UBS Bankfachwörterbuch

P:

Pa

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Pf

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Pl

Pm

Po

Pr

Ps

Pu

p.a.
Abk. für per annum (= für das Jahr gerechnet).

P/E
Abk. für Price-Earnings-Ratio. Synonym von Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Pa

Palladium / palladium / palladio / palladium
Palladium ist ein Edelmetall. Siehe Edelmetalle.

Panda / Panda / Panda / Panda
Chinesische Goldmünze von 1 Unze Feingold mit einem Nominalwert von 100 CNY. Es werden auch Panda-Münzen mit einem Gehalt von 1/2, 1/4, 1/10 und 1/20 Unze geprägt.

Papiergeld
Siehe Banknote.

Papiergewinn (-verlust) / gain (perte) comptable / guadagno (perdita) nominale / paper profit (loss)
Nicht realisierter Kapitalgewinn bzw. Buchverlust auf Wertpapieren. Der Papiergewinn bzw. Papierverlust entspricht der Differenz zwischen aktuellem Kurs und ursprünglichen Beschaffungskosten.

Parabank / établissement parabancaire / istituto parabancario / quasi-bank
Institut, das bankenähnliche Dienstleistungen wie z.B. Vermögensverwaltung und Kreditvermittlung anbietet, aber über keine Banklizenz verfügt und somit den Aufsichtsbehörden nicht unterstellt ist.

pari / pair / pari / at par
Vom italienischen «al pari»(= zum Gleichen) abgeleiteter Fachausdruck des Bank- und Börsenwesens, der bedeutet, dass der Preis dem Nennwert entspricht. Siehe auch Pari-Emission, Parikurs.

Pari-Emission / émission au pair / emissione alla pari / issue at par
Bei Wertpapieren: Emission zum Nennwert, d.h. ohne Agio oder Disagio. Bei einer Überpari-Emission liegt der Kurs über dem Nennwert, bei einer Unterpari-Emmission dagegen unter dem Nennwert.

Parikurs / cours au pair / corso alla pari / par value price
Bei Wertpapieren: Kurs, der dem Nennwert entspricht.

Pariser Club / Club de Paris / Club di Parigi / Paris Club
Internationales Verhandlungsforum für die Umschuldung überschuldeter Länder. Die Verhandlungen finden zwischen Delegierten der verschiedenen Gläubiger- und Schuldnerländer statt. Siehe auch Moratorium.

Parität / parité / parità / parity
Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Beispiel: Dollar-Parität = Kurswert einer Währung in USD ausgedrückt. Siehe auch Goldparität, Kaufkraftparität, Paritätskurs.

Paritätskurs / cours de parité / corso alla pari / parity price
Basiskurs für die an der SWX Swiss Exchange gehandelten amerikanischen Aktien. Der Paritätskurs entspricht dem zum aktuellen Devisenkurs umgerechneten Aktienkurs der NYSE.

Participating Bond / obligation participante / participating bond / participating bond
Obligation, die ausser dem Recht auf einen festen Zins noch einen Anspruch auf einen Anteil am Reingewinn verbrieft.

Partizipationskapital / capital-participation / capitale di partecipazione / participation certificate capital
Statutarisch definierte Ergänzung des Eigenkapitals von Aktiengesellschaften. In der Schweiz gesetzlich geregelt durch Art. 656b OR. Das Partizipationskapital darf das Doppelte des Aktienkapitals nicht übersteigen. Kein Mindestkapital und keine Mindestgesamteinlage vorgeschrieben (im Gegensatz zum Aktienkapital).

Partizipationsschein / bon de participation / buono di partecipazione / participation certificate
Abk.: PS. Wertpapier, das einen Anteil am Partizipationskapital verkörpert. Die auf den Namen oder den Inhaber lautenden Partizipationsscheine werden (wie Aktien) gegen Einlage ausgegeben. Der Mindestnennwert beträgt 1 Rappen. Partizipationsscheine sind mit gewissen gesetzlich garantierten Mindestrechten (v.a. Vermögensrechten) verbunden, gewähren jedoch kein Stimmrecht.

Passiven / passif / passivo / liabilities
Auch: Passiva. Die auf der rechten Seite der Bilanz eines Unternehmens aufgeführten Posten, nämlich die Verbindlichkeiten (Fremdkapital) und das Eigenkapital. Gegensatz: Aktiven.


passives Management / gestion passive / gestione passiva / passive management
Portfoliomanagementstrategie (Vermögensverwaltung), bei welcher der Manager die Performance eines Benchmark-Index zu egalisieren versucht und dabei so wenig Transaktionen wie möglich tätigt, um die Transaktionskosten zu minimieren.

Passivgeschäft / opérations passives / operazioni passive / deposit business
Bereich jener Geschäfte, bei denen die Bank fremde Gelder entgegennimmt und damit Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform sowie durch Ausgabe von Kassenobligationen und eigenen Anleihen eingeht. Gegensatz: Aktivgeschäft.

Passivzinsen / intérêts passifs / interessi passivi / interest paid
Zinsen, welche die Bank für das von ihr hereingenommene Geld zahlen muss. Im Kontokorrentgeschäft meist Habenzinsen genannt. Gegensatz: Aktivzinsen.

Passporting
Dieser Begriff umschreibt das Recht, aufgrund einer einzigen Zulassung bzw. Genehmigung Finanzdienstleistungen in der gesamten EU zu erbringen. Unternehmen, die in einem Mitgliedstaat zugelassen sind, erwerben «Passporting»-Rechte, d.h. sie sind berechtigt, grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen und -transaktionen anzubieten/zu erbringen sowie Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten zu eröffnen.

patronale Finanzierungsstiftung / fondation patronale de financement / fondazione padronale di finanziamento / corporate pension fund foundation
Personalvorsorgeeinrichtung für die kollektive (gepoolte) Anlage von Geldern, die ausschliesslich vom Arbeitgeber aufgebracht werden. Die Mittel dürfen nur für die Personalvorsorge verwendet werden.

Pay-off-Diagramm / diagramme pay-off / diagramma di pay off / payoff diagram
Grafische Darstellung, in welcher der für ein derivatives Finanzinstrument am Fälligkeitstag ausbezahlte Betrag in Abhängigkeit vom Kassapreis des Basiswerts aufgetragen wird.

Pay-out-Ratio
Synonym von Gewinnausschüttungsquote.

Pe

PEG-Ratio / ratio PEG / coefficiente PEG / PEG ratio
Kurs-Gewinn-Verhältnis dividiert durch das erwartete durchschnittliche Gewinnwachstum in Prozenten. PEG steht für «price earnings growth ratio».

Penny-Stock / penny stock / penny stock / penny stock
In Nordamerika übliche Bezeichnung für spekulative Aktien, die zu einem Kurs von unter 1 USD gehandelt werden.

Pensionsgeschäft / mise en pension / operazione di pensionamento titoli / repurchase transaction
(1) Form der kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung der Geschäftsbanken bei der Notenbank. Im Rahmen von Pensionsgeschäften nimmt die Schweizerische Nationalbank bestimmte Arten von Wertpapieren für eine feste Zeitspanne in Pension und gibt die Titel anschliessend wieder an die betreffenden Geschäftsbanken zurück. Siehe auch Repo-Geschäft.
(2) Befristete Übernahme von Wertpapieren (z.B. Beteiligungen) durch eine Bank oder Finanzgesellschaft, wobei sich der Veräusserer oder ein Dritter verpflichtet, die betreffenden Wertpapiere nach einer von Fall zu Fall festgelegten Frist zurückzukaufen.

Performance / performance / performance / performance
(1) Kursverlauf eines Wertpapiers.
(2) Indexverlauf eines Teil- oder Gesamtmarktes.
(3) Wertentwicklung eines Portefeuilles.
(4) Anlagepolitische Leistung eines Anlageberaters oder einer Fondsleitung im Hinblick auf das Anlageziel.

Performance-Bond / performance bond / performance bond / performance bond
Auch: Erfüllungsgarantie. Durch den Performance-Bond garantiert in der Regel eine Bank im Auftrag des Lieferanten, dass sie einen bestimmten Betrag bezahlen wird, falls der Lieferant die vertraglichen Leistungen nicht erbringt. In den USA versteht man unter Performance-Bond die Verpflichtung, für das Erbringen einer Leistung selbst zu sorgen. Siehe auch Bankgarantie.

permanenter Handel / marché continu / compravendita permanente / continuous trading
Durchgehender oder laufender Börsenhandel während der gesamten Handelszeit. An der SWX Swiss Exchange werden fortlaufend alle eingehenden Börsenaufträge ins Auftragsbuch eingetragen und nach Möglichkeit mit den bereits vorliegenden Aufträgen gematcht.

Personal Identification Number
Siehe PIN-Code.

Personalkredit / prêt personnel / prestito personale / personal loan
Kredit, der einer Person allein aufgrund ihrer Vertrauenswürdigkeit, ihres Einkommens und/oder ihrer Vermögenslage gewährt wird, ohne dass spezielle Vermögenswerte des Kreditnehmers als Pfand haften. Siehe auch Blankokredit.

Perzentil / centile / percentile / percentile
Wert einer Variable, auf den sich ein bestimmter Prozentzsatz aller Beobachtungen verteilt.

Pf

Pfandbrief / lettre de gage / obbligazione fondiaria / mortgage bond
Von speziell dazu ermächtigten Instituten (Pfandbriefzentralen) ausgegebene Anleihensobligation mit besonders ausgestalteter Sicherung der Rückzahlungs- und Zinsverpflichtungen des Schuldners. Die pfandrechtliche Sicherung besteht unmittelbar durch ein Forderungspfandrecht, mittelbar durch ein besonderen gesetzlichen Auflagen genügendes Grundpfandrecht.

Pfandbriefdarlehen / emprunt auprès d'une centrale d'émission de lettres de gage / mutuo presso una centrale di emissione di obbligazioni fondiarie / loan from central mortgage bond institution
In der Schweiz: langfristiges Darlehen der Pfandbriefzentralen an die Mitgliedbanken zur Refinanzierung hypothekarisch sichergestellter Kredite.

Pfandbriefzentrale / centrale d'émission de lettres de gage / centrale delle obbligazioni fondiarie delle banche cantonali svizzere / central mortgage bond institutions
Spezialinstitut zur Emission von Pfandbriefen und zur Gewährung langfristiger Kredite an die angeschlossenen Banken. In der Schweiz wurden im Jahr 1930 zwei solche Institute geschaffen, nämlich die Pfandbriefzentrale der Schweizerischen Kantonalbanken und die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute.

Pfandrecht / droit de gage / diritto di pegno / right of lien
Beschränktes dingliches Recht an einer fremden Sache zur Sicherung bestimmter Forderungen. Der Pfandgläubiger hat bei Nichtbefriedigung das Recht, sich aus dem Erlös des Pfandes bezahlt zu machen.

Pflichtlagerkredit / crédit pour stocks obligatoires / credito per scorte obbligatorie / compulsory stockpile credit
In der Schweiz: Kredit zur Finanzierung der gemäss Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung vom 8. Oktober 1982 und den entsprechenden Verordnungen errichteten Pflichtlager von lebenswichtigen Rohstoffen und Lebensmitteln. Um die Finanzierung zu erleichtern und zu verbilligen, übernimmt der Bund gegenüber den kreditgebenden Banken die volle Haftung für den Kredit. Der Kreditnehmer unterliegt darum strengen Formvorschriften und Kontrollen seitens des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL). Die Bedeutung der Pflichtlagerhaltung und des Pflichtlagerkredits ist seit dem Ende des Kalten Krieges 1989 stark zurückgegangen. Siehe auch Pflichtlagerwechsel.

Pflichtlagerwechsel / effet de stocks obligatoires / cambiale di scorta obbligatoria / compulsory stockpile bill
Nationalbankfähiger Eigenwechsel von Pflichtlagerhaltern. Pflichtlagerhalter sind Firmen, die gemäss Bundesvorschriften Pflichtlager bestimmter Güter zu unterhalten haben. Pflichtlagerwechsel werden zu den vom Bund festgesetzten Vorzugsbedingungen diskontiert.

Ph

Phone-Banking / phonebanking / phone banking / phone banking
Dienstleistung, die einen umfassenden Service wie Kontoinformationen, Zahlungen und Börsenaufträge umfasst und die mittels Telefon in Anspruch genommen werden kann. Siehe auch Electronic Banking.

Pi

PIN-Code / code NIP / codice PIN / PIN
Aus einer Kombination von Ziffern und/oder Buchstaben bestehender persönlicher Code, der bei der direkten Interaktion zwischen Kunde und Bankautomat bzw. EDV der Bank zur Identifikation des Berechtigten eingegeben werden muss, z.B. für den Geldbezug am Bancomat. PIN steht für Personal Identification Number.

Pl

Plain-Vanilla-Bond / obliagation «plain vanilla» / plain vanilla bond / plain vanilla bond
Obligation ohne Wandel- oder Optionsklauseln, mit fester Laufzeit, festem Zinssatz, regelmässigen Zinszahlungen zu im Voraus bestimmten Terminen und unbedingter Rückzahlung des Anleihebetrages bei Fälligkeit. Siehe Straight-Anleihe. «Plain Vanilla» wird auch im Zusammenhang mit anderen Finanzprodukten (z.B. Optionen, Swaps) verwendet und bedeutet eine Standardform ohne spezifische Besonderheiten.

Plastikgeld / monnaie plastique / moneta di plastica / plastic money
Volkstümliche Bezeichnung für alle Plastikkarten wie VISA-, Mastercard- oder Maestro-Karte, welche im Zahlungsverkehr anstelle von Bargeld verwendet werden.

Platin / platine / platino / platinum
Platin ist ein Edelmetall. Siehe Edelmetalle.

Platzierung
Siehe auch kommissionsweise Platzierung.

Platzierungskommission
Synonym von Guichet-Kommission.

Platzwechsel / effet sur place / cambiale sulla piazza / local bill (GB); town bill (USA)
Von der Bank zum Inkasso oder Diskont angenommener Wechsel, der am Ort der hereinnehmenden Bank zahlbar ist.

Pm

PMI / PMI / indice PMI / PMI
Abk. für Purchasing-Managers-Index. Siehe Einkaufsmanagerindex.

Po

Point-of-Sale / point de vente / Point of Sale / point of sale
Siehe auch POS-Terminal.

Poison-Pill / poison pill / poison pill / poison pill
Auch: Giftpille. Abwehrmassnahme, mit der sich ein Unternehmen vor einer unerwünschten Übernahme zu schützen versucht, z.B. Aktienemission, Spezialausschüttung, Abspalten von Tochtergesellschaften und Management-Entschädigungen.

Pool / pool / pool / pool
Interessengemeinschaft zur Durchführung von gemeinsamen Massnahmen oder zur direkten geschäftlichen Zusammenarbeit. Die Rechte und Pflichten der Partner eines Pools werden meist durch einen Vertrag geregelt. Beispiele: Goldpool, Aktionärspool.

Portfolio / portefeuille / portafoglio / portfolio
Auch: Portfolio.
(1) Bestand an Wechseln und wechselähnlichen Papieren, die von einer Bank auf Rechnung des Kunden verwaltet werden (Wechselportefeuille).
(2) Gesamtheit von Anlagen, die einer Einzelperson oder einer Organisation gehören. Das Portfolio kann entweder vom Eigentümer selbst oder von einer professionellen Drittpartei verwaltet werden.
(3) Gesamtheit der Wertpapieranlagen einer Person oder Gesellschaft.

Portefeuilleanalyse
Synonym von Depotanalyse.

Portfolio
Synonym von Portefeuille.

Portfolio-Effizienz
siehe Effizienz

Portfoliohypothek / prêt hypothécaire Portfolio / ipoteca Portfolio / portfolio mortgage
Hypothek mit variablem Zinssatz, die unterteilt ist in mehrere Festhypotheken, die jeweils bei Verfall mit derselben Laufzeit erneuert werden. Der Zinssatz errechnet sich als gleitender Durchschnitt der Sätze der Teil-Festhypotheken. Vorteil: «Geglätteter» Zinssatz mit minimierten Schwankungsausschlägen.

Portfolioinvestition / investissement de portefeuille / investimento di portafoglio / portfolio investment
Investition in handelbare Wertpapiere und Wertrechte ausländischer Emittenten. Bei Portfolioinvestitionen steht das Renditemotiv im Vordergrund und nicht die Einflussnahme auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Beispiele: Anleihen, Geldmarktpapiere, Aktien und Anlagefondszertifikate. Investitionen in derivative Finanzinstrumente werden nach international üblicher Konzeption nicht mehr als Portfolioinvestitionen betrachtet.

Position / position / posizione / position
(1) Stand, Saldo (z.B. eines Kontokorrents).
(2) Im Devisen- oder Börsengeschäft: Eingehen eines bestimmten Engagements in Wertpapieren. Siehe Long-Position, Short-Position.

positive Korrelation
Siehe Korrelation.

Postanweisung / mandat postal / vaglia postale / postal money order
Form der Zahlung über die Post an eine Person ohne Postcheckkonto.

Postcard / Postcard / Postcard / Postcard
Von PostFinance angebotene weltweit einsetzbare Karte zum Bezug von Bargeld sowie schweizweit akzeptiertes Zahlungsmittel in Geschäften, Restaurants und an Tankstellen.

Postcheck / chèque postal / assegno postale / postal check
Spezielle Anweisung, mit welcher der Postcheckinhaber (Rechnungsinhaber) über sein Postcheckkonto verfügt.

POS-Terminal / terminal point de vente / terminale POS / POS terminal
Endgerät, das beim Kauf von Waren und Dienstleistungen in Geschäften das bargeldlose Zahlen durch Direktbelastung auf dem Kundenkonto ermöglicht (z.B. durch eine Maestro-Karte mit PIN-Code). Die Abk. POS steht für Point-of-Sale (Verkaufspunkt).

Postgiro / virement postal / postagiro / postal giro transfer
Bargeldlose Überweisung von Konto zu Konto im Postcheckverkehr.

postnumerando / payable à terme échu / pagabile posticipatamente / payable in arrears
Bei Zinsvergütungen üblicher Fachausdruck, der besagt, dass der Zins nachträglich, das heisst am Ende der Zinsperiode (Jahr, Semester usw.) zahlbar ist. Gegenteil: pränumerando.

Pr

Prämie / prime / premio / premium
(1) Devisen: Differenz zwischen Termin- und Kassakurs einer Währung, wenn der Terminkurs über dem Kassakurs liegt.
(2) Optionen: Synonym von Optionspreis.
(3) Auch: Dont. Reuegeld für den Rücktritt von einem Prämiengeschäft.

Prämiengeschäft / opération à prime / operazione a premio / premium deal
Termingeschäft, bei dem der Käufer oder der Verkäufer durch Bezahlung einer im Voraus festgesetzten Prämie zurücktreten kann. In der Schweiz ist nur der Käuferrücktritt üblich. Siehe auch abandonnieren.

pränumerando / payable par anticipation / pagabile anticipatamente / payable in advance
Bei Zinsvergütungen üblicher Fachausdruck, der besagt, dass der Zins im Voraus, das heisst am Anfang der Zinsperiode (Jahr, Semester usw.) zahlbar ist. Gegenteil: postnumerando.

Price-Earnings-Ratio
Synonym von Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Primärmarkt / marché primaire / mercato primario / primary market
Markt, auf dem die Emission und Inverkehrsetzung von neuen Effekten stattfindet. Siehe auch Sekundärmarkt.

Prime-Rate / prime rate / prime rate / prime rate
USA/Kanada: für erstklassige kommerzielle Bankkunden zur Anwendung kommender Zinssatz bei kurzen Laufzeiten.

Prioritätsaktie
Synonym von Vorzugsaktie.

Privatbank / banque privée / banca privata / private bank
Privatrechtlich organisierte und im Eigentum von Privaten befindliche Bank im Unterschied zu den öffentlich-rechtlichen Banken wie Kantonalbanken. Siehe auch Privatbankier.

Privatbankier / banquier privé / banchiere privato / private banker
Bank in der Rechtsform einer Einzelfirma, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft (Definition gemäss schweizerischem Bankengesetz). Privatbankiers – eine geschützte Marke – haften persönlich mit ihrem ganzen Vermögen. Gemäss Statistik der Schweizerischen Nationalbank existieren in der Schweiz noch 15 solcher Bankhäuser. Die Privatbankiers sind in der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers organisiert. Siehe auch Privatbank.

Privatdiskontsatz / taux d'escompte privé / tasso privato di sconto / market discount rate; prime rate (USA)
Auch: Privatsatz. Diskontsatz, zu dem die Banken Bankakzepte und erstklassige Handelswechsel diskontieren.

Private Banking / private banking / private banking / private banking
Anlageberatung und Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden weltweit.

Private Equity / private equity / private equity / private equity
Nicht öffentlich initiierte Transaktionen, die darauf abzielen, den Wert börsennotierter oder nicht börsennotierter Unternehmen zu steigern, um sich zum gewünschten Zeitpunkt wieder aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Private-Equity-Gesellschaften investieren in Unternehmen in den verschiedensten Entwicklungsstadien, wobei die Investitionen von der Bereitstellung von Startkapital für Startups (Venture Capital) über die Finanzierung schnellen Unternehmenswachstums (Growth Capital) bis hin zum Leveraged Buy-out reifer Unternehmen (Buyouts) reichen.

Privatkonto / compte privé / conto privato / personal account
Auch: Gehaltskonto, Salärkonto. Konto, das privaten Bankkunden primär zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs bzw. zur Gutschrift von Lohnvergütungen und Renten dient.

Privatkredit / prêt personnel / credito personale / personal loan
Kredit, der Privatpersonen für nicht geschäftliche Zwecke gewährt wird. Beispiele: Kleinkredit, Konsumkredit. Bezüglich Ausgestaltung (Höhe und Laufzeit) orientiert sich der Privatkredit in der Regel am spezifischen Finanzierungsbedürfnis des Kunden. Siehe auch Personalkredit.

Privatkreditinstitut / établissement de crédit privé / istituto di credito privato / personal loan company
Auf die Gewährung von Privatkrediten und auf Teilzahlungsfinanzierung spezialisiertes Kreditinstitut.

Privatkunden
Alle Bankkunden, die nicht als professionelle Kunden oder geeignete Gegenparteien eingestuft werden. Privatkunden (nach MiFID auch als Retailkunden bezeichnet) werden in der Regel als die Anleger mit der geringsten Erfahrung angesehen und daher am stärksten geschützt. Sie müssen dem Investmentunternehmen gegenüber nachweisen, dass sie die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen haben, um die mit den Transaktionen verbundenen Risiken zu verstehen. Sowohl für das Unternehmen als auch für den Kunden ist die Einstufung als Privat- bzw. Retailkunde mit einem höheren Verwaltungsaufwand verbunden.

Privatplatzierung / placement privé / collocamento privato / private placement
(1) In der Schweiz: mittelfristige Schuldverschreibung (Note), die früher strikte privat platziert wurde. Gemäss den heute geltenden Vorschriften ist bei der Platzierung eine Veröffentlichung ähnlich wie ein Emissionsprospekt erforderlich.
(2) Am Euromarkt: Schuldverschreibung mit kurz- bis langfristiger Laufzeit, die von den am Euromarkt tätigen Emissionshäusern bei einem beschränkten Kreis von Anlegern platziert wird (internationale Privatplatzierung).

Privatsatz
Synonym von Privatdiskontsatz.

Produktivität / productivité / produttività / productivity
Auch: Arbeitsproduktivität. Messzahl für die technische Effizienz der Produktionsstruktur einer Volkswirtschaft.

professionelle Kunden
Bankkunden, welche die Kriterien für professionelle Kunden gemäss MiFID erfüllen. Dazu gehören Kreditinstitute, Investmentunternehmen, Pensionskassen und deren Verwaltungsgesellschaften sowie andere institutionelle Anleger. Bestimmte Privatkunden können ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet werden, falls sie spezielle quantitative und qualitative Anforderungen erfüllen. Man geht davon aus, dass die professionellen Kunden über ausreichende Erfahrungen, Kenntnisse und Expertise verfügen, um ihre Anlageentscheidungen selbst zu treffen und damit verbundene Risiken angemessen beurteilen zu können. Sie erhalten nach den MiFID-Richtlinien einen mittleren Schutzgrad und kommen in den Genuss der Geschäftspraktiken/Bestimmungen für die Auftragsausführung und -abwicklung (Best Execution Policy).

Pro-Kopf-Einkommen / revenu par tête / reddito pro capite / per capita income
Quotient aus einer die Wirtschaftsentwicklung eines Landes repräsentierenden Grösse - meist das Bruttosozialprodukt, Bruttoinlandprodukt oder das Volkseinkommen - und seiner Bevölkerungszahl. Das Pro-Kopf-Einkommen ist ein viel verwendeter Indikator, der es ermöglicht, die Wirtschaftsentwicklung für ein Land im Zeitablauf oder zwischen verschiedenen Ländern zu vergleichen.

Protest
Synonym von Wechselprotest.

prozyklisch / procyclique / prociclico / pro-cyclical
Bezeichnung für das Handeln mit einem Trend. Wenn eine Aktie steigt, versuchen prozyklisch agierende Anleger, von Trendverläufen zu profitieren und springen auf den Zug auf. Gegenteil: antizyklisch.

Ps

PS / BP / BP / PC
Abk. für Partizipationsschein.

Pu

Publikumsgelder
Synonym von Kundengelder.

Purchasing-Managers-Index
Abk.: PMI. Siehe Einkaufsmanagerindex.

Put / option de vente / put / put
Auch: Put-Option. Option, mit deren Kauf der Käufer das Recht zum Verkauf des Basiswerts erwirbt. Gegenteil: Call.

 

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