UBS AG
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Geschichte von UBS  
     
 

1997

Wichtige Ereignisse:
Schweiz und die Welt

Wichtige Ereignisse:
Schweizerischer Bankverein (SBC)
Schweizerische Bankgesellschaft (UBS)

1997

Beginn der Finanzkrise in Asien.

Die USA veröffentlichen den Eizenstat-Bericht der insbesondere die Rolle der Schweiz untersucht ("Die USA- und alliierten Bemühungen zur Wiedererlangung und Rückgabe von Gold und andern Werten, die von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs gestohlen oder versteckt wurden"), – Präliminarstudie, die von Stuart E. Eizenstat, Unterstaatssekretär im amerikanischen Handelsdepartements, koordiniert wurde).

Als Geste des guten Willens bilden die drei Schweizer Grossbanken, die Schweizerische Nationalbank und einige Unternehmen einen Fonds zugunsten bedürftiger Opfer des Holocausts, der mit 270 Millionen Franken gespeist wird.

Hongkong wird in die kommunistische Volksrepublik China integriert und verliert seinen Status als britische Kronkolonie.

Das Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel tritt in Kraft.

Die Arbeitslosenrate in der Schweiz erreicht mit 5.7%. einen neuen Höchststand (der EU-Durchschnitt liegt bei 10%).

Der SBV feiert sein 125-jähriges Bestehen.

Der SBV führt eine neue Organisationsstruktur ein. Sie besteht aus dem Corporate Center und den vier Unternehmensbereichen SBC Switzerland, SBC Private Banking, SBC Warburg, und SBC Brinson.

Der SBV erwirbt Dillon, Read & Co., eine 1832 gegründete, alteingesessene New Yorker Investmentbank und integriert sie in den Unternehmensbereich SBC Warburg, der in SBC Warburg Dillon Read umbenannt wird.

Der SBV erwirbt ausserdem den brasilianischen Banco Omega, in São Paulo und geht mit Brunswick in Russland und der Long Term Credit Bank (LTCB) in Japan eine strategische Allianz ein.

8. Dezember: An einer gemeinsamen Pressekonferenz in Zürich geben die SBG und der SBV die Fusion bekannt.

Am Ende dieses Jahres beträgt die Bilanzsumme des SBV-Konzerns 438,9 Milliarden CHF.

Der SBV zählt 27'565 Angestellte, wovon 10'169 im Ausland tätig sind, und 365 Geschäftsstellen, wovon 77 im Ausland.

Der SBV nimmt ausserordentliche Rückstellungen in der Höhe von 2,8 Milliarden CHF zur Finanzierung der fusionsbedingten Restrukturierungskosten vor. Aus diesem Grund weist der SBV-Konzern für das Jahr 1997 einen Verlust von 0,25 Milliarden CHF aus.

Am 8. Januar findet Christoph Meili, ein externer Wachmann, in den SBG-Räumen alte Dokumente, die von der 1945 durch die SBG übernommenen Eidgenössischen Bank stammen. Die Dokumente waren von einem Archivar zur Vernichtung bereitgestellt worden in der Meinung, dass sie nichts enthielten, was im Zusammenhang mit den nachrichtenlosen Vermögen von Bedeutung sei. Der Wachmann jedoch übergibt diese Dokumente der Israelitischen Gemeinde in Zürich, womit der von den Medien viel beachtete «Fall Christoph Meili» seinen Anfang nimmt. Es wird ein Strafverfahren gegen den Archivar eröffnet wegen mutmasslicher Verletzung des Bundesbeschlusses vom 13. Dezember 1996, der unter anderem Bestimmungen über einen Aktenvernichtungsstopp enthält, sowie gegen Meili wegen mutmasslicher Verletzung des Bankgeheimnisses, die in der Schweiz eine strafbare Handlung darstellt. Beide Verfahren werden jedoch von der Bezirksanwaltschaft im September 1997 eingestellt.

Die SBG gründet PT UBS Securities Indonesia, Jakarta.

Die SBG gründet die UBS Securities (Pakistan) Ltd., Karachi.

Die SBG erwirbt die im Private Banking tätige Schröder Münchmeyer Hengst & Co (SMH) , Frankfurt am Main. Diese wird ihre Geschäfte unter ihrem eigenen Namen weiterführen.

Die SBG verkauft ihre auf Konsumkredite spezialisierte Tochtergesellschaft Bank Aufina, Brugg. Die Gesellschaft tritt in der Folge unter dem Namen GE Capital Bank, Brugg, am Markt auf.

8. Dezember: An einer gemeinsamen Pressekonferenz in Zürich geben die SBG und der SBV die Fusion bekannt.

Am Ende dieses Jahres übersteigt die Bilanzsumme des SBG-Konzerns zum ersten Mal 500 Milliarden CHF.

Der SBG-Konzern zählt 27'611 Angestellte, wovon 8256 im Ausland tätig sind, und 357 Geschäftsstellen, wovon 82 im Ausland.

Die SBG nimmt ausserordentliche Rückstellungen in der Höhe von 4,2 Milliarden CHF zur Finanzierung der fusionsbedingten Restrukturierungskosten vor. Aus diesem Grund weist der SBG-Konzern für das Jahr 1997 anstelle eines Gewinns einen Verlust von 0,13 Milliarden CHF aus.

Nach eingehender Prüfung wird beschlossen, dass die aus der Fusion hervorgehende Bank UBS heissen soll. Um sie von der alten SBG/UBS zu unterscheiden, wird die neue Bank als "neue UBS" oder als "UBS AG" bezeichnet.

Mit dieser Fusion entsteht eine der grössten Banken in Europa sowie die weltweit grösste Privatbank und institutionelle Vermögensverwaltung. UBS AG verwaltet Kundenvermögen in der Höhe von 1320 Milliarden Schweizer Franken. Sie verfügt über eine Marktkapitalisierung von 85 Milliarden CHF und gehört damit zu den vier grössten Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt. Die Bilanzsumme der fusionierten Bank beläuft sich auf 922 Milliarden CHF (auf der Grundlage der Jahresendzahlen 1016 Milliarden CHF).

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