Investment Bank – Sell-side-Research
2004 schuf die Investment Bank innerhalb ihres Aktienresearch ein SRI-Team von Sell-side-Analysten, die Empfehlungen und Berichte für professionelle Anleger schreiben. Diese Sell-side-Analysten untersuchen unter anderem Bereiche mit zunehmenden oder schwindenden Risiken. In vielen Fällen gestaltet sich die Quantifizierung von SRI-Themen schwierig. Wo möglich setzt das Team jedoch UBS-Standardmodelle wie jenes für die Wertschöpfungsanalyse ein, um die potenziellen Auswirkungen sozialer und ökologischer Themen auf den Aktienkurs von Unternehmen zu untersuchen. Die Ermittlung der massgeblichen SRI-Themen ist anspruchsvoll. Vornehmlich drei Faktoren spielen eine Rolle bei der Beurteilung, welche ökologischen und sozialen Themen von zentraler Bedeutung sind: was die Gesellschaft als wichtig erachtet, welchem Konkurrenzdruck Firmen in einer Branche ausgesetzt sind und wie die Kosten und Erträge auf die Anspruchsgruppen aufgeteilt werden.
Seit der Gründung des Teams ist das Interesse der Kunden an einigen SRI-Aspekten – vor allem dem Klimawandel – gestiegen, was sich auch in der Researchabdeckung niederschlägt. Das SRI-Team arbeitet regelmässig mit Analysten in Sektorteams zusammen, um über sich abzeichnende SRI-Trends zu schreiben. Entsprechende Researchinhalte werden von einer wachsenden Zahl von Spezialisten im Rahmen des konventionellen Research publiziert. Institutionellen Kunden von UBS steht auf dem Research Web der Bank eine SRI-Seite zur Verfügung. Dort finden sich Publikationen des SRI-Teams sowie relevante Sektorberichte anderer Teams zu diesem Thema.
Global Asset Management – Buy-side-Research
1996 wurde im Asset Management in der Schweiz ein SRI Buy-side Researchteam gegründet. Dieses erstellt interne Analysen und hat mittlerweile in die USA und nach Singapur expandiert. Das Team führt eingehende Untersuchungen zu den Themen Klimawandel, Wasser und demografischer Wandel durch. Bei der Zusammenstellung seiner SRI-Portfolios setzt es auch gezielt die Asset-Management-Researchplattform ein, die das Research von mehr als 100 Analysten umfasst. Spezialisierte Ratingagenturen ergänzen das bankeigene Research. Zudem leistet ein Netzwerk von wissenschaftlichen Experten strategische Unterstützung.
Global Wealth Management & Business Banking – Sekundärresearch
Das Sekundärresearchteam des Wealth Management von UBS hilft Privatanlegern, sich in einer grossen Fülle globaler Finanzdaten zurechtzufinden. Es verfolgt und interpretiert Researchinformationen zu den am meisten gehandelten Anlagekategorien. 2007 baute das Team ein SRI-Kompetenzzentrum auf, um eine hochstehende Kundenberatung sicherzustellen. Es veröffentlicht zudem detaillierte Studien zu sich abzeichnenden sozioökonomischen und ökologischen Trends wie dem Klimawandel, in denen die möglichen Auswirkungen auf die Anlagemärkte untersucht werden.
2007 – Studie über den Klimawandel
Ende Januar 2007 veröffentlichte Wealth Management Research einen Bericht mit dem Titel «Klimawandel:
Ein heisses Thema», in dem wissenschaftliche, technologische und ökonomische Aspekte des Klimawandels
beleuchtet werden. Die Autoren schreiben, dass der Klimawandel weit reichende Folgen für die
Weltwirtschaft und das globale Investitionsklima haben wird, und kommen zum Schluss, dass die
Massnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung nach und nach das Verhalten der Menschen, die
Risikoprofile einzelner Industrien und die Investitionsaussichten beeinflussen werden. Gemäss dieser
Analyse weisen Produkte und Prozesse für eine verbesserte Energieeffizienz sowie die Entwicklung von
erneuerbaren Energien bzw. CO2-armen Energien ein grosses Potenzial zur Eindämmung des
Klimawandels auf.
2007 – Themenbasiertes Research in Global Asset Management
Für die SRI-Analysten von Global Asset Management spielt thematisches Research eine immer wichtigere Rolle. Da die traditionelle «Best in Class»-Analyse von Large Caps nach ökologischen und sozialen Kriterien immer standardisierter wird, kann UBS hier auf umfangreiche Informationen externer Rating-Agenturen zurückgreifen. Dadurch können die Teammitglieder ihr eigenes sektorspezifisches Know-how einbringen und sich so stärker auf die drei wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts konzentrieren: Klimawandel, Wasser und demografische Entwicklung.
2006 – Wasserknappheit
Im April 2006 veröffentlichte das Socially Responsible Investment Research-Team der Investment Bank
einen Bericht, in dem die Anlagechancen und -risiken untersucht werden, die sich aus der Wasserknappheit
ergeben. Auslöser für die Studie mit dem Titel «Fresh Water - Liquid Gold?» war das anhaltende Interesse
des Teams für anlagespezifische Fragen in Zusammenhang mit den Risiken, die sich aus dem Klimawandel
ergeben, und die wiederholten Meldungen über die Verfügbarkeit von Frischwasser. Die Studie vertritt die
These, dass spezialisierte Ausrüstungs- und Dienstleistungsunternehmen von der Wasserknappheit
profitieren könnten. In einem späteren Bericht hält das Team fest, dass aller Voraussicht nach mittelfristig
umfangreiche Investitionen in Wasserinfrastrukturen notwendig werden, da derzeit schätzungsweise nur 20%
der Abwässer aufbereitet werden. Das Team kommt ferner zum Schluss, dass dank der technologischen
Fortschritte, die in den letzten Jahren erzielt worden sind, eine Aufbereitung von Abwässern als Trinkwasser
möglich geworden ist.
2005 – UBS organisiert eine Konferenz über den Klimawandel
Das Socially Responsible Investment-Research-Team der Investment Bank organisierte seine erste
Konferenz über den Klimawandel. Über 100 Kunden nahmen an dem ganztägigen Anlass in London teil, wo
interne und externe Umweltexperten informative und Denkanstösse vermittelnde Präsentationen hielten.
In seiner Eröffnungsrede skizzierte Sir David King, Chief Scientific Advisor der britischen Regierung, das
Phänomen des Klimawandels und erörterte die Frage «Was geschieht hier eigentlich?». Dann folgten
Präsentationen über verschiedene klimabezogene Themen, u.a. «Warum kann die Wirtschaft den
Klimawandel nicht ignorieren?» oder «Das Risiko Klimawandel – eine schwere Bedrohung des
Ölgeschäfts?». In den Nachmittagssessionen stand die Frage im Vordergrund, was es braucht, um
klimawandelbezogene Geschäftsaktivitäten wirtschaftlich zu machen. Hoch innovative Unternehmen in
diesem Bereich referierten über Solarenergie, CO2-Sequestration, Biotreibstoffe und Energierückgewinnung
aus Abfallstoffen.
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