Trotz bedeutender Abschreibungen
auf US-Subprime-Papieren gehört
UBS AG weiterhin zu den kapitalkräftigsten
Banken der Welt. Die Bank ist
überzeugt, dass dies in den Augen
ihrer Kunden und Aktionäre ein
wesentliches Differenzierungsmerkmal
darstellt.
Im November 2007 stufte Moody’s
Investors Service das Rating für die
Finanzkraft (Bank Financial Strength
Rating, BFSR) der UBS AG von «A–»
auf «B+» herab und bestätigte das
Rating von «Aaa» für vorrangige
Schuldtitel und Einlagen. «Die
Herabstufung des BFSR bringt die
Meinung von Moody’s zum Ausdruck,
dass die Engagements von UBS am
Subprime-Markt mit grossen Verlusten
behaftet sind, was die Gewinnstabilität
der Bank belastet. Ferner widerspiegelt
die Herabstufung die Qualität des
Risikomanagements von UBS, so wie
wir es wahrnehmen», schrieb Moody’s
in einer Medienmitteilung zum Thema.
Ende Januar 2008 korrigierte Moody’s
Investors Service den Ausblick für das
BFSR («B+») und für das Rating für
vorrangige Schuldtitel und Einlagen
(«Aaa») der UBS AG von stabil auf
negativ. «Die Korrektur des Ausblicks
beruht auf der Ankündigung, dass
UBS weitere Abschreibungen von rund
4 Milliarden US-Dollar tätigen
wird – nicht nur auf Positionen mit
Bezug zum US-Markt für Subprime-
Hypotheken, sondern auch auf
Positionen in verbrieften US-Wohnbauhypotheken,
die 2007 zu einem
Nettoverlust von rund 4,4 Milliarden
Franken beigetragen haben.»
Im Anschluss an die Veröffentlichung
der Ergebnisse für das vierte Quartal
2007 bestätigte Moody’s im
Februar 2008 die Ratings für UBS AG.
Kommentar: «UBS verfügt nach wie
vor über eine sehr starke Marktstellung
in einer Vielzahl von Tätigkeitsbereichen.
Sie ist weiterhin in der Lage,
in verschiedenen Bereichen ausserhalb
des betroffenen Fixed-Income-Segments
solide Gewinne zu erzielen.
Zudem weist die Bank weiterhin eine
ausgezeichnete Liquiditätsposition und
eine gute Aktivaqualität auf. Angesichts
der geplanten Kapitalerhöhung
um 13 Milliarden Franken sollte die
Kapitalisierung innerhalb eines
angemessenen Zeitraums wieder das
frühere Niveau erreichen.»
Im April hat die Ratingagentur Moody's das UBS-Rating für vorrangige Schuldtitel und Einlagen von bisher 'Aaa' auf 'Aa1' zurückgenommen.
Im Oktober 2007 senkte Standard &
Poor’s Ratings Services das langfristige
Gegenparteirating für UBS AG von
«AA+» auf «AA» und kommentierte:
«Die Herabstufung reflektiert in erster
Linie Bedenken über die Effektivität
des Risikomanagements der Bank, das
den Aufbau eines derart hohen
Subprime-Bestands zuliess.»
Ende Januar 2008 korrigierte Standard
& Poor’s den Ausblick für UBS auf
negativ. Begründung: «Der Ausblick wurde auf negativ korrigiert, da UBS
mit verschiedenen Herausforderungen
konfrontiert ist: der künftigen
Erwirtschaftung von Erträgen vor dem
Hintergrund des aktuellen Konjunkturund
Marktumfelds, ihrem grossen
verbleibenden Subprime-Engagement
sowie der strategischen Neupositionierung
der Investment Bank.» Die
Ratings reflektieren «die anhaltende
Stärke von UBS, darunter das diversifizierte
Geschäftsprofil, die hohe
Liquidität sowie die robuste Kapitalisierung
nach Abschluss der Massnahmen
zur Stärkung der Kapitalbasis».
Im April 2008 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das langfristige Kreditrating von UBS von bisher 'AA' auf 'AA-' zurückgestuft.
Im Dezember 2007 stufte Fitch Ratings
das langfristige Emittentenausfallrating
(Issuer Default Ratings, IDR) für
UBS AG von «AA+» auf «AA» sowie
das individuelle Rating von UBS von
«A / B» auf «B» herab: «Die zusätzlichen
Abschreibungen, die UBS am
10. Dezember bekannt gab, übersteigen
die früheren Prognosen des
Konzerns deutlich und zeugen von
anhaltenden Bewertungsproblemen in
einem nach wie vor schwierigen
Marktumfeld. Die Ratings für UBS AG
reflektieren ihre herausragende
Stellung im Private Banking und im
Wealth Management, ihre diversifizierte
Ertragsstruktur, ihre historisch
konstante Rentabilität, ihre hohe
Liquidität und ihre solide Kapitalisierung.
Der Ausblick für die langfristigen
IDRs bleibt negativ, da die künftige
Gewinnsituation weiterhin schwer
einzuschätzen ist und die Umgestaltung
der Investment Bank des
Konzerns ein neues Managementteam
vor Herausforderungen stellen wird.»
Ende Januar bestätigte Fitch Ratings
das langfristige IDR für UBS von «AA»
bei einem negativen Ausblick sowie
das individuelle Rating von «B».
Im April 2008 senkt Fitch das UBS-Langfristrating von 'AA' auf 'AA-'. Der Ausblick bleibt negativ. |