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UBS mit einem den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1 664 Millionen im 3. Quartal; Ergebnis pro Aktie von CHF 0.43

Zürich / Basel | | Quarterly Results

Die Erträge wurden beeinträchtigt durch die ungewöhnlich geringe Kundenaktivität; das Management begegnete dieser Entwicklung mit Kostensenkungen
Das Ergebnis beinhaltet die Aktivierung von latenten Steueransprüchen von CHF 825 Millionen und Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten von CHF 387 Millionen; der Vorsteuergewinn beläuft sich auf CHF 818 Millionen

  • Reingewinn von CHF 1 664 Millionen im 3. Quartal; den Aktionären zurechenbarer Reingewinn seit Jahresbeginn von CHF 5 871 Millionen; annualisierte Eigenkapitalrendite von 17,6% in den ersten neun Monaten 2010

  • Die Ergebnisse der Investment Bank widerspiegeln die geringeren Volumen im Aktiengeschäft, primär im Cash- und Derivatebereich. Die Erträge von Fixed Income, Currencies and Commodities gingen gegenüber dem Vorquartal zurück. Hauptgrund ist die unterdurchschnittliche Kundenaktivität im Devisen- und Zinsgeschäft

  • Global Asset Management generierte trotz einem Rückgang der Vermögensverwaltungsgebühren, verursacht durch die Aufwertung des Frankens stabile Gewinne, da der Personalaufwand reduziert wurde

  • Die Erträge von Wealth Management verringerten sich infolge der geringen Kundenaktivität und der Aufwertung des Frankens gegenüber den wichtigsten Währungen

  • Dank strikter Kostenkontrolle konnten die Kosten gegenüber dem 2. Quartal um CHF 731 Millionen gesenkt werden, weitgehend bedingt durch den reduzierten Personalaufwand und Währungseffekte

 

Die verwalteten Vermögen blieben stabil; Zufluss von Nettoneugeldern verzeichnet
• Die verwalteten Vermögen blieben mit CHF 2 180 Milliarden gegenüber dem Vorquartal unverändert, da die positive Marktentwicklung durch Währungseffekte ausgeglichen wurde
• Zuflüsse von CHF 0,9 Milliarden bei Wealth Management & Swiss Bank, gegenüber Abflüssen von CHF 5,5 Milliarden im letzten Quartal
• Nettoneugeldzuflüsse von CHF 0,3 Milliarden für Wealth Management Americas,
gegenüber Abflüssen von CHF 2,6 Milliarden im 2. Quartal


Weitere Verbesserung der Kapitalquoten; stabile Bilanz und risikogewichtete Aktiven
• Die BIZ-Kernkapitalquote verbesserte sich per Quartalsende auf 16,7%, gegenüber 16,4% per 30. Juni 2010; im gleichen Zeitraum stieg die Core Tier 1 Capital Ratio von 13,0% auf 14,2%
• Bilanz und risikogewichtete Aktiven weitgehend unverändert

Zürich/Basel, 26. Oktober 2010 - Group CEO Oswald J. Grübel zum Ergebnis für das 3. Quartal 2010: «Das dritte Quartal war insofern ungewöhnlich, als wir eine sehr geringe Kundenaktivität und gleichzeitig eine Aufwertung des Frankens gegenüber den meisten Hauptwährungen erlebten. Dies hatte Auswirkungen auf alle unsere Geschäfte. Wir sind jedoch optimistisch, dass alle unsere Unternehmensbereiche im vierten Quartal von einer Belebung profitieren werden. Für unsere Zukunft sind wir nach wie vor zuversichtlich – und auf Kurs, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen.»

Reingewinn von CHF 1 664 Millionen im 3. Quartal 2010
UBS weist für das 3. Quartal einen den UBS-Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1 664 Millionen aus, gegenüber CHF 2 005 Millionen im 2. Quartal. Das Konzernergebnis beinhaltet die Aktivierung von latenten Steueransprüchen in Höhe von netto CHF 825 Millionen.

Die Erträge von Wealth Management verringerten sich um 7% auf CHF 1 759 Millionen, verglichen mit CHF 1 891 Millionen im Vorquartal, als Folge der ungewöhnlich zurückhaltenden Kundenaktivität. Weitere Gründe sind die tieferen Gebühreneinnahmen, das geringere Durchschnittsvolumen verwalteter Vermögen sowie Währungseffekte. Infolgedessen ging die Bruttomarge auf verwalteten Vermögen um 6 Basispunkte auf 89 Basispunkte zurück. Die Kosten erhöhten sich leicht, hauptsächlich aufgrund des gestiegenen Sachaufwands, darunter eine Rückstellung im Zusammenhang mit der Auflösung einer Mietvereinbarung. Hinzu kamen gestiegene Kosten im Zusammenhang mit Sponsoring- und Markenkampagnen im Hinblick auf den globalen Relaunch der UBS-Marke. Der Vorsteuergewinn belief sich auf CHF 492 Millionen, verglichen mit CHF 658 Millionen im 2. Quartal.

Die Erträge von Retail & Corporate gingen leicht zurück auf CHF 966 Millionen, gegenüber CHF 995 Millionen im Vorquartal, bedingt durch engere Zinsmargen und tiefere Courtageeinnahmen. Die Kosten blieben unter strenger Kontrolle und veränderten sich gegenüber dem 2. Quartal kaum. Der Vorsteuergewinn belief sich auf CHF 446 Millionen, verglichen mit CHF 473 Millionen im 2. Quartal.

Bei Wealth Management Americas verringerten sich die Erträge um 10%. Gründe dafür sind in erster Linie Währungseffekte sowie niedrigere Einkünfte aus Konten mit Verwaltungsmandat. Der Geschäftsaufwand sank um 11% auf CHF 1 384 Millionen. Das Vorsteuerergebnis fiel mit CHF 47 Millionen negativ aus, gegenüber einem Verlust von CHF 67 Millionen im Vorquartal. Im Ergebnis des 3. Quartals enthalten ist eine Rückstellung von CHF 78 Millionen aufgrund des unerwarteten Ausgangs in einem Schiedsverfahren, während das Resultat für das 2. Quartal Restrukturierungskosten von CHF 146 Millionen beinhaltet hatte. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen nahm aufgrund des Ertragsrückgangs von 10% um 7 Basispunkte auf 77 Basispunkte ab, derweil sich die durchschnittlichen verwalteten Vermögen um 2% verminderten.

Bei Global Asset Management lag der Vorsteuergewinn bei CHF 114 Millionen, verglichen mit CHF 117 Millionen im 2. Quartal. Die Erträge beliefen sich auf CHF 473 Millionen, gegenüber CHF 522 Millionen im zweiten Quartal. Zurückzuführen ist dies auf den Rückgang der Vermögensverwaltungsgebühren, verursacht durch das tiefere Durchschnittsvolumen an verwalteten Vermögen, sowie auf geringere Einkünfte im globalen Immobiliengeschäft. Der Aufwand verringerte sich um 11%, unter anderem infolge der Frankenaufwertung und des tieferen Personalaufwands.

Die Investment Bank verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 406 Millionen, nachdem die Einheit im 2. Quartal noch einen Vorsteuergewinn von CHF 1 314 Millionen erzielt hatte. Die tieferen Erträge, hauptsächlich im Wertschriftengeschäft, sind Ausdruck der zurückhaltenden Kundenaktivität und geringen Marktvolumen während des Quartals. Das Ergebnis beinhaltete einen Verlust von CHF 387 Millionen auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value bilanziert sind, verglichen mit einem entsprechenden Gewinn von CHF 595 Millionen im Vorquartal. Unter Ausklammerung des Verlusts auf eigenen Verbindlichkeiten sanken die Erträge um 36%. In der Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) sanken die Erträge von CHF 1 703 Millionen im Vorquartal auf CHF 869 Millionen. Der Bereich Credit lieferte gute Resultate und steigerte den Ertrag um 27% auf CHF 587 Millionen dank starkem Abschneiden bei der Neuemission strukturierter Produkte und erhöhtem Handelsvolumen. Demgegenüber stärker ins Gewicht fielen die rückläufigen Ergebnisse im Devisen- und Zinsgeschäft als Folge der reduzierten Volumen. Die Erträge aus dem Emerging-Market-Geschäft stiegen von CHF 73 Millionen auf CHF 117 Millionen. Alle Regionen, allen voran aber Europa und Asien-Pazifik, trugen zur Ertragssteigerung bei. Im Aktiengeschäft fielen die Erträge von CHF 1 365 Millionen im 2. Quartal auf CHF 904 Millionen, was sich mit der gedämpften Nachfrage auf Investorenseite erklärt, insbesondere in den Bereichen Cash und Derivate. Die Kosten verringerten sich gegenüber dem Vorquartal um 19% auf CHF 2 248 Millionen, vor allem aufgrund des tieferen Personalaufwands. Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen.

Der Vorsteuergewinn von Treasury und übrige Aktivitätenbelief sich im 3. Quartal auf CHF 219 Millionen, verglichen mit CHF 119 Millionen im 2. Quartal. Der Gewinn stützte sich auf eine Höherbewertung unserer Option zum Rückkauf des StabFund-Eigenkapitals der SNB.

Der den Minderheiten zurechenbare Reinverlust betrug CHF 21 Millionen, nachdem im 2. Quartal noch ein Reingewinn von CHF 298 Millionen resultiert hatte. Im Ergebnis des 3. Quartals ist eine Rückbuchung der aufgelaufenen Dividende im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Preferred Securities enthalten, während im Resultat für das 2. Quartal eine Dividendenverpflichtung für Preferred Securities berücksichtigt worden war.

Nettoneugelder und verwaltete Vermögen
Wealth Management – Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf CHF 1,0 Milliarden, verglichen mit Abflüssen in Höhe von CHF 5,2 Milliarden im Vorquartal, mit weiteren Nettozuflüssen in der Region Asien/Pazifik und weltweit im Ultra-High-Net-Worth-Segment. Retail & Corporate – Der Nettoneugeldabfluss verlangsamte sich von CHF 0,3 Milliarden im Vorquartal auf CHF 0,1 Milliarden.

Wealth Management Americas – Die Nettoneugeldzuflüsse bezifferten sich auf CHF 0,3 Milliarden, nachdem im 2. Quartal noch Abflüsse über CHF 2,6 Milliarden verzeichnet worden waren. Die Zuflüsse im 3. Quartal beinhalteten CHF 0,7 Milliarden aus der Miteinberechnung gewisser Rentenplanvermögen.

Global Asset Management – Der Nettoneugeldzufluss lag im 3. Quartal bei Null, nach Zuflüssen in Höhe von CHF 3,4 Milliarden im Vorquartal. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds betrugen die Nettoneugeldzuflüsse CHF 3,9 Milliarden, gegenüber Nettozuflüssen von CHF 6,2 Milliarden im 2. Quartal. Der Nettoneugeldzufluss im 3. Quartal beinhaltete CHF 2,5 Milliarden eines amerikanischen Fund of Hedge Funds, dessen Verwaltung zuvor in der Verantwortung von Wealth Management Americas lag.

Per 30. September 2010 blieben die verwalteten Vermögen mit CHF 2 180 Milliarden gegenüber dem Vorquartal unverändert. Die positive Marktentwicklung wurde durch Währungsschwankungen neutralisiert. Die verwalteten Vermögen per 30. September 2010 beinhalteten CHF 21 Milliarden aus der Miteinberechnung der oben erwähnten Rentenplanvermögen. Von den verwalteten Vermögen entfielen CHF 920 Milliarden auf Wealth Management & Swiss Bank (davon CHF 787 Milliarden auf Wealth Management und CHF 133 Milliarden auf Retail & Corporate), CHF 693 Milliarden auf Wealth Management Americas und CHF 567 Milliarden auf Global Asset Management.

Kapital und Bilanz: Unsere BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) verbesserte sich weiter und stieg auf 16,7%, verglichen mit 16,4% per Ende zweites Quartal. Im selben Zeitraum stieg auch unsere Core Tier 1 Capital Ratio von 13,0% auf 14,2%. Die risikogewichteten Aktiven nahmen leicht zu, wobei erhöhte Markt- und operationelle Risiken durch tiefere Kreditrisiken ausgeglichen wurden. Unsere Bilanz blieb mit CHF 1 461 Milliarden praktisch unverändert.

Grenzüberschreitendes US-Geschäft: Das US Department of Justice hat alle bisher eingeleiteten und unter dem Deferred Prosecution Agreement noch hängigen Verfahren zurückgezogen. Deshalb und entsprechend der Zusicherung der Schweizer Regierung, die verbleibenden US-Kontodaten gemäss Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA innerhalb der definierten Fristen auszuliefern, hat der US Internal Revenue Service bestätigt, dass das «John Doe Summons» in den noch verbleibenden Teilen am 15. November 2010 definitiv zurückgezogen wird. Damit wird diese Angelegenheit endgültig abgeschlossen sein.

Ausblick: Nach der ungewöhnlich geringen Kundenaktivität im dritten Quartal sind wir zuversichtlich, dass alle unsere Unternehmensbereiche im vierten Quartal von einer Belebung profitieren werden. Daher erwarten wir eine gewisse Erholung bei den transaktionsbasierten Einnahmen in unserem Wealth Management sowie im Handels- und Kommissionsgeschäft der Investment Bank. Zudem gehen wir davon aus, dass in unseren Wealth-Management-Einheiten die Rentabilität auf den verwalteten Vermögen im vierten Quartal etwas steigen wird. Ausserdem dürfte die vor dem Jahresende erwartete Zunahme der Unternehmenstransaktionen unserem Investment Banking zugutekommen. Wir sind auf Kurs, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen. Am Investor Day, der am 16. November 2010 stattfindet, werden wir über unsere Fortschritte informieren.

Die Medienmitteilung ist verfügbar unter www.ubs.com/media


Weitere Informationen zum UBS-Quartalsergebnis sind erhältich auf www.ubs.com/investors:
• Finanzbericht für das 3. Quartal 2010
• Powerpoint-Präsentation für das 3. Quartal 2010
• Aktionärsbrief (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch)


Webcast: Die Präsentation der Finanzergebnisse durch John Cryan, Group Chief Financial Officer, und Caroline Stewart, Global Head of Investor Relations, wird am 26. Oktober 2010 auf dem Internet unter www.ubs.com/investors zu folgenden Zeiten live übertragen:
• 9.00 Uhr MESZ
• 8.00 Uhr BST
• 3.00 Uhr US EST
Eine Aufzeichnung der Präsentation ist am 26. Oktober 2010 ab 14.00 Uhr MESZ verfügbar.

Cautionary Statement Regarding Forward-Looking Statements
This release contains statements that constitute “forward-looking statements,” including but not limited to management’s outlook for UBS’s financial performance and statements relating to the anticipated effect of transactions and strategic initiatives on UBS’s business and future development. While these forward-looking statements represent UBS’s judgments and expectations concerning the matters described, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from UBS’s expectations. Additional information about those factors is set forth in documents furnished and filings made by UBS with the US Securities and Exchange Commission, including UBS’s financial report for third quarter 2010 and UBS’s Annual Report on Form 20-F for the year ended 31 December 2009. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any obligation to) update or alter its forward-looking statements, whether as a result of new information, future events or otherwise.


Rounding
Numbers presented throughout this release may not add up precisely to the totals provided in the tables and text. Percentages and percent changes are calculated based on rounded figures displayed in the tables and text and may not precisely reflect the percentages and percent changes that would be derived based on figures that are not rounded.