Wichtige Ereignisse:
Schweiz und die Welt
Wichtige Ereignisse:
UBS AG
Der Wechsel vom Jahr 1999 zum Jahr 2000 findet ohne Schwierigkeiten statt. Der befürchtete “Millenium Bug„ – bei älteren Softwareprogrammen fehlt die vierstellige Jahreszahl und könnte beim Sprung über die Jahrhundertwende einen Sytemzusammenbruch verursachen – findet nicht statt.
645 Millionen Dollars an Fluchtgeldern des ehemaligen nigerianischen Diktators Abacha werden auf einigen Banken in der Schweiz gesperrt (21. Januar) und verursachen einen Imageschaden für den Finanzplatz Schweiz.
Mehrere amerikanische Internet-Dienste werden durch Hacker lahmgelegt (7.Februar).
In Deutschland soll das grösste Finanzinsitut der Welt entstehen: Deutsche Bank und Dresdner Bank geben am 7. März ihre Fusion bekannt. Das neue Gebilde würde eine Bilanzsumme von 2'080 Milliarden Franken haben. Am 5.April platzt der Zusammenschluss wegen Unvereinbarkeit der Vorstellungen zum Investmentgeschäft.
Im März beginnt der Kurszerfall der weltweit hochgelobten Technologieaktien.
Am 23. März einigen sich die deutsche und die amerikanische Regierung auf einen Betrag von 10 Milliarden Mark, der durch die deutsche Wirtschaft und den deutschen Staat für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg aufgebracht werden muss.
Wladimir Putin gewinnt am 26. März die russischen Präsidentschaftswahlen.
Die Deutsche Börse und der London Stock Exchange geben am 3. Mai ihre Fusion bekannt. Unter dem Namen iX (International Exchange) soll Europas grösster Aktienmarkt entstehen.
Am 4. Mai verursacht das E-Mail Virus “I love you„ aus Manila Milliardenschäden weltweit.
Die Schweizer stimmen mit 67,2 % den bilateralen Verträgen mit der EU zu (21.Mai).
Im Mai sinkt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz seit 1992 erstmals wieder unter 2%.
Der Microsoft-Konzern soll durch den Entscheid eines amerikanischen Bundesrichters in zwei Unternehmen für Betriebssoftware und Applikationen aufgeteilt werden (7. Juni).
Seit der Trennung von Korea in zwei Staaten (1953) treffen sich am 14.Juni die beiden Regierungschefs erstmals zu einem Gipfeltreffen in Pjongjang.
Beim Gipfeltreffen von Feira in Portugal einigen sich die EU-Staaten auf einen Steuerkompromiss, der das Bankgeheimnis auflösen soll, was auch Folgen für die Schweiz haben könnte (20. Juni).
Am 22. Juni bezeichnet die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) Liechtenstein als kritischen Standort bezüglich Geldwäscherei.
Am 17. Januar beginnt das angekündigte Aktienrückkauf-Programm mit dem Ziel einer Kapitalherabsetzung. Der Rückkauf erfolgt über eine zweite Handelslinie an der SWX Swiss Exchange.
Mit sofortiger Wirkung gibt sich die UBS am 18. Februar eine neue Geschäftsstruktur, bestehend aus den drei Unternehmensgruppen UBS Schweiz, UBS Asset Management und UBS Warburg.
UBS Schweiz, geführt von Stephan Haeringer, besteht aus dem bisherigen Privat- und Firmenkundengeschäft, sowie den Private Banking- Dienstleistungen (onshore und offshore)
Georges Gagnebin
unter der Leitung von Georges Gagnebin als CEO, welche in der Schweiz und in den wichtigsten internationalen Finanzzentren angeboten werden.
UBS Warburg wird von Markus Granziol
und UBS Asset Mangement von Peter Wuffli geführt.
Brinson Partners und Phillips & Drew (London), die beiden institutionellen Vermögensverwalter von UBS Asset Management, legen ihre Vermögensverwaltungsgeschäfte und Researchkapazitäten zusammen, um eine gemeinsame globale Plattform mit über 600 Anlagespezialisten in allen wichtigen Finanzzentren der Welt zu bilden (2. März).
Im Geschäftsjahr 1999 erzielte UBS einen Reingewinn nach Steuern von 6,3 Milliarden CHF. Der Personalbestand im UBS Konzern erreichte 49'058 Personen, das Eigenkapital belief sich auf 34,8 Milliarden CHF und die Bilanzsumme betrug 981,6 Milliarden CHF (9. März).
An der ordentlichen Generalversammlung der UBS vom 18. April genehmigten die Aktionäre den Geschäftsbericht für 1999 und erteilten den Organen des Unternehmens Entlastung. Dem Antrag des Verwaltungsrates, die Dividende um 1.- Franken auf 11 Franken zu erhöhen, wurde ebenso zugestimmt wie dem 2:1 Split des Nominalwertes der Aktien von 20 auf 10 Franken.
Ab 16. Mai beginnt der Handel der globalen Namenaktie von UBS an der New Yorker Stock Exchange. UBS ist damit der erste nichtamerikanische Finanzdienstleistungskonzern an der NYSE und schafft sich günstigere Voraussetzungen für einen leichteren Zugang zu US-Investoren und erhöht die strategische Flexibilität zur Wahrnehmung möglicher Expansionschancen in den USA.
Eine Gruppe ausländischer Privatinvestoren, vertreten durch die Banque de patrimoines privés Genève bpg sa, kauft von UBS die Bürgenstock Hotels (16. Mai).
UBS verkauft ihre Beteiligung von 28,3 % an der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft (21. Juni).
Am 29. Juni schliesst UBS ihr Aktienrückkauf-Programm ab. Innerhalb von fünf Monaten wurden 4,3 % des Aktienkapitals im Markt zurückgekauft.
Im amerikanischen Camp David werden die Nahost-Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern ohne Abkommen abgebrochen (25.Juli). In der Folge kommt es zu schweren Auseinandersetzungen in den besetzten Gebieten und in Israel, die bis Ende Jahr nicht aufhören.
In New York wird am 26.Juli der Schweizer Grossbanken-Vergleich von 1998 über 1,25 Milliarden Dollar mit den jüdischen Organisationen und den Klägern der Class-Action durch den Richter Edward Korman genehmigt. Neu erlässt er u.a. eine Meldepflicht für Schweizer Unternehmen, die im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter beschäftigt hatten. Der Plan zur Verteilung der Zahlungen an die verschiedenen Klägergruppen wird am 22.November genehmigt. Die Schweizerische Bankiervereinigung wird verpflichtet, eine Namenliste von Inhabern von geschlossenen und von nachrichtenlosen Konten aus der Kriegszeit zu veröffentlichen, die Holocaust-Opfer hätten sein können.
Credit Suisse Group übernimmt für 19,7 Milliarden Franken die amerikanische Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette (30.August).
Der Ölpreis steigt auf den Höchstpreis von 36 Dollar pro Fass, was die OPEC am 11. September zur Erhöhung der Fördermengen veranlasst.
Am 13. September kündigt die Chase Manhattan Bank die Übernahme von J.P.Morgan an.
Das amerikanische Haushaltsjahr schliesst Ende September mit einem Überschuss von 237 Milliarden Dollar ab.
Bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl vom 7. November kommt es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem demokratischen Vizepräsident Al Gore und dem Republikaner George W. Bush. Entschieden wird die langwierige Auseinandersetzung um das Nachzählen der Wahlstimmen erst durch einen Beschluss des Obersten Gerichtes der USA am 13. Dezember. Gore erhält zwar landesweit 333'000 Stimmen mehr, Bush gewinnt aber 271 Elektorenstimmen.
14 Jahre nach dem Reaktorunglück wird in der Ukraine am am 15. Dezember das Kernkraftwerk von Tschernobyl endgültig abgestellt.
UBS Private Banking lanciert die Sports and Entertainment Group (SEG), die sich um die massgeschneiderten Kundenwünsche und Finanzlösungen für hauptsächlich junge Athleten, Künstler und Entertainer kümmert (14. Juli).
UBS unterstützt die Grundsätze der UNO-Initiative "Global Compact" und führt konzernweite Umweltrichtlinien mit Schwerpunkten im Bankwesen, der Betriebsökologie und beim Umweltmanagement ein (26. Juli).
Marcel Ospel und Don Marron
"UBS schliesst sich mit PaineWebber zusammen" wurde im Jahr 2000 zur wichtigsten Schlagzeile für UBS. Der Zusammenschluss wurde am 12. Juli angekündigt und von einer ausserordentlichen Generalversammlung der UBS-Aktionäre am 7.September gutgeheissen. Die Aktionäre von PaineWebber stimmten am 23. Oktober ebenfalls zu und am 3. November war der Zusammenschluss vollzogen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 11,8 Milliarden USD. Zu diesem Zeitpunkt war PaineWebber einer der vier grössten amerikanischen Vermögensverwalter mit 8'554 Finanzberatern in 385 Geschäftsstellen.
Eine gezielte Virusattacke gegen e-banking-Kunden, welche die UBS PIN Software verwenden, konnte erfolgreich verhindert werden (17. August).
Die Basler Versicherung erwirbt von UBS die Solothurner Bank SoBa. Diese umfasst 19 Geschäftsstellen mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit dem Verkauf erfüllt UBS eine Auflage der Wettbewerbskommission, welche im Zusammenhang mit der Fusion der Schweizerischen Bankgesellschaft und dem Schweizerischen Bankverein zur UBS AG gemacht worden war. Die Transaktion wird im Herbst 2000 abgeschlossen (22. August).
Nach über 30 Jahren Geschäftstätigkeit von UBS in Japan unternimmt die japanische Finanzaufsichtbehörde FSA (Financial Supervisory Agency) bei UBS AG eine routinemässige Inspektion der Aktivitäten in diesem Land, was von UBS begrüsst wird (24. August).
Um die Realisierung des Projekts Eurogate beim Hauptbahnhof Zürich voranzutreiben vergeben die UBS als Bauherrin und die Stadt Zürich Studienaufträge an acht renommierte Architekturbüros aus dem In- und Ausland. Diese sollen in einem Architekturwettbewerb Lösungen für den Wohnbereich von mehreren hundert Wohnungen erarbeiten (1.September).
Als eine der ersten Banken Europas bietet UBS seinen e-banking-Kunden mit dem e-banking WAP die Möglichkeit, einfach und sicher Börsenaufträge an über 80 Börsenplätzen und Devisengeschäfte über WAP-Mobiltelefone zu tätigen sowie Konto- und Depotinformationen abzufragen (5.September).
Alex Krauer, Präsident des Verwaltungsrates, erklärt auf die Generalversammlung von 2001 hin seinen Rücktritt. Der Verwaltungsrat schlägt auf diesen Zeitpunkt Marcel Ospel zur Wahl als Nachfolger vor und beabsichtigt, den Verwaltungsrat generell zu internationaliseren. Als neuen Präsidenten der Konzernleitung bestimmt der Verwaltungsrat den gegenwärtigen Group Chief Financial Officer Luqman Arnold, der zusätzlich die Leitung des Corporate Centers beibehalten wird und damit für die Finanz- und Risikofunktionen direkt zuständig bleibt (11. Oktober).
Elf international tätige Banken, darunter auch UBS, und Transparency International, eine global tätige Antikorruptionsorganisation, stellen am 30. Oktober die "Wolfsberg Anti-Money-Laundering (AML) Principles" vor. Dabei handelt es sich um Richtlinien zur Bekämpfung der Geldwäscherei. Weil eines der wichtigsten Treffen zu deren Ausarbeitung auf dem Wolfsberg (Ostschweiz) stattfand, wurde die Bezeichnung Wolfsberg Principles gewählt.
Im Zusammenhang mit der Übernahme von PaineWebber begibt UBS eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 12 Millionen Aktien aus dem Genehmigten Kapital und 7 Millionen eigener Aktien aus den Finanzanlagen (2. November).
UBS Asset Management übernimmt Fondsvest AG, eine auf unabhängige Beratungs- und Vertriebsleistungen im Fondsgeschäft spezialisierte Vermögensverwaltungsgesellschaft in Zürich mit insgesamt 35 Mitarbeitern. Die Firma bietet Zugriff auf über 1600 Anlagefonds von 60 in- und ausländischen Fondsanbietern (7. November).
Als erstes Schweizer Finanzinstitut bietet UBS ihren Firmenkunden einen vollelektronischen Rechnungskreislauf zwischen Rechnungssteller, Bank und Rechnungsempfänger (EBPP, "electronic bill presentment and payment"). Dazu wird eine auf die spezifischen Bedürfnisse der Firmenkunden zugeschnittene Software verwendet, welche auf dem von mehreren Schweizer Banken in Zusammenarbeit mit Europay entwickelten Paynet basiert (16. November).
Der UBS Art Award 2000 wird an Martina Gmür, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel, verliehen. Diese Auszeichnung, welche zum ersten Mal verliehen wurde, ist ein internationaler Kunstwettbewerb, für den Studenten aus den Abschlussklassen von zwanzig ausgewählten Kunsthochschulen aus zehn Ländern eingeladen wurden. Mit diesem Engagement unterstreicht UBS Private Banking die Absicht, junge talentierte Künstler und die Malerei der Zukunft zu fördern (8. Dezember).
Am 14. Dezember gibt UBS eine Reihe von personellen Veränderungen in der obersten Führungsebene des Group Executive Board, bei UBS Warburg und UBS Schweiz bekannt.
Joseph J. Grano
Joseph J. Grano, Präsident und CEO der Division Private Clients and Asset Management von UBS Warburg wird ab 1. Januar 2001 Mitglied der Konzernleitung.
Start von UBS Fund Solutions. Unter diesem Markendach bietet die Bank ihren Kunden neue Produktlösungen im Bereich der Fonds an ("Screened Offering"), welche die Auswahl der besten Fonds aus dem ganzen Fondsuniversum in der bestmöglichen Portfoliozusanmmensetzung erlauben (12. Dezember).
UBS verkauft die schweizerische Immobilien-Aktiengesellschaft Impris AG (13 kommerzielle Liegenschaften) an die ausländische Whitehall Fondsgesellschaft (1. Dezember). Die schweizerische Immobilien-Aktiengesellschaft Nurestra AG (31 Wohnliegenschaften) geht an eine Gruppe von privaten Investoren (15. Dezember).
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