der Befragten davon aus, dass die unteren Lohngruppen sich gleich entwickeln werden wie die Durchschnittslöhne. Ein schnelleres Wachstum der Niedriglöhne erwarten nur 24%. Im Dienstleistungssektor scheinen die unteren Lohngruppen eher an Boden gut machen zu können. Dort rechnen 43% der Teilnehmer mit einem rascheren Wachstum der Niedriglöhne.

Die Teilnehmer der Umfrage schätzen den Lohnanstieg im laufenden Jahr auf 3,0% ein. Bei einer Inflationsrate von 1,1% ergibt sich damit ein Sprung der realen Löhne um knapp 2%, der grösste Zuwachs seit 1988. "Damit gehören die mageren 90er Jahre endgültig der Vergangenheit an", kommentiert Dr. Marc Büdenbender, Senior Economist. "In den kommenden Jahren sollten die Lohnabschlüsse sich wieder an der Produktivitätsentwicklung orientieren. Es gibt keinen Nachholbedarf bei den Reallöhnen. Die Lohnmässigung der vergangenen Jahre war absolut notwendig, um die übermässigen Lohnsteigerungen der frühen 90er Jahre auszugleichen."

Diese Resultate sind im Rahmen der jährlich durchgeführten UBS Lohnumfrage im Zeitraum vom 8. bis 26. Oktober ermittelt worden. Die Befragung von Unternehmen und Arbeitgeberverbänden erstreckt sich auf 17 Branchen, in denen insgesamt 53% der Schweizer Erwerbstätigen beschäftigt sind. In den Jahren 1989 bis 2001 lag die mittlere Abweichung der von den Umfrageteilnehmern erwarteten Lohnerhöhung gegenüber der offiziellen BFS Lohnstatistik bei 0,32%.

Die Ergebnisse der UBS Lohnumfrage 2002 wird Dr. Peter Buomberger heute im Rahmen einer Veranstaltung der Swiss American Chamber of Commerce um 11:30-14:00, im Hotel Widder, Zürich vorstellen.

Die detaillierten Resultate werden heute ab 14:00 auf dem Internet verfügbar sein: www.ubs.com

Zürich / Basel, 1. November 2001
UBS AG