Es wird davon ausgegangen, dass die Weltwirtschaft in den
nächsten zehn Jahren rund 3,1% pro Jahr wachsen wird
(Quelle: Internationaler Währungsfonds und Research von
UBS, Dezember 2007). Der globale Wettbewerb und die
Verbreitung neuer Technologien werden anhaltende Produktivitätssteigerungen
zur Folge haben. Auch die weltweite
Bevölkerungszahl und die damit verbundene wirtschaftliche
Aktivität werden weiter zunehmen. Insgesamt dürfte die
Beschäftigung jedoch aufgrund des demografischen Wandels
in einigen Ländern etwas langsamer anziehen, was das
Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft verringern könnte.
Die höchsten realen Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts
(BIP) wird Asien (ohne Japan) verzeichnen, gefolgt
von Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten, Afrika und
Lateinamerika. Als Folge des kräftigen Wachstums vieler
Schwellenländer werden diese insgesamt 52% zur Steigerung
des globalen BIP zwischen 2007 und 2015 beitragen. In
absoluten Zahlen wird das BIP aufgrund der Grösse der asiatischen
Märkte ohne Japan am stärksten wachsen, dicht gefolgt
von Nordamerika und Westeuropa. Aus diesem Grund
ist es für globale Finanzdienstleister wie UBS wichtig, sowohl
in Wachstums- als auch in grossen, reifen Märkten fest verankert
zu sein.
Der Finanzdienstleistungssektor ist in den vergangenen
drei Jahrzehnten im Durchschnitt stärker gewachsen als die
Gesamtwirtschaft. Trotz der den Verbriefungs- und Kreditmarkt
belastenden US-Kreditkrise, die 2007 einsetzte und
zum Jahresbeginn 2008 noch nicht abgeklungen ist, bleiben
die Finanzdienstleistungen ein Sektor mit attraktiven langfristigen
Wachstumsmöglichkeiten. Entscheidend für das
weitere Gedeihen des Finanzsektors werden innovative Finanzprodukte
bleiben, die eng an die Weiterentwicklung
der Wertpapiermärkte ausgerichtet sind. UBS erwartet, dass
die Branchenentwicklung in den kommenden Jahrzehnten
durch verschiedene spezifische Faktoren bestimmt wird, die
dem Finanzdienstleistungssektor zu höheren Wachstumsraten
als der Gesamtwirtschaft verhelfen dürften: