UBS Outlook Schweiz

  

UBS outlook Schweiz

UBS Outlook Schweiz: Wider das Regulierungsdickicht

Mit der abrupten Aufwertung des Schweizer Frankens nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar hat sich die Ausgangslage für die Konjunkturentwicklung in der Schweiz schlagartig geändert. Angesichts des schwierigen Zins- und Wechselkursumfeldes müssen in der Schweiz nun jene Standortfaktoren gestärkt werden, die unmittelbar und direkt beeinflussbar sind. Wichtige derartige Bereiche sind die Effizienz und die Unternehmensfreundlichkeit des regulatorischen Umfelds. Die Ökonomen von UBS erläutern in der jüngsten Ausgabe der Publikation UBS Outlook Schweiz, dass die Schweiz im internationalen Vergleich aufgrund zunehmender Regulierung über die vergangenen Jahre kontinuierlich an Boden eingebüsst hat. Der Freiraum für unternehmerisches Handeln wird durch ein immer dichter werdendes Netz von Vorschriften und Regulierungen eingeengt. Die Regulierungsdichte ist objektiv messbar deutlich angestiegen. Beispielsweise ist der Umfang der ordentlichen Rechtssammlung allein auf Bundesebene über die letzten zehn Jahre um 12 000 Seiten auf mittlerweile 66 000 Seiten Gesetze und Verordnungen angeschwollen. Im Rekordjahr 2012 wurden im Durchschnitt wöchentlich 140 Seiten neue Gesetze und Verordnungen erlassen. Auch im WEF Global Competitiveness Report von 2014 gaben Unternehmer ineffiziente staatliche Bürokratie in der Schweiz als ein bedeutendes Problem für ihre Unternehmenstätigkeit an.