Managementrechnung | ||||||||
Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben) | Wealth Management | Wealth Management | Business Banking | Global Wealth Management & | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am oder per | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 | 31.12.04 | 31.12.05 | 31.12.04 |
Total Geschäftsertrag | 9 011 | 7 693 | 5 156 | 4 736 | 5 071 | 5 039 | 19 238 | 17 468 |
Total Geschäftsaufwand | 4 850 | 4 297 | 4 844 | 4 707 | 2 882 | 3 026 | 12 576 | 12 030 |
Ergebnis vor Steuern | 4 161 | 3 396 | 312 | 29 | 2 189 | 2 013 | 6 662 | 5 438 |
Neugelder (Mrd. CHF) | 68,2 | 42,3 | 26,9 | 18,1 | 3,4 | 2,6 | 98,5 | 63,0 |
Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) | 982 | 778 | 752 | 606 | 153 | 140 | 1 887 | 1 524 |
Personalbestand (auf Vollzeitbasis) | 11 555 | 10 093 | 17 034 | 16 969 | 16 023 | 15 508 | 44 612 | 42 570 |
Global Wealth Management & Business Banking bietet über ein globales Geschäftsstellennetz vermögenden Privatkunden rund um die Welt sowie Privat- und Firmenkunden in der Schweiz umfassende Finanzdienstleistungen an. Wir stellen für all unsere Kunden Beratungsdienstleistungen, Finanzprodukte und Instrumente bereit, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Per 1. Juli 2005 wurden das US-, das Schweizer und das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft sowie das schweizerische Privat- und Firmenkundengeschäft in der neuen Unternehmensgruppe Global Wealth Management & Business Banking zusammengefasst. Die für das Municipal-Finance-Geschäft verantwortliche Einheit, die bis zu diesem Zeitpunkt bei Wealth Management US angesiedelt war, wurde in den Fixed-Income-Bereich der Investment Bank übertragen.
Die Führung der Unternehmensgruppe beruht auf einem vollständig integrierten Ansatz. Für die folgenden Einheiten weisen wir die Finanzergebnisse jedoch separat aus:
– Wealth Management International & Switzerland, deren Dienstleistungen sich an vermögende und sehr wohlhabende Kunden weltweit mit Ausnahme der USA richten.
– Wealth Management US, die Dienstleistungen für vermögende und wohlhabende Kunden in den USA bereitstellt.
– Business Banking Switzerland, die Privat- und Firmenkunden in der Schweiz betreut.
Die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ausgerichteten Geschäftseinheiten können ihr Potenzial nur dann voll ausschöpfen, wenn ihnen eine zuverlässige und effiziente Infrastruktur zur Verfügung steht. Die innerhalb von Global Wealth Management & Business Banking existierenden Supportbereiche stellen ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl diesen drei Einheiten der eigenen Unternehmensgruppe als auch solchen ausserhalb zur Verfügung.
Die von den Supportfunktionen erbrachten Dienste bzw. deren Kosten werden auf Basis eines Modells zur internen Leistungsverrechnung Business Banking Switzerland, Wealth Management International & Switzerland und Wealth Management US sowie weiteren Geschäftsbereichen von UBS zugeteilt.
2003 wurden unsere unabhängigen Privatbanken unter einem Holdingdach vereint und im Corporate Center ausgewiesen. Diese Holdinggesellschaft, die auch die auf das Asset Management spezialisierte Einheit GAM umfasste, wurde Ende 2005 an Julius Bär verkauft.
Wir sind im Wealth Management weltweit führend und wollen für Privatkunden rund um den Globus der bevorzugte Anbieter werden. Die Grösse und die Bedeutung unseres Wealth-Management-Geschäfts innerhalb von UBS bieten die Gewähr, dass wir uns langfristig optimal für die Interessen unserer Privatkunden einsetzen können. Unser Ziel ist es, unseren Kunden, wo auch immer sie mit UBS in Berührung kommen, ein einheitliches, positives Erlebnis zu bieten. Dieses gründet auf der hohen Qualität unseres Beratungsprozesses, in dessen Verlauf wir uns zuerst die Zeit nehmen, unseren Kunden zuzuhören, dann gemeinsam mit ihnen Lösungen erarbeiten und umsetzen und schliesslich die Ergebnisse überprüfen und daraus Erkenntnisse ziehen. Im Zentrum dieses Prozesses steht der Kundenberater. Eine sorgfältige Selektion sowie die Entwicklung und Unterstützung unserer Kundenberater spielen eine massgebliche Rolle, wenn es darum geht, unseren Kunden ein positives Erlebnis zu bieten und so langfristige persönliche Beziehungen zu UBS zu fördern.
Als die führende Schweizer Bank wachsen wir dadurch, dass wir eine umfassende Palette an hoch stehenden Bank-, Wertschriften- und operativen Dienstleistungen anbieten, zu denen Privat- und Firmenkunden über verschiedenste Kanäle Zugang haben.
Kostendisziplin war in der Zeit nach der Fusion von Bankgesellschaft und Bankverein 1998 ein wichtiger Erfolgsfaktor. Damals halfen die traditionellen Budgetvorgaben dem Management und den Mitarbeitern, die für die anschliessende Integration definierten Effizienzziele zu erreichen. Der Wahrnehmung potenzieller Ertragschancen wurde dabei jedoch meist zu wenig Beachtung geschenkt. Dieser Punkt gewann in der nächsten Entwicklungsphase von Global Wealth Management & Business Banking – jener des Wachstums und der Marktexpansion – dann aber an Bedeutung.
Der traditionelle Budgetprozess war sehr umfassend: In sorgfältiger und zeitaufwändiger Arbeit legten Führungskräfte und Controller jeweils die Zielvorgaben fest. Die Dreijahres-Businesspläne sowie die operativen Budgets mit festen Zielen waren sowohl «top down»- als auch «bottom up»-orientiert. Dieser Ansatz brachte jedoch mit sich, dass die Mitarbeiter wenig Anreiz hatten, nach neuen Wachs-tumsmöglichkeiten Ausschau zu halten. 2004 beschloss UBS daher im Rahmen eines Programms zur Förderung des unternehmerischen Denkens, den jährlichen Budget-prozess im internationalen Wealth-Management- und im schweizerischen Privat- und Firmenkundengeschäft abzuschaffen.
Der neue Prozess ermöglicht eine klare strategische Ausrichtung dank eines vereinfachten Businessplans für fünf Jahre auf oberster Ebene. Der Fokus liegt dabei auf strategischen Projekten und Initiativen, die es den Geschäftseinheiten erlauben, sich auf ihre Prioritäten zu konzentrieren. Auf operativer Ebene kann das Senior Management mithilfe einer gleitenden Budgetplanung (Rolling Forecast) über fünf Quartale rasch auf sich wandelnde Marktbedingungen reagieren und gegebenenfalls sofortige Korrekturmassnahmen einleiten.
Unternehmerisches Denken und Handeln bedeutet unter anderem, Entscheidungen zu treffen und einen Geschäftsansatz zu verfolgen, bei dem sich Ertrag, Kosten und Risiken die Waage halten. Dies wirkt sich direkt auf die Rolle der Führungskräfte sowie auf deren Kompetenzen und Verantwortlichkeiten aus. Sie entscheiden, wie viele Mitarbeiter ihre Einheit braucht, welches Know-how in ihren Teams vorhanden sein muss und wie die lokalen Marketingaktivitäten zu organisieren sind. Und sie zeichnen für diese Entscheidungen und letztlich auch für die Performance ihrer Einheit verantwortlich. Zusatzinvestitionen sollen auch zusätzliche Erträge einbringen. Doch auch die Mitarbeiter tragen mehr Verantwortung. Die Kundenberater formulieren nun ihre eigenen Geschäftsziele und entscheiden selbst, wie sie diese am besten erreichen.
Um auf diese Weise Entscheidungen zu treffen, braucht es transparente und detaillierte Informationen des Managements. Da Budgetzahlen als traditionelle Referenz nicht mehr zur Verfügung stehen, werden die aktuellen Leistungen an den Resultaten früherer Perioden gemessen und anhand der Ergebnisse bestimmter Vergleichsgruppen bewertet. Das spornt Führungskräfte, Kundenberater und andere Mitarbeiter an, Best Practices zu eruieren und durch einen aktiven Ideenaustausch voneinander zu lernen. So übernehmen Führungskräfte immer häufiger die Rolle eines Coach, der seine Mitarbeiter ermutigt und unterstützt, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und ihre eigenen Ambitionen zu verwirklichen.
Dieses innovative Konzept hat UBS sowohl in der Fachpresse als auch in den übrigen Medien Anerkennung eingebracht. Da sich die Realisierung dieses neuen Prozesses jedoch nicht auf eine einfache operative Prozessänderung beschränkt, sondern ein radikales Umdenken in der Unternehmenskultur voraussetzt, ist der effektive Erfolg letztlich schwer zu beziffern. Die im vergangenen Jahr gesammelten Erfahrungen waren positiv und gingen mit einer ausgezeichneten Finanzperformance einher.
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