UBS News


UBS-Ergebnis zweites Quartal 2012

Zürich/Basel | | Quarterly Results | Price Sensitive Information

 

Mitteilung

UBS mit einem Vorsteuergewinn im 2. Quartal von CHF 951 Millionen; Zunahme der Nettoneugelder im Wealth Management auf CHF 13,2 Milliarden; branchenführende Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 weiter verstärkt auf neu 19,2%; Ziel der Basel-III-Kapitalquote1 von 13% auf Basis stufenweiser Umsetzung bereits übertroffen; risikogewichtete Aktiven1 (RWA) gemäss Basel III um CHF 45 Milliarden reduziert; RWA-Zielgrössen im Konzern und in der Investment Bank nach unten revidiert.

Bei schwierigen Marktbedingungen mit erhöhter Volatilität und mehr Zurückhaltung bei den Kunden führte UBS die Umsetzung ihrer Strategie fort. Dies beinhaltete das kontinuierliche Engagement für Kunden und resultierte in einem Vorsteuergewinn von CHF 951 Millionen. Gestützt auf sorgfältiges Kostenmanagement bleibt UBS auf Kurs, die gesamten geplanten Kosteneinsparungen bis Ende 2013 realisieren zu können.

UBS konnte ihre risikogewichteten Aktiven1 (RWA) gemäss Basel III erneut reduzieren. Dies steht im Einklang mit ihrer zentralen strategischen Zielsetzung. Im 2. Quartal belief sich der Abbau auf CHF 45 Milliarden. Bezüglich RWA hat der Konzern seine Reduktionsziele für 2012 bei der Investment Bank und im Konzern als Ganzes bereits übertroffen. Die Ziele für 2013 rücken damit schneller in den Fokus. Auf Basis einer vollständigen Umsetzung erhöhte sich die Basel-III-Kapitalquote (Tier 1) von 7,5% auf 8,8%. UBS hat das Konzernziel für 2016 bezüglich Basel-III-RWA um CHF 30 Milliarden auf weniger als CHF 240 Milliarden gesenkt. Das RWA-Ziel 2016 für die Investment Bank wurde um CHF 15 Milliarden auf weniger als CHF 135 Milliarden gesenkt, weil UBS davon ausgeht, dieses Geschäft mit reduzierten RWA erfolgreich betreiben zu können, innerhalb der definierten Zielbandbreiten. UBS ist zuversichtlich, diese Ziele für die RWA und Kapitalquoten ohne Verwässerung des Eigenkapitals erreichen zu können.

Wealth Management steigerte den Nettoneugeldzufluss auf CHF 9,5 Milliarden, während Wealth Management Americas solide Zuflüsse von CHF 3,7 Milliarden und gleichzeitig den bisher höchsten Vorsteuergewinn verzeichnete. Die Kundeneinlagen auf Konzernebene nahmen um CHF 19 Milliarden zu, was teilweise günstigen Währungseffekten einschliesslich höherer Einlagen bei Retail & Corporate zu verdanken war – ein Zeichen für das ungebrochene Vertrauen, das die Kunden UBS entgegenbringen. Die Investment Bank konnte die Umsetzung ihrer fokussierten Strategie weiterführen, wobei die geschätzten Basel-III-RWA1 auf Pro-forma-Basis erneut reduziert wurden, auf noch CHF 170 Milliarden.

  • Vorsteuergewinn von CHF 951 Millionen; den UBS-Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF425 Millionen; verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 0.11
  • Operatives Konzernergebnis von CHF 6,4 Milliarden
  • Die Kapital-, Liquiditäts- und Finanzierungspositionen sind nach wie vor stark:
    • Die Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 erhöhte sich von 18,7% auf 19,2%
    • Die Basel-III-RWA-Ziele wurden für 2013 von CHF 290 Milliarden auf zirka CHF 270 Milliarden und für 2016 von zirka CHF 270 Milliarden auf weniger als CHF 240 Milliarden gesenkt
    • Die Basel-III-Kernkapitalquote1 (Common Equity Tier 1) auf Basis einer stufenweisen («phased-in») Umsetzung erhöhte sich von 11,8% auf 13,1%; damit wurde dieser Meilenstein deutlich vor 2013 erreicht – dem Zeitpunkt, ab dem die strengeren Kapitalanforderungen gelten
    • Die Basel-III-Kernkapitalquote1 (Common Equity Tier 1) auf Basis einer vollständigen Umsetzung stieg von 7,5% auf 8,8%, damit behauptet UBS ihre Stellung als die am besten kapitalisierte Bank innerhalb der Vergleichsgruppe ihrer Konkurrenten
  • Die verwalteten Vermögen erhöhten sich um CHF 48 Milliarden auf CHF 2163 Milliarden. Darin enthalten sind Nettoneugeldzuflüsse im Wealth-Management-Geschäft von CHF 13,2 Milliarden
  • Die Kundeneinlagen verzeichneten ein Wachstum von CHF 19 Milliarden auf CHF 362 Milliarden, nachdem Wealth Management sowie Retail & Corporate weitere Kundengelder in Form von Kontokorrent- sowie Privat- und Sparkonti generierten
  • UBS als «Best Global Wealth Manager» und «Best Bank in Switzerland» ausgezeichnet; dies sind nur zwei von sechs Auszeichnungen, die UBS im Rahmen der «Euromoney Awards for Excellence» 2012 erhalten hat
  • Der Vorsteuergewinn von Wealth Management lag bei CHF 502 Millionen; die Nettoneugelder erhöhten sich um CHF 2,8 Milliarden auf CHF 9,5 Milliarden. Ausschlaggebend dafür sind starke Zuflüsse im asiatisch-pazifischen Raum, den Emerging Markets und in der Schweiz, sowie weltweit im Kundensegment Ultra High Net Worth; die annualisierte Wachstumsrate für die Nettoneugelder verbesserte sich auf 4,9% und liegt damit am oberen Ende der Zielbandbreite
  • Bei Wealth Management Americas stieg der Vorsteuergewinn auf rekordhohe USD 211 Millionen zu; die Neugeldzuflüsse beliefen sich auf USD 3,8 Milliarden; das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 86,6% und bewegt sich innerhalb der Zielbandbreite
  • Die Investment Bank erlitt einen Vorsteuerverlust von CHF 130 Millionen, da die herausfordernden Marktbedingungen tiefere Erträge zur Folge hatten; die Basel-III-RWA1 wurden reduziert auf CHF 170 Milliarden, sodass das angepasste Ziel für 2012 von CHF 175 Milliarden vorzeitig erreicht wurde;die RWA-Ziele wurden für 2013 und 2016 von rund CHF 150 Milliarden auf CHF 135 Milliarden gesenkt
  • Global Asset Management erzielte einen Vorsteuergewinn von CHF 118 Millionen, mit Nettoneugeldzuflüssen von Drittkunden von CHF 3,4 Milliarden unter Ausklammerung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds
  • Retail & Corporate generierte einen soliden Vorsteuergewinn von CHF 399 Millionen, mit starkem Abschneiden gegenüber allen Zielvorgaben; die Nettozinsmarge stieg auf 161 Basispunkte; kräftiger Anstieg des Nettoneugeschäfts; Kostenbasis gut unter Kontrolle

Zürich/Basel, 31. Juli 2012 – Group CEO Sergio P. Ermotti zum Ergebnis für das 2. Quartal von UBS: «Unsere solide Kapital-, Liquiditäts- und Finanzierungsposition, zusammen mit einer transparenten und konsistenten Kommunikation dieser Stärken, sprechen ganz klar für UBS. In einem ansonsten widrigen Umfeld bedeutet dies Sicherheit für Kunden, was von diesen honoriert wird, indem sie uns weiterhin ihr Vermögen anvertrauen. Bei der Umsetzung unserer Strategie haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wir sind entschlossen, unseren Vorsprung als die bestkapitalisierte Bank in der Vergleichsgruppe unserer Konkurrenten weiter auszubauen – sei es unter den aktuellen oder zukünftigen regulatorischen Anforderungen. Wir erwarten, dass unsere Tier 1 Ratio gemäss Basel III bis Ende 2012 komfortabel über 9% liegt. Dank anhaltender Kostendisziplin sind wir gut unterwegs, um sämtliche der geplanten Einsparungen bis Ende 2013 realisieren zu können, und wir suchen weiter nach Möglichkeiten für mehr Effizienz. Für die Zukunft konzentrieren wir uns auf sorgfältiges Liquiditätsmanagement, den weiteren Abbau von Risiken und darauf, unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Strategie funktioniert, weil wir in der Lage sind, sie in der Umsetzung an das veränderte Umfeld zu adaptieren.»

Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 425 Millionen im 2. Quartal

Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich im 2. Quartal 2012 auf CHF 425 Millionen, gegenüber CHF 827 Millionen im 1. Quartal. Der Vorsteuergewinn ging von CHF 1304 Millionen auf CHF 951 Millionen zurück, primär bedingt durch niedrigeren Handelserfolg (ohne eigene Verbindlichkeiten) sowie einen Rückgang des Erfolgs aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft und dem höheren Geschäftsaufwand. Diese Rückgänge wurden teilweise durch einen Gewinn auf eigenen Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 239 Millionen kompensiert. Im Vorquartal wurde noch ein Verlust von CHF 1164 Millionen ausgewiesen. Der Steueraufwand lag bei CHF 253 Millionen, gegenüber CHF 476 Millionen im Vorquartal. Zudem entfielen CHF 273 Millionen im 2. Quartal auf das den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Ergebnis, hauptsächlich in Form von Dividenden auf Trust Preferred Securities, verglichen mit CHF 1 Million im Quartal zuvor. Der Geschäftsaufwand stieg um CHF 236 Millionen auf CHF 5457 Millionen. Im 2. Quartal war eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 84 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen in einem Gesundheits- und Lebensversicherungsplan für Pensionierte in den USA enthalten, während im 1. Quartal eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 485 Millionen in Verbindung mit unserer Schweizer Pensionskasse berücksichtigt worden war. Zudem das 2. Quartal Restrukturierungskosten von netto CHF 9 Millionen, verglichen mit CHF 126 Millionen im Vorquartal. Ohne diese Posten hätte sich der Geschäftsaufwand um CHF 48 Millionen auf CHF 5532 Millionen verringert. Per 30. Juni 2012 beschäftigte UBS 63 520 Mitarbeitende, gegenüber 64 243 am 31. März 2012. Der Rückgang um 723 Personen im Verlauf des 2. Quartals erklärt sich hauptsächlich durch anhaltenden Fokus auf Kosten in den meisten Bereichen.

Wealth Management wies im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von CHF 502 Millionen aus, verglichen mit CHF 803 Millionen im Vorquartal. Grund dafür war hauptsächlich die Verbuchung einer Gutschrift beim Personalaufwand von CHF 237 Millionen im 1. Quartal im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse. Bereinigt um diesen Posten und um Restrukturierungskosten verringerte sich der Vorsteuergewinn um CHF 75 Millionen auf CHF 503 Millionen. Der Geschäftsertrag ging von CHF 1769 Millionen um CHF 35 Millionen auf CHF 1734 Millionen zurück. Dies war einem Rückgang der vermögensunabhängigen Einkünfte und des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft zuzuschreiben, was geringere Kundenaktivitäten widerspiegelt. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von CHF 966 Millionen auf CHF 1232 Millionen. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen nahm um 4 auf 89 Basispunkte ab, was hauptsächlich die geringeren Kundenaktivitäten reflektiert. Der Nettoneugeldzufluss verbesserte sich von CHF 6,7 Milliarden im Vorquartal auf CHF 9,5 Milliarden im Berichtsquartal. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich auf CHF 783 Milliarden. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich auf CHF 783 Milliarden. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld lag bei 4,9%, verglichen mit 3,6% im Vorquartal.

Wealth Management Americas erzielte im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von USD 211 Millionen, was gegenüber dem Rekordgewinn von USD 209 Millionen im Vorquartal eine leichte Steigerung darstellt, da die 1%ige Erhöhung des Geschäftsertrags nur teilweise durch einen höheren Geschäftsaufwand neutralisiert wurde. Das Ergebnis des 2. Quartals umfasst einen gegenüber dem Vorquartal nochmals erhöhten Gewinn von USD 63 Millionen auf dem Beteiligungsportfolio sowie einen höheren Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, der den reduzierten Erfolg aus dem Zins- und Handelsgeschäft und den gestiegenen Geschäftsaufwand kompensierte. Der Geschäftsertrag stieg von USD 1568 Millionen um USD 19 Millionen auf USD 1587 Millionen. Der gesamte Geschäftsaufwand erhöhte sich von USD 1359 Millionen um USD 16 Millionen auf USD 1375 Millionen, was hauptsächlich auf den Anstieg des Sachaufwands um 7% zurückzuführen war. Die Nettoneugelder beliefen sich auf insgesamt USD 3,8 Milliarden, gegenüber USD 4,6 Milliarden im Vorquartal. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld im 2. Quartal lag bei 1,9%, nach 2,4% im 1. Quartal. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen nahm um 1 auf 79 Basispunkte ab.

Die Investment Bank verzeichnete im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 130 Millionen, während im 1. Quartal 2012 noch ein Vorsteuergewinn von CHF 730 Millionen resultierte. Die Erträge im Wertpapiergeschäft gingen als Folge der schwierigen Marktbedingungen deutlich zurück. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch Verluste von CHF 349 Millionen in Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang. Die Basel-III-RWA1 gingen auf Pro-forma-Basis auf CHF 170 Milliarden zurück. Der Geschäftsertrag verminderte sich um 40% auf CHF 1736 Millionen in 2. Quartal, gegenüber CHF 2903 Millionen im Vorquartal. Der Geschäftsaufwand sank um 14% von CHF 2173 Millionen auf CHF 1867 Millionen. Im Investment Banking fiel der Gesamtertrag von CHF 396 Millionen um 6% auf CHF 372 Millionen, da der Rückgang bei den Kommissionen von den tieferen Risikomanagementprämien nur teilweise aufgefangen wurde. Im Equities-Bereich sank der Ertrag von CHF 992 Millionen auf CHF 247 Millionen (–75%). Vom Rückgang waren die meisten Geschäftsfelder betroffen. Das Ergebnis wurde auch beeinflusst durch den oben erwähnten Verlust in Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang sowie negative Effekte durch eine Anpassung der Berechnungsmethode für eigene Verbindlichkeiten und Korrektur eigener Verbindlichkeiten aus früheren Perioden. Die Erträge von Fixed Income, Currencies and Commodities verringerten sich von CHF 1501 Millionen auf CHF 1099 Millionen (–27%). Gründe dafür waren die schwierigen Marktbedingungen infolge wachsender Befürchtungen mit Blick auf die Eurozone und der Wachstumsverlangsamung in den USA.

Das grobe Missmanagement beim Facebook-Börsendebüt durch Nasdaq verursachte einen Verlust von CHF 349 Millionen in unserem US-Aktiengeschäft, nachdem wir uns bemühten, eine bestmögliche Ausführung für unsere Kunden sicherzustellen. Als Market Maker in einem der grössten Börsengänge der US-Geschichte erhielten wir zahlreiche Aufträge von Kunden, auch solchen aus unserem Wealth Management. Wegen mehrfachen operationellen Versagens von Nasdaq wurden die von UBS vorbörslich erteilten Aufträge während mehrerer Stunden nach Handelsbeginn nicht bestätigt. Aufgrund von Systemprotokollen, welche die richtige Ausführung von Kundenaufträgen gemäss den regulatorischen Richtlinien sowie unseren eigenen Standards sicherstellen sollen, wurden Aufträge unserer Kunden mehrfach ausgelöst, bevor dann die notwendigen Bestätigungen durch Nasdaq eingingen und in unserem System verarbeitet werden konnten. Schliesslich führte Nasdaq aber sämtliche dieser Aufträge aus, sodass UBS in den Besitz von viel mehr Aktien gelangte, als unsere Kunden kaufen wollten. Ursache für den Verlust von UBS ist das mehrfache Versagen von Nasdaq, ihren Verpflichtungen nachzukommen – sei es, indem der Handel mit Facebook-Aktien überhaupt eröffnet oder später während des Tages darauf verzichtet wurde, den Handel auszusetzen. Auf dieses grobe Missmanagement und die Pflichtverletzung seitens Nasdaq wird UBS mit angemessenen rechtlichen Schritten reagieren. Wie immer in solchen Fällen lässt sich nicht genau beziffern, welchen Betrag wir schliesslich zurückerhalten werden. Wir haben aber die Absicht, für die erlittenen Verluste die volle Entschädigung einzufordern.

Bei Global Asset Management belief sich der Vorsteuergewinn im 2. Quartal 2012 auf CHF 118 Millionen, verglichen mit CHF 156 Millionen im Vorquartal. Hautgründe für den Rückgang sind die tieferen performanceabhängigen Gebühren insbesondere bei den alternativen und quantitativen Anlagen. Der Geschäftsertrag belief sich auf CHF 446 Millionen, gegenüber CHF 478 Millionen im 1. Quartal. Der Geschäftsaufwand lag bei CHF 328 Millionen, verglichen mit CHF 322 Millionen im Vorquartal. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld war mit 2,5% negativ, verglichen mit negativen 5,7% im Vorquartal. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds bezifferten sich die Nettoneugeldzuflüsse von Drittparteien auf CHF 3,4 Milliarden, gegenüber Abflüssen im 1. Quartal von CHF 2,9 Milliarden, weil die im Vorquartal registrierten Portfolioanpassungen der Kunden weniger ausgeprägt waren und die Mittelzuflüsse von Drittparteien im 2. Quartal wieder zunahmen. Insgesamt lag die Nettoneugeldentwicklung ohne Geldmarktfonds im 2. Quartal mit Zuflüssen von CHF 1,2 Milliarden im positiven Bereich. Die Zugänge flossen vor allem in traditionelle Anlagen, insbesondere Indexaktien. Die Bruttomarge betrug insgesamt 32 Basispunkte, gegenüber 34 Basispunkten im Vorquartal. Dies war hauptsächlich durch niedrigere performanceabhängige Gebühren bei alternativen und quantitativen Anlagen.

Retail & Corporate wies im 2. Quartal einen Vorsteuergewinn von CHF 399 Millionen aus, verglichen mit CHF 575 Millionen im Vorquartal. Dieses beinhaltete eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 190 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse. Bereinigt um diesen Posten und Restrukturierungskosten erhöhte sich der Vorsteuergewinn um CHF 3 Millionen auf CHF 395 Millionen. Sowohl das Retail- als auch das Firmenkundengeschäft verzeichneten ein hohes Nettowachstum bei den Neukundenvermögen. Der Geschäftsertrag verringerte sich insgesamt um CHF 9 Millionen von CHF 936 Millionen im Vorquartal auf CHF 927 Millionen. Der Geschäftsaufwand stieg auf CHF 527 Millionen verglichen mit CHF 361 Millionen im Vorquartal, welches eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 190 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse beinhaltete. Bereinigt um diese Anpassungen und Restrukturierungskosten verringerte sich der Geschäftsaufwand um CHF 13 Millionen. Das annualisierte Nettoneugeschäftsvolumen lag bei 3,3%, gegenüber 4,2% im Vorquartal. Das Retail- und Firmenkundengeschäft verzeichneten beide ein Plus bei den Nettozuflüssen, vor allem bei den Kundeneinlagen, aber auch bei den Krediten. Dies steht im Einklang mit unserer Strategie, das Geschäft mit qualitativ hochwertigen Krediten auszubauen.

Das Corporate Center – Core Functions wies im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 19 Millionen aus, nachdem im Vorquartal ein Verlust von CHF 1239 Millionen angefallen war. Dieser Rückgang beinhaltet einen Gewinn von CHF 239 Millionen aus der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten. Im Vorquartal wurde entsprechender Verlust von CHF 1164 Millionen verzeichnet. Die innerhalb Corporate Center – Core Functions verbleibenden Treasury-Einnahmen (nach Zuweisung an die Unternehmensbereiche) beliefen sich auf minus CHF 64 Millionen, verglichen mit positiven CHF 79 Millionen im Vorquartal.

Das Legacy Portfolio verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 119 Millionen, nach einem Gewinn von CHF 89 Millionen im Vorquartal. Dafür gab es hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen nahm der Wert unserer Option für den Kauf des Eigenkapitals des SNB StabFund um CHF 45 Millionen zu, womit der Anstieg um CHF 82 Millionen tiefer ausfiel als im Vorquartal; zum anderen erlitten wir auf dem übrigen Legacy Portfolio einen Verlust von CHF 81 Millionen, verglichen mit einem Gewinn von CHF 37 Millionen im 1. Quartal.

Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente und Corporate Center

Kapital und Bilanz

Unser Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 erhöhte sich im 2. Quartal erneut und lag per 30. Juni 2012 bei 19,2%. Dies entspricht einer Steigerung um 50 Basispunkte gegenüber dem Stand per 31. März 2012. Unser Tier-1-Kapital gemäss Basel 2.5 nahm um CHF 1,6 Milliarden zu, hauptsächlich gestützt auf geringere Tier-1-Abzüge, Währungseffekte und Gewinne. Unsere Basel-III-RWA1 werden auf vollständig umgesetzter Basis pro forma auf CHF 305 Milliarden per Ende 2. Quartal geschätzt, das sind CHF 45 Milliarden weniger als im Vorquartal. Hauptverantwortlich für den Rückgang sind die veränderte Behandlung unserer Option zum Kauf des Eigenkapitals des SNB StabFund, tiefere Anrechnungen für Verbriefungen infolge der Veräusserungen im Legacy Portfolio sowie Kreditbewertungsanpassungen bei den VaR-RWA. Teilweise neutralisiert wurde dies durch die revidierte Berechnung von latenten Steuerguthaben. Die Bilanz belief sich per 30. Juni 2012 auf CHF 1412 Milliarden, gegenüber CHF 1366 Milliarden per 31. März 2012.

Verwaltete Vermögen

Die verwalteten Vermögen beliefen sich am 30. Juni 2012 auf CHF 2163 Milliarden, gegenüber CHF 2115 Milliarden am 31. März 2012. Von den verwalteten Vermögen entfielen CHF 783 Milliarden auf Wealth Management, CHF 757 Milliarden auf Wealth Management Americas, CHF 569 Milliarden auf Global Asset Management und CHF 54 Milliarden auf Retail & Corporate.

Ausblick

Das Vertrauen der Kunden und damit die Geschäftstätigkeit im dritten Quartal 2012 dürfte von folgenden Faktoren bestimmt werden, die sich auch schon in den Vorquartalen gestellt haben: den Fortschritten, die mit Blick auf eine wesentliche und nachhaltige Verbesserung der Verschuldungssituation in der Eurozone und der Probleme im europäischen Bankensystem erzielt werden, dem Ausmass an Unsicherheit in Verbindung mit den geopolitischen Spannungen, dem globalen Konjunkturausblick sowie dem «Fiscal Cliff» in den USA. Wenn in diesen zentralen Punkten keine Fortschritte erzielt werden und die Marktaktivität – wie im dritten Quartal üblich – abnimmt, sind weitere Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich. Dies würde bedeuten, dass das Ertragswachstum, die Nettozinsmargen sowie die Nettoneugeldentwicklung unter Druck geraten. Trotz dieser Herausforderungen bleiben wir zuversichtlich, dass unsere Asset-Gathering-Einheiten als Ganzes auch weiterhin Nettogeldzuflüsse generieren werden. Mit dem anhaltenden Vertrauen, das die Kunden unserem Unternehmen entgegenbringen, anerkennen sie auch unsere laufenden Bestrebungen zur weiteren Stärkung von UBS. Wir setzen uns dafür ein, unsere Strategie resultatorientiert umzusetzen. Die Strategie konzentriert sich auf sorgfältiges Liquiditätsmanagement, den Abbau von Risiko und Komplexität sowie den Ausbau unserer Stellung als eine der am besten kapitalisierten Banken der Welt. Wir sind höchst zuversichtlich, dass unsere Strategie funktionieren wird, während wir sie in der Umsetzung an das veränderte Umfeld adaptieren.

1 Unsere Pro-forma-Berechnung der risikogewichteten Aktiven gemäss Basel III bildet eine Kombination aus den bestehenden risikogewichteten Aktiven gemäss Basel 2.5, einer revidierten Behandlung von Verbriefungspositionen mit niedrigem Rating, die nicht mehr vom Kapital abgezogen, sondern mit einer Risikogewichtung von 1250% versehen werden, sowie neuen Kapitalanforderungen, die auf Modellen basieren. Einige dieser neuen Modelle müssen von der Aufsichtsbehörde noch genehmigt werden. Unsere Pro-forma-Berechnung berücksichtigt deshalb die geschätzten Auswirkungen dieser neuen Kapitalanforderungen und wird mit der fortschreitenden Umsetzung der neuen Modelle und damit verbundenen Systeme weiter verfeinert.

Die Medienmitteilung ist verfügbar unter www.ubs.com/media und www.ubs.com/investors.

Weitere Informationen zum UBS-Quartalsergebnis unter www.ubs.com/investors:

  • Finanzbericht für das 2. Quartal 2012
  • Powerpoint-Präsentation für das 2. Quartal 2012
  • Aktionärsbrief (Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch)

Webcast
Die Präsentation der Finanzergebnisse durch Sergio P. Ermotti, Group Chief Executive Officer, Tom Naratil, Group Chief Financial Officer, und Caroline Stewart, Global Head of Investor Relations, wird am 31. Juli 2012 auf dem Internet unter www.ubs.com/media zu folgenden Zeiten live übertragen:

  • 9.00 Uhr MESZ
  • 8.00 Uhr BST
  • 3.00 Uhr US EDT

Eine Aufzeichnung der Präsentation ist am 31. Juli 2012 ab 14.00 Uhr MESZ verfügbar.

UBS AG

Medienkontakt
Schweiz:  +41-44-234 85 00
UK: +44-207-567 47 14
Americas: +1-212-882 58 57
APAC: +852-297-1 82 00

www.ubs.com

Cautionary Statement Regarding Forward-Looking Statements
This report contains statements that constitute “forward-looking statements”, including but not limited to management’s outlook for UBS’s financial performance and statements relating to the anticipated effect of transactions and strategic initiatives on UBS’s business and future development. While these forward-looking statements represent UBS’s judgments and expectations concerning the matters described, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from UBS’s expectations. These factors include, but are not limited to: (1) developments in the markets in which UBS operates or to which it is exposed, including movements in securities prices or liquidity, credit spreads, currency exchange rates and interest rates and the effect of economic conditions and market developments on the financial position or creditworthiness of UBS’s clients and counterparties; (2) changes in the availability of capital and funding, including any changes in UBS’s credit spreads and ratings; (3) the ability of UBS to reduce its Basel III risk-weighted assets in order to comply with future Swiss capital requirements without materially adversely affecting its profitability; (4) changes in financial legislation and regulation in Switzerland, the US, the UK and other major financial centers which may impose constraints on or necessitate changes in the scope and location of UBS’s business activities and in its legal and booking structures, including the imposition of more stringent capital and liquidity requirements, incremental tax requirements and constraints on remuneration; (5) possible constraints or sanctions that regulatory authorities might impose on UBS, including as a consequence of the unauthorized trading incident announced in September 2011; (6) changes in UBS’s competitive position, including whether differences in regulatory capital and other requirements among the major financial centers will adversely affect UBS’s ability to compete in certain lines of business, (7) the liability to which UBS may be exposed due to litigation, contractual claims and regulatory investigations, including those stemming from the market events and losses incurred by clients and counterparties during the financial crisis of 2007 to 2009 and from the ongoing investigations relating to the setting of LIBOR and other reference rates; (8) the effects on UBS’s cross-border banking business of tax treaties negotiated or under discussion between Switzerland and other countries and future tax or regulatory developments; (9) the degree to which UBS is successful in effecting organizational changes and implementing strategic plans, and whether those changes and plans will have the effects intended; (10) UBS’s ability to retain and attract the employees necessary to generate revenues and to manage, support and control its businesses; (11) changes in accounting standards or policies, and accounting determinations affecting the recognition of gain or loss, the valuation of goodwill and other matters; (12) limitations on the effectiveness of UBS’s internal processes for risk management, risk control, measurement and modeling, and of financial models generally; (13) whether UBS will be successful in keeping pace with competitors in updating its technology, particularly in trading businesses; (14) the occurrence of operational failures, such as fraud, unauthorized trading and systems failures, either within UBS or within a counterparty; and (15) the effect that these or other factors or unanticipated events may have on our reputation and the additional consequences that this may have on our business and performance. Our business and financial performance could be affected by other factors identified in our past and future filings and reports, including those filed with the SEC. More detailed information about those factors is set forth in documents furnished by UBS and filings made by UBS with the SEC, including UBS’s Annual Report on Form 20-F for the year ended 31 December 2011. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any obligation to) update or alter its forward-looking statements, whether as a result of new information, future events, or otherwise.


Rounding
Numbers presented throughout this report may not add up precisely to the totals provided in the tables and text. Percentages and percent changes are calculated based on rounded figures displayed in the tables and text and may not precisely reflect the percentages and percent changes that would be derived based on figures that are not rounded.