UBS News


UBS mit Verlust von CHF 8,1 Milliarden im 4. Quartal; exklusive Sonderfaktoren resultiert ein bereinigtes Geschäftsergebnis von netto minus CHF 2,8 Milliarden

Zürich / Basel | | Quarterly Results

BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,5% per Ende 2008

4. Quartal 2008

  • Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reinverlust für das 4. Quartal von CHF 8 100 Millionen, einschliesslich einer Einkommenssteuergutschrift von netto CHF 1 727 Millionen.

  • Unter Ausklammerung einiger wichtiger Sonderfaktoren beträgt der bereinigte Geschäftsertrag (vor Steuern) netto minus CHF 2 806 Millionen.

  • Nettoneugeldabflüsse von CHF 58,2 Milliarden bei Global Wealth Management & Business Banking und von CHF 27,6 Milliarden bei Global Asset Management im 4. Quartal; im Verlauf des 4. Quartals zunehmend verbesserte Entwicklung bei den Neugeldern, die im Januar in beiden Unternehmensbereichen positiv waren.

Gesamtjahr 2008

  • Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reinverlust 2008 des Konzerns von CHF 19 697 Millionen, der hauptsächlich Verlusten auf Risikopositionen der Investment Bank zuzuschreiben ist.

  • Niedrigere verwaltete Vermögen 2008 hauptverantwortlich für die Ertrags- und Gewinnrückgänge bei Global Wealth Management & Business Banking sowie bei Global Asset Management.

  • Kosten im Jahr 2008 infolge deutlich tieferer leistungsabhängiger Vergütungen in allen Unternehmensbereichen gesunken.

Risikopositionen

  • Markante Reduktion von Risikopositionen im Verlauf des 4. Quartals, zuzüglich zur Transaktion mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB); ein erster Transfer von Wertpapieren an den Fonds, der sich im Besitz und unter Kontrolle der SNB befindet, wurde im Dezember 2008 abgeschlossen.

  • Verlust von CHF 3,7 Milliarden (USD 3,2 Milliarden) aus verbleibenden Risikokonzentrationen in den Bereichen Leveraged Finance und Monoline-Versicherer im 4. Quartal.

  • Geringere Handelsverluste, aber höhere Wertberechtigungen infolge Umklassierung bestimmter finanzieller Vermögenswerte im 4. Quartal.

Kapital und Bilanz

  • Starke BIZ-Kennzahlen per Ende 2008: BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,5% und BIZ-Gesamtkapitalquote von 15,5%.

  • Die gesamten risikogewichteten Aktiven gemäss Basel II gingen im 4. Quartal um 9% auf CHF 302 Milliarden zurück.

Kostensenkungen

  • Im 4. Quartal sank der Personalaufwand gegenüber dem Vorquartal um 41% und im Gesamtjahr 2008 um 36% gegenüber 2007.

  • Der Personalbestand verringerte sich im 4. Quartal um 1782 Mitarbeiter.

Ausblick

Mit einem positiven Nettozufluss an Neugeldern im Januar sowohl im Wealth Management als auch im Asset Management verzeichnete UBS einen ermutigenden Start in das Jahr 2009. Die Lage an den Finanzmärkten ist einerseits nach wie vor instabil und die Liquiditätslage der Unternehmen und Haushalte verschlechtert sich zunehmend. Die Regierungen unternehmen andererseits sehr umfassende Schritte, um günstigere fiskal- und geldpolitische Bedingungen zu schaffen. Der Ausblick von UBS bleibt für die absehbare Zukunft von Vorsicht geprägt. UBS wird die laufenden Massnahmen zur Stärkung ihrer finanziellen Position fortsetzen, indem Risikopositionen und risikogewichtete Aktiven abgebaut sowie die Bilanz und die operativen Kosten reduziert werden. Damit können sich das Management und alle weiteren Bereiche der Bank darauf konzentrieren, das Kernkundengeschäft zu bewahren und auszubauen.

Strategie

  • UBS schafft zwei neue Unternehmensbereiche: Wealth Management & Swiss Bank unter der Leitung von Franco Morra und Jürg Zeltner sowie Wealth Management Americas unter der Leitung von Marten Hoekstra. Alle drei sind Mitglieder der Konzernleitung.

  • Mit der neuen Struktur konzentriert sich UBS wieder auf ihre Schweizer Kerngeschäfte sowie auf die Stärken im internationalen Wealth Management und das Wachstumspotenzial auf den weltweiten Inlandmärkten.

  • 2008 hat die Investment Bank grosse Fortschritte bei der Reduktion der Risiken und des Fremdkapitals in ihrer Bilanz erzielt. Ihre Unternehmensstruktur wurde zudem stark vereinfacht. Für 2009 werden die realistischen Ziele verfolgt, den Personalbestand, den Umfang der Bilanz und das Gesamtrisiko weiter zu reduzieren.

  • UBS hat bestätigt, dass der Verwaltungsrat und die Konzernleitung alle Unternehmensbereiche und ihre Strategien unterstützen. Trotz schwieriger Marktbedingungen hat UBS bei der Reorganisation ihrer Geschäftsaktivitäten grosse Fortschritte erzielt und sich auf die das veränderte Marktumfeld vorbereitet.

UBS weist einen Konzernverlust von CHF 19 697 Millionen für das Jahr 2008 und von CHF 8 100 Millionen für das 4. Quartal 2008 aus.

Gesamtjahr 2008

UBS schloss das Jahr 2008 mit einem den UBS-Aktionären zurechenbaren Reinverlust von CHF 19 697 Millionen ab. Im vorhergehenden Jahr hatte der Verlust CHF 5 247 Millionen betragen. Der Reinverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen belief sich auf CHF 19 327 Millionen, verglichen mit einem Verlust von CHF 5 111 Millionen im Jahr 2007.

Verantwortlich dafür waren primär negative Erträge im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) der Investment Bank. 2008 hat die Investment Bank ihre Risikopositionen markant reduziert. Die Ertrags- und Gewinnrückgänge bei Global Wealth Management & Business Banking und bei Global Asset Management im Jahr 2008 waren vorwiegend den niedrigeren verwalteten Vermögen zuzuschreiben.

Der Geschäftsaufwand verringerte sich um 22%, da der Personalaufwand um 36% von CHF 25 515 Millionen auf CHF 16 262 Millionen abnahm. Dies war in erster Linie auf tiefere leistungsabhängige Vergütungen, vor allem in der Investment Bank, zurückzuführen.

Viertes Quartal 2008

Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich auf CHF 8 100 Millionen, nachdem im Vorquartal noch ein Reingewinn von CHF 296 Millionen ausgewiesen worden war. Der Reinverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug CHF 7 997 Millionen, gegenüber einem Gewinn von CHF 433 Millionen im Vorquartal.

Die Investment Bank verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 7 483 Millionen (Vorquartal: Vorsteuerverlust von CHF 2 748 Millionen). Gründe dafür sind hauptsächlich Verluste im Handelsgeschäft und aus Engagements im Zusammenhang mit Monoline-Versicherern sowie Wertberichtigungen, die im Bereich Leveraged Finance vorgenommen wurden. Die Investment Bank verbuchte im 4. Quartal 2008 Wertberichtigungen auf eigenen Krediten in Höhe von CHF 1 616 Millionen, was hauptsächlich auf Rücknahmen und Rückkäufe von UBS-Schuldtiteln in diesem Zeitraum zurückzuführen war.

Der Vorsteuergewinn von Global Wealth Management & Business Banking sank von CHF 1 861 Millionen auf CHF 1 133 Millionen. Dieser Rückgang ist vor allem Kreditverlusten auf Lombardkrediten, niedrigeren vermögensabhängigen Einkünften und einer Rückstellung von insgesamt CHF 605 Millionen im Zusammenhang mit Auction Rate Securities (ARS) zuzuschreiben. Diese ARS-Rückstellung beinhaltet einen Sachaufwand von CHF 545 Millionen sowie Handelsverluste von CHF 60 Millionen und wurde von Wealth Management US zusätzlich zu den im 2. Quartal 2008 vorgenommenen Rückstellungen verbucht.

Der Vorsteuergewinn von Global Asset Management nahm von CHF 415 Millionen auf CHF 236 Millionen ab. Dieser Rückgang erklärt sich grösstenteils aus rückläufigen vermögensabhängigen Einkünften und widerspiegelt einen Gewinn von CHF 168 Millionen, der im 3. Quartal mit dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung von UBS an Adams Street Partners erzielt wurde.

Die Transaktion mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sowie die Fair-Value-Bewertung der Pflichtwandelanleihe, die bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft platziert wurde, belasteten die Erfolgsrechnung von UBS mit insgesamt CHF 4,2 Milliarden (netto), die grösstenteils dem Corporate Center zugewiesen wurden. Auch die Restrukturierungskosten von CHF 737 Millionen belasteten das Viertquartalsergebnis, während aus Veräusserungen ein Nettogewinn von CHF 227 Millionen resultierte. Darin enthalten ist ein Gewinn aus dem Verkauf der UBS-Beteiligung an der Bank of China, der durch die Verluste, welche die Investment Bank beim Ausstieg aus gewissen Segmenten des Rohstoffgeschäfts erlitt, teilweise neutralisiert wurde.

Unter Ausklammerung der aus der SNB-Transaktion und der Emission der Pflichtwandelanleihe resultierenden Netto-Gesamtkosten, der Wertberichtigungen auf eigenen Krediten, der ARS-Rückstellung, der Restrukturierungskosten sowie der erwähnten Veräusserungen verzeichnete UBS einen bereinigten Geschäftsertrag vor Steuern von minus CHF 2 806 Millionen.

Auf Konzernebene wurden im 4. Quartal 2008 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von CHF 2 310 Millionen verbucht, CHF 1 329 Millionen davon betrafen Wertberichtigungen auf umklassierten Vermögenswerten, bei denen es sich hauptsächlich um Leveraged-Finance-Positionen handelt. Der Geschäftsaufwand nahm gegenüber dem Vorquartal stark ab, da der Personalaufwand im 4. Quartal 2008 um 41% auf CHF 2 378 Millionen sank. Dies war hauptsächlich auf niedrigere leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Ein Teil der in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 vorgenommenen Abgrenzungen wurde aufgelöst, insbesondere innerhalb der Investment Bank.

Im 4. Quartal 2008 verbuchte UBS eine Einkommenssteuergutschrift von netto CHF 1 727 Millionen.

Global Wealth Management & Business Banking verzeichnete Nettoneugeldabflüsse in Höhe von CHF 58,2 Milliarden im 4. Quartal. Diese umfassten Nettoabgänge von CHF 58,3 Milliarden bei Wealth Management International & Switzerland, einen Nettozufluss von CHF 4,1 Milliarden bei Wealth Management US und Nettoabflüsse von CHF 4,0 Milliarden bei Business Banking Switzerland. Global Asset Management registrierte Nettoneugeldabflüsse von CHF 27,6 Milliarden im 4. Quartal. Die Abgänge im Bereich Institutional beliefen sich auf netto CHF 16,7 Milliarden, während im Bereich Wholesale Intermediary CHF 10,9 Milliarden abflossen.

Posten, die den Geschäftsertrag im 4. Quartal massgeblich beeinflussten

Unter Ausklammerung der aus der SNB-Transaktion und der Emission der Pflichtwandelanleihe resultierenden Gesamtkosten (netto), der Wertberichtigungen auf eigenen Krediten, der ARS-Rückstellung, der Restrukturierungskosten sowie der erwähnten Veräusserungen verzeichnete UBS einen bereinigten Geschäftsertrag vor Steuern von minus CHF 2 806 Millionen.

Die Kosten für die Transaktion mit der Schweizerischen Nationalbank und die Platzierung einer Pflichtwandelanleihe bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft belasteten die Erfolgsrechnung von UBS mit insgesamt CHF 4,2 Milliarden (netto). In diesem Betrag sind die Kosten der Option für den Rückkauf des Eigenkapitalanteils, die durch den Wert der Option am Jahresende zum Teil kompensiert wurden, der Verlust aus Bewertungsdifferenzen von Vermögenswerten, die an den SNB StabFund verkauft wurden, die Verluste auf Absicherungsgeschäften, die aufgrund der SNB-Transaktion Handelsbeschränkungen unterlagen, und die Folgen der Schaffung von bedingtem Kapital im Zusammenhang mit der SNB-Transaktion berücksichtigt. Ebenfalls darin enthalten ist der Fair-Value-Bewertungseffekt der Emission der Pflichtwandelanleihe.

Die Investment Bank verbuchte im 4. Quartal 2008 Wertberichtigungen auf eigenen Krediten in Höhe von CHF 1 616 Millionen, was hauptsächlich auf Rücknahmen und Rückkäufe von UBS-Schuldtiteln in diesem Zeitraum zurückzuführen war.

Die Rückstellung für Auction Rate Securities betrug im 4. Quartal insgesamt CHF 605 Millionen und umfasst einen Sachaufwand von CHF 545 Millionen sowie Handelsverluste von CHF 60 Millionen. Sie wurde von Wealth Management US zusätzlich zu den im 2. Quartal vorgenommenen Rückstellungen verbucht.

Die Investment Bank erfasste im 4. Quartal Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 737 Millionen.

Aus Veräusserungen resultierte ein Nettogewinn von CHF 227 Millionen der Investment Bank. Darin enthalten ist ein Gewinn aus dem Verkauf der UBS-Beteiligung an der Bank of China, der durch die Verluste, welche die Investment Bank beim Ausstieg aus gewissen Segmenten des Rohstoffgeschäfts erlitt, teilweise neutralisiert wurde.

Risikopositionen substanziell reduziert

Am 16. Dezember 2008 erwarb der SNB StabFund von UBS eine erste Tranche von 2042 Wertschriftenpositionen im Umfang von USD 16,4 Milliarden. UBS und die SNB haben vereinbart, dass die von UBS gehaltenen Positionen in Student Loan Auction Rate Securities (ARS) und derzeit durch Monoline-Versicherer versicherten Wertschriften nicht an den Fonds verkauft werden. Dadurch reduziert sich der Gesamtwert der bereits an den SNB StabFund übertragenen bzw. voraussichtlich noch zu übertragenden Bestände auf USD 39,1 Milliarden.

Dank der Transaktion mit der SNB und der anhaltenden Bestrebungen zum Abbau von Risiken konnten die Risikopositionen im Quartalsverlauf markant reduziert werden. Die verbleibenden Risikokonzentrationen betreffen die Bereiche Leveraged Finance und Monoline-Versicherer. Daraus resultierten im 4. Quartal Verluste von CHF 3,7 Milliarden (USD 3,2 Milliarden).

Per 1. Oktober 2008 gliederte UBS Vermögenswerte mit einem Fair Value von CHF 17,2 Milliarden, die sie bis auf Weiteres zu halten beabsichtigt, aus der Kategorie «zu Handelszwecken gehalten» in die Kategorie «Kundenausleihungen und Forderungen» um. Darüber hinaus wurden Student Loan ARS mit einem Fair Value von CHF 8,4 Milliarden per 31. Dezember 2008 umgegliedert. Im 4. Quartal 2008 wurden Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf umgegliederten Finanzinstrumenten in Höhe von CHF 1,3 Milliarden erfasst. Ohne die Umgliederung wäre keine Wertberichtigung vorgenommen worden, sondern in der Erfolgsrechnung von UBS für das 4. Quartal ein Handelsverlust von CHF 4,2 Milliarden verbucht worden. Der Zinsertrag nach erfolgter Umklassierung belief sich auf CHF 0,3 Milliarden. Im 4. Quartal hätte sich das operative Ergebnis vor Steuern um CHF 3,4 Milliarden vermindert, wenn keine Umklassierung erfolgt wäre.

Kapital und Bilanz

Mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,5% und einer Gesamtkapitalquote von 15,5% per Ende 2008 ist UBS nach wie vor stark kapitalisiert.

UBS reduzierte ihre Bilanz im 4. Quartal 2008 weiter. Darüber hinaus wurden die Handelsbestände und die als Sicherheit hinterlegten Handelsbestände um zusätzliche CHF 269 Milliarden und damit erheblich abgebaut (hauptsächlich in der Investment Bank). Dieser massiven Reduktion standen jedoch ein starker Anstieg der Wiederbeschaffungswerte – sie erhöhten sich sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite der Bilanz in etwa demselben Umfang – gegenüber, weil die positiven Wiederbeschaffungswerte aufgrund der Marktbewegungen allein im 4. Quartal um 51% oder CHF 290 Milliarden auf CHF 854 Milliarden am Jahresende zunahmen.

Die gesamten risikogewichteten Aktiven (RWAs) gemäss Basel II sanken gegenüber dem 3. Quartal 2008 um 9% auf CHF 302 Milliarden. Dieser Rückgang ist den anhaltenden Bestrebungen zum Abbau von Risiken sowie der SNB-Transaktion zu verdanken.

Kostensenkungen

Der Personalaufwand ging von CHF 3 997 Millionen auf CHF 2 378 Millionen (–41%) zurück. Dies war hauptsächlich auf niedrigere leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Ein Teil der in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 vorgenommenen Abgrenzungen wurde aufgelöst, insbesondere innerhalb der Investment Bank.

Der Personalbestand verringerte sich gegenüber dem 30. September 2008 um 1 782 auf 77 783 Mitarbeiter per 31. Dezember 2008, wobei die Investment Bank den stärksten Rückgang verzeichnete.

Ausblick

Mit einem positiven Nettozufluss an Neugeldern im Januar sowohl im Wealth Management als auch im Asset Management verzeichnete UBS einen ermutigenden Start in das Jahr 2009. Die Lage an den Finanzmärkten ist einerseits nach wie vor instabil und die Liquiditätslage der Unternehmen und Haushalte verschlechtert sich zunehmend. Die Regierungen unternehmen andererseits sehr umfassende Schritte, um günstigere fiskal- und geldpolitische Bedingungen zu schaffen. Der Ausblick von UBS bleibt für die absehbare Zukunft von Vorsicht geprägt. UBS wird die laufenden Massnahmen zur Stärkung ihrer finanziellen Position fortsetzen, indem Risikopositionen und risikogewichtete Aktiven abgebaut sowie die Bilanz und die operativen Kosten reduziert werden. Damit können sich das Management und alle weiteren Bereiche der Bank darauf konzentrieren, das Kernkundengeschäft zu bewahren und auszubauen.

Ergebnisse der Unternehmensbereiche: Global Wealth Management & Business Banking

4. Quartal 2008 vs. 3. Quartal 2008

Der Vorsteuergewinn von Global Wealth Management & Business Banking belief sich im 4. Quartal 2008 auf CHF 1 133 Millionen, was einem Rückgang von 39% gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Der Vorsteuergewinn von Wealth Management International & Switzerland nahm um 36% von CHF 1 110 Millionen auf CHF 712 Millionen ab. Hauptgründe für den Rückgang waren Kreditverluste auf Lombardkrediten (gegen Verpfändung, meist von Wertschriften, gewährte Kredite) sowie niedrigere Erträge auf den deutlich geringeren verwalteten Vermögen. Diese Verluste wurden teilweise durch einen tieferen Personalaufwand ausgeglichen, dessen Rückgang auf die erheblich niedrigeren Abgrenzungen für variable Vergütungen zurückzuführen war. Wealth Management US verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 341 Millionen, nachdem die Einheit im 3. Quartal einen Vorsteuergewinn von CHF 203 Millionen ausgewiesen hatte. Ohne die Rückstellung im Zusammenhang mit Auction Rate Securities (ARS) wäre das Vorsteuerergebnis um 30% auf CHF 264 Millionen geklettert. Das Resultat widerspiegelt einen niedrigeren Personalaufwand, einschliesslich tieferer Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen, sowie robuste Erträge im Quartalsverlauf. Der Vorsteuergewinn von Business Banking Switzerland stieg um 39% auf CHF 762 Millionen, was in erster Linie auf die Neubewertung der Beteiligung von UBS an der SIX Swiss Exchange zurückzuführen war. Zudem sank der Geschäftsaufwand infolge von höheren Verrechnungen gegenüber anderen Geschäftseinheiten und eines niedrigeren Personalaufwands, dem geringere variable Vergütungen zugrunde lagen.

Geschäftsjahr 2008 vs. Geschäftsjahr 2007

Der Vorsteuergewinn von Wealth Management International & Switzerland betrug im Gesamtjahr 2008 CHF 4 518 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 28% gegenüber 2007 (CHF 6 310 Millionen). Hauptursache dieser Entwicklung war eine Ertragsminderung von 16% wegen niedrigerer vermögensabhängiger Einkünfte und Transaktionseinnahmen. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken beliefen sich auf CHF 389 Millionen, verglichen mit CHF 1 Million 2007. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurde der Geschäftsaufwand vornehmlich aufgrund von geringeren Personalkosten um 10% reduziert. Wealth Management US verzeichnete im Gesamtjahr 2008 einen Vorsteuerverlust von CHF 698 Millionen, nachdem die Einheit 2007 einen Vorsteuergewinn von CHF 674 Millionen erzielt hatte. Hauptverantwortlich für den Rückgang waren die ARS-Rückstellung und Handelsverluste von insgesamt CHF 1 524 Millionen im Jahr 2008. Ohne diese Rückstellung und die Handelsverluste hätte sich das Vorsteuerergebnis um 23% erhöht. Business Banking Switzerland steigerte den Vorsteuergewinn 2008 um 8% auf CHF 2 449 Millionen.

Ergebnisse der Unternehmensbereiche: Global Asset Management

4. Quartal 2008 vs. 3. Quartal 2008

Der Vorsteuergewinn sank um 43% oder CHF 179 Millionen auf CHF 236 Millionen. Ohne Berücksichtigung des Gewinns aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Adams Street Partners im 3. Quartal wäre der Vorsteuergewinn um CHF 11 Millionen zurückgegangen.

Der Rückgang des zugrunde liegenden Vorsteuergewinns beruhte hauptsächlich auf geringeren Management Fees, die eine Folge des niedrigeren Durchschnitts verwalteter Vermögen im Zuge der negativen Finanzmarktentwicklung, Währungsschwankungen und Nettoneugeldabflüssen waren. Gleichzeitig stiegen die operativen Verluste. Diese wurden teilweise durch eine Reduktion des Personalaufwands ausgeglichen, die vornehmlich auf tiefere Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen sowie die anhaltenden Kostenkontrolle der Bank zurückzuführen war.

Geschäftsjahr 2008 vs. Geschäftsjahr 2007

Der Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr 2008 belief sich auf CHF 1 333 Millionen. Dies entsprach einem Rückgang von 8% gegenüber 2007 (CHF 1 454 Millionen). Unter Ausklammerung der Kosten für die Schliessung von Dillon Read Capital Management im Jahr 2007 und des Gewinns aus dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an Adams Street Partners im 3. Quartal 2008 hätte sich der Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr um CHF 501 Millionen verringert.

Ergebnisse der Unternehmensbereiche: Investment Bank

4. Quartal 2008 vs. 3. Quartal 2008

Die Investment Bank verzeichnete im 4. Quartal 2008 einen Vorsteuerverlust von CHF 7 483 Millionen, nach einem Vorsteuerverlust von CHF 2 748 Millionen im Vorquartal.

Gründe für den Rückgang waren hauptsächlich Verluste im Handelsgeschäft und aus Engagements im Zusammenhang mit Monoline-Versicherern innerhalb von Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC). Im 4. Quartal 2008 sanken die Erträge im Aktiengeschäft, was vor allem auf negative Einkünfte im Derivatsegment zurückzuführen war. Gleichzeitig verringerte sich der Geschäftsaufwand auf CHF 1 580 Millionen – eine markante Reduktion infolge eines deutlich tieferen Personalaufwands –, während sich die nicht personalbezogenen Kosten aufgrund von Restrukturierungskosten erhöhten. Im 4. Quartal 2008 wurden Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von CHF 1 939 Millionen verbucht. Dabei handelte es sich in erster Linie um Wertberichtigungen auf Leveraged-Finance-Positionen. Zudem verbuchte die Investment Bank im 4. Quartal eine Wertberichtigung auf eigenen Krediten von CHF 1 616 Millionen, die vor allem auf Rücknahmen und Rückkäufen von UBS-Schuldtiteln in diesem Zeitraum beruhte.

Die Erträge im Investment Banking gaben im 4. Quartal um 33% auf CHF 528 Millionen nach. Im Vorquartal hatten sie CHF 786 Millionen betragen. Der Bereich Equities wies einen Ertragsrückgang von CHF 1 225 Millionen auf CHF 231 Millionen aus, der in erster Linie negativen Einkünften im Derivatsegment zuzuschreiben war. Die Erträge im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities beliefen sich auf minus CHF 3 107 Millionen, verglichen mit einem Minus von CHF 4 514 Millionen im Vorquartal. Gründe für das Ergebnis waren hauptsächlich Verluste im Handel und im Geschäft mit Monoline-Versicherern.

Geschäftsjahr 2008 vs. Geschäftsjahr 2007

Die Investment Bank verzeichnete im Gesamtjahr 2008 einen Vorsteuerverlust von CHF 33 694 Millionen, nach einem Vorsteuerverlust von CHF 16 669 Millionen im Vorjahr. Der Geschäftsertrag betrug minus CHF 23 769 Millionen und beruhte vorwiegend auf negativen Erträgen im FICC-Bereich. Der Geschäftsaufwand sank von CHF 15 865 Millionen auf CHF 9 925 Millionen. Der Personalaufwand ging hauptsächlich aufgrund von deutlich niedrigeren leistungsabhängigen Vergütungen und geringeren Lohnkosten von CHF 11 286 Millionen auf CHF 4 882 Millionen zurück.

Ergebnisse Corporate Center

4. Quartal 2008 vs. 3. Quartal 2008

Das Corporate Center verzeichnete im 4. Quartal 2008 einen Vorsteuerverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von CHF 3 610 Millionen, gegenüber einem Verlust vor Steuern von CHF 7 Millionen im 3. Quartal. Die Differenz beruht in erster Linie auf der Transaktion mit der Schweizerischen Nationalbank und der Fair-Value-Bewertung der Pflichtwandelanleihe, die bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft platziert wurde.

Geschäftsjahr 2008 vs. Geschäftsjahr 2007

Der Vorsteuergewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug im Gesamtjahr 2008 CHF 0 Millionen, gegenüber CHF 2 222 Millionen im Jahr 2007. 2008 sank der Geschäftsertrag um 71% auf CHF 1 029 Millionen. Dies war grösstenteils eine Folge des Buchgewinns von CHF 3 860 Millionen im Zusammenhang mit der am 5. März 2008 aufgelegten Pflichtwandelanleihe, dem die Netto-Auswirkungen der Transaktion mit der SNB und der Fair-Value-Bewertung der am 9. Dezember 2008 aufgelegten Pflichtwandelanleihe gegenüberstanden. Zudem war im Geschäftsertrag für 2007 ein Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung von UBS an Julius Bär im 2. Quartal 2007 enthalten.

Webcast

  • ab 9 Uhr: Live-Präsentation

  • ab 14 Uhr: Aufzeichnung

  • ab 18 Uhr: indexierte Version erhältlich

Cautionary Statement Regarding Forward-Looking Statements
This release contains statements that constitute “forward-looking statements”, including but not limited to statements relating to the anticipated effect of transactions described herein, risks arising from the current market crisis and other risks specific to UBS’s business, strategic initiatives, future business development and economic performance. While these forward-looking statements represent UBS’s judgments and expectations concerning the development of its business, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from UBS’s expectations. These factors include, but are not limited to: (1) the extent and nature of future developments in the market segments that have been or may be affected by the current market crisis and their effect on UBS's assets and exposures, including UBS's remaining net and gross exposures related to the United States mortgage market; (2) developments affecting the availability of capital and funding to UBS and other financial institutions, including any changes in UBS’s credit spreads and ratings; (3) other market and macroeconomic developments, including movements in local and international securities markets, credit spreads, currency exchange rates and interest rates; (4) changes in internal risk control and limitations in the effectiveness of UBS’s internal processes for risk management, risk control, measurement and modeling, and of financial models generally; (5) the possible consequences of ongoing governmental investigations of certain of UBS’s past business activities, including the possibility that tax or regulatory authorities in various jurisdictions will focus on the cross-border wealth management services provided by UBS and other financial institutions; (6) the degree to which UBS is successful in implementing its remediation plans and strategic and organizational changes, and whether those plans and changes will have the effects anticipated; (7) changes in the financial position or creditworthiness of UBS’s customers, obligors and counterparties, and developments in the markets in which they operate, including possible failures resulting from the current market crisis and adverse economic environment; (8) management changes and changes to the internal or overall structure of UBS’s business divisions; (9) the occurrence of operational failures, such as fraud, unauthorized trading and systems failures; (10) legislative, governmental and regulatory developments, including the effect of new and more stringent capital requirements and of direct or indirect regulatory constraints on UBS’s activities; (11) changes in accounting standards or policies, and accounting determinations affecting the recognition of gain or loss, the valuation of goodwill and other assets or other matters; (12) changes in and the effect of competitive pressures; (13) technological developments; and (14) the impact of all such future developments on positions held by UBS, on its short-term and longer-term earnings, on the cost and availability of funding and on UBS’s capital ratios. In addition, these results could depend on other factors that we have previously indicated could adversely affect our business and financial performance which are contained in our past and future filings and reports, including those filed with the SEC. More detailed information about those factors is set forth in documents furnished by UBS and filings made by UBS with the SEC, including UBS’s Annual Report on Form 20-F for the year ended 31 December 2007. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any obligation to) update or alter its forward-looking statements, whether as a result of new information, future events, or otherwise.