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Anlegervertrauen erholt sich im März gemäß UBS-Index of Investor Optimism

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Das Vertrauen der europäischen Privatanleger hat sich im März erholt. Der UBS Index of Investor Optimism® - EU 5 ist im März wieder auf 32 Punkte gestiegen, nachdem er im Februar nur noch bei 20 Punkten notiert hatte (Stand Januar 2002: 40 Punkte). Die Aussichten für die Marktentwicklung in den nächsten zwölf Monaten schätzen die Anleger inzwischen ebenfalls wieder günstiger ein: 39% gaben sich im März bezüglich Marktentwicklung optimistisch, während es im Februar nur noch 32% gewesen waren. Zurückhaltung herrscht weiterhin bezüglich der Entwicklung an den Neuen Märkten.

Trotz der günstigeren Aussichten für die europäischen Aktien werden die so genannten Neuen Märkte, also die Titel in den Bereichen Telekommunikation, Internet und Biotechnologie, weiterhin zurückhaltend beurteilt. Nur 8% der befragten europäischen Anleger haben die Absicht, im Laufe der nächsten drei Monate Neue-Märkte-Aktien zu kaufen. 89% gaben an, keine Anlagen in diesem Sektor zu planen. Die pessimistische Beurteilung ist auf Bedenken hinsichtlich der Aktienbewertungen in diesem Sektor zurückzuführen: 40% der Befragten waren der Ansicht, die Titel seien nach wie vor zu hoch bewertet, während 29% dieselben Aktien für unterbewertet hielten. Den europäischen Gesamtaktienmarkt hielten dagegen nur 18% der Befragten für überbewertet, während 51% fanden, er sei zu tief bewertet.

Vertrauen in den Euro bleibt stabil, aber Bilanzierungspraktiken geben europäischen Anlegern Anlass zur Sorge

Fragwürdige Bilanzierungspraktiken, wie sie im Zusammenhang mit den Konkursen von Neue Märkte-Unternehmen in Europa oder Enron in den USA sichtbar wurden, sind für die Privatanleger ein Grund zur Besorgnis. 68% der Befragten rechnen damit, dass diese Vorkommnisse das Anlageklima in Europa beeinträchtigen werden, wogegen 21% keine negativen Auswirkungen erwarten. Allerdings fanden 44% der Anleger, das Problem «kreativer» Buchführungsmethoden sei in den USA größer als in Europa, während 35% den umgekehrten Standpunkt vertraten. 21% waren sich in dieser Frage unsicher.

Im Allgemeinen sind die europäischen Anleger weiterhin der Ansicht, dass die US-Finanzmärkte und der US-Dollar in den nächsten zwölf Monaten am attraktivsten sein werden. Unter den internationalen Finanzmärkten beurteilten 42% die USA am optimistischsten. Europa folgte mit 33%, Japan mit 15% und die Schwellenmärkte mit 4%. Des Weiteren ging die Zahl der Anleger leicht zurück, die den prozentualen Anteil ausländischer Vermögenswerte in ihren Portfolios zu erhöhen gedenken. Im letzten Monat trugen sich noch 20% mit solchen Absichten, während es diesen Monat nur noch 16% waren. Auf Währungsebene setzten 51% der europäischen Anleger den US-Dollar auf Platz eins, während 23% den Euro, 18% das britische Pfund und 6% den japanischen Yen am attraktivsten fanden.

London, 25. März 2002
UBS AG