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UBS erzielt Reingewinn von CHF 1974 Millionen im zweiten Quartal
UBS erzielte im zweiten Quartal 2004 mit einem Reingewinn von CHF 1 974 Millionen das zweitbeste Quartalsergebnis seit 2000 - 19% weniger als im Rekordquartal zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Reingewinn um 28% (24% vor Goodwill und Gewinn aus dem 2003 getätigten Verkauf der US-Clearing-Einheit Correspondent Services Corporation CSC). Für das erste Halbjahr 2004 weist UBS einen Reingewinn von CHF 4 397 Millionen aus. Dies entspricht einer Zunahme von 60% gegenüber der Vorjahresperiode (Zunahme von 50% vor Goodwill und Gewinn aus dem Verkauf der CSC).
Nach dem ausserordentlich positiven Geschäftsumfeld im ersten Quartal wurden die Aktienanleger im zweiten Quartal zurückhaltender und bremsten damit die Marktdynamik. Steigende Zinsen und tiefe Volatilität führten gleichzeitig zu sinkenden Handelsvolumen im Fixed-Income-Bereich.
Peter Wuffli, Chief Executive Officer: «Die Märkte sind fulminant ins Jahr gestartet, das aussergewöhnliche Tempo hat sich aber gegen Jahresmitte wieder beruhigt. Dass UBS im zweiten Quartal trotzdem gut abgeschnitten hat, unterstreicht, wie wichtig unsere fokussierte Strategie ist - insbesondere der zentrale Beitrag unseres weltweit führenden Wealth-Management-Geschäfts.»
Clive Standish, Chief Financial Officer: «Die hohen vermögensabhängigen Einkünfte im Wealth und Asset Management und die mittlerweile schlagkräftige Position unserer Investment Bank im Corporate-Finance-Geschäft waren sehr wichtig für das Ergebnis des zweiten Quartals. Diese Faktoren haben uns geholfen, den Ertragsrückgang im Wertschriftengeschäft zu kompensieren.»
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2003 nahm der Geschäftsertrag um 6% zu. Die Einkünfte aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stiegen um 12% und machten mehr als die Hälfte des Gesamtertrags aus. Die Investment Bank erzielte hervorragende Resultate im Corporate-Finance-Geschäft, wo Kunden vermehrt strategische Chancen und vorteilhafte Finanzierungsbedingungen nutzten. Die vermögensabhängigen Einkünfte in den Bereichen Wealth Management und Asset Management waren besonders hoch und erreichten bei den Anlagefonds einen Rekordstand. Zudem vermeldete auch die vormals angeschlagene Private-Equity-Einheit erneut ein positives Quartal.
Das Kreditgeschäft profitierte von stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. UBS konnte Wertberichtigungen für Kreditrisiken im Umfang von CHF 131 Millionen auflösen. Die im ersten Quartal 2004 und im zweiten Quartal 2003 aufgelösten Wertberichtigungen beliefen sich auf CHF 3 Millionen respektive CHF 1 Million.
Das Total der UBS anvertrauten Vermögen wuchs um 7% auf CHF 2 231 Milliarden Franken. Dies ist auf die Erholung an den Finanzmärkten gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Gleichzeitig kommen darin die Neugeldzuflüsse von CHF 85,7 Milliarden der letzten zwölf Monate zum Ausdruck. Im zweiten Quartal beliefen sich die Neugelder auf CHF 16,9 Milliarden. Davon entfielen CHF 10,4 Milliarden auf die beiden Wealth-Management-Einheiten.
Der Geschäftsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 2% infolge höherer Kosten für operationelle Risiken, darunter die vom Federal Reserve Board verhängte Busse von USD 100 Millionen (CHF 128 Millionen) wegen Verstosses gegen eine Vereinbarung über den Handel mit US-Dollarnoten.
Der Personalbestand per 30. Juni 2004 beläuft sich auf 66 043 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 114 mehr als zu Beginn des Jahres. Die Zunahme der Beschäftigtenzahl in Europa ist primär Folge der Integration von zugekauften Wealth-Management-Einheiten in Deutschland und Grossbritannien.
Ausblick
Im Jahr 2003 wich die Ertragsentwicklung vom üblichen saisonalen Muster für die Finanzindustrie ab. UBS wies im zweiten Halbjahr bessere Zahlen aus als in den sechs Monaten zuvor. Im Gegensatz dazu war das erste Quartal 2004 geprägt von äusserst günstigen Bedingungen und aussergewöhnlichen Ertragsmöglichkeiten. Eine solche Konstellation ist in der Regel nicht von Dauer - Chancen müssen unmittelbar wahrgenommen werden. Die breit abgestützte Ertragsstruktur von UBS ermöglicht auch bei schwankenden Marktbedingungen eine solide Performance. Im zweiten Quartal beispielsweise konnten starke vermögensabhängige Einkünfte dem Ertragsrückgang im Wertschriftengeschäft entgegenwirken.
Die Anlegerstimmung hat sich im Vergleich zum Vorjahrestief zwar gebessert, bleibt aber gedämpft. Die Seitwärtsbewegung an den Börsen - gepaart mit der Erwartung steigender Zinsen - könnte die Marktaktivität weiterhin bremsen.
Peter Wuffli, Chief Executive Officer: «Die Marktaktivität ist ein wichtiger Treiber vieler unserer Geschäfte, insbesondere in der Investment Bank. Daher erwarten wir für den weiteren Verlauf dieses Jahres, dass sich die Erträge wieder verstärkt entsprechend dem typischen saisonalen Rhythmus entwickeln - mit einer zweiten Jahreshälfte, die nicht an das Niveau im ersten Halbjahr anknüpfen kann.»
Für das Quartal endend am | Veränderung in % | ||||
Mio. CHF | 30.06.2004 | 31.03.2004 | 30.06.2003 | 1Q04 | 2Q03 |
Geschäftsertrag | 9 484 | 10 295 | 8 981 | -8 | 6 |
Geschäftsaufwand | 6 889 | 7 206 | 6 785 | -4 | 2 |
Ergebnis vor Steuern und Minderheitsanteilen | 2 595 | 3 089 | 2 196 | -16 | 18 |
Konzernergebnis | 1 974 | 2 423 | 1 537 | -19 | 28 |
Finanzkennzahlen Konzern
Die annualisierte Eigenkapitalrendite für das erste Halbjahr 2004 betrug 26,5%, im Vergleich zu 15,1% im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf CHF 1.85 im zweiten Quartal 2004 gegenüber CHF 1.35 im zweiten Quartal 2003. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 75,6% im Vorjahr auf 73,7%.
Ergebnisse im Verhältnis zu den Finanzzielen des Konzerns
(vor Goodwill-Abschreibungen und abzüglich finanzieller Sonderfaktoren)
Die Finanzziele für den Konzern beruhen auf den Ergebnissen vor Goodwill-Abschreibungen und abzüglich finanzieller Sonderfaktoren*.
Auf dieser Basis misst UBS auch die Performance des Konzerns:
Die annualisierte Eigenkapitalrendite für das erste Halbjahr 2004 betrug 29,2% (17,8% im selben Zeitraum 2003) und lag damit weit über der Zielspanne von 15 bis 20%. Gründe dafür sind die Gewinnsteigerungen sowie das tiefere durchschnittliche Eigenkapital infolge der anhaltenden Aktienrückkäufe.
Mit CHF 2.06 im zweiten Quartal 2004 (CHF 1.56 im zweiten Quartal 2003, plus 32%) war der Gewinn pro Aktie auf dem zweithöchsten je registrierten Stand. Der Anstieg ist auf die gleichen Faktoren zurückzuführen, welche die Eigenkapitalrendite beeinflussten.
Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis ging von 74,2% im Vorjahr auf 71,2% zurück. Diese Verbesserung resultiert aus der Ertragssteigerung insbesondere im Wealth Management und Asset Management sowie der Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken. Dies wurde jedoch durch höhere Kosten und Rückstellungen für operationelle Risiken teilweise ausgeglichen.
Seit Jahresbeginn (annualisiert) | 30.6.04 | 31.3.04 | 30.6.03 |
Eigenkapitalrendite (%) | |||
Gemäss Erfolgsrechnung1 | 26,5 | 29,2 | 15,1 |
Vor Goodwill und bereinigt um finanzielle Sonderfaktoren2 | 29,2 | 31,9 | 17,8 |
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (CHF) | |||
Gemäss Erfolgsrechnung3 | 1.85 | 2.25 | 1.35 |
Vor Goodwill und bereinigt um finanzielle Sonderfaktoren4 | 2.06 | 2.46 | 1.56 |
Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (%) | |||
Gemäss Erfolgsrechnung5 | 73,7 | 70,0 | 75,6 |
Vor Goodwill und bereinigt um finanzielle Sonderfaktoren6 | 71,2 | 67,8 | 74,2 |
Neugelder, Wealth-Management-Einheiten (Mrd. CHF)7 | |||
Wealth Management | 8,2 | 16,2 | 6,5 |
Wealth Management USA | 2,2 | 2,8 | 3,9 |
Total | 10,4 | 19,0 | 10,4 |
Basel/Zürich, 10. August 2004
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