Das 1997 ausgehandelte Kyoto-Protokoll ist ein Zusatzprotokoll der «Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen»
(UNFCCC). Diese internationale Instanz ist zuständig für die Festlegung der Emissionslimiten der
Teilnehmerstaaten und die Umsetzung ihrer Klimaschutz-Vereinbarungen. Per August 2006 haben 165 Staaten das Kyoto-Protokoll unterschrieben, darunter eine Grosszahl wirtschaftlich hochentwickelter Nationen. Amerika und Australien haben das Protokoll unterschrieben aber noch nicht ratifiziert. Der Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls beginnt 2008.
Ziele des Kyoto-Protokolls
Die Vertragsstaaten haben das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahre 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Entwicklung gelten für die einzelnen Länder unterschiedliche Vorgaben. Für die EU hat die
UNFCCC eine Senkung der Emissionen um 8 Prozent festgelegt. Russland und die Ukraine haben sich
dazu verpflichtet, das Emissionsniveau von 1990 nicht zu überschreiten, während für die Volksrepublik China, Indien und für Entwicklungsländer keine Beschränkungen vorgesehen sind.
Mechanismen zur Einhaltung der Verpflichtungen
Um die unter dem «Cap-and-Trade-System» gesetzten Ziele zu erreichen, stehen den Vertragsstaaten
verschiedene Optionen offen. Hier die drei Mechanismen: