Finanzieren Sie Ihr Wohneigentum mit Ihrer Vorsorge.

Ihre angesparten Vorsorgegelder der 2. und 3. Säule können Sie für die Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum verwenden. Zu diesem Zweck können Sie Ihre Vorsorgegelder entweder beziehen oder verpfänden. Davon ausgeschlossen ist die Finanzierung von Ferienhäusern und -wohnungen sowie von Zweitwohnsitzen.

Vorsorgegelder der 2. Säule vorbeziehen oder verpfänden

Sie haben die Möglichkeit, das Guthaben Ihrer 2. Säule zur Finanzierung von Wohneigentum zu nutzen. Dabei können Sie Ihr Freizügigkeitskapital entweder vorbeziehen oder verpfänden.

Eigenmittelbeschaffung durch Vorbezug der 2. Säule

Sie lassen sich Ihr Freizügigkeitskapital ausbezahlen und begleichen damit einen Teil des Kaufpreises. Dafür müssen Sie in der Lage sein, die entstehende Vorsorgelücke durch private Vorsorge auszugleichen. Das ausbezahlte Kapital müssen Sie versteuern. Die Steuer wird unabhängig vom übrigen Einkommen berechnet und kann nicht aus dem Auszahlungsbetrag bezahlt werden. Deshalb muss dafür eine separate Summe bereitgestellt werden. Die Steuer kann bis zu 10 Prozent des Vorbezugs ausmachen. Ein Vorbezug ist zudem mit einer Veräusserungsbeschränkung der Immobilie verbunden. Planen Sie rechtzeitig: Je nach Pensionskasse können bis zur Auszahlung mehrere Monate vergehen.

Eigenmittelersatz durch Verpfändung

Bei der Verpfändung bleibt Ihr Freizügigkeitskapital in der Pensionskasse. Ihr Vorteil: Sie wahren Ihre vollen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge und kommen zusätzlich in den Genuss eines Vorzugszinssatzes.

Wie hoch Ihr verfügbares Kapital der 2. Säule ist, erfahren Sie bei Ihrer Pensionskasse. In beiden Fällen (Vorbezug und Verpfändung) müssen Sie mindestens 10% des Verkehrswertes Ihrer Liegenschaft mit eigenen Mitteln finanzieren, die nicht aus der beruflichen Vorsorge stammen.

Wohneigentumsförderung ab dem 50. Lebensjahr

Bis zum 50. Altersjahr können Sie maximal einen Betrag in der Höhe des aktuellen Freizügigkeitsguthabens vorbeziehen. Danach dürfen Sie höchstens das Freizügigkeitsguthaben, auf das Sie im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätten, oder die Hälfte des Freizügigkeitsguthabens zum Zeitpunkt des Bezuges anfordern, sofern dieses höher ist.

Berechnungsbeispiele

 

Beispiel 1

Beispiel 2

Freizügigkeitsguthaben Alter 50

30 000 CHF

30 000 CHF

Freizügigkeitsguthaben Alter 55

40 000 CHF

80 000 CHF

Möglicher Vorbezug Alter 55

30 000 CHF

40 000 CHF

Eigenmittelersatz durch Verpfändung der 2. Säule

Bei der Verpfändung bleibt Ihr Freizügigkeitskapital in der Pensionskasse. Ihr Vorteil: Sie wahren Ihre vollen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge und kommen zusätzlich in den Genuss eines Vorzugszinssatzes.

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