In den letzten 20 Jahren hat die Nachfrage nach nicht traditionellen
Anlagen – also anderen Investmentkategorien als
Geldmarktanlagen, Anleihen oder börsenkotierten Aktien –
spürbar zugenommen. Am stärksten war dies in Nordamerika
zu beobachten. Dort haben sich Immobilien und Private
Equity seit den frühen 1980er-Jahren zu zentralen Portfoliobestandteilen
entwickelt. In noch jüngerer Zeit sind zudem
die Hedge Funds zu populären Anlagen auf der ganzen Welt
geworden. Die Anleger wenden sich vermehrt diesen Anlageklassen
zu, um ihre erwarteten Renditen zu steigern und
die Portfoliodiversifikation zu verbessern.
Die starke Nachfrage
und die verbesserten Strukturierungs- und Verbriefungsmöglichkeiten
sogar von nicht finanziellen Anlagen haben
die Entwicklung von noch weiteren Anlagekategorien
gefördert. Dies ist ein entscheidender Wachstumstreiber für
die Asset-Management-Industrie. Dadurch wird aber auch
die Nachfrage nach einer Vielzahl von komplexen zusätzlichen
Produkten und Dienstleistungen gesteigert, die von
Börsengängen und Leveraged Finance für Private-Equity-Firmen
bis hin zu Prime-Brokerage- und administrativen Dienstleistungen
für Hedge Funds reichen.
Das Wachstum von nicht finanziellen Anlageklassen ist ein
Spiegelbild der Knappheit von Rohstoffen, die für die Industrieproduktion
benötigt werden, und verweist auf die Bedeutung
einer effizienten Ressourcenallokation. Die Energie- und
Rohstoffmärkte werden den Finanzmärkten immer ähnlicher.
Finanzunternehmen kaufen und verkaufen Futures oder
schliessen ausserbörslich Finanzkontrakte (Derivate) mit anderen
Marktteilnehmern ab. Finanzunternehmen können vom
Bedarf der Kunden nach immer ausgefeilteren Produkten und
Dienstleistungen im Rohstoffbereich profitieren, da sie ihre
ganze Erfahrung an den Kapitalmärkten ausspielen können.