Wichtige Ereignisse:
Schweiz und die Welt
Wichtige Ereignisse:
Schweizerischer Bankverein (SBC)
Schweizerische Bankgesellschaft (UBS)
Als zweiter Kanton verliert nun auch Appenzell Ausserrhoden seine Kantonalbank. Sie wird von der SBG übernommen.
Im Zusammenhang mit ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg sehen sich die Schweiz und auch die Schweizer Banken harten Angriffen seitens des Jüdischen Weltkongresses (WJC), New York, und des US-Senators Alfonso d’Amato ausgesetzt. Hauptstreitpunkte: die Schweizer Flüchtlingspolitik, der Goldhandel der Schweizerischen Nationalbank mit dem Dritten Reich, und die nachrichtenlosen Konten von Holocaust-Opfern und deren Erben auf Schweizer Banken.
In New York wird von den Schweizer Banken, dem Jüdischen Weltkongress (WJC), der World Jewish Restitution Organization und der Jewish Agency ein "Memorandum of Understanding" unterschrieben.
Die Schweizerische Bankiervereinigung bildet das "Volcker Komitee" (offizielle Bezeichnung: Independent Committee of Eminent Persons, ICEP), welches damit betraut wird, die Forderungen des WJC zu untersuchen.
Der Bundesrat setzt zur Untersuchung der Rolle der neutralen Schweiz im Zweiten Weltkrieg ein Historiker-Komitee, die "Bergier-Kommission" ein (offizielle Bezeichnung: Unabhängige Experten-Kommission Schweiz-Zweiter Weltkrieg).
In New York werden mehrere Sammelklagen gegen SBG, SBV, Credit Suisse und die Schweizerische Nationalbank eingereicht.
In Zürich wird der Handel an der neuen elektronischen Börse SWX-Swiss Exchange aufgenommen.
Georges Blum löst Walter Frehner als Verwaltungsratspräsidenten des SBV ab.
Marcel Ospel wird zum Präsidenten der Konzernleitung ernannt.
Der SBV führt die Einheitsnamenaktie ein.
Der SBV gibt eine weitere Umstrukturierung bekannt. Die Gesellschaft ist nun in vier Unternehmensbereiche aufgeteilt: Schweiz, SBC Private Banking, SBC Warburg (Investment Banking) und SBC Brinson (globales Vermögensverwaltungsgeschäft).
Die Banca della Svizzera Italiana BSI konzentriert sich fortan ausschliesslich auf das Private Banking. Das Retail- und Firmenkundengeschäft wird in den SBV integriert.
Der SBV nimmt wegen Kreditrisiken in der Schweiz Sonderrückstellungen in der Höhe von 2,8 Milliarden CHF vor. Aus diesem Grund weist der SBV-Konzern für das Jahr 1996 anstelle eines Gewinns einen Verlust
von 2,0 Milliarden CHF aus.
Die Aktionäre erhalten anstelle einer Dividende eine Kapitalrückzahlung in Höhe von 10 CHF pro Aktie. Der Nennwert pro Aktie verringert sich in der Folge von 50 CHF auf 40 CHF.
Der SBV akquiriert das internationale Private Banking Geschäft der Standard Chartered Bank. Diese Akquisition macht den SBV zu eine der zwei führenden Kräfte im asiatischen Private Banking Geschäft (wenn gemessen in verwalteten Vermögen).
Die SBG erwirbt die 1877 gegründete vormalige Appenzell-Ausserrhodische Kantonalbank, und integriert sie vollumfänglich.
Gegen den heftigen Widerstand der Martin-Ebner-Gruppe, der Hauptaktionärin der SBG, wird Robert Studer in den Verwaltungsrat gewählt und löst Nikolaus Senn als Verwaltungsratspräsidenten ab.
Mathis Cabiallavetta wird zum Präsidenten der Konzernleitung ernannt.
Die UBS erwirbt und integriert die EKL Ersparniskasse Langenthal.
Zur Abwicklung des lokalen Private-Banking-Geschäfts wird UBS (Italia) SpA, Mailand, gegründet.
Die UBS Italia Investimenti e Finanza SpA wird in UBS Capital SpA, Mailand, umbenannt.
Die SBG eröffnet für die Abwicklung des Geschäftes mit Securities eine Niederlassung in Seoul, welche die 1992 gegründete Vertretung ersetzt.
Eröffnung von SBG-Vertretungen in Budapest and Warschau.
Die SBG nimmt Sonderrückstellungen in der Höhe von 3 Milliarden CHF für Kreditrisiken in der Schweiz vor. Aus diesem Grund weist der UBS-Konzern für das Jahr 1996 anstelle eines Gewinns einen Verlust
von 348 Millionen CHF aus.
Den Aktionären wird trotzdem eine unveränderte Dividende aus den Reserven ausbezahlt.
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