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Stabile KMU-Konjunktur.

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Wie in der Gesamtwirtschaft scheint die Konjunktur auch bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Schweiz den Höhepunkt erreicht zu haben. Ihr Geschäftsgang hat sich im Sommer 2000 gegenüber dem bereits ansehnlichen Niveau vom vorangegangenen Halbjahr noch geringfügig verbessert. Gemäss UBS-Umfrage vom Oktober bei rund 1000 Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten ist im angebrochenen Winterhalbjahr 2000/01 zwar mit einer Verlangsamung der Aktivität zu rechnen. Diese dürfte jedoch moderat ausfallen und ist zudem teilweise saisonaler Natur.


Starke Industrie

Insgesamt haben sich die positiven Erwartungen der KMU für das Sommerhalbjahr als realistisch erwiesen. Unter den als Querschnitt durch die gesamte Wirtschaft erfassten Branchen wurden sie lediglich bei den Informatikdiensten arg enttäuscht, während sich umgekehrt die Hoteliers und Uhrenhersteller am positivsten überraschen liessen. Den klar besten Geschäftsgang verzeichnete der industrielle Sektor mit einem Niveau, das an den Konjunkturboom Ende der 80er Jahre erinnert. Die Uhrenindustrie schaffte dabei innert Jahresfrist den Sprung vom Nullpunkt an die Spitze der befragten Branchen. Auch die Bausparten hielten gut mit. Hingegen liess die Dynamik im Dienstleistungssektor teils deutlich nach, wobei aber die positiven Tendenzen klar die Überhand behielten.
Trotz der florierenden Konjunktur konnten nicht in allen Branchen höhere Verkaufspreise durchgesetzt werden. Gleichzeitig kam es verbreitet zu steigenden Beschaffungskosten (u.a. für Energie). Zusammen mit der anhaltend intensiven Konkurrenz wirkte dies einer Verbesserung der KMU-Rentabilität entgegen. Eine Folge davon war eine verringerte Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Hingegen wurde vor allem in der Industrie und im Bausektor der höheren Nachfrage mit einer Aufstockung des Personalbestands entsprochen.


Etwas verflachter Auftrieb im Wintersemester

Gemäss den Erwartungen der Umfrageteilnehmer wird sich die Konjunktur bei den KMU im Wintersemester marginal verlangsamen. Keine Branche rechnet jedoch mit einem negativen Geschäftstrend; vielmehr scheint sich eine breit verankerte Verstetigung des Aufschwungs in immer noch beachtlichem Tempo abzuzeichnen. Zu den Wirtschaftszweigen mit nachlassender Dynamik gehören die Baubranchen sowie die Hotellerie, während die Informatikdienste wieder auf einen besseren Geschäftsgang hoffen. Ungebrochen optimistisch geben sich die Uhrenproduzenten, die damit im Quervergleich der Industrien klar die Spitze halten. Der Personalbedarf nimmt generell weiter zu, wobei sich der Schwerpunkt der Rekrutierungen von den Industrie- zu den Dienstleistungsbranchen verlagert. Bei leicht nachlassendem Preisauftrieb auf der Einkaufsseite und einem günstigeren Umfeld für Anpassungen der Verkaufspreise zeichnet sich insgesamt eine - wenn auch branchenmässig sehr ungleichmässige - Verbesserung der Ertragslage ab.


Regionale KMU-Trends

Wirtschaftsräume Zürich, Basel und Romandie als Wachstumsleader
Die gesamtschweizerische Kulmination der Wachstumsdynamik bei den KMU im Sommerhalbjahr resultierte aus teils deutlich unterschiedlichen regionalen Trends. Während in der Nordwestschweiz die Konjunkturspitze bereits vor einem halben Jahr erreicht wurde und seither eine Beruhigung eintrat, mussten die Ostschweizer Betriebe diesen Sommer, ausgehend von einem wesentlich bescheideneren Niveau, einen temporären Rückschlag hinnehmen. Als Wachstumsleader etablierte sich der Grossraum Zürich knapp vor jenem Basels, und auch die Romandie verteidigte ihre Position über dem landesweiten Mittel.
Als einzige Region erwartet man in der Ostschweiz eine Belebung des Geschäftsgangs im Winterhalbjahr. Ansonsten herrscht Konsens über eine verlangsamte Konjunkturentwicklung auf allerdings weiterhin erfreulich hohem Niveau. Die grösste Skepsis legen die KMU aus der Zentralschweiz an den Tag, was allerdings nur eine vorübergehende Erscheinung sein dürfte. Über dem landesweiten Durchschnitt sind die West-, Nordwestschweiz und der Raum Zürich einander etwas näher gerückt, wobei die Unternehmen der Region Basel die grösste Zuversicht erkennen lassen.


UBS Schweiz
Division Privat- und Firmenkunden