Auf zum eigenen Zuhause!

Viele träumen von Wohneigentum. Eine frühzeitige Beratung dazu lohnt sich, meint UBS-Kundenberaterin Manuela Gallati.

Bitte auf das Bild klicken, um die Galerie zu öffnen

21.10.2013, Jürg Zulliger (Text), Stephan Walter (Illustration)

Frau Gallati, welche Episode aus Ihrem Beratungsalltag werden Sie nie vergessen?
Manuela Gallati: Ein Fall hat mich besonders berührt: eine junge Familie mit einem Kind, die sich für ein Einfamilienhaus interessierte. Sie kam zu UBS, um eine Zweitofferte einzuholen. Dabei hatte sie keine Ersparnisse und wollte die nötigen Eigenmittel der Pensionskasse des Ehemannes entnehmen. Das wäre für eine junge Familie jedoch viel zu riskant - und zudem ein Verstoss gegen die Kreditrichtlinien. Deshalb musste ich von einem Kauf abraten.

Wie ist die Geschichte ausgegangen?
Ich konnte der Familie aufzeigen, wie sie konkret auf ein Eigenheim hinarbeiten kann: mit Sparen in den Säulen 3a und 3b. Heute, wenige Jahre später, liegt der Traum in Griffnähe. Ich halte Ausschau nach einem geeigneten Objekt und nutze dabei die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Maklern. Meine Beratung bewog die Familie sogar dazu, UBS zu ihrer Hausbank zu machen.

Kommt es oft vor, dass die Leute zu wenig Eigenkapital einbringen?
Etwa zehn Prozent der Fälle sind Interessenten, die einfach mal eine Bankfiliale aufsuchen - fast ohne Vorkenntnisse und Ersparnisse. Ich erkläre ihnen jeweils detailliert, welche Faktoren entscheidend sind für eine Hypothek. Zudem kalkuliere ich, innerhalb welches Preisrahmens ein Objekt realisierbar wäre. Weiter zeige ich auf, wie sie ihren Wunsch, etwa durch gezieltes Sparen, in wenigen Jahren verwirklichen können. Es gibt aber auch das Gegenteil: Manche Kunden bezweifeln, dass ein Eigenheim für sie finanzierbar ist. Umso grösser ist ihre Freude, wenn ich erklären kann, wie sich das dennoch ermöglichen lässt.

Welches sind typische Käufer von Eigenheimen?
Eher selten kommen Menschen im Alter zwischen 40 und 50 zu mir. Den grössten Anteil bilden zwei Gruppen: junge Paare, die eine Familie gegründet haben, und Personen, die nach der Familienphase andere Bedürfnisse mitbringen. Oft wünschen sie sich eine Wohnung an besserer Lage statt ein grosses Haus.

Was erwartet einen in einer Finanzierungsberatung? Und wie sollte man sich darauf vorbereiten?
Um Kunden professionell zu beraten, müssen wir sie persönlich kennenlernen. Darauf legen wir Wert. Jeder Kunde soll wissen, dass er bei uns einen Ansprechpartner für alle Fragen hat: von der Finanzierung über die Anlagen bis zur Finanzplanung und Vorsorge. Für die Einschätzung der finanziellen Möglichkeiten beim Immobilienkauf benötigen wir zudem eine Kopie der Steuererklärung oder Unterlagen zum Vermögensstatus und Einkommen. Dann prüfen wir die Finanzierung eingehend und erstellen eine auf den Interessenten zugeschnittene Offerte. Zusätzlich enthält diese die nötigen Informationen zu einem Hauskauf.

Warum ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung zu suchen?
Es gestaltet sich oft etwas schwierig, wenn ein Kunde schon im Voraus auf ein bestimmtes Objekt fixiert ist, sich quasi schon in ein Haus verliebt hat. Besser ist, vorab zu erörtern, welcher Kaufpreis langfristig tragbar wäre. Hier begehen viele den Fehler, nur kurzfristig zu budgetieren und in ihrer Rechnung bloss die aktuell tiefen Zinsen einzusetzen. Hinzu kommen jedoch längerfristig noch Nebenkosten, Ausgaben für Amortisationen und später Renovationen.

Ausserdem sollte man sich die Hypothek auch bei einem Zins von fünf Prozent - das entspricht ungefähr dem historischen Durchschnittsniveau - leisten können.

Wann spricht man konkret über die Finanzierung?
Spätestens in einem zweiten Gespräch erörtern wir die Zinsen und die Fälligkeitsstruktur von Hypotheken. Uns liegt sehr an der ganzheitlichen Betrachtung. So beachten wir etwa auch die Fälligkeit von Lebensversicherungen. Und wir zeigen Varianten der direkten oder indirekten Amortisation der Hypotheken.

Aspekte wie Grundstücksgewinnsteuer, Schuldbriefe und Eigentumsübertragung klingen komplex. Wie lassen sich Stolpersteine umgehen?
Wir unterstützen die Kunden in allen Aspekten. Vielen gibt es ein gutes Gefühl, wenn wir uns das Objekt persönlich anschauen. Oder wir begleiten, wenn es so weit ist, Kunden zur Beurkundung des Kaufvertrags beim Notar. Selbstverständlich geben wir Auskunft zu Details wie Grundstücksgewinnsteuern, Schuldbriefen oder dem Zahlungsversprechen der Bank, das Voraussetzung für die Eigentumsübertragung ist.

Marktstand

Aufholjagd im Mittelfeld

Die inflationsbereinigten Angebotspreise für E infamilienhäuser haben in der ersten Jahreshälfte um 2,2 Prozent angezogen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Wert bei über 5,5 Prozent und damit deutlich höher als der langjährige Durchschnitt. Die regionalen Wachstumsraten bringen Interessantes zutage. Der bisherige Spitzenreiter Genfersee, wo sich die Angebotspreise seit 2000 verdoppelten, notierte zum ersten Mal seit Langem leicht negativ mit real minus 0,4 Prozent. Da aber das Schlusslicht Nordwestschweiz auch negativ auffiel, verkleinerte sich der Preisunterschied landesweit nicht. Im Mittelfeld legten die Regionen Südschweiz (mit einem inflationsbereinigten Wachstum von 5,6 Prozent seit Anfang 2013), Innerschweiz (4,7 Prozent) und Westschweiz (3,9 Prozent) überdurchschnittlich stark zu. Die Ostschweiz hingegen wächst immer langsamer - im letzten Halbjahr waren es inflationsbereinigt nur noch 0,9 Prozent.

Ob Sie von einem Eigenheim träumen, kurz vor einem Kauf stehen oder bereits Wohneigentum besitzen: Profitieren Sie jetzt von dem UBS Hypo Check, der kostenlosen umfassenden Beratung rund ums Thema Wohneigentum. Mehr Informationen finden Sie auf


Eigenheimexpertin

Manuela Gallati (28) ist Kundenberaterin von UBS in Glarus.