Geschäftsreisen, Veranstaltungen CO2-Kompensation

Geschäftsreisen, Veranstaltungen CO2-Kompensation

Wir reduzieren die Nutzung kohlenstoffreicher Energie, indem wir unsere auf fossilen Brennstoffen aufbauende Heizungsinfrastruktur - falls machbar - zu einem hohen Anteil durch erneuerbare Energien ersetzen (49 Prozent im Jahr 2013).

Seit 2006 kompensieren wir CO2-Emissionen, die aufgrund von Geschäftsreisen entstehen.

Wir versuchen kontinuierlich, unsere durch Geschäftsreisen entstehenden CO2-Emissionen zu verringern, indem wir unsere Mitarbeiter zur Nutzung von Flugalternativen anhalten. Durch die Umstellung auf Bahnreisen konnten wir die Anzahl der geschäftsbedingten Flugreisen um 6,8 Prozent senken und den Anteil der Bahnreisen in der Schweiz 2013 um 2,2 Prozent erhöhen. Unsere Investitionen in Videokonferenzlösungen trugen zu diesem Erfolg bei. Weltweit sind mehr als 400 Räume mit Videotechnologie verfügbar, die 2013 mehr als 80 000 Mal gebucht wurden.

UBS-Konferenzen und andere Veranstaltungen beeinflussen die Umwelt in verschiedener Hinsicht: Reisen zu Veranstaltungen sind in der Regel der grösste Belastungsfaktor für die Umwelt. Aber auch der Papier-, Wasser- und Stromverbrauch sowie der produzierte Abfall stellen ökologisch denkende Organisatoren von Veranstaltungen vor erhebliche Probleme. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, hat UBS 2009 Richtlinien für die umweltgerechte Planung von Events implementiert und die CO2-Emissionen der Konferenzen, Veranstaltungen und Roadshows der Investment Bank kompensiert.

Die Richtlinien sind eine ökologische Orientierungshilfe bei der Evaluation und Auswahl von Produktanbietern (beispielsweise bei Markengeschenken) und Dienstleistungen (wie Catering, Transport, Veranstaltungsort und Unterkunft). Sie enthalten auch detaillierte Empfehlungen dazu, wie sich die Umweltfolgen von Veranstaltungen - beispielsweise über Energiesparmassnahmen, Abfallentsorgung und Wassermanagement - sowie der übermässige Einsatz von Kommunikations- und Informationsmitteln und Drucksachen steuern lassen.

Wir kompensieren weiterhin alle CO2-Emissionen aus über Reisebüros gebuchten geschäftsbedingten Flugreisen, Kundenereignissen und Konferenzen. Dadurch unterstützen wir erneuerbare Energien und sonstige Projekte, die sich der Reduzierung von CO2-Emissionen widmen. Die von uns ausgewählten Projekte erfüllen die Anforderungen des Gold Standard für freiwillige Emissionssenkungen und haben positive Auswirkungen auf unser Umfeld. Zu den ausgewählten Programmen zählen ein Windenergieprojekt in der Türkei und Biotreibstoffprojekte in China und Indien. 

Fallbeispiel 

Die Global Business Travel Association (GBTA) hat UBS in Anerkennung der Verdienste ihres weltweiten Reiseprogramms mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung wird das Engagement von UBS für Nachhaltigkeit als wesentliche Erwägung bei Geschäftsreisen anerkannt. Sie stellt einen grossen Erfolg für die für Reisen und Umwelt zuständigen Teams dar, die gemeinsam auf externe Anbieter hingewirkt und das Bewusstsein ihrer Mitarbeiter für nachhaltigere Reisemöglichkeiten geschärft haben.

Die für Reisen und Umwelt zuständigen Teams haben mehrere umweltbewusste Initiativen zur Senkung von CO2-Emissionen eingeführt. In diesem Zusammenhang wurden die nachfolgend genannten Massnahmen ergriffen:

  • Kompensierung durch Flugreisen entstehender CO2-Emissionen durch Auswahl von Gold-Standard-Projekten zur freiwilligen Verringerung von Emissionen und Investitionen von über 5,3 Millionen Franken in den vergangenen sechs Jahren. Investitionen in Videokonferenzlösungen trugen 2012 zu einer Verringerung der Reisen um 8 Prozent bei. Zugleich stieg die Nutzung der Videokonferenztechnologie gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent.
  • Einführung von Links zu einem CO2-Rechner auf dem Online-Reisebuchungssystem von UBS sowie zu nachhaltigeren Optionen für Chauffeurfahrten und Fahrzeugen für Führungskräfte
  • Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in vielen unserer geschäftlichen Transport- und Pendlerwege, wie Wechsel von Benzin- und Dieselfahrzeugen für Führungskräfte zu Anbietern von hybriden Flotten und aufkommenden Lösungen in Verbindung mit Elektrofahrzeugen
  • Angebot zinsfreier Darlehen für Abonnements, um Mitarbeiter zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den täglichen Arbeitsweg anzuhalten
  • Insgesamt führte das Nachfragemanagement zu einer Verringerung des Aufwands von Luftreisen um 5 Prozent, von denen 2,6 Millionen Franken der Nutzung von Videokonferenzen zuzuschreiben sind.
  • Erfolgreiche Senkung unserer CO2-Bilanz und Förderung der Nutzung von Hochgeschwindigkeitszügen statt Flügen, Zunahme von 5,7 Prozent bei weltweiten Zugreisen

Videokonferenzen sind heute ein unverzichtbarer Teil des täglichen Arbeitsumfelds. Das internationale Buchungsbüro bearbeitet jeden Monat rund 7000 Raumbuchungen für Videokonferenzen. Seit Sommer 2013 ist unser neues Reservierungssystem für Besprechungen verfügbar. Dieses intuitive Online-System ermöglicht die rasche und einfache Buchung von Videokonferenzen in allen UBS-Standorten. Neben einem effizienten Buchungsprozess bietet das System einen umfassenden Überblick über die Räume bei UBS und zeigt deren Verfügbarkeit in Echtzeit an.

Besprechungen von Angesicht zu Angesicht haben viele Vorteile. Sie tragen zur Stärkung von Beziehungen bei und bieten bessere Gelegenheiten, aussagekräftiges Feedback abzugeben und zu erhalten. Videokonferenzen bieten Teilnehmern die Möglichkeit, den Gesichtsausdruck des Gesprächspartners zu sehen, Augenkontakt herzustellen und die Körpersprache zu beurteilen.

Der grösste Vorteil von Videokonferenzen ist vielleicht jedoch die Möglichkeit, ohne Reisekosten und Zeitaufwand mit Menschen an entfernten Standorten zusammenzuarbeiten. Reise- und Arbeitsstunden für Flüge oder Fahrten in verschiedene Städte entfallen. Die gesparte Zeit kann stattdessen auf andere Aktivitäten verwendet werden.

Fakten und Zahlen über Videokonferenzen

  • 426 Videokonferenzanlagen in 114 Gebäuden von UBS
  • 2500 Videokonferenzen pro Monat mit mehr als 9000 angebundenen Videostandorten 
  • Einrichtung 20 neuer Videoräume im Jahr 2013

Windparkprojekt Tekirdag in der Türkei
Mit dem Windparkprojekt Tekirdag sollen künftig 95 000 MWh Strom aus Windenergie erzeugt werden, welche früher aus fossilen Brennstoffen gewonnen wurden. Das «Gold Standard»-Projekt besteht aus 15 Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 29 MW. Im Rahmen des Projekts werden 45 Bauarbeiter aus der Umgebung und zwölf für den Betrieb und Unterhalt zuständige Mitarbeiter, die aus Nachbardörfern rekrutiert wurden, eingestellt. Der Projekteigentümer hat zudem in die Verbesserung der Strasseninfrastruktur investiert und die Forst- und Viehhaltungsanlagen in der Region ausgebaut.

Effiziente Biomasse-Öfen in China
Im Rahmen dieses Projekts sollen mit Kohle betriebene Kochherde durch eine CO2-arme Biomasselösung ersetzt werden. Das «Gold Standard»-Projekt konzentriert sich auf die Provinz Shanxi. Die Gaskocher bergen nicht nur Vorteile für den Klimawandel, sondern tragen auch zur Verringerung der Gesundheitsrisiken durch verschmutzte Luft bei, die beim Verbrennen von Kohle und Holz für das Kochen zuhause entsteht. Die Einnahmen durch den Verkauf der Emissionszertifikate werden in das Projekt reinvestiert, um damit der armen Landbevölkerung den Erwerb der neuen effizienten Gasherde zu ermöglichen.

Von Kohle zu Biomasse in Südafrika
Auf der für dieses Kompensierungsprojekt ausgewählten südafrikanischen Zitrusfarm wird die Dampferzeugung von dem fossilen Energieträger Kohle auf klimafreundliche Biomasse umgestellt. Die Zitrusfarm ist umgeben von gewaltigen Wäldern und Sägewerken. Dies führt dazu, dass eine grosse Menge von Sägemehl und Holzabfällen in einem Umkreis von 20 Kilometern anfällt. Durch den Kauf von Emissionszertifikaten wird der Ersatz der jetzigen Boiler durch einen Biomasse-Boiler unterstützt. Das Sägemehl und die Holzabfälle der Region werden genutzt, um den Boiler zu erhitzen, wobei jährlich gegen 18 000 Tonnen Biomasse verbrannt werden.

Biomasse-Kocher für Gemeinschaftsküchen in Indien
Das effiziente Kocherprojekt ersetzt umweltschädliche LPG-Kocher durch klimafreundliche Biomasse-Kocher. Innerhalb von zwei Jahren werden 7500 Biomasse-Kocher an Gemeinschaftsküchen wie Restaurants, Kantinen und Schulen verkauft, wodurch durchschnittlich 69 000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können.

Die Biomasse-Kocher werden durch den Verkauf der erzielten Emissionsreduktionen, den sogenannten Carbon Credits, subventioniert und können 30 Prozent günstiger an die Gemeinschaftsküchen verkauft werden. Die Benutzer der Biomasse-Kocher profitieren zudem von den billigeren Preisen der Biomasse-Pellets im Vergleich zu LPG.