Nachhaltiges Bankgeschäft

Nachhaltigkeit drückt sich durch wirkungsorientiertes, langfristiges Denken und Handeln aus. Wir unterstützen private und institutionelle Kunden bei ihren Finanzentscheidungen darin, nicht nur potenzielle finanzielle Erträge zu berücksichtigen, sondern auch potenzielle ökologische und soziale Auswirkungen. Unter Auswirkungen verstehen wir Risiken ebenso wie Geschäftschancen. Entsprechend befassen wir uns mit Nachhaltigkeit in allen Geschäftsprozessen, von der Analyse und dem Risikomanagement über die Beratung bis zur Anlagetätigkeit.

Nachhaltigkeit und Philanthropie gehören zu unserem Beratungsprozess. Wir definieren nachhaltige Anlagen als eine Reihe von Anlagestrategien (Impact Investing, Ausschluss, Integration), die Umwelt-, Sozial- und Governance-Überlegungen (ESG) in Anlageentscheidungen einbeziehen. Strategien für nachhaltige Anlagen sollen mindestens eines der folgenden Ziele erreichen: Sie sollen positive Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft haben, die Anlagen an den persönlichen Werten des Anlegers ausrichten oder die Risiko-Rendite-Merkmale des Portfolios verbessern. Dazu müssen wir besser verstehen, wie sich Nachhaltigkeitsfaktoren auf den Wert von Wertpapieren auswirken. Richtet man sich nach den vom Kunden definierten persönlichen Kriterien, können bestimmte Aktivitäten und Anlagen aus einem Portfolio ausgeschlossen werden (etwa Tabak, Alkohol oder Waffen). Bei der Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten werden die diesbezüglichen Faktoren analysiert, um Portfolioentscheidungen zu treffen. Beim Impact Investing wiederum wird eine Vielzahl von Strukturen wie Mikrofinanzprodukte oder massgeschneiderte Kredite oder Private Equity einbezogen.

1997 haben wir unseren ersten Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt. Zu unseren Anlagethemen zählen Energieeffizienz, Umwelt, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Demografie. 2009 hat Global Asset Management die von den Vereinten Nationen unterstützten Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investieren (PRI) unterzeichnet. Diese Grundsätze bilden ein freiwilliges Rahmenwerk für alle Anleger, die so Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen in ihre Entscheidungsprozesse und die aktive Ausübung der Aktionärsrechte integrieren können, um ihre Ziele an denen der gesamten Gesellschaft auszurichten.

Per 31. Dezember 2014 stiegen die nachhaltig verwalteten Vermögen auf 586 Milliarden Franken (von 546 Milliarden Franken Ende 2013), was 21,4% der gesamten von uns verwalteten Vermögen entspricht. Während die verwalteten Vermögen in allen unseren nachhaltigen Anlageklassen 2014 stiegen, war der Anteil der nachhaltig verwalteten Vermögen im Vergleich zum Vorjahr leicht  rückläufig, da die gesamten von uns verwalteten Vermögen stärker anstiegen. Ein bedeutender Anstieg wurde bei unseren institutionellen Kunden verzeichnet, und zwar insbesondere für überprüfte Mandate und Fonds, die der Responsible-Property-Investment-Strategie von Global Asset Management unterliegen.

 Wirkungsorientiertes Investieren

Immer mehr Kunden wollen nicht nur entsprechend ihrer Werte investieren sondern durch diese Investitionen aktiv soziale oder ökologische Probleme angehen. UBS bietet daher gezielt Anlagen in Unternehmen, Organisationen und Fonds, deren Geschäftszweck sozialer oder ökologischer Art ist und die dabei finanziellen Ertrag erzielen.

2013 legten wir den «Impact Investing SME Focus Fund» auf - das grösste privat finanzierte Anlagevehikel seiner Art. Der Fonds investiert in Sektoren und Unternehmen in Schwellenländern, die zum sozialen und ökologischen Wandel beitragen. 2014 bauten wir unser «Impact Investing»-Angebot weiter aus. 2014 lancierten wir eine Impact-Investment-Plattform, die dazu dienen soll, Private-Equity-Beteiligungen in inklusiven Finanzinstituten in Asien und Lateinamerika einzugehen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter, der sich auf Schwellenländer spezialisiert hat.

Um auf die steigende Nachfrage seitens der Kunden nach Einbeziehung von Nachhaltigkeitsthemen in die fundamentale Anlageanalyse und die Beratungsprozesse einzugehen, untersuchen wir die Auswirkungen der Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen in verschiedenen Sektoren und Unternehmen. Unsere spezialisierten Teams veröffentlichen regelmässig Researchinhalte zu Themen, die unsere Zukunft bestimmen, so unter anderem Klimawandel, Energieeffizienz, Ressourcenknappheit und demografische Entwicklung. Unsere Erfahrung und Branchenkenntnis helfen uns, das Wesentliche zu erkennen, indem wir hinterfragen, welche Auswirkungen Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen auf das Wettbewerbsumfeld in den von uns abgedeckten Sektoren haben und wie die Unternehmen relativ davon betroffen sind.

UBS erbringt weltweit Kapitalbeschaffungs- und strategische Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, die mit ihren Produkten den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel fördern, unter anderem auch für solche aus den Bereichen Solar- und Windenergie, Energieeffizienz, Abfallwesen, Biokraftstoffe oder Transport.

In der Schweiz helfen wir kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Energie zu sparen, und wir führten ein neues Angebot ein, die KMU bei der Aufrüstung ihrer Nutzfahrzeuge gemäss der neuen Abgasnorm EU 6 unterstützen. Daneben sind wir Privatkunden bei der Ausführung energieeffizienter Renovationen behilflich.

Wir sind vom ökonomischen Wert von Stimmrechten überzeugt und setzen diese entsprechend ein. In Fällen, in denen Global Asset Management von Kunden das Mandat zur Stimmrechtsausübung erhält, streben wir - entsprechend unserer treuhänderischen Sorgfaltspflicht - eine möglichst positive Auswirkung der Stimmrechtsausübung auf die Wertentwicklung der Anlagen an. 2014 stimmten wir an 7 325 Aktionärsversammlungen über insgesamt mehr als 74 600 einzelne Beschlüsse ab. Wir verfolgen einen aktiven Corporate-Governance-Ansatz und integrieren ihn in unseren Anlageprozess. Wir sind aktives Mitglied einer Reihe gemeinschaftlicher Aktionariate.

Seit 2010 bietet Global Asset Management in der Schweiz die Dienstleistung UBS Voice an: Dieser Service ermöglicht es Anteilsinhabern von schweizerischen institutionellen Fonds, vor den Aktionärsversammlungen grosser Schweizer Unternehmen ihre Abstimmungspräferenzen zu äussern. Diese werden dann von der Fondsleitung als zusätzlicher Input für deren Abstimmungsverhalten berücksichtigt. Dieser Service steht 45% der verwalteten Vermögen zur Verfügung, die dafür berechtigt sind.

Unser Wealth Management und Global Asset Management bieten Wealth-Management- und institutionellen Kunden nachhaltige Anlageprodukte und philanthropische Dienstleistungen an. Worum geht es? Schauen wir uns doch drei Beispiele an, wo UBS-Teams innovativ denkend unseren Kunden mit Rat und Tat beim nachhaltigen Portfoliomanagement zur Seite standen.

UBS Wealth Management CIO hat für das nachhaltige Portfoliomanagement ein solides Rahmenkonzept ausgearbeitet. Darin werden nachhaltige Anlagen als eine Reihe von Anlagestrategien (Impact Investing, Negativselektion bzw. Ausschluss, Positivselektion bzw. Integration) definiert, die Umwelt-, Sozial- und/oder Governance-Überlegungen (ESG) in Anlageentscheidungen einbeziehen. Strategien für nachhaltige Anlagen sollen mindestens eines der folgenden Ziele erreichen: Sie sollen positive Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft haben, die Anlagen an den persönlichen Werten des Anlegers ausrichten oder die Risiko-Rendite-Merkmale des Portfolios verbessern. Dazu müssen wir besser verstehen, wie sich Nachhaltigkeitsfaktoren auf den Wert von Wertpapieren auswirken. Richtet man sich nach den vom Kunden definierten persönlichen Kriterien, können bestimmte Aktivitäten und Anlagen aus einem Portfolio ausgeschlossen werden (etwa Tabak, Alkohol oder Waffen). Bei der Integration von ESG-Aspekten werden die diesbezüglichen Faktoren analysiert, um Portfolioentscheidungen zu treffen. Beim Impact Investing wiederum wird eine Vielzahl von Strukturen wie Mikrofinanzprodukte oder massgeschneiderte Kredite oder Private Equity einbezogen.

Da Stiftungen meist gemeinnützige Ziele verfolgen, liegt ihnen besonders viel daran, ihre Anlagen mit ihren Werten abzustimmen. Daher haben wir ein spezielles Anlagemandat eingeführt, dessen Schwerpunkt auf nachhaltigen Anlagen und Erträgen für gemeinnützige Schweizer Stiftungen liegt. In diesem Rahmen verfolgt das Portfoliomanagement Integrations- und Ausschlussstrategien nach ESG-Kriterien.

Bezüglich Philanthropie fokussieren wir auf unsere Fähigkeit, Kunden zusammenzubringen und die Zusammenarbeit zu fördern. So erreichen Projekte eine Grösse, dank der sie eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen können. Eine hervorragende Plattform dafür bot das UBS Global Philanthropy Forum von 2014 zum Thema «Scaling up: building on success and maximizing impact». Es vereinte rund 120 Kunden und Prospects aus 20 verschiedenen Nationen im schweizerischen St. Moritz. Zu den namhaften Rednern und Gästen, auf denen der Ruf des Forums gründet, zählten der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox und der weltberühmte Musiker Daniel Barenboim. Am runden Tisch und in Venture Labs konnten die Teilnehmer Ideen sowie Erfahrungen austauschen. Ausserdem erhielten sie dort in kleinem Kreis Rückmeldungen zu ihren sozialen Initiativen.