Bei SRI handelt es sich um nachhaltige Anlagen, die nebst klassischen finanzanalytischen auch ökologischen und sozialen Kriterien Rechnung tragen.
Sie können nach verschiedenen Ansätzen erfolgen:
Positivselektion: Positivkriterien qualifizieren ein Unternehmen zur Aufnahme in einen Fonds oder in ein
Portefeuille, wenn deren Strategien, Prozesse und Produkte positive Auswirkungen auf den finanziellen
Erfolg, die Umwelt und die Gesellschaft haben.
Negativselektion: Bei der Anwendung von Negativkriterien wird in
gewissen Bereichen aufgrund von ethischen, sozialen oder
ökologischen Kriterien nicht investiert. Beispiele sind die Rüstungsund
die Tabakindustrie, das Glücksspiel oder Branchen, die stark
umweltschädigende Auswirkungen haben.
Engagement: Anleger nehmen den Dialog mit dem Verwaltungsrat oder dem Management einer Firma
auf, um die unternehmerischen Aktivitäten hinsichtlich ökologischer, sozialer und ethischer
Gesichtspunkte zu beeinflussen.
Bereits 1996 schuf Global Asset Management eine Einheit Socially Responsible Investments (SRI). Heute bestehen in allen Unternehmensgruppen und Regionen SRI-Teams, die UBS-internes SRI-Research betreiben und eine breite Palette von SRI-Anlageprodukten anbieten.
Um auf die in gewissen Ländern steigende Nachfrage zu reagieren, baut Global Asset Management ihr SRI-Angebot stark aus. 2007 Das vielfältige SRI-Spektrum umfasst Produkte, die nach der «Best-in-Class»- Methode und themenorientiert verwaltet werden. Unter «Best-in-class» wird ein aktiver Ansatz verstanden, nach dem Aktien von Unternehmen selektioniert werden, die eine überdurchschnittliche ökologische, soziale und wirtschaftliche Performance sowie ein beträchtliches Wachstumspotenzial aufweisen. Beim themenbasierten Ansatz werden Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser und demografischer Wandel getätigt.
Kunden von Global Asset Management werden zudem massgeschneiderte Kundenportfolios in Form von Einzelmandaten oder institutionellen Konten angeboten, die auf Ausschlusskritierien basieren. Dabei kann der Kunde gewisse Unternehmen oder Sektoren aufgrund ihrer als negativ erachteten Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft aus dem Portfolio ausschliessen. Dank der globalen Angebotsplattform sowie dem Investment Research von UBS kann die Bank Lösungen bereitstellen, die auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind.
In Grossbritannien verfolgt das Asset Management die Strategie, Corporate-Responsibility- und Corporate-Governance-Praktiken von Firmen, in die es investiert, positiv zu beeinflussen.
Des Weiteren hat Global Wealth Management & Business Banking SRI in die UBS Client Experience integriert. Zu diesem Zweck hat sie die Instrumente für die Erstellung der Kundenprofile angepasst, das Angebot um neue bankeigene und ausgewählte externe Produkte ergänzt und interne Plattformen, die Informationen und Verkaufsunterlagen bereitstellen, optimiert. Diese Massnahmen sollen die Kundenberater dabei unterstützen, die Nachfrage der Kunden nach SRI-Produkten effektiver einzuschätzen, zu verstehen und zu erfüllen.
Zusätzlich bietet UBS strukturierte Produkte an,
welchen Umwelt- oder Sozialthemen zu Grunde liegen. Dazu gehören den UBS Global Warming Index, den UBS Greenhouse Index und andere indexgebundene Produkte. Durch unsere offene Produktarchitektur ermöglichen wir es unseren Kunden zudem, in SRI-Produkte von
Drittanbietern zu investieren.
2008 – UBS Europe Carbon Optimized Index
Der Index bildet den DJ Stoxx 600 nach, allerdings mit einem um 30-40% geringeren CO2-Fussabdruck. Seine Sektorgewichtungen entsprechen jenen der Benchmark. Es werden jedoch in jedem Sektor Unternehmen übergewichtet, die weniger CO2 ausstossen, und jene mit einem grösseren CO2-Fussabdruck untergewichtet. Die Gewichtungen beruhen auf den Daten der Umweltforschungsorganisation Trucost. Ein Backtesting des Index ergibt, dass ab 2006 positive relative Renditen erzielt worden wären bei einem um 37% kleineren CO2-Fussabdruck.
2007 – Lancierung eines neuen Klimawandelfonds in Japan
Global Asset Management hat einen neuen, in Japan domizilierten Wholesale Fund lanciert. Der Fonds wird von Nikko Cordial Securities vertrieben, dem drittgrössten Broker-Dealer in Japan. Es handelt sich um eine massgeschneiderte Variante des UBS (Lux) Global Innovators, der weltweit in Aktien mit Schwerpunkt Klimawandel investiert.
2007 – Integration in die UBS Client Experience
Ein 2007 in der Schweiz durchgeführter, erfolgreicher Pilot, SRI in die UBS Client Experience zu integrieren, trug zu einer Steigerung der in SRI investierten Vermögen bei. Nun wird dieser Ansatz auf andere Regionen ausgedehnt.
2007 – UBS Climate Change Strategy Certificate
Im Februar 2007 lancierten wir das UBS Climate Change Strategy Certificate, einen aktiv verwalteten Korb
aus 20 bis 25 Titeln. Mit diesem Zertifikat haben Anleger Zugang zu innovativen Unternehmen, die Lösungen
zur Bekämpfung des Klimawandels entwickeln. Zu den Anlagebereichen zählen Energieerzeugung
(erneuerbare und sauberere Energie) und Energieeffizienz (in Gebäuden, von Transportmitteln sowie in
Industrieprozessen und -produkten).
2005 – UBS (Lux) Equity Fund – Global Innovators
Im Juli 2005 positionierte Global Asset Management den bestehenden UBS (Lux) Equity Fund – Future
Energy neu, als UBS (Lux) Equity Fund – Global Innovators. Der Fonds fokussiert sich auf einige der
grössten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Dazu gehören die Energie- und Wasserknappheit, die
Umweltverschmutzung und die steigenden Kosten für das Gesundheitswesen in den westlichen
Industrienationen. Entsprechend sind die Anlagethemen mit "Erneuerbaren Energien & Energieeffizienz",
"Mobilität", "Wasser" und "Ernährung & Gesundheit"definiert. Investiert wird dabei in Firmen, deren Produkte
und Dienstleistungen mithelfen, diese zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen. Neben einer
klassischen Finanzanalyse, wird jeder Titel auch einer SRI-Analyse unterzogen.
2005 – UBS (Lux) Responsibility Fund – European Equity
Im Juli 2005 hat Global Asset Management den neuen SRI-Fonds UBS (Lux) Responsibility Fund –
European Equity lanciert und einen neuen Fonds-Umbrella (UBS Responsibility Fonds) geschaffen, unter
welchem künftig alle SRI-Fonds für private Investoren zusammengefasst werden. Mit der Lancierung dieses
neuen Fonds reagieren wir auf die Ergebnisse von zwei Marktumfragen: In der ersten wurde eine
repräsentative Auswahl privater Anleger interviewt. Die Ergebnisse unterstrichen die Erkenntnisse aus
früheren Umfragen. Sie haben gezeigt, dass viele Anleger zwar schon von SRI gehört haben (35%) und sich
dafür interessieren (25%), aber wenige von ihnen bisher aktiv geworden sind und solche Produkte gekauft
haben. An der zweiten Umfrage nahmen 70 institutionelle Anleger aus verschiedenen europäischen Ländern
sowie aus den USA und Australien teil. Die Antworten zeigen auf, dass der Markt für SRI im befragten
Kundensegment moderat wachsen dürfte, und dass 40% der Investoren beabsichtigen, ihre SRI-Anlagen in
den kommenden drei Jahren aufzustocken.
Parallel zu dieser Lancierung führt UBS derzeit eine interne Kampagne durch. Deren Ziel ist es, die
Kundenberater im Wealth Management für das SRI-Fondsangebot von UBS zu sensibilisieren..
2004 – Engaging in SRI
In Grossbritannien berücksichtigt Global Asset Management bei der Investitionsauswahl für seine Kunden
einige SRI-Kernkriterien (Socially Responsible Investments). Dabei werden unter anderem die Umweltpolitik
sowie das Management und Reporting der entsprechenden Unternehmen betrachtet.
Die Unternehmen werden nicht nur nach SRI-Aspekten gescreent – der Bereich Global Asset Management
UK nutzt seine Position als Investor auch zur Einflussnahme auf die Politik und das Verhalten des jeweiligen
Unternehmens. Dieses SRI-Konzept bezeichnet man auch als «gezieltes Engagement». Global Asset
Management konnte mit einzelnen Unternehmen schon mehrere Erfolge verbuchen, doch das bisher
bedeutendste «Engagement»-Vorhaben dieses Bereichs ist sicherlich die Beteiligung am «Carbon
Disclosure Project». Bei dieser Initiative arbeitet UBS mit anderen institutionellen Anlegern zusammen, um
die 500 grössten börsenkotierten Unternehmen der Welt anzuschreiben und diese um Informationen über
ihre Treibhausgasemissionen zu bitten.
Die Unternehmen werden aufgefordert, sich zu den geschäftlichen Konsequenzen zu äussern, die aus einer
Gefährdung durch Klimarisiken entstehen können, und darzulegen, wie sie mit diesen Risiken umgehen. Im
Jahr 2004 waren 45% der befragten 500 Unternehmen der Meinung, dass der Klimawandel ein Risiko oder
eine Chance darstellt. 65% der Unternehmen in besonders betroffenen Sektoren messen die Emissionen
und erstellen entsprechende Berichte.
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