Als zweiter Kanton verliert nun auch Appenzell Ausserrhoden seine Kantonalbank. Sie wird von der SBG übernommen.
Im Zusammenhang mit ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg sehen sich die Schweiz und auch die Schweizer Banken harten Angriffen seitens des Jüdischen Weltkongresses (WJC), New York, und des US-Senators Alfonso d’Amato ausgesetzt. Hauptstreitpunkte: die Schweizer Flüchtlingspolitik, der Goldhandel der Schweizerischen Nationalbank mit dem Dritten Reich, und die nachrichtenlosen Konten von Holocaust-Opfern und deren Erben auf Schweizer Banken.
In New York wird von den Schweizer Banken, dem Jüdischen Weltkongress (WJC), der World Jewish Restitution Organization und der Jewish Agency ein "Memorandum of Understanding" unterschrieben.
Die Schweizerische Bankiervereinigung bildet das "Volcker Komitee" (offizielle Bezeichnung: Independent Committee of Eminent Persons, ICEP), welches damit betraut wird, die Forderungen des WJC zu untersuchen.
Der Bundesrat setzt zur Untersuchung der Rolle der neutralen Schweiz im Zweiten Weltkrieg ein Historiker-Komitee, die "Bergier-Kommission" ein (offizielle Bezeichnung: Unabhängige Experten-Kommission Schweiz-Zweiter Weltkrieg).
In New York werden mehrere Sammelklagen gegen SBG, SBV, Credit Suisse und die Schweizerische Nationalbank eingereicht.
In Zürich wird der Handel an der neuen elektronischen Börse SWX-Swiss Exchange aufgenommen.