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UBS mit Verlust von CHF 358 Millionen für das 2. Quartal

Zürich / Basel | | Quarterly Results

Konzernergebnis

Neupositionierung der Bank

UBS weist für das 2. Quartal 2008 einen den Aktionären zurechenbaren Reinverlust von CHF 358 Millionen aus.

Das 2. Quartal 2008 blieb aus diversen Gründen schwierig:

VR- und Konzernleitungsnominationen

  • Die positive Einschätzung am Ende des 1. Quartals 2008, wonach sich die Kreditkrise abschwächen könnte, erwies sich als kurzlebig, da sich die Handelsbedingungen in der zweiten Maihälfte deutlich verschlechterten, insbesondere für Anlagen mit Bezug zum US-Wohnimmobilienmarkt sowie für andere strukturierte Kreditprodukte. Diese Entwicklung führte zu einem negativen Zweitquartalsergebnis und Abschreibungen von rund USD 5,1 Milliarden auf damit verbundenen Positionen (weitere Details siehe Anmerkung 3 in der ungeprüften Konzernrechnung im Finanzbericht per 30. Juni 2008 sowie Seite 7-8 dieser Medienmitteilung zum Ergebnis des Bereichs Fixed Income, Currencies and Commodities [FICC]).

  • Das Quartal war zudem gekennzeichnet durch allgemein rückläufige Kundenaktivitäten, insbesondere durch eine Verminderung des Kapitalmarkt- und M&A-Volumens, sowie fallende Wertschriftenkurse.

2. Quartal 2008

  • Den Aktionären zurechenbarer Reinverlust von CHF 358 Millionen im 2. Quartal.

  • Nettoneugeldabflüsse in den beiden Wealth-Management-Einheiten von CHF 17,3 Milliarden; Business Banking Switzerland verzeichnete zusätzliche Nettoabflüsse von CHF 2,0 Milliarden und Global Asset Management solche von CHF 24,5 Milliarden.

Risikopositionen

  • Ergebnis belastet durch realisierte und nicht realisierte Verluste von USD 5,1 Milliarden auf Risikopositionen in Verbindung mit Engagements mit Bezug zum US-Wohnimmobilienmarkt und anderen Kreditpositionen.

  • Es wurden entscheidende Massnahmen zum Abbau von Klumpenrisiken eingeleitet, insbesondere durch Veräusserungen. Die grösste Transaktion war der Verkauf von US-amerikanischen Residential Mortgage-Backed Securities an einen von BlackRock verwalteten Fonds.

Auction Rate Securities

Rückstellung von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) für den umfassenden Vergleich im Zusammenhang mit Auction Rate Securities.

Stärkung der Kapitalkraft und der Bilanz

  • Erfolgreicher Abschluss der Bezugsrechtsemission im Juni 2008: 99,4% der zur Zeichnung angebotenen Aktien wurden bei bestehenden und neuen Aktionären platziert.

  • Abnahme der risikogewichteten Aktiven infolge des Abbaus von Risiko- und Bilanzpositionen.

  • Die Kernkapitalquote von UBS befindet sich nun wieder auf dem sehr hohen Niveau, auf dem diese vor dem Ausbruch der Kreditkrise gelegen hatte: Tier-1-Ratio von 11,6% und Gesamtkapitalquote von 15,7%. Diese Quoten gehören zu den höchsten in der globalen Bankbranche.

Kostensenkungen

  • Der Geschäftsaufwand ging gegenüber dem 2. Quartal 2007 um 18% auf CHF 8110 Millionen zurück, trotz einer Rückstellung von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) für Auction Rate Securities.

  • Der Personalbestand verringerte sich per 30. Juni 2008 auf 81 452 bzw. um 2387 Mitarbeiter gegenüber dem 31. März 2008, wobei die Investment Bank den stärksten Rückgang verzeichnete.

Ausblick

UBS rechnet nicht damit, dass sich das negative Finanzmarkt- und wirtschaftliche Umfeld, welches das Berichtsquartal belastete, in der zweiten Jahreshälfte verbessern wird. UBS wird damit fortfahren, den Personalbestand, die Kosten und ihre Risikopositionen weiter abzubauen.

Während die Gewinne im Wealth- und im Asset-Management-Geschäft sowie bei Business Banking Switzerland im Vergleich zum 1. Quartal 2008 zurückgingen, blieben sie in absoluten Zahlen hoch, ausser bei Wealth Management US infolge der Rückstellung im Zusammenhang mit Auction Rate Securities. Da die Nettoneugeldabflüsse auf Konzernebene von CHF 43,8 Milliarden durch Währungseffekte kompensiert wurden, stiegen die verwalteten Vermögen leicht.

In der Investment Bank nahmen die Erträge im Beratungs- und Kapitalmarktgeschäft im Vergleich zum 2. Quartal 2007 aufgrund des deutlich geschrumpften globalen Transaktionsvolumens merklich ab. Dagegen verzeichnete der Bereich Equity Capital Markets gegenüber dem 1. Quartal 2008 massiv höhere Erträge.

Der Geschäftsaufwand von UBS insgesamt ging gegenüber dem 2. Quartal 2007 um 18% auf CHF 8110 Millionen zurück. Dieser Rückgang war insbesondere den tieferen Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen sowie der Auflösung bestimmter im 1. Quartal 2008 vorgenommener Abgrenzungen zuzuschreiben. Der Sachaufwand erhöhte sich im gesamten Konzern um 25% auf CHF 2831 Millionen. Grund dafür war, dass den niedrigeren Aufwendungen, die in den meisten Kategorien verzeichnet wurden, Rückstellungen von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) gegenüberstanden, die UBS für kürzlich getroffene Massnahmen in Zusammenhang mit US-Auction-Rate-Securities-Märkten getätigt hat. Der Mitarbeiterbestand verringerte sich per 30. Juni 2008 auf 81 452 bzw. um 2387 Mitarbeiter im Vergleich zum Ende des 1. Quartals 2008. Die Investment Bank verzeichnete einen Rückgang um 1695 Mitarbeiter.

UBS verbuchte für das 2. Quartal 2008 eine Steuergutschrift von netto CHF 3829 Millionen. Darin enthalten ist ein Nettoeffekt von CHF 3200 Millionen aus der Aktivierung einer latenten Forderung aus steuerlich verrechenbaren Verlusten.

Abbau des Risikoengagements
Es wurden entscheidende Massnahmen zum deutlichen Abbau von Klumpenrisiken eingeleitet, insbesondere durch anhaltende Veräusserungen im Quartalsverlauf. Die grösste Transaktion war der Verkauf von US-amerikanischen Residential Mortgage-Backed Securities an einen von BlackRock verwalteten Fonds.

UBS wird die verbleibenden US-Immobilienmarktpositionen im Rahmen eines speziellen Workout-Portfolios innerhalb des FICC-Bereichs der Investment Bank weiterhin getrennt bewirtschaften. Angesichts des umfangreichen Abbaus von Risikopositionen im 2. Quartal 2008 könnte UBS möglicherweise darauf verzichten, einen Teil dieses Portfolios in eine neue, zu 100% in ihrem Besitz befindliche Einheit zu überführen, wie dies ursprünglich geplant gewesen war.

Auction Rate Securities
Am 15. Juli 2008 kündigte UBS die Erstellung einer Truststruktur mit dem Ziel an, von Kunden steuerfreie sogenannte Auction Preferred Stocks (eine Art von Auction Rate Securities) im Umfang von rund USD 3,5 Milliarden zum Nennwert zurückzukaufen. Der Trust würde auf Basis eines «Liquidity Put» (Option zur Rückgabe zum ursprünglichen Preis) oder einer ähnlichen, von UBS oder einer anderen erstklassigen Bank bereitgestellten Nachfragestruktur Wertpapiere begeben und würde in der Konzernrechnung konsolidiert. Diese Transaktion unterliegt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden sowie weiteren Bedingungen.

Am 8. August 2008 kündigte UBS an, mit der Securities and Exchange Commission (SEC) und gliedstaatlichen Aufsichtsbehörden eine Grundsatzvereinbarung getroffen zu haben für alle Kunden, die Auction Rate Securities halten. Im Ergebnis ist eine Rückstellung von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) für diesen Vergleich enthalten.

Stärkung der Kapitalbasis und der Bilanz
Am 30. Juni 2008 wies UBS eine BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,6% und eine BIZ-Gesamtkapitalquote von 15,7% aus, verglichen mit 6,9% bzw. 10,7% per 31. März 2008. Diese Verbesserung ist den Massnahmen zu verdanken, die UBS im 2. Quartal 2008 zur Stärkung ihrer Kapitalbasis ergriffen hat.

Die Bilanzsumme betrug per 30. Juni 2008 CHF 2078 Milliarden, verglichen mit CHF 2231 Milliarden per 31. März 2008, was einem Rückgang um 7% entspricht. Die risikogewichteten Aktiven verminderten sich im 2. Quartal 2008 um CHF 10 Milliarden bzw. um 3,0% auf CHF 323 Milliarden per 30. Juni 2008.

Am 17. Juni 2008 konnte UBS eine Kapitalerhöhung abschliessen, indem im Rahmen einer Bezugsrechtsemission 760 295 181 voll zu liberierende Namenaktien ausgegeben wurden. Dabei wurden Bezugsrechte für 755 466 901 neue Aktien ausgeübt, was 99,4% aller zur Zeichnung angebotenen Aktien entsprach. 4 828 280 neue Aktien, für welche die Bezugsrechte nicht gültig ausgeübt wurden, verkaufte die UBS Investment Bank über den Markt. Diese Kapitalerhöhung generierte einen Nettoerlös von CHF 15,6 Milliarden.

Darüber hinaus emittierte UBS im 2. Quartal 2008 Perpetual Preferred Securities im Umfang von EUR 1 Milliarde, die als Tier-1-Kapital gelten.

Kostensenkungen
Im gesamten Konzern ging der Geschäftsaufwand gegenüber dem 2. Quartal 2007 um 18% auf CHF 8110 Millionen zurück. Dieser Rückgang war insbesondere den tieferen Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen sowie der Auflösung von im 1. Quartal 2008 vorgenommenen Abgrenzungen zuzuschreiben.

Der Sachaufwand erhöhte sich um 25% auf CHF 2831 Millionen, da den niedrigeren Aufwendungen, die in den meisten Kategorien verzeichnet wurden, Rückstellungen von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) im Zusammenhang mit Auction Rate Securities gegenüberstanden.

Per 30. Juni 2008 beschäftigte UBS 81 452 Mitarbeiter bzw. 2387 weniger als am 31. März 2008, wobei der Personalbestand bei der Investment Bank um 1695 zurückging.

Ausblick
UBS rechnet nicht damit, dass sich das negative Finanzmarkt- und wirtschaftliche Umfeld, welches das Berichtsquartal belastete, in der zweiten Jahreshälfte verbessern wird. UBS wird damit fortfahren, den Personalbestand, die Kosten und ihre Risikopositionen weiter abzubauen.

UBS-Ergebnis im Vergleich zu den gesetzten Zielen
UBS konzentriert sich auf vier Kennzahlen zur Leistungsmessung: Eigenkapitalrendite (RoE), verwässertes Ergebnis pro Aktie (EPS), Aufwand-Ertrags-Verhältnis und Nettoneugeld. Anhand dieser Kennzahlen soll überprüft werden, ob UBS ihr Ziel, den Aktionären kontinuierlich eine angemessene Rendite zu bieten, erreicht. Sie werden auf der Grundlage der Ergebnisse der fortzuführenden Geschäftsbereiche ermittelt.

  • Die annualisierte Eigenkapitalrendite (RoE) von UBS sank im 1. Halbjahr 2008 auf minus 85,7%, verglichen mit plus 31,8% im 1. Halbjahr 2007. Dieses Ergebnis ist auf die umfangreichen Verluste der Investment Bank in Verbindung mit dem US-Wohnimmobilienmarkt- und anderen Kreditpositionen zurückzuführen.

  • Verwässertes Ergebnis pro Aktie (EPS) von minus CHF 0.17 im 2. Quartal 2008. Der Erfolg wurde von den gleichen Faktoren wie der RoE beeinflusst. Zudem stieg die Zahl der ausstehenden Aktien im Anschluss an die im Juni 2008 abgeschlossene Bezugsrechtsemission und die Aktiendividende. Bei der Berechnung des verwässerten EPS für das 2. Quartal 2008 wurden Aktien berücksichtigt, die erst bei der Wandlung der Pflichtwandelanleihen ausgegeben werden. Im Vergleich dazu lag das verwässerte EPS im 2. Quartal 2007 bei CHF 2.36.

  • Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis für das 2. Quartal belief sich auf 200,7%.

  • Der Nettoneugeldabfluss betrug im 2. Quartal 2008 CHF 43,8 Milliarden, gegenüber Zuflüssen von CHF 34,0 Milliarden im 2. Quartal 2007. Diese Entwicklung steht in Zusammenhang mit den anhaltenden Turbulenzen an den Kreditmärkten und deren Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis und die Reputation von UBS. Per Ende des 2. Quartals 2008 beliefen sich die von UBS insgesamt verwalteten Vermögen auf CHF 2763 Milliarden, wovon CHF 2006 Milliarden auf Global Wealth Management & Business Banking und CHF 757 Milliarden auf Global Asset Management entfielen.

  • Global Wealth Management & Business Banking verbuchte Nettoneugeldabflüsse in Höhe von insgesamt CHF 19,3 Milliarden. Bei Wealth Management International & Switzerland belief sich der Nettoabfluss auf CHF 9,3 Milliarden, bei Wealth Management US auf CHF 8,0 Milliarden und bei Business Banking Switzerland auf CHF 2,0 Milliarden. Der stärkste Abfluss von Nettoneugeldern bei Global Wealth Management & Business Banking wurde im April verzeichnet.

  • Global Asset Management registrierte Nettoneugeldabflüsse in Höhe von CHF 24,5 Milliarden, wobei der unterdurchschnittliche Leistungsausweis bestimmter Anlagebereiche in den vergangenen Quartalen ebenfalls zu diesem Abfluss beigetragen hat. Im Institutional Asset Management (institutionelle Kunden) flossen Mittel in Höhe von CHF 8,4 Milliarden ab. Die Abflüsse in den Bereichen Multi-Asset, Fixed-Income- und Aktienmandate wurden durch die Zuflüsse bei alternativen und quantitativen Anlagen sowie Immobilien teilweise wettgemacht. Im Bereich Wholesale Intermediary (Finanzintermediäre) belief sich der Mittelabfluss netto auf CHF 16,1 Milliarden. Der Abfluss bei den Multi-Asset-, Fixed-Income-, Aktien- und Immobilienfonds wurde durch die Zuflüsse bei alternativen und quantitativen Anlagen zum Teil ausgeglichen.

Bericht an die EBK zur Behebung der Ursachen für die Subprime-Verluste
UBS hat heute eine Zusammenfassung des Berichts veröffentlicht, den sie der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) unterbreitet hat. Der Plan enthält Einzelheiten zu den Massnahmen von UBS zur Behebung der Ursachen für die Entstehung der im Jahr 2007 erlittenen Subprime-Verluste. Diese Ursachen hatte UBS bereits zu einem früheren Zeitpunkt in einem Bericht an die EBK erläutert (Zusammenfassung am 21. April 2008 publiziert). Ein Teil der Massnahmen wurde bereits eingeleitet. In diesem Plan sind die zuständigen Personen für die einzelnen Massnahmen sowie spezifische Fristen aufgeführt. Die Zusammenfassung dieses Berichts kann unter http://www.ubs.com/remediation eingesehen werden.

Global Wealth Management & Business Banking: 2. Quartal 2008 vs. 1. Quartal 2008
Der Vorsteuergewinn von Global Wealth Management & Business Banking belief sich im 2. Quartal 2008 auf CHF 1123 Millionen, was einem Rückgang von 48% gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Der Vorsteuergewinn von Wealth Management International & Switzerland nahm um 11% auf CHF 1266 Millionen ab. Der Geschäftsertrag sank um 6% auf CHF 2859 Millionen. Aufgrund des tieferen Durchschnitts verwalteter Vermögen gingen die vermögensabhängigen Erträge um CHF 137 Millionen auf CHF 2161 Millionen zurück. Die rückläufige Kundenaktivität führte auch zu einer Abnahme der vermögensunabhängigen Erträge um CHF 59 Millionen auf CHF 699 Millionen. Der Geschäftsaufwand fiel um 2% auf CHF 1593 Millionen, was hauptsächlich der Verringerung des Personalaufwands um 5% auf CHF 898 Millionen infolge niedrigerer Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen zu verdanken ist.

Wealth Management US verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 741 Millionen, nachdem die Einheit im Vorquartal noch einen Vorsteuergewinn von CHF 183 Millionen erzielt hatte. Zurückzuführen ist dieser Verlust auf eine Rückstellung in Höhe von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) in Zusammenhang mit dem Rückkauf von Auction Rate Securities. Ohne diese Rückstellung wäre das Vorsteuerergebnis in einem schwierigen Marktumfeld nur leicht zurückgegangen. Der Geschäftsertrag sank von CHF 1527 Millionen um 3% auf CHF 1477 Millionen, da die vermögensunabhängigen Erträge infolge geringerer Kommissionseinnahmen aufgrund der rückläufigen Transaktionstätigkeit um 5% und die vermögensabhängigen Erträge um 2% nachgaben. Der Geschäftsaufwand stieg von CHF 1344 Millionen um 65% auf CHF 2218 Millionen. Grund für diese Zunahme ist die Rückstellung in Zusammenhang mit den Auction Rate Securities. Unter Ausschluss dieser Kosten wäre der Geschäftsaufwand angesichts des geringeren Personalaufwands und Sachaufwands gegenüber dem Vorquartal um 3% niedriger ausgefallen. Der Personalaufwand konnte um 4% auf CHF 1010 Millionen reduziert werden. In erster Linie ist dies den geringeren Vergütungen der Finanzberater aufgrund rückläufiger Erträge zu verdanken. Der Sachaufwand belief sich auf CHF 1208 Millionen im Vergleich zu CHF 293 Millionen im Vorquartal, was der bereits erwähnten Rückstellung zuzuschreiben ist.

Bei Business Banking Switzerland konnte der Vorsteuergewinn vor allem dank des geringeren Geschäftsaufwands um 11% auf CHF 598 Millionen gesteigert werden. Der Geschäftsertrag nahm um 3% ab, da sich sowohl die Zinserträge als auch die nicht zinsbezogenen Erträge rückläufig entwickelten. Der Geschäftsaufwand konnte um 13% auf niedrige CHF 631 Millionen verringert werden. Den grössten Rückgang verzeichnete der Personalaufwand mit einem Minus von 8% auf CHF 592 Millionen.

Global Asset Management: 2. Quartal 2008 vs. 1. Quartal 2008
Global Asset Management erzielte im 2. Quartal 2008 einen Vorsteuergewinn von CHF 352 Millionen, was einem Plus von 7% gegenüber dem 1. Quartal 2008 entspricht. Zu verdanken ist diese Zunahme einerseits höheren performanceabhängigen Gebühren, insbesondere bei alternativen und quantitativen Anlagen, und andererseits dem geringeren Personalaufwand, hauptsächlich wegen Änderungen der Verfallsbestimmungen für künftige «Equity Ownership Plan» (EOP) Zuteilungen.

Der Geschäftsertrag legte um 2% auf CHF 808 Millionen zu. Im institutionellen Geschäft stiegen die Erträge von CHF 427 Millionen auf CHF 472 Millionen. Die höheren performanceabhängigen Gebühren bei alternativen und quantitativen Anlagen und die geringeren Rückstellungen für operative Verluste wurden teilweise durch die Abnahme der Management Fees absorbiert, die infolge des niedrigeren verwalteten Vermögens gesunken sind. Die Erträge aus dem Wholesale-Intermediary-Geschäft nahmen von CHF 364 Millionen auf CHF 336 Millionen ab. Der geringere Umfang der durchschnittlich verwalteten Vermögen schlug sich im 2. Quartal 2008 negativ in den Management Fees nieder.

Der Geschäftsaufwand konnte von CHF 461 Millionen auf CHF 456 Millionen reduziert werden. Der Personalaufwand ging von CHF 303 Millionen auf CHF 291 Millionen zurück, was primär auf die Auflösung von im 1. Quartal 2008 vorgenommenen Abgrenzungen zurückzuführen ist.

Investment Bank: 2. Quartal 2008 vs. 2. Quartal 2007
Im 2. Quartal 2008 verzeichnete die Investment Bank einen Vorsteuerverlust von CHF 5233 Millionen. Im Gegensatz dazu wies sie im 2. Quartal 2007 noch einen Vorsteuergewinn von CHF 1659 Millionen aus.

Der Geschäftsertrag sank auf minus CHF 2302 Millionen, verglichen mit einem Plus von CHF 6224 Millionen im Vorjahresquartal.

Im Investment Banking brachen die Erträge von CHF 2079 Millionen (dem im 2. Quartal 2007 erzielten Rekordwert) um 52% auf CHF 1008 Millionen ein. Die Erträge sämtlicher Bereiche litten unter den Turbulenzen an den Kapitalmärkten im 2. Quartal 2008. Die Einkünfte aus dem Beratungsgeschäft nahmen im Zuge des branchenweiten Rückgangs der Transaktionsvolumen infolge des schlechteren Kreditumfelds um 37% auf CHF 437 Millionen ab. Die Kapitalmarkterträge gingen um 49% zurück. Zuzuschreiben war dies den rückläufigen Marktvolumen in sämtlichen Regionen aufgrund der anhaltend volatilen Entwicklung der Anleihen- und Aktienmärkte. Im Bereich Equity Capital Markets gingen die Erträge um 50% zurück, und die Einkünfte aus dem FICC-Bereich gaben um 48% nach. Die Erträge aus dem übrigen Kommissionsgeschäft sowie dem Risikomanagement fielen auf ein Minus von CHF 179 Millionen, verglichen mit negativen CHF 90 Millionen im Vorjahresquartal.

Der Bereich Sales and Trading verzeichnete nach einem Plus von CHF 4142 Millionen im Vorjahr ebenfalls einen negativen Ertrag von CHF 3178 Millionen. Dies war vor allem auf die Verluste im FICC-Bereich von CHF 4720 Millionen zurückzuführen, die durch den positiven Beitrag des Bereichs Equities in Höhe von CHF 1542 Millionen nur teilweise ausgeglichen wurden.

Der Bereich Equities wies einen Ertragsrückgang von 42% auf CHF 1542 Millionen aus (Vorjahresquartal: CHF 2673 Millionen). Das 2. Quartal 2008 war durch schwierige Handelsbedingungen, Zins- und Inflationssorgen sowie einen anhaltend volatilen Markt geprägt.

Das Cash-Equities-Geschäft entwickelte sich weiter erfreulich. Die Erträge konnten gegenüber dem 2. Quartal 2007 gesteigert werden. Die Einkünfte bei den Derivaten und aktiengebundenen Produkten gaben infolge der Verschlechterung des globalen Marktumfelds nach. Im Prime Brokerage fielen die Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft für Kunden und dem Securities Lending deutlich höher aus. Dieser Bereich erzielte im 2. Quartal 2008 ein starkes Ergebnis. Die Erträge bei den börsengehandelten Derivaten blieben unverändert, da der Zinsaufwand für höhere Kundenbestände durch geringere Kommissionseinnahmen infolge rückläufiger Volumen ausgeglichen wurde. Die Erträge aus dem Eigenhandel legten im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.

Die Erträge im Bereich FICC (Fixed Income, Currencies and Commodities) fielen auf ein Minus von CHF 4720 Millionen. Im 2. Quartal 2007 wurde noch ein positiver Beitrag von CHF 1469 Millionen verzeichnet. Am stärksten belastet waren die Kreditabsicherungsengagements gegenüber Monoline-Versicherern. Der Grossteil der übrigen Verluste geht auf Engagements am US-Wohnimmobilienmarkt (Subprime, Alt-A) und das US-Reference-Linked-Note-Programm zurück.

Die erwähnten Verluste und Abschreibungen wurden durch die starken Ergebnisse in anderen Bereichen nur teilweise wettgemacht. Für das Devisen- und das Geldmarktgeschäft gestaltete sich das 2. Quartal 2008 sehr erfreulich. Sämtliche Segmente profitierten von den volatilen Marktbedingungen. Die Zinserträge konnten gesteigert werden, da die hohe Volatilität und die Marktverwerfungen rentable Chancen im Handel für die Kunden sowie im Eigenhandel schufen. Strukturierte Produkte legten ebenfalls zu: Die mit strukturierten Kreditprodukten generierten Erträge verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahresquartal beinahe, und die Kurse strukturierter Produkte profitierten von der erweiterten Produktpalette. Die Krediterträge wurden durch Positionen in Eigenhandelsstrategien und widrige Marktbedingungen negativ beeinflusst.

Der Geschäftsaufwand sank von CHF 4565 Millionen um 36% auf CHF 2931 Millionen.

Die Verringerung des Personalaufwands um 56% auf CHF 1494 Millionen widerspiegelt die geringeren Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen und die Auflösung von bestimmten im 1. Quartal 2008 vorgenommenen Abgrenzungen. Die Lohnkosten sanken im Zuge der Reduktion des Mitarbeiterbestandes um 2662 Vollzeitstellen ebenfalls.

Der Sachaufwand verringerte sich um 17% auf CHF 784 Millionen, wobei die Reise- und Repräsentationsspesen sowie die IT- und Outsourcingkosten am deutlichsten reduziert wurden. Im 2. Quartal 2008 wurde eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von CHF 341 Millionen vorgenommen, da das Geschäft mit US-Kommunalobligationen aus der Investment Bank ausgeschieden wurde.

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