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UBS lanciert innovative synthetische Securitisation für den Schweizer Markt.

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Als erste Schweizer Bank lanciert UBS mit der Transaktion HAT eine synthetische Securitisation, mit welcher ein Teil der Risiken auf Schweizer Firmenkrediten verbrieft und handelbar gemacht wird. Damit bietet UBS institutionellen und privaten Anlegern eine attraktive Möglichkeit, ihr Portfolio zu diversifizieren. Gleichzeitig optimiert UBS den Einsatz ihres wirtschaftlichen Eigenkapitals sowie das Risiko/Rendite-Profil ihres Kreditportfolios.

UBS verbrieft einen Teil des Verlustrisikos eines Portefeuilles von CHF 2,5 Milliarden, das Kredite für kleine und mittlere Schweizer Unternehmungen umfasst. Es handelt sich dabei um die erste Transaktion im inländischen CHF-Kapitalmarkt, bei der nicht die Kredite selbst, sondern lediglich die Ausfallrisiken an den Kapitalmarkt transferiert und durch die Emission festverzinslicher Obligationen handelbar gemacht werden.

Innovative Transaktion HAT

Mit dieser Transaktion namens HAT [HAT (Helvetic Asset Trust) AG, vgl. Anhang "Struktur der Transaktion"] bietet sich für Anleger erstmals die Möglichkeit, in Kreditrisiken schweizerischer Klein- und Mittelbetriebe zu investieren und damit ihr Portfolio zu diversifizieren. Der Emissionszeitpunkt ist aufgrund der anziehenden Konjunktur in der Schweiz und der damit abnehmenden Kreditausfälle günstig. Gleichzeitig optimiert UBS mit HAT den Einsatz ihres wirtschaftlichen Eigenkapitals sowie das Risiko/Rendite-Profil ihres Kreditportfolios. Keinen Einfluss hat die Transaktion auf das Kundenverhältnis, da alle Kredite bei der Bank verbleiben und nur das Risiko transferiert wird. UBS ist wie bisher für die Bewirtschaftung der Kredite und die Kundenbetreuung verantwortlich.

Festverzinsliche Obligationen in zwei Tranchen

Durch die Verbriefung der Kreditrisiken entstehen sogenannte synthetische Collateralised Loan Obligations (CLOs), das heisst festverzinsliche Obligationen, deren Rückzahlung an die Höhe der Kreditverluste gekoppelt ist. Diese sind gemäss ihrem Risikoprofil und ihrem Rating (Moody's) in zwei Tranchen unterteilt:

  • Klasse A mit einem Wert von CHF 250 Millionen und einem Rating von Aa1

  • Klasse B mit einem Wert von CHF 100 Millionen und einem Rating von Baa3

Die CLOs haben eine feste Laufzeit von fünf Jahren. Sie werden öffentlich platziert, die Zeichnungsfrist läuft bis 25. Juli 2000. Im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Obligationen gleicher Qualität weisen die emittierten CLOs einen Renditevorteil auf.

Zürich / Basel, 22. Juni 2000

UBS AG

Beilagen:

Struktur der Transaktion HAT

Ein synthetischer CLO (Collateralised Loan Obligation) ist eine Struktur, die Securitisation-Techniken mit einem Kreditderivat verbindet. UBS sichert mit diesem synthetischen CLO einen Teil der Verlustrisiken auf einem Portefeuille von Krediten für kleine und mittlere Schweizer Unternehmen ab, indem die Risiken an den Kapitalmarkt transferiert und handelbar gemacht werden. Das zugrundeliegende Kreditportfolio umfasst Kredite im Gesamtvolumen von CHF 2,5 Milliarden. Mit der Transaktion werden nur die Ausfallrisiken transferiert, die Kredite selbst verbleiben in der Bilanz der UBS.

Zum Zweck der Absicherung der Ausfallrisiken wurde die HAT (Helvetic Asset Trust) AG als eine von UBS unabhängige Schweizer Einzweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle) gegründet. Durch den Abschluss eines Kreditderivats (Credit Default Swap) mit UBS übernimmt die HAT AG gegen eine jährliche Prämie Verluste von maximal CHF 350 Millionen, falls die Ausfälle auf dem Kreditportfolio den von UBS selbst zu tragenden Betrag von CHF 125 Millionen übersteigen.
Die HAT AG ihrerseits transferiert das übernommene Verlustrisiko an den Kapitalmarkt, indem sie synthetische Collateralised Loan Obligations (CLOs) emittiert - festverzinsliche Obligationen, deren Rückzahlung an die Höhe der Kreditverluste gekoppelt ist.
Die Anleihen sind unterteilt in zwei, im inländischen CHF-Kapitalmarkt handelbare Tranchen:

  • Tranche A mit einem Wert von CHF 250 Millionen und einem Rating von Aa1

  • Tranche B mit einem Wert von CHF 100 Millionen und einem Rating von Baa3

Beide Anleihensklassen haben eine feste Laufzeit von fünf Jahren und zahlen jährlich fixe Zinscoupons. Sie unterscheiden sich bezüglich der Rückzahlung und dem damit für den Anleger verbundenen Risiko. Betragen die akkumulierten Kreditverluste beim Rückzahlungszeitpunkt weniger als CHF 125 Millionen, werden beide Tranchen wie gewöhnliche festverzinsliche Anleihen zu 100% zurückbezahlt und die entstandenen Verluste werden von der UBS selbst getragen. Bei Kreditverlusten zwischen CHF 125 - 225 Millionen wird die Tranche A zu 100% zurückbezahlt. Die Obligationäre der Tranche B erhalten lediglich eine Teilrückzahlung. Bei Kreditverlusten über CHF 225 Millionen erhalten Obligationäre der Tranche B keine Rückzahlung.
Für die Obligationäre der Tranche A kommt es bei Kreditverlusten über CHF 225 Millionen zu einer Teilrückzahlung. Die Rückzahlung fällt für sie dann gänzlich aus, wenn die Verluste den maximal abgesicherten Betrag von CHF 475 Millionen überschreiten.

Mit dem Emissionserlös erwirbt die HAT AG erstklassige CHF Obligationen mit einer OECD-Staatsgarantie. Dieses Collateral Portfolio dient einerseits der Sicherstellung möglicher Forderungen der UBS aus dem Credit Default Swap. Zum anderen stellt es das Asset-Backing, also die Rückzahlung der ausgegebenen HAT-Obligationen sicher.
Die Couponzahlungen der von der HAT AG emittierten Obligationen setzen sich aus den Couponzahlungen des Collateral Portfolio und der von UBS entrichteten Prämie für die Übernahme des Kreditrisikos zusammen.

Entwicklung der Asset-Backed Securities

Die Verbriefung von Forderungen wurde in den USA bereits in den 70er Jahren eingeführt. Seither entwickelte sich dort ein liquider und transparenter Markt für Asset-Backed Securities (ABS), zu denen auch CLO-Transaktionen gehören. Das ausstehende Volumen in den USA betrug Anfang dieses Jahres rund USD 3'000 Milliarden, wobei die Verbriefung von Hypothekarforderungen das grösste Marktsegment bildet, gefolgt von besicherten Kreditkartenforderungen. Die Rating-Agentur Moody's rechnet für das Jahr 2000 mit Rekordwerten: Nach der erfolgreichen Bewältigung des Y2K-Problems und aufgrund der stabilen Schuldnerqualitäten von Unternehmen und Konsumenten wird erwartet, dass das Emissionsvolumen in den USA im laufenden Jahr von USD 526 Milliarden auf USD 600 Milliarden steigen wird.
Im Gegensatz dazu spricht man in Europa erst seit 1990 von einem Durchbruch der traditionellen Asset-Backed-Securities. Die Einführung der europäischen Einheitswährung und der dadurch entstandene Markt für Euro-Anleihen haben jedoch die Entwicklung der Securitisation stark gefördert. Das Emissionsvolumen ist im Jahr 1999 gegenüber dem Vorjahr um 84% auf USD 82,8 Milliarden gestiegen, und Moody's erwartet für das Jahr 2000 ein weiteres Wachstum um 30% auf ca. USD 107 Milliarden. Neue synthetische Produkte wie Kreditderivate vereinfachen den Risikotransfer im europäischen Raum, der durch unterschiedliche Rechts- und Regulationssysteme gekennzeichnet ist. Diese Produkte werden von internationalen Instituten vermehrt auch in Europa angewendet und aufgrund des zunehmenden Interesses der europäischen Investoren erfolgreich im Markt platziert.
Die Zulassungsstelle der Schweizer Börse genehmigte Ende 1997 die Kotierung von Asset-Backed Securities an der Hauptbörse . Der Schweizerische Bankverein hat als erste Bank in der Schweiz einen Teil seiner festverzinslichen Hypothekarkreditforderungen im Rahmen der Transaktion TELL verbrieft und als Mortgage-Backed Securities im Mai 1998 auf dem Londoner Kapitalmarkt emittiert.
In den vergangenen Jahren lancierte UBS Warburg bereits Transaktionen mit Kreditderivaten auf internationalen Portfolios:

  • Transaktion Eisberg, 1998 auf einem Portfolio von Krediten an amerikanische und europäische Unternehmen in Höhe von USD 2,5 Milliarden (Synthetischer CLO)

  • Transaktion Glacier, 1997 auf einem Portfolio von internationalen Firmenkrediten in Höhe von USD 1,74 Milliarden (Credit-Linked Notes)

Asset-Backed Securities (ABS)

Zur Refinanzierung verwendete, durch Rating-Agenturen bewertete Wertpapiere, die durch einen Pool von gleichartigen Forderungen bzw. Vermögenswerten gedeckt sind und deren Rückzahlung aus dem Ertrag des Pools getragen wird.

Collateral Portfolio

Wird zur Sicherstellung von Forderungen an einen Schuldner gebildet.

Kreditderivat

Bilateraler Finanz-Kontrakt, der es erlaubt, das Kreditrisiko von anderen Risiken und von dem Instrument, mit dem es verbunden ist, zu isolieren und es von einer Gegenpartei zu einer anderen zu transferieren.

Der Credit Default Swap als Beispiel eines Kreditderivats ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der die eine Gegenpartei verspricht, gegen Erhalt einer Prämie, der anderen Gegenpartei zukünftige Kreditverluste zu ersetzen.

Special Purpose Vehicle (SPV)

Einzweckgesellschaft, die vom Sponsor (hier: UBS) der Transaktion unabhängig ist und ausschliesslich für die Transaktion genutzt wird. Solche Gesellschaften werden oft zum Transaktionsende aufgelöst und sind Bankruptcy Remote, das heisst, die Wahrscheinlichkeit, dass ein SPV in Konkurs geht, ist vernachlässigbar gering.

Synthetische Collateralised Loan Obligations (CLO)

Wertschriften, deren Zahlungsströme an die Kreditentwicklung einer oder mehrerer Gegenparteien gebunden ist.

Gehören zur Gruppe der Asset-Backed Securities, wobei Kreditrisiken nicht via Verkauf der Aktiven, sondern in Form eines Credit Default Swap an die Investoren übertragen werden.

Anleihebedingungen

Emittent

HAT (Helvetic Asset Trust) AG, Zürich

Art der Gesellschaft

Special Purpose Vehicle" (Einzweckgesellschaft nach Schweizer Recht)

Eigenkapital

150'000 SFr (100'000 SFr Aktienkapital plus 50'000 SFr Agio)

Gesellschaftszweck

* Übernahme von Teilen der Kreditrisiken auf einem Portfolio von Unternehmenskrediten der UBS AG via einem OTC Credit Default Swap * Ausgabe von SFr Inlandobligationen * Kauf von Wertschriften zur Sicherstellung von Forderungen der UBS AG und zur Sicherstellung der Rückzahlung der Obligationen

Typ öffentliche Inlandobligationen (Inhaberobligationen)

Tranche

Klasse A

Klasse B

Rating

Aa1 (Moody's)

Baa3 (Moody's)

Betrag

250 Mio. SFr

100 Mio. SFr

Stückelung

5'000 SFr

5'000 SFr

Status

Vorrangig (nachrangig zu gewissen Kosten des Emittenten), besichert

nachrangig zu gewissen Kosten des Emittenten und zur Klasse A, besichert

Verfall / Laufzeit

2. August 2005 / 5 Jahre fest

2. August 2005 / 5 Jahre fest

Vorzeitige Kündbarkeit

nur aus steuerlichen und regulatorischen Gründen und bei default des ‚Collateral' oder des Credit Default Swaps

nur aus steuerlichen und regulatorischen Gründen und bei default des ‚Collateral' oder des Credit Default Swaps

Coupon

4.625 %

6.75 %

erstmals zahlbar

2. August 2001

2. August 2001

Verrechnungssteuer

35%

35%

Emissionspreis

100%

100.30%

Platzierungspreis

richtet sich nach der Nachfrage

richtet sich nach der Nachfrage

Rückzahlung

* Falls die akkumulierten Kredit-verluste des Portfolios 225 Mio SFr nicht übersteigen: 100% * Falls die akkumulierten Kreditverluste des Portfolios (= X) zwischen 225 und 475 Mio SFr liegen: [475 Mio SFr - X Mio SFr] 250 Mio SFr * Falls die akkumulierten Kreditverluste 475 Mio.SFr übersteigen: 0%

* Falls die akkumulierten Kredit-verluste des Portfolios 125 Mio SFr nicht übersteigen: 100% * Falls die akkumulierten Kreditverluste des Portfolios (= X) zwischen 125 und 225 Mio SFr liegen: [225 Mio SFr - X Mio SFr] 100 Mio SFr * Falls die akkumulierten Kreditverluste 225 Mio.SFr übersteigen: 0%

Valorennummern

1.097.053 / 8

1.097.056 / 1

Liberierung

2. August 2000

Zeichnungsschluss

25. Juli 2000

Kotierung

Die Kotierung beider Tranchen an der Schweizer Börse wird beantragt

Recht / Gerichtsstand

Schweizer Recht, Gerichtsstand ist Zürich

Verkaufsrestriktionen

U.S.A, US persons, UK

Federführung

UBS Warburg

Anleihebedingungen



Emittent

HAT
(Helvetic Asset Trust) AG
, Zürich


Art
der Gesellschaft

"Special
Purpose Vehicle" (Einzweckgesellschaft nach Schweizer Recht)


Eigenkapital

150'000
SFr (100'000 SFr Aktienkapital plus 50'000 SFr Agio)


Gesellschaftszweck



Übernahme von Teilen der Kreditrisiken auf einem Portfolio von Unternehmenskrediten der
UBS AG via einem OTC Credit Default Swap
Ausgabe von SFr Inlandobligationen
Kauf von Wertschriften zur Sicherstellung von Forderungen der UBS AG und zur
Sicherstellung der Rückzahlung der Obligationen




Typ

öffentliche
Inlandobligationen (Inhaberobligationen)



Tranche

Klasse A
Klasse B


Rating

Aa1
(Moody's)

Baa3
(Moody's)



Betrag

250 Mio. SFr
100 Mio. SFr


Stückelung

5'000 SFr
5'000 SFr


Status

Vorrangig
(nachrangig zu gewissen Kosten des Emittenten), besichert
nachrangig zu
gewissen Kosten des Emittenten und zur Klasse A, besichert


Verfall /
Laufzeit


2. August
2005 / 5 Jahre fest

2. August
2005 / 5 Jahre fest



Vorzeitige
Kündbarkeit

nur aus
steuerlichen und regulatorischen Gründen und bei default des ‚Collateral' oder
des Credit Default Swaps
nur aus
steuerlichen und regulatorischen Gründen und bei default des ‚Collateral' oder
des Credit Default Swaps


Coupon

4.625 %
6.75 %


erstmals
zahlbar

2. August 2001
2. August 2001


Verrechnungssteuer

35%
35%


Emissionspreis

100%
100.30%


Platzierungspreis

richtet sich
nach der Nachfrage
richtet sich
nach der Nachfrage


Rückzahlungin
Abhängigkeit der akkumulierten Kredit-ausfälle auf einem Portfolio mit Schweizer
Unternehmenskrediten im Umfang von 2.5 Mia.SFr



Falls die akkumulierten Kredit-verluste des Portfolios 225 Mio SFr nicht übersteigen: 100%

Falls die akkumulierten Kreditverluste des Portfolios (= X) zwischen 225 und 475 Mio SFr
liegen:



[475 Mio SFr - X Mio SFr]

250 Mio SFr


Falls die akkumulierten Kreditverluste 475 Mio.SFr übersteigen: 0%




Falls die akkumulierten Kredit-verluste des Portfolios 125 Mio SFr nicht übersteigen: 100%

Falls die akkumulierten Kreditverluste des Portfolios (= X) zwischen 125 und 225 Mio SFr
liegen:



[225 Mio SFr - X Mio SFr]

100 Mio SFr


Falls die akkumulierten Kreditverluste 225 Mio.SFr übersteigen: 0%




Valorennummern

1.097.053 / 8
1.097.056 / 1


Liberierung

2.
August 2000



Zeichnungsschluss

25.
Juli 2000


Kotierung

Die
Kotierung beider Tranchen an der Schweizer Börse wird beantragt


Recht /
Gerichtsstand

Schweizer
Recht, Gerichtsstand ist Zürich


Verkaufsrestriktionen

U.S.A, US
persons, UK



Federführung

UBS
Warburg