Strategie und Organisation

Unsere Vision

UBS will das beste globale Finanzdienstleistungsunternehmen sein. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt auf dem Wealth Management, dem Investment Banking und Wertschriftengeschäft sowie dem Asset Management. Wir verdienen uns die Anerkennung und das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter laufend durch die Fähigkeit vorauszuschauen, zu lernen und unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Uns allen gemeinsam ist der Wille zum Erfolg. Dafür erbringen wir erstklassige Leistungen. Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, fundierte Finanzentscheide zu treffen. Unter Einbezug sämtlicher Ressourcen stellen wir durchdachte Lösungen und Dienstleistungen bereit. Wir fördern eine besondere Unternehmenskultur, die geprägt ist von Leistung, Lern- und Erfolgswillen, denn so gelingt es uns, die Besten als Mitarbeiter für unser Unternehmen zu rekrutieren, zu fördern und zu halten. Indem wir für immer mehr Talente zur ersten Adresse werden und unsere Kundenbasis kontinuierlich ausbauen, schaffen wir nachhaltigen Mehrwert für unsere Aktionäre.

Unsere Strategie

Als globales Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor arbeiten wir bereits seit vielen Jahren mit Firmen, institutionellen und Privatkunden auf der ganzen Welt zusammen. Auf globaler Ebene liegt der Schwerpunkt unserer Strategie auf dem Wealth Management, dem Investment Banking und Wertschriftengeschäft sowie dem Asset Management. In der Schweiz stehen das Privat- und Firmenkundengeschäft im Vordergrund. Dank unseres langfristigen Engagements sind wir heute ein erfolgreiches, gut diversifiziertes Unternehmen.

Geschäftsstrategien

Die Dienstleistungen unseres Wealth-Management-Geschäfts sind auf wohlhabende und sehr vermögende Kunden auf der ganzen Welt ausgerichtet. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie Anlagen im In- oder Ausland tätigen wollen. Die finanziellen Bedürfnisse vieler potenzieller Kunden werden immer anspruchsvoller. Darauf antworten wir mit erstklassigen Dienstleistungen, da diese im Vergleich zu standardisierten Produkten im Retailgeschäft über attraktivere Margen verfügen. Neben massgeschneidertem Service legen unsere Kunden Wert auf eine grosse Auswahl – aus diesem Grund erweitern wir unsere eigene Produktpalette mit einem breiten Spektrum an Drittprodukten, deren Qualität von uns zuvor sorgfältig geprüft wird.

Im asiatisch-pazifischen Raum geniessen wir im Wealth Management einen herausragenden Ruf, was uns dabei hilft, am gegenwärtigen Vermögenswachstum in grösserem Umfang zu partizipieren. Eine weitere wichtige Wachstumsregion ist Europa. Wir verfügen über eine solide Plattform in unseren fünf Kernmärkten – Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien – und bauen unsere Stellung dort weiter aus. Zu diesem Zweck rekrutieren wir qualifizierte Berater und tätigen Akquisitionen. In den USA geniessen wir dank der im Jahr 2000 erworbenen PaineWebber eine starke Präsenz. 2005 führten wir in einem wichtigen strategischen Schritt unser internationales, Schweizer und US-Wealth-Management-Geschäft zusammen. So lässt sich unser Ziel eines weltweit einheitlichen Wealth-Management-Angebots, dem wir bereits deutlich näher gerückt sind, schneller erreichen. Auch wird es noch einfacher, mit komplexen Produkten und Dienstleistungen aus dem ganzen Konzern auf die individuellen Kundenbedürfnisse zu reagieren. Die US-Sparte arbeitet nun im Rahmen einer globalen Wealth-Management-Organisation Hand in Hand mit unseren internationalen und Schweizer Einheiten.

Im Investment Banking und Wertschriftengeschäft werden wir unsere Spitzenposition weiter festigen und ausbauen. Dazu müssen wir das Wachstum in den drei Hauptsparten aufrechterhalten und gleichzeitig unsere Ertragsströme noch breiter abstützen. Wir wollen gemessen an Kundenanerkennung, Marktanteil und Rentabilität in die Spitzengruppe der globalen Investmentbanken vorstossen. Zu diesem Zweck nutzen wir unsere bestehende Plattform, um organisch zu wachsen, und wahren unseren Ruf als konsequenter Risikomanager. Wir werden weiterhin in die technologische Infrastruktur investieren, um neue Systeme zu entwickeln, die das Wachstum auf komplexen Gebieten erleichtern. Die Bedürfnisse der Kunden wandeln sich. Gegenwärtig steht für uns die Entwicklung von Multi-Produkt-Lösungen im Vordergrund, für die in rasch wachsenden Kundensegmenten wie Finanzsponsoren, Hedge Funds und Wealth Manager eine grosse Nachfrage besteht. Des Weiteren wollen wir nach wie vor Lücken in bestehenden Bereichen schliessen und das Neugeschäft in aufstrebenden Märkten vorantreiben. Dazu bauen wir eine Onshore-Präsenz in Ländern wie China, Indien, Russland und Brasilien sowie in Nahost auf.

Als einer der weltweit führenden Vermögensverwalter sind wir im Asset-Management-Geschäft für institutionelle und Wholesale-Kunden ausgezeichnet positioniert. Dank unserer soliden Anlageperformance in der Vergangenheit und unserem ausgezeichneten Ruf werden wir vom erwarteten Wachstum im institutionellen und im Wholesale-Markt profitieren, wenn privates Sparen als Ergänzung zur staatlichen Vorsorge immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wir rechnen damit, dass sich die Kundennachfrage zunehmend polarisiert. Der Preisdruck bei standardisierten Produkten wird sich verstärken, doch sind die Kunden nach wie vor bereit, für neue oder massgeschneiderte Lösungen mehr zu bezahlen. Als wichtiger, weltweit präsenter Vermögensverwalter mit einem breiten Spektrum an traditionellen und alternativen Angeboten sind wir gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren.

Im Schweizer Privat- und Firmenkundengeschäft ist unsere Strategie darauf ausgerichtet, unsere Stellung als führende Bank des Landes zu stärken. Dazu nutzen wir die sich uns bietenden Gelegenheiten, Marktanteile in ausgewählten Segmenten hinzuzugewinnen. Unsere Aktivitäten im Privatkundengeschäft werden sich aber wie bis anhin auf den Schweizer Markt beschränken.

Wachstum

Unsere Zukunft liegt im Wachstum – und unsere Branche bietet zahlreiche Möglichkeiten dazu (siehe Kapitel «Branchentrends» auf den Seiten 14–16).

Wir werden weiter wachsen – organisch und auch durch Ergänzungsakquisitionen. Dabei werden wir weder unsere strategische Positionierung noch unser Wettbewerbsprofil grundlegend ändern. Unsere erfolgreiche, unverwechselbare Strategie zielt darauf ab, uns in ausgewählten Bereichen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial eine globale Führungsposition zu sichern. In diesen Schwerpunktbereichen verfügen wir über eine beachtliche Grösse und können uns daher primär auf organische Weiterentwicklung konzentrieren. So vermeiden wir die Risiken grosser Fusionen, die ausserdem durch ihre anspruchsvolle Umsetzung Managementkapazität binden. Selektive Übernahmen hingegen, die unsere Position in den Kerngeschäften rasch und effizient stärken, bleiben Teil unserer Strategie.

Dass diese Erfolg hat, zeigt sich an unserer führenden Stellung im Wealth Management. Seit 1999 haben wir konsequent in eine höhere Beratungsqualität investiert und dazu Produkte entwickelt, die sich gezielt nach den individuellen Anforderungen der Kunden richten. Die Prozesse und Abläufe wurden ebenfalls stetig optimiert. Jüngstes Beispiel dafür ist der Mitte 2005 erfolgte Übergang zu einem globalen Wealth Management durch die Integration des US-Geschäfts. In Ergänzung unserer aktuellen Bestrebungen, organisch zu wachsen, haben wir eine Reihe von Akquisitionen getätigt, die im Vorfeld kritisch daraufhin geprüft wurden, ob sie zur geschäftlichen Ausrichtung und Unternehmenskultur von UBS passen. Besonders deutlich zeigt sich der Erfolg unserer Strategie in Europa, wo die verwalteten Kundenvermögen von 16 Milliarden Franken im Jahr 2001 auf 114 Milliarden Franken per Ende 2005 geklettert sind. Gleichzeitig macht das europäische Wealth Management nun einen Anteil von 12% am internationalen und schweizerischen Vermögensverwaltungsgeschäft aus, verglichen mit nur 3% bei Beginn unserer Expansionsbestrebungen im Jahr 2001.

Ein entscheidender Wachstumsschritt, den wir 2005 vollzogen, war die Schaffung von Dillon Read Capital Management (DRCM), einer neuen, auf alternative Anlagen spezialisierten Vermögensverwaltungseinheit. Die aus dem Bereich Fixed Income, Rates and Currencies der Investment Bank ausgegliederten Einheiten Principal Finance und Commercial Real Estate werden fortan den Kern der neuen Einheit innerhalb von Global Asset Management bilden. Von diesem Transfer im ersten Halbjahr 2006 werden rund 120 Personen betroffen sein. Die von diesem Team verfolgten Handelsstrategien werden künftig auch einer beschränkten Anzahl Kunden für Mitinvestitionen offen stehen und mit neuen Anlageprodukten ergänzt. Mit DRCM decken wir die wachsende Nachfrage der Kunden nach langfristigen alternativen Anlagemöglichkeiten ab, wie sie von führenden Vertretern der Branche angeboten werden, und erschliessen eine neue Einnahmequelle mit einer Handelsaktivität, die bislang nur für eigene Zwecke genutzt wurde.

Unsere Marke ist ein weiterer zentraler Baustein unserer Wachstumsstrategie und ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz. Unsere Bemühungen tragen weiter Früchte: 2005 rückte UBS auf der von BusinessWeek veröffentlichten Liste der 100 wertvollsten Marken auf den 44. Rang vor. Damit machte sie gegenüber 2004, als sie erstmals auf der Liste erschien, einen Platz gut. Die Rangliste mit Benchmarkcharakter stützt sich auf eine Studie der führenden Branding-Agentur Interbrand.

Wachstum in unseren Schwerpunktbereichen bedingt auch die fortlaufende Veräusserung von Nichtkerngeschäften und -beteiligungen. Ende August 2005 unterzeichnete UBS Verträge zum Verkauf ihrer 55,6%-Beteiligung an Motor-Columbus an ein Schweizer Konsortium zum Preis von rund 1,3 Milliarden Franken. Dies wird die Schaffung eines bedeutenden schweizerisch-europäischen Energieunternehmens mit Schweizer Mehrheitsbeteiligung ermöglichen.

Im Dezember 2005 schloss UBS überdies den Verkauf von Private Banks & GAM an Julius Bär ab, nachdem die erfolgreiche Finanzierung sichergestellt war und die notwendigen Genehmigungen vorlagen. Mit der Gründung der Einheit im Jahr 2003 hatte UBS die Schaffung einer Plattform für ihre unabhängigen Privatbanken beabsichtigt, um es diesen zu erlauben, ihr Wertschöpfungs- und Wachstumspotenzial besser auszunützen. UBS hält weiterhin einen Anteil von 20,7% in Form einer reinen Finanzanlage an der neuen Gruppe. Diese soll durch die Transaktion in die Lage versetzt werden, eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Schweizer Private-Banking-Markts zu spielen.

Finanzielles Ergebnis, Risiko- und Kapitalbewirtschaftung

UBS ist auf die Wahrung einer soliden Bilanz, ihrer Kapitalkennzahlen und ihrer Kreditratings bedacht. Gleichzeitig will sie das Betriebskapital zur Schaffung von Mehrwert für die Aktionäre einsetzen. Unter normalen Rahmenbedingungen generieren wir bedeutend mehr Kapital, als wir benötigen. Dieses wird vorrangig zum Ausbau unseres Geschäfts eingesetzt. Fehlen attraktive Investitionsmöglichkeiten, zahlt UBS überschüssiges Kapital aber auch durch direkte Ausschüttungen oder Aktienrückkäufe an ihre Aktionäre zurück.

Risiken liegen in der Natur des Bankgeschäfts. Deshalb besteht unser übergeordnetes Ziel darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite zu erreichen. Wir legen Wert darauf, die Anfälligkeit auf Risiken aus extremen Stresssituationen zu beschränken und somit übermässige negative Auswirkungen auf unser Ergebnis zu vermeiden.

Kredit- und Marktrisiko galten lange Zeit als bedeutendste Risiken im Bankgeschäft. Heute ist das operationelle Risiko – das Risiko also, das sich aus der Geschäftstätigkeit selbst ergibt – jedoch genauso wichtig. Unser Management investiert viel Zeit und Energie in die Erarbeitung der Grundsätze zur Bewirtschaftung unserer operationellen Risiken. Damit wollen wir diese Risiken begrenzen und sicherstellen, dass wir über die erforderlichen Informationen verfügen, um die Notwendigkeit neuer oder zusätzlicher Kontrollmechanismen fundiert beurteilen zu können.

Hervorgehobener Inhalt in Spalten

Spalte 1: Asien/Pazifik-Strategie von UBS

Eine der wichtigsten Aufgaben von UBS wird in den nächsten Jahren der Ausbau ihrer bereits starken Präsenz in der Region Asien-Pazifik sein. Man könnte zunächst annehmen, dass dieses Ziel wie gewohnt durch neue Produkte und Systeme sowie die Rekrutierung zusätzlicher Mitarbeiter zu erreichen ist. Für die Region Asien-Pazifik gilt dies aber nicht: Auf einem derart grossflächigen Gebiet – der Flug von Mumbai nach Sydney dauert zwei Stunden länger als jener von London nach Hongkong – müssen globale Unternehmen zahlreiche Hindernisse überwinden. Die Region ist kulturell äusserst vielfältig. Die Sprachbarrieren, sei es in der mündlichen oder schriftlichen Kommunikation, sind nicht zu unterschätzen, und auch die Zeitzonen stellen für Unternehmen mit Hauptsitz in Europa oder Nordamerika ein Problem dar. Viele dieser Länder blicken auf eine instabile wirtschaftliche und politische Vergangenheit zurück. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten haben etliche von ihnen auf ein demokratisches System umgestellt.

Doch obwohl die gesamte Region mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmacht, beschränkt sich ihr Anteil am globalen Bruttoinlandprodukt (BIP) auf 24%, an der internationalen Börsenkapitalisierung auf 26% und an den investierbaren liquiden Mitteln der wohlhabenden Privatpersonen rund um den Globus auf 27%. Kurz: Das Wachstumspotenzial ist enorm. Dies zeigt sich ganz deutlich an China, das der kräftigste Wachstumsmotor Asiens und mittelfristig der Weltwirtschaft bleiben dürfte. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wies das Land im Jahr 2000 das siebthöchste BIP aus – letztes Jahr bereits das vierthöchste. Der IWF rechnet damit, dass die chinesische Wirtschaft bis 2015 an die zweite Stelle vorrückt und nur noch von den USA übertroffen wird. Die Zahlen sprechen für sich. Es ist demnach zu erwarten, dass der Prozentanteil des asiatisch-pazifischen und des chinesischen Finanzdienstleistungsgeschäfts am globalen Gesamtkuchen weiter steigen wird.

Mit einer Präsenz in 14 Ländern – die wichtigsten Drehscheiben befinden sich in Hongkong, Singapur, Japan und Australien – zählt UBS zu den grössten und am schnellsten wachsenden Finanzdienstleistern der Region. Im Jahr 2005 stieg die Anzahl Mitarbeiter um über 20% auf rund 8% des Gesamtpersonalbestands weltweit. UBS zählt gut die Hälfte aller Milliardäre Asiens zu ihrem Kundenkreis. Mit verwalteten Vermögen von 114 Milliarden Franken ist sie derzeit der führende Wealth Manager für sehr vermögende Privatkunden in der Region. Das Geschäft wächst ungebremst: Im vergangenen Jahr beispielsweise erhöhten sich die verwalteten Vermögen um 44%. Darin widerspiegelt sich der kräftige Neugeldzufluss, der gegenüber dem Jahr zuvor um 78% auf insgesamt 18,5 Milliarden Franken stieg. In Ranglisten für die Bereiche M&A, Equity Capital Markets und Debt Capital Markets figuriert die Investment Bank regelmässig unter den Top drei. UBS erfreut sich überdies eines raschen Wachstums in der Sparte Fixed Income, Rates and Currencies sowie einer kräftigen Expansion im Asset Management. Dealogic setzte uns Ende 2005 auf Platz eins der Rangliste von Investmentbanken im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) mit einem Marktanteil von 7,6%. Unter Einbezug von Japan nimmt UBS im Aktiengeschäft der Region die führende Position ein.

UBS wird ihre Ziele durch organisches Wachstum erreichen, indem sie Lücken in einzelnen Bereichen schliesst sowie selektiv und strategisch neue Mitarbeiter einstellt. Denkbar sind auch Akquisitionen, sofern sie passend sind, oder Jointventures, wo dies erforderlich ist. Grundsätzlich will sie in allen Ländern der Region investieren. Der strategische Schwerpunkt liegt indes auf Japan, China und Indien sowie auf Plänen, das inländische Wealth- und Asset-Management-Geschäft voranzutreiben.

UBS hat vom chinesischen State Council die Bewilligung zur Restrukturierung von Beijing Securities erhalten. Dies wird gemäss einer strategischen Vereinbarung vom September 2005 in Zusammenarbeit mit der zuständigen Behörde SASAC (State-owned Assets Supervision and Administration Commission) und der International Finance Corporation (IFC) geschehen. Was auf den ersten Blick wie die ungewöhnlich zügige Umsetzung eines gewichtigen strategischen Entscheids aussieht, ist in Tat und Wahrheit das Ergebnis sorgfältiger und langfristig orientierter Aufbauarbeit. UBS zählte zu den ersten ausländischen Unternehmen, die in China Fuss fassten. Im Jahr 1989 eröffnete sie eine Vertretung in Peking, vier Jahre später folgte eine in Schanghai und im letzten Jahr eine weitere in Guangzhou. Als Qualified Foreign Institutional Investor (QFII) weist UBS heute mit 800 Millionen US-Dollar nach wie vor die höchste QFII-Quote aus. Die QFII-Quote befähigt die Bank, im Auftrag nicht chinesischer Kunden mit inländischen Aktien und Anleihen zu handeln. Die Investment Bank unterhält bereits seit 1985 Beziehungen mit China und war in beratender oder ausführender Funktion an einer Reihe wegweisender Transaktionen beteiligt. Die Geschäftsstelle in Peking, die ihre Tätigkeit im August 2004 aufnahm, stellt für institutionelle und Firmenkunden in China massgeschneiderte Lösungen zur Bewirtschaftung von Zins- und Währungsrisiken bereit.

Japan geniesst nach wie vor in allen Geschäftsbereichen hohe Priorität. Im September 2004 lancierte UBS ihr Vermögensverwaltungsgeschäft in Tokio neu. Im Dezember 2005 erhielt sie die Genehmigung zur Eröffnung eines Vermögensverwaltungsgeschäfts (Zweigstelle) in Osaka, der zweitgrössten Stadt Japans. Dies ist ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau unserer Präsenz vor Ort. Das M&A-Geschäft in Japan verzeichnete in den letzten Jahren einen regelrechten Boom: Das Volumen kletterte von 43 Milliarden US-Dollar und 1014 Transaktionen im Jahr 2002 auf 142 Milliarden US-Dollar und 1718 Transaktionen im Jahr 2005. UBS war 2005 als Beraterin an folgenden wichtigen M&A-Transaktionen in Japan beteiligt: für Sumitomo Trust & Banking bei der Übernahme von First Credit, für Sankyo bei der Bildung eines Jointventure mit Daiichi Pharmaceutical, für Nippon Shinpan bei der Fusion mit UFJ Card und für Shinwa Bank bei der Gründung eines Jointventure mit Orix Corporation zwecks Wiedereinbringung notleidender Kredite.

In Indien konzentriert sich unser 1990 gegründetes Wertschriftenhaus in Mumbai auf Investment-Banking-Beratung und Dienstleistungen im Wertschriftenhandel. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern sind wir kein Jointventure mit einem lokalen Partner eingegangen. Letztes Jahr führte UBS in Indien eine Reihe bedeutender Beratungsgeschäfte durch: beispielsweise die grösste M&A-Transaktion der nationalen Elektronikbranche, die grösste Akquisition durch ein indisches Pharmaunternehmen, den grössten Block Trade, die grösste Emission von ADS (American Depository Shares) sowie den grössten Börsengang. 2006 wird in Hyderabad ein UBS Service Center entstehen – die erste firmenweite Offshoring-Initiative der Bank. Fürs Erste werden dort 500 Mitarbeiter beschäftigt sein, die für sämtliche UBS-Geschäftsbereiche Dienstleistungen erbringen können.

Am Beispiel Australiens lässt sich das integrierte Geschäftsmodell von UBS vielleicht am besten veranschaulichen. In Australien ist UBS führend im Investment Banking und im Wertschriftenhandel. Im Asset Management verstärkt sie ihre Präsenz laufend. Im fragmentierten Markt des Wealth Management verfügt UBS über eine ausgezeichnete Stellung. Diese soll durch zusätzliche Mitarbeiter, neue Produkte und modernere Technologieplattformen sowie die Nutzung des Bekanntheitsgrads von UBS in Australien weiter gefestigt werden.

Der Ausblick für die Region Asien-Pazifik ist viel versprechend, der Markt aber hart umkämpft. Bestimmte Bereiche sind von etablierten Konkurrenten geprägt. In einigen Ländern sind politische Unruhen nicht auszuschliessen, und das regulatorische Umfeld unterscheidet sich grundlegend von Staat zu Staat. Trotzdem beurteilt UBS die Zukunft der Region und die sich bietenden Geschäftschancen äusserst zuversichtlich. Deshalb unternimmt sie ihr Möglichstes, um den Geschäftseinheiten im asiatisch-pazifischen Raum die Infrastruktur, Management- und sonstigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die für eine Expansion notwendig sind.

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