Leeres Konto?

Der Persönliche Finanzassistent will beim Budget helfen. Ein Test.

Bitte auf das Bild klicken, um die Galerie zu öffnen

22.07.2014, Sandro Pfammatter (Text) und Patrick Hari (Foto)

Es war einmal … So fangen Märchen an. Geld tritt darin oft wunderlich in Erscheinung: In den «Sterntalern» regnet es vom Himmel, bei «Rumpelstilzchen» wird Stroh zu Gold. Beim «Goldesel» entspringt es quasi als tierisches Nebenprodukt. Es war einmal … viel Monat übrig – und wenig Lohn. Diese Situation hatte nichts Märchenhaftes für mich. Ich fand sie schlicht unbefriedigend. So beschloss ich, einem neuen Tool im UBS e-banking respektive in der Mobile Banking App eine Chance zu geben: dem Persönlichen Finanzassistenten. «Der Assistent unterstützt Sie bei der Kontrolle Ihrer Ausgaben», versprach die UBS-Werbung.

Immer wenn ich meine Maestro- oder Kreditkarte einsetzte oder einen Zahlungsauftrag erteilte, wurden die Transaktionen für mich kategorisiert. 12 Hauptkategorien wie etwa «Haushalt» standen zur Verfügung, sekundiert von 85 Unterkategorien wie beispielsweise «Nahrungsmittel». Zudem konnte ich mein Budget planen – monatlich und jährlich. Wo die automatische Kategorisierung nicht klappt, lässt sich das im Tool individuell nachbessern. Seither erkennt es auch «Fahrstunde » und «Sauna» zuverlässig. Sobald ich etwas kaufe, kann ich mir meinen Budgetstand via Smartphone anschauen.

Resultat nach sechs Monaten Test: Die Steuern waren nach dem Wohnen der grösste Posten von Dezember bis Mai. Jetzt habe ich dafür ein Sparziel definiert – auch eine Funktion des Finanzassistenten – und wälze eine Sorge weniger. Eine grosse Überraschung brachte mir der Winteranfang: Die Restaurantausgaben schossen hoch. Fettreserven für kalte Tage angelegt? Offenbar werkelt auch im Körper eine Art Budgetassistent. Im April steht im UBS e-banking unter den Ausgaben für «Gesundheit» dafür ganz dick «Fitnessabo ».

Gesundheit geht ins Geld

Die Haushaltsausgaben hielten sich während des Tests die Waage – ausser im Dezember: Nach dem Umzug schlugen neue Möbel eine Bresche ins Budget. Erstaunlich deftig waren die Ausgaben für Gesundheit, wobei neben Arztbesuchen noch Medikamente, Coiffeur sowie Massagen in diese Kategorie fielen. Trotzdem: Ich überlege mir eine tiefere Franchise für die Krankenkasse.

Fazit: Der Persönliche Finanzassistent lässt zwar keine Taler vom Himmel regnen, verwaltet aber tüchtig jene, die auf der hohen Kante liegen. Und vielleicht laufe ich dem Goldesel ja doch noch über den Weg …

Den Assistenten nutzen

  • Ordnen Sie Einträge, die beim Persönlichen Finanzassistenten unter «Nicht kategorisierte Transaktionen» stehen, manuell zu. So lernt er.
  • Unter «Einstellungen» können Sie bestimmten Konten und Karten ein separates Budget zuordnen – zum Beispiel ein Ferienbudget.
  • Beim Start des Assistenten sehen Sie eine Prognose der Einnahmen und Ausgaben. Je länger Sie das Tool nutzen, desto besser arbeitet es.

Mehr zum Persönlichen Finanzassistenten des UBS e-banking bzw. der Mobile Banking App unter 0848 848 062 oder auf:


Der Tester

Sandro Pfammatter ist Journalist, freier Autor und PR-Redaktor.