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UBS positioniert sich neu und schafft strategische Flexibilität

Zürich / Basel | | Price Sensitive Information

  • UBS führt ihre drei Geschäftsbereiche neu als selbständige Einheiten mit erweitertem operativen Entscheidungsspielraum und verstärkter Ergebnisverantwortung.

  • UBS fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Ertragskraft des Konzerns zu maximieren - dies im Rahmen klarer Regeln für die marktgerechte Verrechnung von unternehmensinternen Leistungen, die Ertragsbeteiligung und die Vermittlung von Kundenbeziehungen.

  • Variable Lohnbestandteile von Management und Mitarbeitenden werden künftig unmittelbar von den Finanzergebnissen der Geschäftsbereiche abgeleitet. Dies bringt die Anreize zur Gewinnerzielung in Einklang mit diszipliniertem Risikomanagement, unter Berücksichtigung des jeweiligen Risiko-Rendite-Profils.

  • UBS wird weiter in ihre Kernkompetenz - das globale Vermögensverwaltungsgeschäft - investieren. Ziel ist, sowohl die Präsenz in internationalen Wachstumsmärkten als auch die führende Position in der Schweiz zu stärken.

  • Die neue Struktur bringt Transparenz, welche Bereiche der Bank Mehrwert schaffen. UBS will strikte Standards für Zuteilung und Einsatz von Kapital etablieren und die Unternehmensführung auf der Basis von nachhaltiger Wertschöpfung entlohnen. Gleichzeitig gewinnt der Konzern höchste strategische Flexibilität und kann künftige Chancen zur Maximierung des Aktionärswertes nutzen.

  • Alle Geschäftsbereiche nutzen weiterhin die Marke UBS.

UBS verändert ihre strategische Ausrichtung und leitet ein umfassendes Programm zur Reorganisation des Unternehmens ein. Dieser Entscheid ist eine Folge der intensiven Überprüfung der Strategie durch den Verwaltungsrat und den Konzern-CEO. Mit diesen Massnahmen will UBS ihre führende Stellung im Geschäft mit Kunden aus allen drei Bereichen nutzen und weiter ausbauen, für jeden einzelnen Bereich eine Plattform zur Erzielung nachhaltiger Gewinne schaffen und so den Wert des gesamten Konzerns steigern.

UBS wird künftig als Konzern mit selbständigen Geschäftsbereichen geführt. Das neue Geschäftsmodell wird es UBS erlauben, effizienter und rascher auf neue Entwicklungen in der Finanzbranche zu reagieren - etwa auf die derzeit unsicheren Perspektiven für die globalen Finanzmärkte oder auf potenzielle Veränderungen bei den Eigenmittelvorschriften. Die einzelnen Geschäftsbereiche erhalten im neuen Geschäftsmodell stärkere Anreize, Erfolg aus eigener Kraft zu erzielen, ohne dafür auf Kapital anderer Bereiche oder günstige Refinanzierungssätze angewiesen zu sein.

Peter Kurer, UBS-Verwaltungsratspräsident: «Unsere Überprüfung hat klar Schwächen aufgezeigt, die mit dem integrierten Geschäftsmodell verbunden sind. Einige dieser Schwächen - etwa das Verwischen des tatsächlichen Risiko-Rendite- Profils einzelner Aktivitäten, haben sich als Quelle substanzieller Risiken erwiesen, wie sich in den vergangenen Monaten herausgestellt hat. Andere Eigenheiten des integrierten Modells führten zu schwerfälligen und in ihrer Komplexität unnötigen Prozessen innerhalb der Bank. Die neue Struktur zeigt den Willen zur Veränderung, zu klarer Ergebnisverantwortung und zu Transparenz. Sie erlaubt uns, den Einsatz von Finanzierungsmitteln und Kapital innerhalb des Konzerns zu optimieren. Gleichzeitig werden wir ein Höchstmass an strategischer Flexibilität gewinnen, um die bestmöglichen Gelegenheiten zur Schaffung von Mehrwert für unsere Aktionäre zu nutzen.»

Chief Executive Officer Marcel Rohner kommentiert: «Vieles haben wir schon erreicht - etwa mit der Neupositionierung der Investmentbank. Wir haben unsere Risikopositionen und die Bilanz massiv reduziert. Wir haben Sparmassnahmen eingeführt und Stellen abgebaut, um unsere Kosten zu senken. Die notwendigen Massnahmen zur Behebung bestehender Probleme sind bereits eingeleitet und unser Governance-Modell ist vereinfacht. Ich bin fest entschlossen, die Führung von UBS schlagkräftiger zu gestalten. Mit diesen fundamentalen Änderungen in unserem Geschäftsmodell erhöhen wir die Wirksamkeit der Führungsprozesse und -strukturen und verbessern die Art und Weise, wie unsere Geschäftsbereiche zusammenarbeiten.»

Strategische Prioritäten

UBS wird ihr Global Wealth Management & Business Banking weiter ausbauen, insbesondere durch die Ausweitung ihrer globalen Präsenz in Wachstumsmärkten des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts. Die führende Position von UBS in der Schweiz als Vermögensverwalterin einerseits und als grösste Bank im Privat- und Firmenkundengeschäft andererseits ist und bleibt dabei der Grundstein für die Strategie und das nachhaltige Gewinnwachstum.

Die Investment Bank wird ihre Neupositionierung in Richtung kundenbezogenes Wachstum in Verbindung mit einer weiteren Reduktion der Bilanz und der Risikopositionen fortführen. Dies wird es der Investment Bank erlauben, ihre weltweite Präsenz und Distributionsstärke zu nutzen und ein Höchstmass an Verantwortung für die Schaffung von Mehrwert für die Aktionäre zu übernehmen. Jedes Geschäftsfeld - Equities, Investment Banking sowie Fixed Income, Currencies and Commodities - wird an individuellen Kapitalertragszielen gemessen werden. Ein neues Entlöhnungsmodell wird zu einem ausgewogenen Verhältnis von Renditezielen und Risiken beitragen.

Im Geschäftsbereich Global Asset Management sind Unabhängigkeit des Managements und der Investitionsentscheide sowie die Performance entscheidend, um im Markt bestehen zu können. Leistungsanreize für Management und Mitarbeitende werden an das Ergebnis und die Performance des Geschäftsbereichs geknüpft.

Veränderungsprozess

Das neue Geschäftsmodell von UBS wird im Rahmen eines zentral geführten Veränderungsprozesses umgesetzt, der strukturelle, rechtliche und finanzielle Aspekte umfassen wird.

Die sieben Stossrichtungen des Programms, das per sofort startet, sind:

  • die Einführung eines revidierten Anreizsystems, welches das Management und die Mitarbeiter für die Schaffung von Mehrwert innerhalb des eigenen Geschäftsbereiches entlohnt (4. Quartal 2008)

  • Weitere Verbesserung des Refinanzierungsmodells, so dass Kapitalkosten und Struktur der eingegangenen Verbindlichkeiten jedes einzelnen Geschäftsbereichs mit jenen von selbständigen Konkurrenzunternehmen vergleichbar sind (Ende 2009)

  • die Anpassung der operativen Führungsstrukturen an die genannten Veränderungen (Ende des 3. Quartals 2008)

  • die Definition von Zielen und Leistungskennzahlen für die neu positionierten Geschäftsbereiche (Ende 2008)

  • die Reduktion der Grösse und des Leistungsspektrums des Corporate Center, entsprechend der Neuzuweisung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten an die Geschäftsbereiche

  • Überprüfung der Vereinbarungen bezüglich der Erbringung von unternehmensinternen Leistungen, Ertragsbeteiligungen und der Vermittlung von Kundenbeziehungen (Mitte 2009)

  • die Weiterführung des laufenden strategischen Kostensenkungsprogramms mit dem Ziel, die Effizienz der Gruppe zu erhöhen.

UBS geht davon aus, dass dieses Programm Ende 2009 abgeschlossen sein wird.

Peter Kurer, Verwaltungsratspräsident von UBS: «Wir sind überzeugt, dass wir den geeigneten strategischen Rahmen für die Führung und Entwicklung unserer Geschäftsbereiche gefunden haben. Die Neupositionierung wird es UBS erlauben, sehr rasch Chancen zu nutzen, um jeden einzelnen Geschäftsbereich zu stärken. Nach Erholung der Finanzmärkte kann dies durch Zusammenarbeit, Joint Ventures oder andere Formen der Kooperation geschehen. Klares Ziel bei all unseren Entscheiden wird sein, grösstmöglichen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen, indem wir den Wert unserer Kernkompetenz, des Vermögensverwaltungsgeschäfts, erhalten.»