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Regional differenzierte Entwicklung der Immobilienpreise.

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Dank der gefestigten Konjunktur setzt sich die Erholung auf dem schweizerischen Immobilienmarkt fort. Die markanten regionalen Unterschiede im Preistrend für Wohneigentum dürften aber im laufenden Jahr erhalten bleiben.

Der Schweizer Markt für Wohnimmobilien hat nach einer langen Phase mit markanten Preiseinbrüchen wieder Tritt gefasst. Je nach Objektkategorie und Lage entwickeln sich die Preise aber weiterhin sehr unterschiedlich. Insgesamt sind die Aussichten für den Schweizer Immobilienmarkt jedoch positiv. Modellberechnungen der UBS-Oekonomen lassen für 2001 einen Preisanstieg für Wohneigentum von rund 3,5% im schweizerischen Mittel erwarten.

Hohes Preisniveau in den Regionen Zürich, Genfersee und Zentralschweiz

Das Preisniveau ist dabei in den Regionen Zürich, Genfersee (GE, VD) und in Teilen der Zentralschweiz (ZG, LU, UR, SZ, GL, OW, NW) generell sehr hoch. Im laufenden Jahr dürfte die Genferseeregion bei den Einfamilienhäusern und die Zentralschweiz beim Stockwerkeigentum den stärksten Preisanstieg verzeichnen. In der Zentralschweiz konzentriert sich die Prosperität jedoch vorwiegend auf die Kantone Zug, Schwyz sowie Ob- und Nidwalden.

Der Liegenschaftsmarkt der Südschweiz (GR, TI, VS) charakterisiert sich durch seinen hohen Bestand an touristischen Zweitwohnungen. Dadurch ist die Wirtschaftsenwicklung nicht nur der betreffenden Kantone, sondern auch der gesamten Schweiz von Bedeutung. Während das Wallis ein gesamthaft ausgesprochen tiefes Preisniveau aufweist, befindet sich das Tessin diesbezüglich im Mittelfeld und Graubünden sogar im oberen Drittel des Landes. Bei insgesamt guten Perspektiven für 2001 bleiben aber die lokal markanten Preisdiskrepanzen erhalten oder werden sich gar noch vertiefen.

Nordwestschweiz und Bern im Mittelfeld
Die Liegenschaftsmärkte des Kantons Bern und der Nordwestschweiz (BS, BL, SO, AG) gehören hinsichtlich der Preisentwicklung weder zu den Favoriten noch zur Nachhut. Das Preisniveau für Wohnimmobilien ist jedoch in Basel Stadt und den direkt angrenzenden Gebieten sehr hoch, an peripheren Standorten dagegen durchschnittlich bis günstig. In der Nordwestschweiz dürften im laufenden Jahr vor allem die Einfamilienhauspreise anziehen. Aufgrund der bevorzugten Lage verfügen Basel Land und Basel Stadt 2001 über das weitaus grössere Preispotenzial als Solothurn und der Aargau.

Im Kanton Bern bestehen durchschnittliche Stockwerk- und verhältnismässig tiefe Einfamilienhauspreise. Letztere dürften sich 2001 verteuern. Die Preise für Stockwerkeigentum haben hier aber erst den Talboden erreicht.

West- und Ostschweiz bleiben zurück
Sowohl die West- (FR, NE, JU) als auch die Ostschweiz (SG, TG, AR, AI) zeichnen sich durch insgesamt jeweils hohe Überkapazitäten auf dem Wohnungsmarkt aus. Wohneigentum ist daher sowohl in der West- wie in der Ostschweiz relativ günstig. Beide Märkte haben sich von der Talsohle gelöst, bewegen sich preislich aber in einer langsameren Gangart als die übrigen Schweizer Regionen.

Zürich / Basel, 02. Februar 2001

UBS AG

Regionale Prognosen der Preisentwicklung von Wohneigentum für 2001
Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr)

Daten (%)