Ein effizientes und nachhaltiges Energiemanagement sowie die Reduktion des CO2-Ausstosses sind für UBS ein wesentlicher Bestandteil ihrer unternehmerischen Verantwortung.
Zudem unterstützt UBS ihre Kunden dabei, durch den Klimawandel entstehende Risiken, Chancen und Anpassungserfordernisse zu verstehen und anzugehen. UBS beteiligt sich aktiv an Initiativen, mit denen ein Dialog zwischen Investoren und Unternehmen über den Klimawandel angeregt werden soll. Beispiel dafür ist das Climate Disclosure Project, an dem UBS als Gründungsmitglied seit 2002 mitwirkt.
Direkte Umweltbelastung reduzieren
Als Finanzinstitut ist unser direkter Einfluss auf den Klimawandel im Vergleich zu anderen Branchen zwar relativ gering. Ein effizientes und nachhaltiges Energiemanagement sowie die Reduktion des CO2-Ausstosses sind für UBS jedoch ein wesentlicher Bestandteil ihrer unternehmerischen Verantwortung. Im Februar 2006 entschied die Konzernleitung, die konzernweiten CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, welches 40% unter dem Stand von 2004 liegt.
Um dieses Ziel zu erreichen:
werden Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt, die den Energieverbrauch in von UBS benutzten Gebäuden senken;
wird der Anteil an erneuerbarer Energie erhöht, um Emissionen an der Quelle zu vermeiden;
werden Emissionen, die nicht anderweitig reduziert werden können, kompensiert und neutralisiert.
Mit diesen Massnahmen ist es UBS gelungen, die CO2-Emissionen bis Ende 2007 gegenüber 2004 um 22% zu senken. Damit ist sie ihrem Ziel von 40% bis 2012 deutlich nähergekommen.
Energieverbrauch und Energieeffizienz
Der Energieverbrauch hat einen wesentlichen Einfluss auf die Umweltbilanz von UBS und ist massgeblich für deren Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im Rahmen des Programms von UBS zur Senkung des CO2-Ausstosses kommt der Steigerung der Energieeffizienz daher grosse Bedeutung zu. Dazu gehören Investitionen in energieeffiziente Technologien und die Förderung umweltbewussten Verhaltens. 2007 wurde UBS vom Energie-Modell Zürich dafür ausgezeichnet, dass sie ihre Energieeffizienz in der Schweiz sei 1997 um 17% verbessert hat. Für die Renovation ihrer Räumlichkeiten in Stamford wurde UBS vom US Green Building Council’s Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) das Silver und Gold Rating verliehen. Das Gebäude weist zahlreiche auf die Optimierung des Energieverbrauchs ausgerichtete Funktionalitäten auf. So wird zum Beispiel die Innenbeleuchtung je nach Aussenlicht automatisch über lichtempfindliche Sensoren angepasst. UBS hat zudem einen technischen Standard entwickelt, der weltweit auf Massnahmen angewendet wird, die zur Erhöhung der Energieeffizienz getroffen werden – beispielsweise in den Bereichen Bau, Ersatzinvestitionen und Modernisierung.
Erneuerbare Energie
Nebst ihren Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz ist UBS bestrebt, den eigenen Energiebedarf durch einen höheren Anteil an erneuerbaren Quellen zu decken. 2004 bezog sie für 24% ihres Energiebedarfs erneuerbare Energie und Fernwärme, 2007 waren es bereits 45%. UBS unterzeichnete im Berichtsjahr eine neue Vereinbarung (rund 210 GWh pro Jahr), gemäss der 90% des für ihre Gebäude in der Schweiz gelieferten Stroms künftig aus erneuerbaren Quellen wie Wasser- und Solarkraftwerken stammten. Überdies erwarb sie an den US-Strommärkten Renewable Energy Credits (RECs), die 2007 10% ihres Elektrizitätsverbrauchs in den USA entsprachen. Mit diesen beiden Verträgen hat UBS den Anteil der erneuerbaren Energie weiter erhöht und setzt so Initiativen fort, mit denen sie bereits 2000 in der Schweiz und 2003 in London begonnen hat.
Geschäftsreisen und Kompensation
Die Geschäftsreisen sind für einen bedeutenden Teil der Treibhausemissionen von UBS verantwortlich. UBS ermutigt ihre Mitarbeiter, umweltfreundliche Alternativen zum Flugund Strassenverkehr, wie beispielsweise Videokonferenzen, zu nutzen. Dennoch sind Geschäftsreisen für einen globalen Finanzdienstleister, der persönlichen Kundenbeziehungen eine zentrale Bedeutung beimisst, unumgänglich. UBS hat im Jahr 2006 daher entschieden, die im geschäftlichen Flugverkehr anfallenden Emissionen, d.h. über 110 000 Tonnen CO2 und damit rund ein Viertel des gesamten CO2-Ausstosses der Bank, zu kompensieren. Die Kompensation dieser Emissionen bedeutet, dass UBS ihre Emissionen von Flugreisen durch Investitionen in Projekte Dritter, die in gleichem Umfang zu einer Senkung der Treibhausgase beitragen, indirekt neutralisiert. Für das Jahr 2007 wählte die Bank Projekte in Brasilien, Indien, China und Deutschland aus, die sich durch die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards sowie einen zusätzlichen ökologischen und sozialen Nutzen auszeichnen.
Die Anleger und der Klimawandel
Als führender Wealth- und Asset-Manager möchte UBS Anlegern bei der Beurteilung der Risiken und Chancen, die sich ihnen durch den Klimawandel eröffnen, behilflich sein. Zu diesem Zweck erstellt UBS entsprechende Analysen und fördert das Bewusstsein der Anleger, indem sie Konferenzen und Seminare zu diesem Thema durchführt. Des Weiteren ist sie durch ihre Mitarbeit am «Carbon Disclosure Project» (CDP) bestrebt, die Datenverfügbarkeit zu verbessern.
Ende Januar 2007 veröffentlichte Wealth Management Research einen Bericht, der auf die wissenschaftlichen, technologischen und ökonomischen Hintergründe des Klimawandels eingeht. Die Autoren schreiben, dass der Klimawandel weit reichende Folgen für die Weltwirtschaft und das globale Investitionsklima haben wird. Der Bericht kommt zum Schluss, dass Massnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung nach und nach das Verhalten der Menschen, die Risikoprofile einzelner Industrien und die Investitionsaussichten beeinflussen werden. Gemäss dieser Analyse weisen Produkte und Prozesse für eine verbesserte Energieeffizienz sowie die Entwicklung von erneuerbaren bzw. CO2-armen Energien ein grosses Potenzial zur Eindämmung des Klimawandels auf.
2007 arbeiteten über 60 Analysten der Investment Bank zusammen an Studien über den Klimawandel. Das Analystenteam, welches die Versorgungsbranche abdeckt, wies bereits 2004 auf die Wechselwirkungen zwischen dem CO2-Ausstoss und Aktienkurs von Versorgungsunternehmen hin. Dieses Team publiziert gegenwärtig auch Artikel und Prognosen zur Entwicklung des CO2-Preises an den entsprechenden Handelsplätzen. Andernorts verfassen Sektorteams Berichte zu Fotovoltaik-, Wind- und anderen alternativen Energieträgern sowie zum Thema Energieeffizienz.
UBS untersucht nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels auf gewisse Unternehmen und Sektoren, sondern lädt auch regelmässig institutionelle Anleger und andere Kunden zu Konferenzen ein, die diese Themen behandeln. Allein im Jahr 2007 veranstaltete UBS acht Konferenzen und Seminare, an denen sich renommierte Referenten in London, Tokio, Hongkong, Amsterdam, Stockholm, Paris und New York zu Fragen zum Klimawandel äusserten. So gehört beispielsweise die UBS Global Alternative Energy Conference in New York zu den grössten Veranstaltungen ihrer Art. Dort bietet sich die Gelegenheit, Anleger und Manager von führenden Firmen dieses Sektors zu treffen.
UBS ist eines der Gründungsmitglieder des «Carbon Disclosure Project» (CDP), eines gemeinschaftlichen Projekts von institutionellen Anlegern. Dabei werden die weltweit grössten Unternehmen aufgefordert, Informationen zu ihren Treibhausgasemissionen sowie zu den Geschäftsrisiken und -chancen zu veröffentlichen, die sich für sie durch den Klimawandel ergeben. Im Gegensatz zu früheren Jahren schien sich 2007 das Bewusstsein der an der Umfrage beteiligten Firmen zunehmend in konkreten CO2-Strategien niederzuschlagen: 76% der befragten Unternehmen gaben Zielwerte und Zeitpläne für die Reduktion von Treibhausgasen an. Gegenüber den 48% im Vorjahr stellt dies eine markante Zunahme dar.
Anlageprodukte
UBS bietet verschiedene Anlageprodukte an, die einen direkten Bezug zum Klimawandel haben. Zum Angebot gehören Fonds wie Global Innovators und Japan Climate Change sowie Klimawandel-Zertifikate. Des Weiteren lancierte UBS für ihre Kunden den UBS Europe Carbon Optimized Index, den UBS Global Warming Index, den UBS Greenhouse Index und andere indexgebundene Produkte.
Finanz- und Beratungsdienstleistungen
Die Investment Bank von UBS ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Sie organisiert Finanzierungen und erbringt strategische und finanzielle Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, die in den Sektoren Biotreibstoff, Solar-, Wind-, Wellen- und andere erneuerbare Energien tätig sind. Seit 2006 war UBS an über 20 solchen Finanzierungstransaktionen federführend beteiligt, welche Firmen aus diesem Bereich zu insgesamt mehr als 5 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital verhalfen. Dadurch platzierte sich UBS in den letzten beiden Jahre in den ‹Top Fünf› von New Energy Finance, einem spezialisierten Anbieter von Finanzinformationen und Analysen für Anleger, die in erneuerbare Energien investieren. Von diesem erhielt UBS 2006 auch die renommierte Auszeichnung «Top Underwriter». UBS ist zudem an verschiedenen viel beachteten strategischen Unternehmenszusammenführungen beteiligt. Dazu zählt auch die Fusion zwischen US BioEnergy Corporation and VeraSun Energy Corporation, die als grösste Transaktion ihrer Art in die Geschichte des Biotreibstoffsektors einging.
UBS ist überdies Finanz- und Gründungspartner des Energy Building Retrofit Program, das im Rahmen der Klimainitiative der Clinton-Stiftung lanciert wurde. Das Programm, an dem neben UBS fünf weitere führende Finanzunternehmen, zehn der weltweit grössten Energiefirmen sowie 16 Weltstädte beteiligt sind, will den Energieverbrauch in bestehenden städtischen Gebäuden senken. Die an diesem Programm teilnehmenden Stadtregierungen und lokalen Hausbesitzer werden Gebäude sanieren, um deren Energieeffizienz zu steigern. Beteiligt sind unter anderem die Städte London, Paris, New York, Mexiko-Stadt und Tokio. UBS verpflichtete sich, Know-how und andere Ressourcen zur Schaffung von Finanzstrukturen einzubringen, um im Rahmen dieses Programms Kapital für öffentliche und private Projekte beschaffen zu können.
Handel mit CO2-Zertifikaten
UBS handelt aktiv Emissionszertifikate und ist Mitglied der Intercontinental Exchange (ICE), eines elektronischen Handelsplatzes für Energie und Emissionszertifikate in Verbindung mit der European Climate Exchange (ECX). Beim «Cap and Trade»-Emissionshandel, wie ihn beispielsweise die EU praktiziert, erhalten Unternehmen Emissionsrechte, die ihren Emissionsausstoss begrenzen («cap»). Unternehmen, die ihre Emissionen mit geringem finanziellem Aufwand verringern können, dürfen ihre ungenutzten Zertifikate an Unternehmen, die diese benötigen, weiterverkaufen («trade»). Dadurch wird ein Handel mit Emissionsrechten geschaffen, der dazu führt, dass Emissionsreduktionen kosteneffizient erfolgen. Durch den Handel mit CO2-Finanzinstrumenten kann UBS ihre Kunden bei ihren Aktivitäten an den Emissionsmärkten unterstützen.
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