Industriebeteiligungen

Am 31. Dezember 2005 bestand der Bereich Industriebeteiligungen (Industrial Holdings) aus den Private-Equity-Anlagen von UBS sowie der Finanzholding Motor-Columbus. Deren einziger bedeutender Vermögenswert ist eine Beteiligung von 59,3% an der Atel-Gruppe, einem europaweit tätigen Energieunternehmen.

Ende September 2005 unterzeichnete UBS Verträge zum Verkauf ihrer 55,6%-Beteiligung an Motor-Columbus. Die Käuferschaft bilden ein Konsortium schweizerischer Atel-Minderheitsaktionäre, die EOS Holding und die Atel sowie die französische Elektrizitätsgesellschaft Electricité de France. Ende Februar stimmten die Wettbewerbsbehörden der Schweiz und der Europäischen Union (EU) dem Verkauf ohne Auflagen zu. Im Zeitpunkt der Drucklegung dieses Jahresberichts (8. März 2006) ist zu erwarten, dass die Transaktion abgeschlossen werden kann, sobald alle vertraglichen Bedingungen erfüllt sind und die Organe der jeweiligen Käufergesellschaften ihre Zustimmung erteilt haben.

Im ersten Quartal 2005 übertrugen wir unsere Private-Equity-Anlagen, die zuvor innerhalb der Investment Bank ausgewiesen wurden, ins Segment Industriebeteiligungen. Dieser Transfer erfolgte im Rahmen unserer Strategie, die Aktivitäten in dieser Anlagekategorie weiter zu reduzieren und Möglichkeiten für Desinvestitionen zu nutzen. Auch wird unsere Rechnungslegung dadurch transparenter, da wir unser Kerngeschäft Finanzdienstleistungen besser von unseren Beteiligungen an Industriefirmen abgrenzen können.

Das Segment Industriebeteiligungen erzielte 2005 ein Ergebnis von 719 Millionen Franken, wovon 512 Millionen Franken den UBS-Aktionären zurechenbar waren. 2005 wurden vier vollumfänglich konsolidierte Beteiligungen veräussert.

Die nicht konsolidierten Private-Equity-Anlagen, einschliesslich der nach der Equity-Methode verbuchten, wiesen 2005 einen Gewinn aus Veräusserungen von 684 Millionen Franken aus. Die zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen sanken auf 0,7 Milliarden Franken (Stand 31. Dezember 2005), gegenüber 1,2 Milliarden Franken im Vorjahr. Der mittels Desinvestitionen erzielte Ertrag wurde durch die Beanspruchung bestehender Verpflichtungen teilweise neutralisiert. Der Fair Value dieser Position des Portfolios sank im Berichtsjahr von 1,7 Milliarden Franken 2004 auf 1,0 Milliarden Franken. Die nicht beanspruchten Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2005 auf 367 Millionen Franken, nachdem sie Ende 2004 noch 769 Millionen Franken betragen hatten. Dieser Rückgang ist primär dem Ausstieg aus einer Beteiligung zuzuschreiben.

 

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