Gemäss jüngsten Schätzungen machen Aktien nahezu die
Hälfte des Zuwachses bei den globalen Finanzvermögen aus.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr institutionelle
und private Anleger einen zunehmenden Anteil ihres
Vermögens in Aktien investieren. Seit 1980 hat sich die
Marktkapitalisierung an den weltweiten Aktienmärkten jährlich
um rund 12% erhöht. In Prozent des globalen BIP ist die
Kapitalisierung an den globalen Aktienmärkten von 23% im
Jahr 1980 bis Ende 2007 auf rund 110% gestiegen (siehe
Grafik unten). Der steigende Anteil der Aktien an den globalen
Finanzvermögen zeigt, wie sich die Kontrolle von produktiven
Vermögenswerten vom Staat und vom Privatsektor
auf den öffentlichen Markt verlagert und die Unternehmen
sich verstärkt über den öffentlichen Aktienmarkt finanzieren.
Die zugrunde liegenden Trends, die auf eine immer
wichtigere Rolle der Finanzierung über den Aktienmarkt und
von Aktienanlagen hindeuten, dürften intakt bleiben, auch
wenn der Bereich Private Equity ebenfalls rasch wächst.
Westeuropa scheint infolge der anhaltenden Finanzmarktintegration
ein bedeutendes Wachstumspotenzial aufzuweisen. Noch grösser ist das Wachstumspotenzial in den Schwellenländern,
da diese im Verhältnis zum BIP eine relativ
niedrige Aktienmarktkapitalisierung aufweisen. Neben dem
Investment Banking und Wertschriftenhandel ergeben sich
auch für Vermögensverwalter von privaten und institutionellen
Anlegern solide Wachstumschancen, da die Vermögenswerte
zunehmend in margenstärkere Anlageklassen
umgeschichtet werden. Überdies ist damit zu rechnen, dass
die weitere Standardisierung der Broker-Dienste kleinere
Anbieter veranlassen wird, diese Tätigkeit an grössere Mitbewerber
auszulagern.