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UBS mit Verlust von CHF 564 Millionen im 3. Quartal; bedingt durch buchhalterische Sonderfaktoren in Höhe von CHF 2 150 Millionen

Zürich / Basel | | Quarterly Results

Unter Ausklammerung dieser Sonderfaktoren ergibt sich ein operativer Gewinn vor Steuern von CHF 1 557 Millionen

Drittes Quartal 2009

  • Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich im 3. Quartal 2009 auf CHF 564 Millionen (CHF 593 Millionen vor Steuern)

  • Nach Bereinigung des Vorsteuerverlusts von CHF 593 Millionen um drei substanzielle buchhalterische Sonderfaktoren von insgesamt CHF 2150 Millionen ergibt sich ein operativer Gewinn vor Steuern von CHF 1 557 Millionen - eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorquartal

  • Die höhere operative Profitabilität im Konzern stützt sich auf die verbesserte Performance von Fixed Income, Currencies and Commodities der Investment Bank

Kapital und Bilanz

  • Starke Kapitalbasis: BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) weiter gesteigert auf neu 15,0%; FINMA Leverage Ratio von 3,51% per 30. September 2009

  • Risiken und Bilanz weiter reduziert: Die Bilanzsumme ging um 8% auf CHF 1 476 Milliarden zurück, und die gesamten risikogewichteten Aktiven gemäss Basel II verringerten sich um 15% auf CHF 211 Milliarden per Quartalsende

Nettoneugelder und verwaltete Vermögen

  • Nettoneugeldabflüsse von CHF 16,7 Milliarden bei Wealth Management & Swiss Bank, von CHF 9,9 Milliarden bei Wealth Management Americas und von CHF 10,0 Milliarden bei Global Asset Management

  • Verwaltete Vermögen von CHF 2 258 Milliarden per Quartalsende, gegenüber CHF 2 250 Milliarden per 30. Juni 2009

Kostensenkungen

Kostensenkungsprogramm verläuft nach Plan; Abnahme des Personalbestands um 2 783 auf 69 023 Mitarbeiter per 30. September 2009; die Zielgrösse 2010 wurde infolge der 2009 angekündigten Desinvestitionen auf 65 000 Mitarbeiter angepasst

Ausblick

Nach Stabilisierung der finanziellen Situation der Bank und Redimensionierung des Geschäfts erwartet UBS weitere Fortschritte beim Wiederherstellen der operativen Ertragskraft, insbesondere 2010. Diese Fortschritte sind allerdings abhängig von der Marktentwicklung und anderen Faktoren.

Group CEO Oswald J. Grübel kommentiert die Ergebnisse des 3. Quartals wie folgt: «In den letzten beiden Quartalen haben wir die dringendsten Probleme der Bank angepackt. Das Geschäft beginnt sich allmählich zu normalisieren. Wir sehen dies an der klaren Verbesserung unserer Finanzergebnisse. Die vom Management ergriffenen Massnahmen führen zu greifbaren Resultaten. Unser Fokus liegt weiterhin auf Risikoabbau und auf Kapitalkraft. Die Einigung mit den US-Steuerbehörden und der Entscheid des Bundes, sein UBS-Engagement zu beenden, haben enorm positive Auswirkungen im Hinblick auf die Wiederherstellung des Vertrauens in unsere Bank und die Stimmung unter den Mitarbeitern. Unsere Finanzlage hat sich stabilisiert, und das Geschäft wurde redimensioniert. Nun erwarte ich weitere Fortschritte in den nächsten Quartalen, namentlich im Jahr 2010. Diese Fortschritte sind allerdings abhängig von der Marktentwicklung und anderen Faktoren.»

Buchhalterische Sonderfaktoren von CHF 2 150 Millionen im 3. Quartal

UBS weist für das 3. Quartal einen Verlust von CHF 564 Millionen aus (CHF 1 402 Millionen im 2. Quartal), bedingt durch drei substanzielle buchhalterische Sonderfaktoren.

Im 3. Quartal verbuchte UBS einen Verlust von CHF 1 436 Millionen auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value erfasst sind, verglichen mit einem Verlust von CHF 1 213 Millionen im Vorquartal. Dies ist in erster Linie bedingt durch die Verengung der UBS-Kreditspreads, welche wiederum auf die vom Markt als deutlich besser eingeschätzte Kreditwürdigkeit der Bank zurückzuführen ist. Der Verlust hat keinen Einfluss auf das regulatorische Kapital des Konzerns.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Verkaufs von UBS Pactual verzeichnete UBS einen Verlust von CHF 409 Millionen netto. Dies reflektiert den Effekt von Fremdwährungsumrechnungen auf den Buchwert von UBS Pactual sowie die Umrechnung des in US-Dollar denominierten Verkaufserlöses in Schweizer Franken. Als Folge des Verkaufs von UBS Pactual erhöhte sich das BIZ-Kernkapital (Tier 1) um CHF 0,7 Milliarden, während die risikogewichteten Aktiven um CHF 2,0 Milliarden zurückgingen.

Die Wandlung der Pflichtwandelanleihe, die bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft platziert worden war, führte schliesslich zu einem buchhalterischen Verlust von CHF 305 Millionen.

Gesteigerte operative Profitabilität

Unter Ausklammerung der oben beschriebenen Sonderfaktoren erhöhte sich der operative Gewinn vor Steuern auf CHF 1 557 Millionen. Für das bessere Ergebnis war primär die Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) der Investment Bank verantwortlich. Die übrigen Unternehmensbereiche leisteten ebenfalls einen positiven Beitrag zum Quartalsresultat, obwohl die Verbesserungen bei der Investment Bank, bei Wealth Management Americas und bei Global Asset Management durch den rückläufigen Vorsteuergewinn von Wealth Management & Swiss Bank teilweise neutralisiert wurden.

Der Geschäftsertrag ging leicht zurück, von CHF 5 770 Millionen auf CHF 5 766 Millionen. Im 3. Quartal wurde der Geschäftsertrag durch die eingangs erwähnten Sonderfaktoren beeinträchtigt. Die Nettoeinkünfte aus dem Handelsgeschäft profitierten vom besseren Abschneiden im FICC-Bereich der Investment Bank. Der Dienstleistungs- und Kommissionsertrag konnte auf Nettobasis leicht gesteigert werden, indem höhere Portfolio-Management- und Beratungsgebühren den leichten Rückgang in anderen Kategorien zu kompensieren vermochten. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken gingen von CHF 388 Millionen im 2. Quartal auf CHF 226 Millionen im 3. Quartal zurück.

Der Geschäftsaufwand fiel um 10% von CHF 7 093 Millionen auf CHF 6 359 Millionen. Unter Ausklammerung der Goodwill-Wertberichtigungen von CHF 492 Millionen im 2. Quartal aufgrund des Verkaufs von UBS Pactual und der Restrukturierungskosten im 2. sowie im 3. Quartal erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 6%. Grund dafür ist der gestiegene Personalaufwand, was teilweise auf eine Änderung der Vergütungspolitik zurückzuführen ist: Neu wird ein höherer Anteil der variablen Vergütung in bar ausbezahlt (und daher dem Geschäftsjahr 2009 belastet), bei einem entsprechend sinkenden aktienbasierten Anteil (der aufwandmässig über die Dauer der Sperrfrist der jeweiligen Aktienzuteilungen abgegrenzt wird). Zwar gilt diese Änderung für sämtliche Unternehmensbereiche, doch ist Wealth Management & Swiss Bank davon am stärksten betroffen.

Ausblick

UBS erwartet weitere Fortschritte bei der Wiederherstellung der operativen Ertragskraft in den nächsten Quartalen, namentlich im Jahr 2010. Diese Fortschritte hängen allerdings von der Marktentwicklung und anderen Faktoren ab. Die 2009 erzielten Kosteneinsparungen sollten Anfang 2010 vollumfänglich zum Tragen kommen. Die Bank rechnet nicht mit einer unmittelbaren Erholung der Nettoneugeldentwicklung bei Kunden. Hinzu kommt, dass das niedrige Zinsniveau den Erträgen nach wie vor Grenzen setzt, insbesondere bei Wealth Management & Swiss Bank. UBS erwartet, dass sich die Performance der Investment Bank 2010 weiter verbessern wird. Doch vermutlich wird auch im Ergebnis des vierten Quartals zu sehen sein, dass sich die Erholung der Investment Bank noch in der Anfangsphase befindet. Gestützt auf das gegenwärtige Umfeld geht UBS ausserdem davon aus, dass im vierten Quartal wegen anhaltender Verengung ihrer Kreditspreads erneute Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten zu verbuchen sein werden.

Ergebnisse der Unternehmensbereiche: 3. Quartal 2009 vs. 2. Quartal 2009

Das Ergebnis von Wealth Management & Swiss Bank enttäuschte. Der Vorsteuergewinn lag bei CHF 792 Millionen, verglichen mit CHF 932 Millionen im Vorquartal. Dieser Rückgang resultierte trotz geringerer Restrukturierungskosten, da verschiedene Faktoren das Drittquartalsergebnis belasteten, inklusive die oben beschriebene Änderung der Vergütungspolitik.

Wealth Management Americas kehrte in die Gewinnzone zurück und schloss das 3. Quartal mit einem Vorsteuergewinn von CHF 110 Millionen ab, nachdem im Vorquartal noch ein Verlust von CHF 221 Millionen verzeichnet worden war. Grund dafür war primär der stark rückläufige Geschäftsaufwand.

Global Asset Management steigerte die Performance und erhöhte den Vorsteuergewinn auf CHF 130 Millionen, gegenüber CHF 82 Millionen im Vorquartal. Hauptgrund für diese Zunahme waren höhere performanceabhängige Gebühren, die vor allem im Geschäft mit alternativen und quantitativen Anlagen generiert wurden, und höhere Management-Kommissionen.

Die Investment Bank wies einen Vorsteuerverlust von CHF 1 370 Millionen aus, nachdem dieser im Vorquartal noch bei CHF 1 846 Millionen gelegen hatte. Grund dafür waren die eingangs erwähnten Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten. Die Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC), die zum ersten Mal seit neun Quartalen wieder ein positives Ergebnis auswiesen konnte, verdeutlicht die Fortschritte beim Risikoabbau und den Effekt wichtiger Personalrekrutierungen im Credit-Business. Die Bereiche Equities und Investment Banking verzeichneten saisonal bedingt tiefere Erträge.

Das Corporate Center wies für das 3. Quartal 2009 einen Vorsteuerverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von CHF 255 Millionen aus. Der dem Corporate Center belastete Verlust im Zusammenhang mit dem Verkauf von UBS Pactual wurde durch die im 3. Quartal 2009 verbuchten Wechselkursgewinne von CHF 156 Millionen teilweise neutralisiert. Diese resultierten aus dem Entscheid von UBS, die US-Dollar-Finanzierung für zwei ihrer US-Einheiten durch eine Finanzierung in Schweizer Franken zu ersetzen. Die im Dezember 2008 emittierte und im August 2009 gewandelte Pflichtwandelanleihe belastete das Ergebnis mit einem Nettoverlust von CHF 305 Millionen. Aus der Neubewertung der Option von UBS, das Eigenkapital des SNB StabFund zurückzukaufen, ergab sich ein Gewinn von CHF 168 Millionen.

Nettoneugelder und verwaltete Vermögen

Wealth Management & Swiss Bank - Die Nettoneugeldabflüsse waren im 3. Quartal mit CHF 16,7 Milliarden gegenüber CHF 16,5 Milliarden im Vorquartal praktisch unverändert. Insgesamt flossen von Schweizer Kunden CHF 3,9 Milliarden ab, gegenüber CHF 0,2 Milliarden im Vorquartal. Bei den internationalen Kunden verlangsamten sich die Abflüsse von CHF 16,3 Milliarden auf CHF 12,9 Milliarden.

Wealth Management Americas - Der Unternehmensbereich verzeichnete im 3. Quartal 2009 Nettoneugeldabflüsse in Höhe von CHF 9,9 Milliarden, verglichen mit Nettoneugeldabflüssen von CHF 5,8 Milliarden im 2. Quartal 2009.

Global Asset Management - Die Nettoneugeldabflüsse gingen auf CHF 10,0 Milliarden zurück, verglichen mit CHF 17,1 Milliarden im Vorquartal. Im Bereich Institutional verlangsamte sich der Abfluss von CHF 6,6 Milliarden auf CHF 1,2 Milliarden. Im Bereich Wholesale Intermediary verminderte sich der Abfluss von CHF 10,6 Milliarden auf CHF 8,8 Milliarden. Nach einer guten Anlageperformance registrierte der Unternehmensbereich erstmals seit dem 4. Quartal 2006 wieder Nettozuflüsse von Drittpartei-Kunden.

Die verwalteten Vermögen stiegen von CHF 2 250 Milliarden am 30. Juni 2009 auf CHF 2 258 Milliarden am 30. September 2009. Davon entfielen CHF 982 Milliarden auf Wealth Management & Swiss Bank, CHF 694 Milliarden auf Wealth Management Americas und CHF 583 Milliarden auf Global Asset Management.

Kapital und Bilanz

Am 30. September 2009 wies UBS eine BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 15,0% aus, gegenüber 13,2% am 30. Juni 2009. Die risikogewichteten Aktiven (RWA) sanken im 3. Quartal um 15% auf CHF 210,8 Milliarden, während beim BIZ-Kernkapital (Tier 1) ein Rückgang um CHF 1,0 Milliarden auf CHF 31,6 Milliarden zu verzeichnen war. In diesen Zahlen enthalten sind der Eigenkapitaleffekt von minus CHF 1,4 Milliarden aus der Couponabgeltung, die UBS im Zusammenhang mit der im August 2009 gewandelten Pflichtwandelanleihe bezahlt hat, sowie der Effekt aus dem Abschluss des Verkaufs von UBS Pactual im 3. Quartal.

UBS hat ihre Bilanz im 3. Quartal um weitere CHF 124 Milliarden reduziert. Am 30. September 2009 belief sich die Bilanzsumme auf CHF 1 476 Milliarden.

Webcast

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  • ab 18 Uhr: indexierte Version erhältlich

Cautionary Statement Regarding Forward-Looking Statements
This release contains statements that constitute “forward-looking statements”, including but not limited to management’s outlook for UBS’s financial performance and statements relating to the anticipated effect of transactions and strategic initiatives on UBS’s business and future development. While these forward-looking statements represent UBS’s judgments and expectations concerning the matters described, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from UBS’s expectations. These factors include, but are not limited to: (1) future developments in the markets in which UBS operates or to which it is exposed, including movements in securities markets, credit spreads, currency exchange rates and interest rates; (2) the effect of the current economic environment or other developments on the financial position or creditworthiness of UBS’s customers and counterparties; (3) changes in the availability of capital and funding, including any changes in UBS’s credit spreads and ratings; (4) the outcome and possible consequences of pending or future actions or inquiries concerning UBS’s cross-border banking business by tax or regulatory authorities in various jurisdictions; (5) the degree to which UBS is successful in effecting organizational changes and implementing strategic plans, and whether those changes and plans will have the effects intended; (6) UBS’s ability to retain and attract the employees that are necessary to generate revenues and to manage, support and control its businesses; (7) political, governmental and regulatory developments, including the effect of more stringent capital requirements and the possible imposition of additional legal or regulatory constraints on UBS’s activities; (8) changes in accounting standards or policies, and accounting determinations affecting the recognition of gain or loss, the valuation of goodwill and other matters; (9) limitations on the effectiveness of UBS’s internal processes for risk management, risk control, measurement and modeling, and of financial models generally; (10) changes in the size, capabilities and effectiveness of UBS’s competitors; (11) the occurrence of operational failures, such as fraud, unauthorized trading and systems failures, either within UBS or within a counterparty; and (12) technological developments. In addition, actual results could depend on other factors that we have previously indicated could adversely affect our business and financial performance which are contained in our past and future filings and reports, including those filed with the SEC. More detailed information about those factors is set forth in documents furnished by UBS and filings made by UBS with the SEC, including UBS’s restated Annual Report on Form 20-F / A for the year ended 31 December 2008. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any obligation to) update or alter its forward-looking statements, whether as a result of new information, future events, or otherwise.

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