Wohneigentum verkaufen oder vererben.

Wer den Verkauf oder Wechsel von Wohneigentum rechtzeitig plant, kann Steuern sparen. Auch an die Wohnsituation im Alter und die Erbregelung im Todesfall sollten Sie frühzeitig denken.

Die meisten Wohneigentümer haben den grössten Teil ihres Vermögens in ihr Haus oder ihre Wohnung investiert. Im Todesfall kann das für den hinterbliebenen Ehepartner zu finanziellen Problemen führen, wenn weitere Erben ausbezahlt werden müssen. Eine güter- und erbrechtliche Regelung verhindert dies.

Die häufigste Form des Güterstandes in der Ehe ist die Errungenschaftsbeteiligung. Dabei wird beispielsweise im Todesfall des Ehemanns das Vermögen wie folgt aufgeteilt:

Güter- und erbrechtliche Aufteilung
Eigengut Mann Errungenschaft Mann Errungenschaft Frau Eigengut Frau
  • Erbschaften
  • Persönliche Sachen
  • Vermögen vor der Ehe

Einkommen während der Ehe
Erträge auf Eigengut
  • Erbschaften
  • Persönliche Sachen
  • Vermögen vor der Ehe

Nachlass

(Eigengut + halber Anteil Errungenschaft)

Güterrechtlicher Anspruch der Ehefrau

(Eigengut + halber Anteil Errungenschaft)

Im Todesfall eines Ehepartners haben die Kinder Anspruch auf die Hälfte des Nachlasses (Eigengut + halber Anteil der Errungenschaft). Diese Auszahlung kann den überlebenden Ehepartner vor Probleme stellen, da der grösste Teil des Vermögens in das Eigenheim investiert ist.

Falls es die aktuelle Belehnung zulässt, kann die Hypothek erhöht werden, was jedoch zu einer höheren Zinsbelastung führt. Die andere Alternative wäre der Verkauf des Wohneigentums.

Mit einem Ehe- und/oder Erbvertrag kann geregelt werden, dass die gesamte Errungenschaft beim Tod eines Partners an den Überlebenden geht. Interessieren Sie sich für eine güter- und erbrechtliche Regelung, so empfehlen wir Ihnen, einen Notar oder Rechtsanwalt zu kontaktieren.

* Gratisnummer. Ausnahmen: Preisaufschlag bei Telekomanbietern möglich, wenn die Anrufe von einem Mobiltelefon, von einer Telefonkabine oder vom Ausland erfolgen.