Glossar Trade & Export Finance
Glossar (P)

p.a.

Abkürzung für per annum (jährlich).

Parteien im Dokumentenakkreditiv

Am Akkreditiv sind mindestens folgende drei Parteien beteiligt:

  • Auftraggeber (Käufer)
  • eröffnende Bank,
  • Begünstigter (Verkäufer).

In der Regel beauftragt jedoch die eröffnende Bank eine Korrespondenzbank mit der Avisierung, gegebenenfalls auch mit der Zahlung oder Akzeptleistung oder Negoziierung unter dem Akkreditiv. Siehe unter «Benutzungsarten eines Akkreditivs». Die avisierende Bank kann zudem von der eröffnenden Bank den Auftrag zur Bestätigung erhalten.

Payment Guarantee

Erklärung siehe unter «Zahlungsgarantie».

Performance Bond

Erklärung siehe unter «Erfüllungsgarantie».

Politisches Risiko

Ausserordentliche Massnahmen ausländischer Staaten sowie politische Ereignisse im Ausland, die dem Schuldner die Vertragserfüllung verunmöglichen oder die zum Verlust, zur Beschlagnahme oder Beschädigung von Waren führen, die dem Exporteur gehören, z.B. Krieg, Revolution, Annexion, Bürgerkrieg. Politische Risiken können je nach Art (Wunsch nach Zahlungs- oder Leistungssicherung) durch Bankgarantien, bestätigte Akkreditive, SERV u.Ä. weitgehend oder vollständig abgesichert werden. Sollten Sie diesbezügliche Fragen haben oder Beratung wünschen, so hilft Ihnen Ihr Kundenberater in der Dokumentarabteilung bei UBS.

Port-to-Port Bill of Lading

Seekonnossement, das den Gütertransport zwischen zwei Seehäfen deckt. Siehe ERA Art. 20. Siehe auch unter «Konnossement».

Posteinlieferungsschein /-versandbescheinigung

Quittung einer Poststelle für die Annahme einer Sendung zur Weiterbeförderung an den darauf erwähnten Empfänger.

Postversandrisiko (Postlaufrisiko)

Risiko des Verlustes oder der Verspätung von Dokumenten, Briefen, Kleinpaketen u.Ä. auf dem Versandweg. Ist ein Akkreditiv bei der eröffnenden Bank benutzbar gestellt, so trägt der Akkreditivbegünstigte (Exporteur) das Postversandrisiko der Dokumente bis zum Domizil der eröffnenden Bank. Dies selbst dann, wenn die Papiere über die avisierende Bank geleitet worden sind.
Mögliche Konsequenzen:

  • Kosten für die Erstellung von Duplikaten,
  • Verzögerungen bei der Zahlung,
  • Verstreichen der Frist für die Dokumentenvorlage (Verlust der Akkreditivsicherheit).

Der Exporteur hat die Möglichkeit, dieses Risiko auszuschliessen, indem er das Akkreditiv am Ort der avisierenden Bank zur Zahlung, Negoziierung oder Akzeptleistung benutzbar stellt. Siehe ERA Art. 35.

p.Q.

Abkürzung für pro Quartal.

Präferenzverkehr

Erklärung siehe unter «GSP Form A».

Präsentationsfrist

Vorlagefrist der Dokumente unter Akkreditiven. Falls im Akkreditiv keine Frist vorgeschrieben ist, müssen Dokumente in vollständiger Ausführung innerhalb von 21 Tagen nach dem Versanddatum vorgelegt werden und dies einschliesslich des/der originalen Transportdokumente(s). Akkreditive können jedoch kürzere oder längere Präsentationsfristen vorsehen; in jedem Fall aber dürfen Dokumente nicht später vorgelegt werden, als das Akkreditiv Gültigkeit hat. Siehe ERA Art. 14.

Prüfungszeit für die Dokumente (durch die Bank)

Erklärung siehe unter «Frist für die Dokumentenprüfung».