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UBS: Reingewinn von 903 Millionen Franken im dritten Quartal
UBS erzielte im dritten Quartal 2001 einen Reingewinn nach Steuern von CHF 903 Millionen. Vor Goodwill-Abschreibungen liegt der Reingewinn bei CHF 1227 Millionen - 29% niedriger als im Vorquartal und 44% tiefer als das bei günstigeren Bedingungen erzielte Ergebnis des dritten Quartals 2000. Die Leistung in der Vermögensverwaltung bleibt solide: Der Nettozufluss an Neugeldern von CHF 34,9 Milliarden im Berichtsquartal und von CHF 80,3 Milliarden seit Jahresbeginn unterstreicht das Vertrauen der Kunden in erstklassige Beratungsleistungen.
Zürich / Basel, 13. November 2001 - Im dritten Quartal 2001 erzielte UBS einen Reingewinn nach Steuern von CHF 903 Millionen (35% niedriger als im zweiten Quartal und 56% tiefer als im dritten Quartal des Vorjahres). Vor Goodwill entspricht dies einem Reingewinn von CHF 1227 Millionen - ein Rückgang von 29% gegenüber der Vorperiode und von 44% gegenüber dem dritten Quartal 2000. Die weltweite Schwäche der Konjunktur und der Wertpapierbörsen sorgte während der Berichtsperiode für ein schwieriges Geschäftsumfeld. Insbesondere die Bedingungen für den Aktienhandel, der im letzten Jahr ausserordentliche Erfolge verzeichnete, waren im dritten Quartal ungünstig. Zudem konnten im dritten Quartal 2000 bedeutende Wertberichtigungen für Kreditrisiken wieder aufgelöst werden, was im laufenden Geschäftsjahr unwahrscheinlich sein dürfte.
Dazu Luqman Arnold, Präsident der Konzernleitung: «In Anbetracht des schwierigen Umfeldes ist unser Vermögensverwaltungsgeschäft weiterhin solide und hat ein starkes Wachstum seiner Marktanteile erzielt. Wir sind also richtig positioniert, um von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren zu können.»
Der Nettozufluss an Neugeldern betrug im dritten Quartal konzernweit CHF 34,9 Milliarden, mit positiven Zuflüssen in sämtlichen Geschäftseinheiten. Damit beläuft sich der Nettozufluss seit Jahresbeginn auf CHF 80,3 Milliarden. Die Einheiten Private Banking (UBS Schweiz) und Private Clients (UBS Warburg) verzeichneten in der Berichtsperiode einen Neugeldzufluss von insgesamt CHF 18,0 Milliarden. Der weltweite Einbruch der Märkte und ein 10%iger Wertverlust des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken hatten in der Berichtsperiode einen Rückgang der verwalteten Vermögen um 11% auf CHF 2280 Milliarden zur Folge.
Der Geschäftsaufwand nahm gegenüber dem zweiten Quartal um 8% ab und erreichte den tiefsten Stand dieses Jahres, aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements und tieferer erfolgsabhängiger Zahlungen. Durch eine Senkung der IT-Kosten verringerte sich auch der Sachaufwand im Vergleich zum zweiten Quartal um 6%.
Der diversifizierte Business-Mix und stabile vermögensabhängige Einkünfte gewährleisteten die Erwirtschaftung solider Erträge in den Kerngeschäften. Trotz des Einbezugs der Erträge von UBS PaineWebber nahm der Geschäftsertrag im Vergleich zum dritten Quartal 2000 nur um 2% auf CHF 8704 Millionen zu. Dies widerspiegelt den Einbruch der transaktionsabhängigen Einkünfte sowie die schlechten Bedingungen im Aktienhandel.
Einfluss der Terroranschläge in den USA
Die Ereignisse des 11. Septembers in den USA und das damit verbundene menschliche Leid haben die Mitarbeiter und das Management der UBS zutiefst getroffen.
Luqman Arnold: «Wir gedenken unserer Mitarbeiter, die ihr Leben verloren haben - geschäftliche Überlegungen sind an dieser Stelle zweitrangig», und er fügte hinzu: «Da wir in unserer Infrastruktur keinen direkten Schaden erlitten haben, konnten wir anderen Unternehmen Unterstützung anbieten und ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.»
Durch die viertägige Schliessung der Aktienmärkte in den USA erlitt insbesondere UBS PaineWebber Einbussen bei den Transaktionserträgen. Die kurzfristigen Risiken wurden allerdings sorgfältig überwacht. Als eines der bestkapitalisierten und liquidesten Finanzinstitute weltweit konnte UBS zudem ausgewählte Kunden und andere Finanzdienstleistungsunternehmen mit liquiden Mitteln versorgen.
Ergebnisse im Verhältnis zu den Leistungszielen des Konzerns
Vor Goodwill-Abschreibungen:
Die annualisierte Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate 2001 lag mit 15,1% innerhalb der Zielspanne von 15-20%.
Der Gewinn pro Aktie ging auf CHF 0.97 zurück - eine Abnahme von 47% gegenüber dem dritten Quartal 2000 und von 29% gegenüber dem zweiten Quartal 2001. Für die ersten neun Monate 2001 liegt der Gewinn pro Aktie über dem Wert, der - bereinigt um finanzielle Sonderfaktoren - im Jahr 1999 erzielt wurde.
Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis betrug 79,9% (68,0% im dritten Quartal 2000). Die Erhöhung ist auf den Einfluss von UBS PaineWebber zurückzuführen, dessen hohes Aufwand-Ertrags-Verhältnis charakteristisch ist für das Private-Clients-Geschäft in den USA.
Ausblick
Die Auswirkungen des instabilen geopolitischen Umfeldes auf das Vertrauen von Konsumenten und Investoren sowie auf die Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften haben weltweit eine zunehmende Volatilität und Unsicherheit auf den Finanzmärkten zur Folge. Diese ökonomischen Rahmenbedingungen und ihre Konsequenzen für die Märkte werden den Geschäftsgang der UBS in der kurzen Frist weiter beeinflussen.
Indem UBS ein bilanzbezogenes Wachstum der Erträge vermieden hat, ist der Konzern im Kreditgeschäft richtig positioniert. Zudem wird dieses Jahr keine bedeutende Zunahme der Wertberichtigungen für Kreditrisiken erwartet. Das vierte Quartal ist in der Regel für die meisten Geschäftseinheiten der UBS das ruhigste und dieser Umstand dürfte sich dieses Jahr noch stärker bemerkbar machen.
Trotz der ungünstigen Bedingungen für den Aktienhandel konnte UBS ihren Marktanteil in den Kerngeschäften erfolgreich vergrössern. Bei anhaltend vorsichtigem Kostenmanagement wurden weiterhin zielgerichtete Investitionen zur Stützung des zukünftigen Wachstums getätigt, etwa in das Corporate-Finance-Geschäft und in die europäische Vermögensverwaltungsinitiative. Anstelle eines grossflächigen Stellenabbaus wird sich UBS in nächster Zukunft darauf konzentrieren, die erfolgsabhängigen Zahlungen mit dem anspruchsvollen Marktumfeld in Einklang zu bringen.
UBS Schweiz
Die Einheit Privat- und Firmenkunden erzielte erneut ein sehr starkes Quartalsergebnis. Der Gewinn
vor Steuern betrug CHF 538 Millionen (+ 2% gegenüber dem Vorquartal, +16% gegenüber dem
dritten Quartal 2000). Infolge schwächerer Transaktionsvolumina nahm der Geschäftsertrag
verglichen mit der Vorperiode um 6% ab. Der Geschäftsaufwand lag mit CHF 1073 Millionen auf
dem tiefsten Niveau seit der Fusion Bankverein / Bankgesellschaft. Der Nettozufluss an Neugeldern
von CHF 4,6 Milliarden stammte weitgehend von neuen Portfolio-Management-Mandaten
bestehender Firmenkunden. Eine Verschlechterung der Kreditqualität ist in der Schweiz bisher nicht
spürbar.
Im Private Banking ging der Vorsteuergewinn auf CHF 603 Millionen zurück (-17% verglichen mit
dem zweiten Quartal 2001). Neben tieferen Transaktionsvolumina widerspiegelt dies auch
verstärkte Investitionen in die erfolgreich vorangetriebene europäische
Vermögensverwaltungsstrategie. Im dritten Quartal wurden weitere 65 Kundenberater eingestellt,
womit sich die Zugänge für dieses Jahr auf 157 belaufen. Weitere 60 Berater haben sich bereits für
UBS Private Banking verpflichtet. In den fünf Zielmärkten der europäischen
Vermögensverwaltungsstrategie konnte der Nettozufluss an Neugeldern im Berichtsquartal von
CHF 1,1 Milliarden auf CHF 2,0 Milliarden gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Private
Banking einen starken Neugeldzufluss mit CHF 6,6 Milliarden im dritten Quartal und CHF 19,0
Milliarden seit Jahresbeginn. Die vermögensabhängigen Einkünfte blieben stabil (-1% verglichen
mit dem zweiten Quartal).
UBS Asset Management
UBS Asset Management konnte den Aufschwung des ersten Halbjahres fortsetzen, mit einem
Neugeldzufluss von CHF 12,3 Milliarden für das dritte Quartal (CHF 25,7 Milliarden für die ersten
neun Monate 2001). Bei den Anlagefonds belief sich der Neugeldzufluss auf CHF 10,4 Milliarden.
Die starken Leistungen von GAM und bei den Schweizer Anlagefonds ergänzten die bedeutenden
Zuflüsse bei Mandaten für festverzinsliche Produkte in Amerika. Der Neugeldzufluss im
institutionellen Vermögensverwaltungsgeschäft betrug CHF 1,9 Milliarden. Trotz Rekorderträgen im
Anlagefondsgeschäft nahm der Vorsteuergewinn von UBS Asset Management von CHF 57
Millionen im Vorquartal auf CHF 55 Millionen ab, da die schwächeren Märkte einen Rückgang der
performancegebundenen sowie der vermögensabhängigen Einkünfte zur Folge hatten.
UBS Warburg
Die Geschäftseinheit Corporate & Institutional Clients wies einen Vorsteuergewinn von CHF 878
Millionen aus. Der Rückgang von 27% gegenüber dem dritten Quartal 2000 reflektiert die
schwierigen Bedingungen an den Aktienmärkten und die stark eingeschränkten Aktivitäten im
Corporate Finance und an den Kapitalmärkten. Bei den festverzinslichen Instrumenten waren die
Erträge hingegen robust, und im Devisengeschäft konnte ein starkes Ergebnis erzielt werden. Die
Kommissionserträge blieben stabil.
UBS Warburg konnte ihren Marktanteil am globalen Corporate-Finance-Gebührenvolumen markant
erhöhen und stieg in den ersten neun Monaten 2001 in Europa vom letztjährigen sechsten auf den
ersten und in den USA vom fünfzehnten auf den neunten Rang auf.
Der Personalaufwand nahm aufgrund gesunkener erfolgsabhängiger Zahlungen im Vergleich zum
Vorjahr um 8% auf CHF 2021 Millionen ab, obwohl der Personalbestand durch den
Zusammenschluss mit PaineWebber und den strategischen Ausbau im Corporate Finance um 18%
zugenommen hat. Infolge des strikten Kostenmanagements und durch Einsparungen bei Rechtsund
Beratungsgebühren, der Werbung sowie in der IT reduzierte sich der Sachaufwand gegenüber
dem Vorjahr um CHF 55 Millionen.
In den vergangenen Jahren war UBS Warburg zurückhaltend in der Rekrutierung neuer Mitarbeiter.
Aus diesem Grund bestehen keine nennenswerten Überkapazitäten. Neueinstellungen werden
regelmässig anhand der aktuellen Ertragsaussichten überprüft, jedoch besteht gegenwärtigkein
Anlass für einen grossflächigen Stellenabbau.
UBS Capital verzeichnete im dritten Quartal 2001 einen Verlust vor Steuern von CHF 112 Millionen
(gegenüber einem Verlust von CHF 351 Millionen im zweiten Quartal). Als Ergebnis einer
Überprüfung der Strategie hat UBS beschlossen, sich fortan auf die Vermögensverwaltung im
Bereich Private-Equity-Investitionen zu konzentrieren und ihre direkte Investitionstätigkeit
einzuschränken. Sofern sich die Marktliquidität und die Gewinnaussichten für Unternehmen nicht
verbessern, sind im vierten Quartal 2001 sowie im kommenden Geschäftsjahr weitere Verluste im
Ergebnis von UBS Capital zu erwarten.
Die Geschäftseinheit Private Clients (UBS PaineWebber) litt im dritten Quartal unter dem üblichen
Sommerloch sowie unter der viertägigen Schliessung der US-Börsen infolge der Terroranschläge.
Gegenüber dem zweiten Quartal blieben die Erträge trotzdem vergleichsweise stabil und nahmen
auf USD-Basis um 7% ab. Der Vorsteuergewinn nahm um 92% auf CHF 8 Millionen ab. Trotz des
sehr schwierigen Umfeldes in den USA, insbesondere im September, erzielte die Geschäftseinheit
einen Nettozufluss an Neugeldern von CHF 11,4 Milliarden. Dies entspricht im Vergleich zum
zweiten Quartal einer Zunahme von 31% und verdeutlicht den hohen Stellenwert, den die Kunden
einer erstklassigen Beratung beimessen.
Zürich/Basel, 13. November 2001
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