In den kommenden Jahrzehnten werden sich die meisten
etablierten und reifen Volkswirtschaften infolge der schrumpfenden
Geburtenraten mit einem markanten demografischen
Wandel auseinandersetzen müssen. Die Zahl der Pensionäre
wird steigen, während die Zahl der Jungen abnimmt, die sie
in der Arbeitswelt ersetzen – und ihren Ruhestand finanzieren.
Aus diesem Grund steht die Reform der Vorsorgesysteme
auf der Tagesordnung vieler Regierungen weltweit. In Kontinentaleuropa
und Japan, wo die Vorsorgesysteme vorwiegend
auf dem Umlageverfahren basieren, werden Reformen
besonders dringlich. Zwar wird jeder Staat individuell über
regulatorische Massnahmen entscheiden, doch UBS geht insgesamt
davon aus, dass eine schrittweise Verlagerung von
den öffentlichen mittels Umlageverfahren finanzierten Vorsorgesystemen
hin zu privaten – mittels Kapitaldeckungsverfahren
finanzierten – Systemen stattfinden wird.
Diese Entwicklung kommt sowohl dem Asset-Gathering-
als auch dem Investment-Banking-Geschäft zugute.
Neben der Betreuung von Vorsorgeplänen wird sich das
Asset-Management-Geschäft vermehrt anderen Bereichen
wie der Bilanzbewirtschaftung für Leistungsprimatskassen
mit Unterdeckung zuwenden. Dank der soliden Angebote
mit Derivaten und strukturierten Produkten spielen
die Investmentbanken auch in diesem Bereich eine
wichtige Rolle.
UBS erwartet, dass im Wealth Management die aktuellen
Entwicklungen die Nachfrage nach vorsorgespezifischen
Produkten beeinflussen werden. Für Privatkunden verlagert
sich in der Regel ab dem 60. Altersjahr der Schwerpunkt
vom Aufbau zur Erhaltung des Vermögens. Um den Ruhestand
für diese Personen zu finanzieren und zu sichern, sind
geeignete Produkte und Dienstleistungen nötig. Deren Bereitstellung
eröffnet der Finanzdienstleistungsbranche bedeutende
Wachstumschancen.