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Herr Schärer, welche Trends zeichnen
sich bei der Gestaltung des Bades ab?
Das Badezimmer wird immer mehr zum
Wohnraum. Es dient nicht mehr nur der
Körperhygiene, sondern soll ein Ort der
Erholung sein. Gefragt sind ausgesuchtes
Design, hochwertige Materialien und stimmige
Farben. Je nach der Kombination
können interessante Spannungen oder
Harmonie erzeugt werden. So lässt sich
mit Kreativität und sachkundiger Planung
aus einem Badezimmer eine Wellnessoase
machen.
Muss im älteren Kleinbad auf
Wellnessfreuden
verzichtet werden?
Nein. Jeder Raum ist anders und jeder
Benutzer hat andere Bedürfnisse. Die
Aufgabe
des Badplaners besteht gerade
darin, ein Design zu entwerfen, das auf
die verschiedenen Gegebenheiten und
Bedürfnisse abgestimmt ist. Dazu ein
Beispiel:
Um Platz zu gewinnen, kann
man die Badewanne geschickt durch
eine Dampfdusche mit Sitzmöglichkeit
ersetzen.
Ebenso lässt sich statt einer
Badewanne
eine Whirlwanne einbauen,
um sich bei den täglichen
Reinigungsritualen
setzen zu können.
Bringen Geräte wie die Dampfdusche mehr als die altbewährte Dusche?
Ja, die Dampfdusche lässt kaum Wünsche
offen. Eine Dampfdusche oder eine
Dusche mit Regenbrause sind ideal zum
Ausspannen. Dampfduschen können
zudem mit einer Aroma- und Lichttherapie
ausgestattet werden. Die Aromenpalette
reicht von Rose über Mango bis zu
Eukalyptus
und Lavendel. Für das Licht
sind verschiedene Programme wählbar,
die ausgleichend, entspannend oder aktivierend
wirken. Temperaturen bis zu
50 Grad sorgen für angenehme Wärme,
belasten aber den Kreislauf weniger.
Nach dem Dampfen verteilen eingebaute
Düsen feinen, kühlen Sprühnebel auf der
warmen Haut, was die Lebensgeister aktiviert.
Regelmässiges Dampfduschen stärkt
die Abwehrkräfte und beugt Erkältungen
vor. Dabei finden sich Dampfduschen für
fast jedes Budget. Heute werden diese oft
individuell geplant und eingebaut.
Unverzichtbar ist die Toilette.
Worauf gilt es da zu achten?
Bei der normalen Toilette ist die innere
Form der Keramik entscheidend. Stimmt
diese, muss nach dem Toilettengang
wenig «Nacharbeit» geleistet werden.
Im Trend liegt der zeit aber klar das
Dusch-
WC. Anstelle von Papier sorgt
Wasser für Sauberkeit und Wohlbefinden.
Die Intimpflege wird nicht nur hygienisch
und gründlich, sondern auch einfach
dank einer Fernbedienung, die man in
der Hand halten kann. Ökologisch schneidet
das Dusch-WC gleich gut ab wie das
herkömmliche oder sogar besser, wenn
man die Wassertemperatur senkt oder
Ökostrom bezieht.
Inwiefern ist Ökoeffizienz ein Thema
bei der Badplanung?
Moderne Sanitäranlagen gehen genügsamer
mit Wasser um als ältere. Wer
Wasser
und Energie sparen will, sollte
aber vor allem das Seine dazutun: beim
Händewaschen
kaltes statt warmes
Wasser
nehmen
oder weniger lang duschen. Entscheidend,
um fossile Energien
und Ressourcen
zu sparen, ist schliesslich, dass
erneuerbare Energien genutzt werden
etwa bei der Wassererwärmung
oder der
Stromerzeugung mithilfe von Solarenergie
oder im Heizungs- oder Lüftungsbereich.
Welches Budget gilt es einzu-
kalkulieren,
um damit das Bad
umfassend
zu erneuern?
Das Budget bestimmt der Bauherr. Mit
einigen Tricks lässt sich das Wohlbefinden
im Bad erheblich steigern, ohne dass deswegen
wesentliche Mehrkosten entstehen.
Die Grösse des Bades und die Wahl
der Produkte sind jedoch wichtige Einflussfaktoren.
Ein Badplaner berät dabei
objektiv und fachgerecht. Im Schnitt kann
man sein Bad etwa ab 50 000 Franken
einer Verjüngungskur unterziehen.
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