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Branchenumfrage der UBS ermittelt Wachstumsleader 2001.

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Gemäss einer breit angelegten Umfrage der UBS bei 3600 Unternehmen hat sich der Geschäftsgang 2000 mehrheitlich wesentlich besser entwickelt als vor Jahresfrist erwartet. Im laufenden Jahr zeichnet sich eine erneute, allerdings leicht schwächere Zunahme von Umsatz und Ertrag ab. Wachstumsleader sind die Branchen Informatik und Telekommunikation, Elektrotechnik/Elektronik sowie der Finanzsektor.

Im vergangenen Jahr erzielten laut UBS-Umfrage die meisten Branchen deutlich höhere Umsätze und bessere Erträge als 1999. Überdurchschnittlich war das Umsatzwachstum in der Metall-, Elektro- und in der Maschinenindustrie sowie insbesondere in der Uhrenindustrie. Auch die Banken verzeichneten einen merklich besseren Geschäftsgang. Etwas enttäuscht hat im Vergleich zu den hochgesteckten Erwartungen das Umsatzwachstum im Informatiksektor. In allen Branchen mit Ausnahme der Bekleidungsindustrie erzielten die Unternehmen auch bessere Erträge als 1999, obwohl die Verkaufspreise mehrheitlich unter Druck blieben. Einen überdurchschnittlichen Gewinnanstieg verzeichneten die Banken, die Unternehmen der elektrotechnischen Industrie und die Uhrenhersteller. Unter den Erwartungen blieben die Gewinne bei den Versicherungen und bei den Unternehmen des Informatik- und Telekom-Sektors.

2001: Erneut steigende Umsätze und leicht höhere Gewinne
Im laufenden Jahr wird sich der Aufwärtstrend im Urteil der befragten Unternehmen fortsetzen, aber nicht mehr ganz die Zuwachsraten des Jahres 2000 erreichen. Ein starkes Umsatzwachstum zeichnet sich in den Bereichen Informatik und Telekom, Elektrotechnik/Elektronik sowie im Nahrungsmittelsektor ab. Auch in den Sparten Metall und Maschinen, Chemie sowie Grosshandel sollten die Verkäufe über dem Branchenmittel liegen. Im Finanzsektor wird ebenfalls mit einer deutlichen Zunahme des Geschäftsgangs gerechnet. Unterdurchschnittlich sind hingegen die Umsatzerwartungen vor allem im Baugewerbe, in der Holzindustrie sowie in der Textil- und Bekleidungsindustrie.

Die Ertragsentwicklung dürfte in den meisten Branchen mit dem Umsatzwachstum nicht ganz Schritt halten, gemäss dem Urteil der Befragten aber doch mehrheitlich leicht besser ausfallen als im Jahr 2000. Dies gilt insbesondere für Unternehmen in den Sparten Informatik, Finanz, Elektrotechnik und Maschinenbau. Wie schon im Vorjahr rechnen die grossen Unternehmen mit einem besseren Geschäftsgang als die Kleinbetriebe.

Mangel an qualifiziertem Personal
Das starke Beschäftigungswachstum des Vorjahres dürfte sich 2001 nur leicht abschwächen. Einzig die Textilindustrie, die Holzindustrie sowie die Sparten Papier und Karton rechnen lediglich mit einem nahezu unveränderten Personalbestand. Die Belegschaft aufstocken wollen hingegen vor allem die Informatik- und Telekombranche sowie die Unternehmen im Maschinenbau und der Elektrotechnik/Elektronik, wobei jedoch der Mangel an qualifiziertem Personal Grenzen setzt.

Erneut hohes Investitionsniveau
Der mit dem Wettbewerbsdruck einhergehende Zwang zu Produktivitätssteigerungen hält die Investitionstätigkeit in Schwung, und dies vor allem bei den Ausrüstungsgütern auf hohem Niveau. Im Durchschnitt aller Branchen soll 2001 erneut etwa gleich viel investiert werden wie im Vorjahr. Die höchsten Zuwächse dürften dabei in den Branchen Informatik und Telekom, Elektrotechnik/Elektronik, Uhren, Maschinen- und Fahrzeugbau, Autogewerbe und Tourismus realisiert werden.

Regionale Wachstumsunterschiede
Im gesamtschweizerischen Vergleich dürfte der Geschäftsgang im laufenden Jahr bei den Unternehmen im Grossraum Zürich, in der Zentral- und der Nordwestschweiz leicht überdurchschnittlich, in der Ostschweiz und im Tessin eher unterdurchschnittlich ausfallen, während sich der Espace Mittelland und die Région lémanique entsprechend dem Gesamttrend entwickeln werden.

Zürich/Basel, 18. Januar 2001

UBS Schweiz
Division Privat- und Firmenkunden