Das Wichtigste zur Bau- und Kaufphase.

Damit beim Bau oder Kauf von Wohneigentum nichts schief geht, ist es wichtig, einige Kriterien zu beachten und Fragen rechtzeitig abzuklären. Unsere erfahrenen Berater unterstützen Sie gerne bei der Planung, damit Sie Ihr Vorhaben gelassen umsetzen können.

Beim Bau oder Kauf von Wohneigentum gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beachten müssen. Unsere erfahrenen Berater unterstützen Sie gerne, damit Sie Unannehmlichkeiten und unnötige Kosten vermeiden können.

Folgende Kriterien sollten Sie beachten:

  • Beschaffen Sie sich (beim Grundbuchamt) einen vollständigen Grundbuchauszug mit allen Dienstbarkeiten, Grundlasten (Servitute) und Anmerkungen. Wichtig: Der Einwand, dass jemand eine Grundbucheintragung nicht gekannt habe, ist rechtlich ausgeschlossen.
  • Klären Sie ab, wie weit das Grundstück erschlossen ist (Strassen, Werkleitungen, Strom, Wasser, Gas, Entwässerung usw.) und wie der Boden beschaffen ist (Vorsicht: Altlasten).
  • Achten Sie darauf, dass im Grundstückkaufvertrag eine Sicherstellung der Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuer sowie der einschlägigen Gebühren vereinbart wird. Kantone und Gemeinden haben in der Regel für solche Abgaben ein gesetzliches Pfandrecht am Grundstück.
  • Erst durch den Eintrag im Grundbuch wird die Eigentumsübertragung definitiv vollzogen. Die Beurkundung allein genügt nicht.
  • Wenn Sie das Grundstück gemeinsam mit anderen Personen erwerben, bietet Ihnen das Gesetz zwei Möglichkeiten: gemeinschaftliches Eigentum oder Miteigentum. Lassen Sie sich dazu rechtlich beraten.
  • Damit Ihr Architekt eine klare Ausgangssituation hat, sollten Sie ihm Ihre Vorstellungen in Form eines schriftlichen «Pflichtenheftes» möglichst detailliert beschreiben und darin unmissverständlich festlegen, wie viel der Bau maximal kosten darf.
  • Beim individuellen Hausbau kostet die Planung normalerweise vom ersten Entwurf an. Legen Sie mit Ihrem Architekten die Preise für das Vorprojekt, das Bauprojekt bis und mit Baubewilligung sowie die Bauausführung getrennt fest und behalten Sie sich vor, nach jeder Phase ohne Mehrkosten aussteigen zu können (Etappen abschliessen).
  • Ein ausführlicher Baubeschrieb und der Kostenvoranschlag bilden eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Realisierung oder Nichtrealisierung.
  • Für die Bauausführung ist ein detailliertes Bauprogramm zu erstellen. Die darin aufgeführten Termine bilden die Grundlage für den zeitlichen Ablauf.
  • Bei Angeboten von Fertighausfabrikanten oder Generalunternehmern sollten Sie sich die von Ihnen gewünschten Änderungen (inkl. Zusatzhonorare), Ergänzungen, Nebenkosten, Gebühren usw. schriftlich bestätigen lassen. Erst dann steht der effektive Kaufpreis fest.
  • Wählen Sie zuverlässige Partner (Unternehmer, Handwerker etc.), mit denen Sie Ihr Bauprojekt realisieren möchten.
  • Kontrollieren Sie die Angebote auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
  • Vergleichen Sie die Offerten genau und entscheiden Sie sich für das beste, nicht einfach für das günstigste Angebot.
  • Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) und der Verband Schweizerischer Generalunternehmer (VSGU) verfügen über Musterverträge, allgemeine Bedingungen, Normen und Empfehlungen, die als Vertragsgrundlagen dienen können.
  • Unternehmer und Handwerker haben für ihre unerfüllten Forderungen ein gesetzliches Pfandrecht. Die Gefahr besteht vor allem beim Bauen mit Generalunternehmern. Holen Sie deshalb Referenzen ein.
  • Die Bauabnahme oder die Übernahme des Wohneigentums sollte aufgrund einer gemeinsamen Prüfung sowie eines allseitig unterzeichneten Protokolls in Form einer Mängelliste stattfinden.
  • Während der vereinbarten Garantiefrist (nach SIA und VSGU zwei Jahre für sichtbare und fünf Jahre für verdeckte Mängel) sind die Unternehmer und Handwerker verpflichtet, Mängel zu beheben.
  • Beim Kauf von schlüsselfertigem Wohneigentum sollten Sie sich die Garantieansprüche des Verkäufers gegenüber Handwerkern und Lieferanten abtreten lassen. Bei Schadenfällen, die durch die Garantie gedeckt wären, müssen Sie die Kosten sonst vielleicht selbst übernehmen.
  • Achten Sie darauf, dass der Architekt nur qualifizierte Fachingenieure, Unternehmer und Handwerker zur Offertstellung einlädt. Zudem sollten für den Preis-Leistungs-Vergleich zu jedem Arbeitsbereich mehrere Offerten eingereicht werden.
  • Dokumentieren Sie den Bauverlauf möglichst ausführlich (z.B. mit Fotos, Skizzen, Notizen etc.). Besprechen Sie allfällige Probleme mit dem Architekten.
  • Für die laufende Information, Koordination und die zu treffenden Entscheidungen sollten regelmässige Besprechungen mit dem Architekten stattfinden. Die Beschlüsse und wichtige Sachverhalte sollten schriftlich festgehalten werden.
  • Sollten Sie Mängel oder Unregelmässigkeiten feststellen, wenden Sie sich besser direkt an den Architekten als an die Unternehmer oder Handwerker. Mängel wie feuchte Mauern oder Risse im Mauerwerk sind grundsätzlich zu beanstanden, da sie später zu grossen Problemen führen können.
  • Lassen Sie sich bei der Bauabnahme bzw. Übernahme eines Objektes nicht unter Druck setzen. Eine ausführliche und sorgfältige Kontrolle und Mängelaufnahme in Form eines Abnahmeprotokolls braucht Zeit.
  • Dokumentation sicherstellen (Pläne, Garantiescheine etc.)
  • Ausmass- und Abrechnungskontrolle
  • Zusatzauftrags- und Regieabrechnung, Zahlungskontrolle

* Gratisnummer. Ausnahmen: Preisaufschlag bei Telekomanbietern möglich, wenn die Anrufe von einem Mobiltelefon, von einer Telefonkabine oder vom Ausland erfolgen.