Wichtige Tipps
Profitieren Sie von unserer grossen Erfahrung im Immobilienbereich

  • Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) und der Verband Schweizerischer Generalunternehmer (VSGU) verfügen über vorgedruckte Verträge, allgemeine Bedingungen, Normen und Empfehlungen, die als Vertragsgrundlagen dienen können.

  • Unternehmer und Handwerker haben für ihre Forderungen ein gesetzliches Pfandrecht, wenn sie nicht bezahlt werden. Die Gefahr, dass auf Ihrem Grundstück ein Bauhandwerkerpfandrecht eingetragen wird, besteht vor allem beim Bauen mit Generalunternehmern. Holen Sie deshalb Referenzen über diesen ein.

  • Die Bauabnahme oder die Übernahme des Wohneigentums sollte aufgrund einer gemeinsamen Prüfung sowie eines allseitig unterzeichneten Protokolls in Form einer Mängelliste stattfinden.

  • Während der vereinbarten Garantiefrist (nach SIA und VSGU zwei Jahre für sichtbare Mängel und fünf Jahre für verdeckte Mängel) haften die Unternehmer und Handwerker. Diese sind verpflichtet, die Mängel zu beheben.

  • Beim Kauf von schlüsselfertigem Wohneigentum sollten Sie sich die Garantieansprüche des Verkäufers gegenüber Handwerkern und Lieferanten abtreten lassen. Denn bei Schadenfällen, die eigentlich noch durch die Garantie gedeckt wären, müssen Sie sonst die Kosten unter Umständen selbst übernehmen.

  • Beschaffen Sie sich einen vollständigen Grundbuchauszug. Darin sind alle Dienstbarkeiten, Grundlasten (Servitute) und Anmerkungen nachzulesen. Wichtig: Die Einwendung, dass jemand eine Grundbucheintragung nicht gekannt habe, ist rechtlich ausgeschlossen.

  • Klären Sie ab, wie weit das Grundstück erschlossen (Strassen, Werkleitungen, Strom, Wasser, Gas, Entwässerung usw.) und wie der Boden beschaffen ist (Vorsicht: Altlasten).

  • Achten Sie darauf, dass im Grundstückkaufvertrag eine Sicherstellung der Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuer sowie der einschlägigen Gebühren vereinbart wird. Kantone und Gemeinden haben in der Regel für solche Abgaben ein gesetzliches Pfandrecht am Grundstück und können auf diese Weise Rückgriff nehmen.

  • Erst durch den Eintrag im Grundbuch wird die Eigentumsübertragung definitiv vollzogen. Die Beurkundung allein genügt nicht.

  • Wenn Sie das Grundstück gemeinsam - zum Beispiel mit Ihrem Ehepartner - erwerben, bietet Ihnen das Gesetz zwei Möglichkeiten, zusammen mit anderen Personen Eigentum zu begründen: gemeinschaftliches Eigentum oder Miteigentum. Lassen Sie sich dazu vom Notar, von einem Urkundsbeamten oder einem Anwalt beraten.

Bei Architektenhäusern

  • Damit Ihr Architekt eine möglichst klare Ausgangssituation hat, sollten Sie ihm Ihre Vorstellungen in Form eines schriftlichen «Pflichtenheftes» möglichst detailliert beschreiben und darin unmissverständlich festlegen, wie viel Ihr Bau maximal kosten darf.

  • Beim individuellen Hausbau kostet die Planung normalerweise vom ersten Entwurf an. Legen Sie mit Ihrem Architekten die Preise für das Vorprojekt, das Bauprojekt bis und mit Baubewilligung sowie die Bauausführung getrennt fest und behalten Sie sich vor, nach jeder Phase, ohne Mehrkosten, aussteigen zu können (Etappen abschliessen).

  • Ein ausführlicher Baubeschrieb und ein Kostenvoranschlag bilden eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Realisierung oder Nichtrealisierung.

  • Für die Bauausführung ist ein detailliertes Bauprogramm zu erstellen. Die darin aufgeführten Termine bilden die Grundlage für den zeitlichen Ablauf.

     

Bei Fertighäusern

Bei Angeboten von Fertighausfabrikanten oder Generalunternehmern sollten Sie sich die individuellen Änderungen (inkl. Zusatzhonorare), Ergänzungen, Nebenkosten, Gebühren usw. auflisten und schriftlich bestätigen lassen. Erst dann steht der effektive Kaufpreis fest.

  • Achten Sie darauf, dass der Architekt nur qualifizierte Fachingenieure, Unternehmer und Handwerker zur Offertstellung einlädt. Zudem sollten für den nötigen Preis-Leistungs-Vergleich zu jedem Arbeitsbereich mehrere Offerten eingereicht werden.

  • Dokumentieren Sie den Bauverlauf möglichst ausführlich (z. B. mittels Fotos, Skizzen, Notizen etc.). Besprechen Sie allfällige Probleme mit dem Architekten.

  • Für die laufende Information, Koordination und die zu treffenden Entscheidungen sollten regelmässige Besprechungen mit dem Architekten stattfinden. Die Beschlüsse sind ebenso schriftlich festzuhalten wie auch alle anderen wichtigen Sachverhalte.

  • Sollten Sie Mängel oder Unregelmässigkeiten feststellen, wenden Sie sich besser direkt an den Architekten als an die Unternehmer oder Handwerker. Mängel wie feuchte Mauern oder Risse im Mauerwerk sind grundsätzlich zu beanstanden, da sie später zu grösseren Problemen führen können.

  • Lassen Sie sich bei der Bauabnahme bzw. Übernahme eines Objektes nicht unter Druck setzen. Eine ausführliche und sorgfältige Kontrolle und Mängelaufnahme in Form eines Abnahmeprotokolls braucht Zeit.