UBS AG
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Corporate Responsibility
Corporate Responsibility

Für UBS als ein führender Finanzdienstleister steht die langfristige Wertschöpfung im Vordergrund. Ihres Erachtens kann UBS dieses Ziel am besten erreichen, indem sie ihren Kunden Produkte und Dienstleistungen mit Mehrwert anbietet und eine Unternehmenskultur fördert, die hohen ethischen Standards genügt. Die Bank ist fest davon überzeugt, dass die langfristige Wertschöpfung eines Unternehmens auch davon abhängt, was es über die gesetzlichen und regulatorischen Mindestanforderungen hinaus leistet. Deshalb will UBS ein Arbeitsumfeld schaffen, das auf Werten wie Chancengleichheit, Diversity und Meritokratie basiert.

UBS hat Massnahmen und Initiativen zum Schutz der Umwelt eingeführt. Sie ist zudem strengen sozialen Standards verpflichtet und unterstützt die Gemeinschaft, in der sie tätig ist. All diese Aktivitäten setzt sie im Rahmen ihrer Governance-Struktur innerhalb bestehender Geschäftsprozesse um.

UN Global Compact

Als eines der ersten Unternehmen hat UBS im Jahr 2000 die «Global Compact»-Initiative der Vereinten Nationen unterzeichnet. Diese umfasst zehn Prinzipien, welche die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruption abdecken. Ihre geografische Reichweite umspannt mittlerweile die ganze Welt: Ende 2007 hatten mehr als 3700 Unternehmen aus 120 Ländern die «Global Compact»-Initiative unterzeichnet. Diese bildet zwar eine wichtige Grundlage in Diskussionen mit der Öffentlichkeit über die Aufgabe von Wirtschaftsunternehmen in der Gesellschaft, doch zielt sie letztlich auf die Umsetzung konkreter Massnahmen ab. Von besonderer Bedeutung ist aus der Sicht von UBS die «Who Cares Wins»-Initiative. Sie wurde im Juni 2004 von 20 Finanzinstituten lanciert und zeigt die Fortschritte auf, die verschiedene Unternehmen beim Einbezug von Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen in die traditionellen Anlageentscheidungen erzielt haben. UBS arbeitet an dieser Initiative seit ihrer Lancierung mit und beteiligt sich auch an anderen Projekten im Rahmen des Global Compact, so unter anderem am Schweizer Netzwerk, welches 2006 gegründet wurde.

Arbeitsstandards und Menschenrechte

Menschenrechte sind für UBS seit vielen Jahren ein Thema. Denn Personalweisungen, die Belange wie Beschäftigung, Diversity, Chancengleichheit und Diskriminierung regeln, adressieren per se auch Menschenrechtsfragen. UBS verfügt über umfassende Personalweisungen und -praktiken hinsichtlich Arbeitsstandards, welche regelmässig auf ihre Einhaltung überprüft werden.

Seit 2006 hat UBS eine Erklärung zu grundlegenden Menschenrechten, die den Mitarbeitern, Kunden und der Öffentlichkeit darlegt, dass UBS der Einhaltung und Förderung der Menschenrechte in ihrem Einflussbereich grosse Bedeutung beimisst. Die UBS-Erklärung zu den Menschenrechten legt den Standpunkt der Bank dar und fasst die Hauptthemen in einem Dokument zusammen.

UBS setzt derzeit Initiativen um, welche die Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden betreffen – Bereiche, denen die Erklärung Priorität beimisst. Die Förderung der Diversity von Mitarbeitern war auch 2007 ein wichtiges Thema.

Verantwortungsvolles Beschaffungswesen ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Menschenrechts- und Umweltpolitik von UBS. In den vergangenen Jahren wurden Prozesse eingeführt, um in Schlüsselbereichen der Lieferkette (wie Kundengeschenke, IT-Ausrüstung oder Energieeinkauf) Menschenrechts-, beziehungsweise ökologischen Aspekten, Rechnung zu tragen. So begann beispielsweise der Lieferant, der für UBS Schirme mit dem Firmenlogo herstellt, vor fünf Jahren auf Anregung der Bank hin, in seinen Produktionsstätten in Guangzhou, China, umwelt- und arbeitsrechtliche Faktoren zu berücksichtigen. Der Lieferant geniesst inzwischen einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Corporate Responsibility. Dadurch gewann er Kunden hinzu, die ökologische und menschenrechtliche Aspekte ihrer Lieferkette ebenfalls als wichtig erachten. Um solche Erwägungen verstärkt in die Beschaffungsprozesse einfliessen zu lassen, hat UBS eine Richtlinie für das Beschaffungswesen erarbeitet. Diese erleichtert die Identifikation, Beurteilung und Überwachung von Umwelt- und Menschenrechtsrisiken, die mit Lieferanten verbunden sein können, und soll zu einer einheitlichen Entscheidungsfindung in allen Unternehmensgruppen und Regionen beitragen. Diese Richtlinie zielt auf Lieferanten und Auftragnehmer mit erhöhten Risiken ab, auf die UBS über direkte vertragliche Vereinbarungen Einfluss nehmen kann.

Darüber hinaus hat UBS Industriesektoren mit ausgeprägten Umwelt- und Sozialrisiken ermittelt. Für diese ökologisch und sozial sensitiven Sektoren erarbeitet UBS zurzeit Sektorrichtlinien, die im Geschäft mit entsprechenden Kunden Orientierungshilfe bieten sollen.

Umwelt

UBS hat 1992 als eine der ersten Banken die Bankenerklärung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) unterzeichnet und sich damit verpflichtet, in die Geschäftstätigkeit angemessene Umweltmassnahmen zu integrieren. Die Anstrengungen von UBS für den Umweltschutz reichen bis in die 1970er-Jahre zurück und werden inzwischen durch ein umfassendes, globales Umweltmanagementsystem abgedeckt, das nach ISO 14001 zertifiziert ist und das Bankgeschäft sowie innerbetriebliche Abläufe umfasst. UBS erachtet eine effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung ihres Energiebedarfs wie auch die Massnahmen, die sie zur Senkung ihrer CO2-Emissionen ergriffen hat, als wesentliche Aktivitäten eines verantwortungsbewussten Unternehmens. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bank im Februar 2006 zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, welches 40% unter dem Stand von 2004 liegt. Für UBS stellt der Klimawandel eine der bedeutsamsten ökologischen Herausforderungen der heutigen Zeit dar. Der Klimawandel wird global weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme, Gesellschaften und Volkswirtschaften haben. Um ihre Kunden beim Umgang mit dieser Herausforderung zu unterstützen, wurden diese Themen von UBS-Researchteams adressiert sowie in das Beratungs- und Produktangebot von UBS aufgenommen.

Korruptionsbekämpfung

UBS beteiligt sich schon seit langem an der Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Dazu setzt sie ihre internen Prozesse zur Bekämpfung der Geldwäscherei (AML-Prozess) effektiv, dynamisch und risikoorientiert um. Anfang 2007 veröffentlichte die Wolfsberg-Gruppe, zu deren Gründungsmitgliedern auch UBS zählt, ein Statement gegen die Korruption. Darin wird die Rolle der Wolfsberg-Gruppe und der Finanzinstitute im Allgemeinen bei der Unterstützung der internationalen Korruptionsbekämpfung erläutert. Zudem werden Massnahmen aufgezeigt, die Finanzinstitute zum Schutze vor Korruption in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und vor dem Missbrauch ihrer betrieblicher Aktivitäten in Erwägung ziehen können.

Externe Anerkennung

Die Corporate-Responsibility-Aktivitäten von UBS finden breite Anerkennung, was sich dadurch zeigt, dass UBS in vielen Indizes enthalten ist, welche solche Bestrebungen bewerten. So ist UBS beispielsweise seit der Lancierung der Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) im Jahr 1999 Bestandteil dieser Indizes. Die DJSI verfolgen weltweit die Finanzperformance jener Unternehmen, die bezüglich Nachhaltigkeit eine führende Position einnehmen. UBS ist auch Bestandteil der Indexreihe FTSE4Good. Diese misst die Leistungen multinationaler Unternehmen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Stakeholder-Beziehungen sowie Unterstützung der Menschenrechte. UBS ist ebenfalls Mitglied des Climate Leadership Index (CLI) seit dessen Lancierung im Jahr 2004. Der CLI informiert Anleger darüber, welche FT500-Unternehmen am umfassendsten zu Klimawandel-Themen Auskunft geben. Als Grundlage für die Bewertung dienen die Antworten der einzelnen Unternehmen zum Fragebogen des Carbon Disclosure Project (CDP).

Governance-Struktur Corporate Responsibility

UBS hat seit 2001 ein Corporate Responsibility Committee (CRC). Dieser Verwaltungsratsausschuss evaluiert, wie UBS den sich verändernden Erwartungen ihrer Stakeholder-Gruppen bezüglich der Unternehmensführung begegnen soll. Kommt das CRC zum Schluss, dass zwischen diesen Erwartungen und den Tätigkeiten von UBS eine wesentliche Diskrepanz besteht – und dass diese Abweichung entweder ein Risiko oder eine Chance darstellt –, kann das CRC der Konzernleitung entsprechende Handlungsvorschläge unterbreiten.

Stephan Haeringer, vollamtlicher Vizepräsident von UBS, hat den Vorsitz im CRC. Zusätzlich gehören dem CRC ein weiteres Verwaltungsratsmitglied und acht Vertreter der obersten Führungsebene der Geschäftseinheiten von UBS sowie diverser anderer Unternehmensfunktionen wie des Rechtsdienstes und der Kommunikation an. Der Ausschuss kommt zwei bis drei Mal pro Jahr zusammen. Das CRC wird in seiner Tätigkeit von einer Arbeitsgruppe unterstützt, die sich aus 22 Fachexperten aus allen Unternehmensgruppen von UBS zusammensetzt und vom Chief Communication Officer, einem Mitglied des CRC, geleitet wird.

Weder das CRC noch die Arbeitsgruppe haben operative Verantwortung für Corporate-Responsibility-Themen. Die Gesamtverantwortung für die Corporate-Responsibility-Strategie wie auch die Entscheidungsbefugnis für spezifische Massnahmen in diesem Bereich liegen bei der Konzernleitung. In der Folge werden solche Massnahmen im Rahmen der bestehenden Prozesse in den verschiedenen Unternehmensgruppen umgesetzt.

In den Zuständigkeitsbereich der Konzernleitung fallen beispielsweise die Umweltpolitik von UBS und die Ernennung eines Group Environmental Representative. Des Weiteren ernennt jede Unternehmensgruppe einen Vertreter; diese bilden zusammen mit dem Group Environmental Representative ein Komitee, welches die Implementierung der Umweltpolitik von UBS überwacht. Dem Komitee steht der Group Chief Credit Officer vor, und die Vertreter werden von Koordinatoren und funktionalen Einheiten der Unternehmensgruppen unterstützt. Zudem unterstützt dieses Komitee die Unternehmensgruppen bei der Implementierung der UBS-Erklärung zu den Menschenrechten.

Corporate Responsibility: Sensibilisierung und Schulung

Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter von UBS die Anstrengungen, welche die Bank im Bereich der Corporate Responsibility unternimmt, und die diesbezüglichen Prozesse kennen. Hierzu stellt UBS den Mitarbeitern über Intranet und Internet allgemeine Informationen zur Verfügung. Darüber hinaus hat die Bank 2007 knapp 3000 Mitarbeiter aus allen Geschäftsbereichen direkt über Schulungen und Sensibilisierungsaktivitäten mit dem Thema Corporate Responsibility bei UBS vertraut gemacht. Diese Schulungen reichten von kurzen Präsentationen, die insbesondere an Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter gehalten wurden, bis hin zu ausführlicheren Präsentationen und Workshops. In Global Wealth Management & Business Banking zum Beispiel ist ein Modul über Ethik sowie unternehmerische und persönliche Verantwortung Bestandteil des Ausbildungsprogramms, das die Unternehmensgruppe ihren Führungskräften anbietet.

Schulungen sind auch für spezialisierte Bereiche wie zum Beispiel das Umweltmanagement und die Geldwäschereibekämpfung (AML) unabdingbar. So müssen AML- und Compliance-Mitarbeiter alle zwei Jahre eine obligatorische Schulung absolvieren, und alle neu eintretenden Mitarbeiter durchlaufen eine AML- / Compliance-Einführung. 2007 nahmen 6000 Mitarbeiter an Schulungen zu ökologischen Themen teil.

Beitrag an die Gesellschaft – Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung

Die umfassende und laufende Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung stellt einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag dar. Die Integrität des Finanzsystems liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. UBS nimmt diese Pflicht sehr ernst und versucht, dieses System sowohl in seiner Gesamtheit als auch in Bezug auf ihr eigenes operatives Geschäft zu schützen. Geldwäscherei und Terrorismus stellen eine reale Bedrohung dar, und jeder Einzelne hat die Aufgabe, diese Bedrohung so wirksam wie möglich zu bekämpfen.

Die Group Money Laundering Prevention Unit von UBS leitet die Bestrebungen der Bank zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Sie unterstützt die Mitarbeiter hauptsächlich bei der Erkennung, Handhabung und Meldung von verdächtigen Aktivitäten, ohne die Kunden von UBS pauschal zu kriminalisieren oder das normale Geschäft der Bank zu behindern. Respekt und Schutz der Privatsphäre der Kunden von UBS behalten dabei höchste Priorität, bilden sie doch einen Grundstein der Philosophie von UBS.

Die wichtigste Grundlage zum Erreichen der Ziele der Bank ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns – zwischen den Kundenberatern, den Risikomanagern und den Kontrollstellen. Es ist für die Mitarbeiter von zentraler Bedeutung, die Kunden wirklich kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und bei Ungereimtheiten Fragen zu stellen. Um die Fähigkeiten der Mitarbeiter in punkto «Know your Customer» (KYC) und Erkennung verdächtiger Verhaltensweisen zu fördern, werden sie regelmässig über Online-Schulungen und Seminare weitergebildet.

Bei der Bekämpfung der Geldwäscherei verfolgt UBS einen risikoorientierten Ansatz, der auf ihre verschiedenen Geschäftsbereiche und ihre spezifischen Risiken abgestimmt wird. UBS legt unter anderem einheitliche Kriterien fest, nach denen eine Geschäftsbeziehung aus Sicht der Geldwäschereibekämpfung als «mit höheren Risiken verbunden» einzustufen ist. Weiter verwendet die Bank moderne technische Hilfsmittel, um Transaktionsmuster oder ungewöhnliche Transaktionen zu identifizieren.

Besonderes Gewicht legte UBS in den letzten Jahren auf die Verbesserung ihrer Kontrollen bei Geschäften mit Regierungen und Ländern mit erhöhtem Risiko. Zu diesem Zweck löste UBS unter anderem Geschäftsbeziehungen mit Firmen- oder Privatkunden in einer beschränkten Anzahl Länder auf. Damit trug sie den zunehmenden internationalen Bedenken und ihrem Bestreben Rechnung, ihr globales Sicherheitsrisiko aktiv zu bewirtschaften – auch wenn die verbleibenden Engagements bereits sehr gering gewesen waren. Zu den betroffenen Ländern gehören Iran, Myanmar, Nordkorea und Sudan.

2007 arbeitete UBS weiter mit dem öffentlichen Sektor zusammen, um besser zu definieren, wie und in welchen Bereichen Finanzinstitute die allgemeinen gesellschaftlichen Bestrebungen zur Geldwäschereibekämpfung unterstützen können. Die Aufsichtsbehörden setzen die Umstellung vom traditionellen, «regelorientierten» Ansatz bei der Bekämpfung der Geldwäscherei hin zur «grundsatzorientierten» Regulierung (einschliesslich des sogenannten «risikoorientierten» Ansatzes) fort. Vor diesem Hintergrund arbeitete UBS aktiv an der Erstellung der «Guidance on the Risk-Based Approach to Combating Money Laundering and Terrorist Financing» durch die Financial Action Task Force mit. Gemäss dem «risikoorientierten» Ansatz muss UBS ihre Richtlinien und Verfahren unter Einbezug der besonderen Risiken, denen sie ausgesetzt ist, neu bewerten und ihre eigenen risikoorientierten Modelle laufend weiterentwickeln. Dies war 2007 weiterhin der Fall. Wo möglich, versucht UBS mittels einheitlicher Verfahren und Instrumente (zum Beispiel durch die Definition konsistenter Länderrisikostandards zur Identifikation sensitiver Länder) die AML- und KYC-Richtlinien und -verfahren zwischen den Unternehmensgruppen zu straffen und besser aufeinander abzustimmen.

UBS setzt sich auch weiterhin für die Entwicklung und Umsetzung von Standards zur Bekämpfung von Geldwäscherei ein, die für die gesamte Finanzbranche gelten sollen. So war sie eine treibende Kraft bei der Gründung der Wolfsberg-Gruppe, die 2000 ihre ersten globalen AML-Grundsätze veröffentlichte. In den Folgejahren unterstützte UBS auch massgeblich die Ausarbeitung anderer Richtlinien, zum Beispiel bezüglich Korruption, Korrespondenzgeschäft, Anlagefonds sowie Investment und Commercial Banking. Zuletzt war UBS 2007 aktiv an der Erstellung und Herausgabe einer Erklärung der Wolfsberg-Gruppe und der Clearing House Association zur Verbesserung der Transparenz im internationalen elektronischen Zahlungsverkehr beteiligt. Eine erhöhte Transparenz soll die Wirksamkeit globaler AML- und Anti-Terrorismusfinanzierungs-Programme steigern.

Investition in die Gemeinschaft

Nebst dem wirtschaftlichen Beitrag, den UBS mit ihren Mitarbeitern durch ihre Geschäftstätigkeit leistet, will sie auch positiv zum sozialen und ökologischen Wohl der lokalen Gemeinschaften beitragen, in denen sie tätig ist. Zu diesem Zweck fördert die Bank ihre gut verankerten «Community Affairs»-Programme.

Diese Programme beinhalten unter anderem direkte Geldspenden an ausgewählte Organisationen, Freiwilligenarbeit von Mitarbeitern, Spendenverdoppelungsprogramme, Sachspenden, Katastrophenhilfe und / oder Partnerschaften mit lokal tätigen Vereinen, Bildungsträgern und kulturellen Organisationen. Weltweit arbeiten regionale Teams eng mit Mitarbeitern aller Stufen zusammen, um diese «Community Affairs»-Partnerschaften und -Programme weiter auszubauen. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf den Kernthemen «Empowerment durch Ausbildung» sowie «Förderung des gesellschaftlichen Umfelds».

2007 spendeten UBS und ihre Stiftungen insgesamt mehr als 46 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke. Durch eigene Spenden und Freiwilligeneinsätze engagieren sich die Mitarbeiter von UBS ebenfalls massgeblich für die Gemeinschaft. Im vergangenen Jahr haben knapp 8000 Mitarbeiter über 80 000 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Je nach Region unterstützt UBS diesen Einsatz, indem sie ihnen für solche Aktivitäten pro Jahr bis zu zwei «freie» Arbeitstage gewährt.

Weiter hat UBS einige unabhängige Stiftungen und Vereine ins Leben gerufen, die Geld für karitative Zwecke in der Schweiz einsetzen. Der Verein «UBS Mitarbeiter helfen» unterstützt behinderte und benachteiligte Menschen darin, ein aktives und unabhängiges Leben zu führen. UBS unterstützt dieses Engagement und verdoppelte die 2007 gesammelten Spenden. Das Anliegen der «UBS Kulturstiftung» ist es, Kreativität zu fördern, Kontakte zwischen Kunstschaffenden und der Gesellschaft zu erleichtern und das Verständnis für die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu vertiefen. Die Stiftung unterstützt Kunst, Film, Literatur, Musik, Denkmalschutz, archäologische Projekte sowie geschichtliche und philosophische Studien in der Schweiz. Die «UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung» setzt sich für die Förderung des schweizerischen Gemeinwohls im weitesten Sinne ein. Dabei sollen gemeinnützige oder wohltätige Institutionen, Bestrebungen oder Projekte unterstützt werden.

Kundenstiftung

Doch nicht nur UBS und ihre Mitarbeiter beteiligen sich an solchen Projekten. UBS bietet auch ihren Kunden die Möglichkeit, sich wohltätig zu engagieren. Die UBS Optimus Foundation investiert die Spenden ihrer Kunden in verschiedene Programme und Hilfswerke, die sich insbesondere in den Bereichen «Kinder & Talente» sowie «Medizinische & biologische Forschung» engagieren. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit angesehenen Partnerorganisationen zusammen. Die Projekte werden von einem internen Expertenteam ausgewählt, das auch die Umsetzung sorgfältig überwacht. Die Verwaltungskosten der UBS Optimus Foundation werden gänzlich von UBS getragen. Dadurch fliessen die Beiträge ihrer Kunden vollumfänglich in die Projekte. 2007 spendete die UBS Optimus Foundation nahezu 11 Millionen Franken und unterstützte damit 55 Projekte in Afrika, dem asiatisch-pazifischen Raum, Europa sowie Nord- und Lateinamerika.

Globale «Community Affairs»-Aktivitäten von UBS im Jahr 2007

In der Region Asien-Pazifik unterstützt UBS die Child Welfare and Holistic Organisation for Rural Development (CHORD) in Hyderabad, Indien. Die Organisation bietet Kindern, die Opfer von Kinderarbeit wurden, eine begleitete Wiedereingliederung in den normalen Schulbetrieb sowie emotionalen Beistand. Im Rahmen eines «Patenprogramms» helfen UBS-Mitarbeiter den Kindern bei den Schulaufgaben und unterstützen sie in ihrer Entwicklung und bei ihren Anstrengungen, in die Schule zurückzukehren. Letztes Jahr organisierte das UBS India Service Centre (ISC) einen «Fun Day» für 420 CHORD-Kinder, einen «Teachers' Day» an der CHORD- Schule und einen Besuch beim ISC, durch den viele Schüler erstmals Einblick in ein Grossunternehmen erhielten. Dazu ein CHORD-Schüler: «Früher arbeitete ich in einem Laden. Ich sah viele Kunden und Gesichter. Aber nie kümmerte sich jemand um mich und meine Gefühle. Dank der CHORD-Schule habe ich das Glück, mit UBS-Mitarbeitern zu tun zu haben. Diese zaubern wieder ein Lächeln auf unsere traurigen Gesichter.»

In Grossbritannien arbeitet UBS mit zwei anderen Firmen der City zusammen, um zur Verbesserung der Lebensqualität in Shoreditch beizutragen. Das in East London gelegene Shoreditch gehört zu den am stärksten benachteiligten Regionen Grossbritanniens: 82% der Bevölkerung leben in Sozialwohnungen und über 30% der Schulabgänger finden keine Stelle. Die im Rahmen des «Project Shoreditch» aktiven Unternehmen arbeiten direkt mit staatlichen und nicht gewinnorientierten Organisationen für soziale Regenerierung zusammen. Ziel ist es, die Fähigkeiten, das Wissen und das Engagement der UBS-Mitarbeiter mit den Bedürfnissen der Shoreditch-Vereinigungen in Einklang zu bringen. Seit das Projekt im April 2005 ins Leben gerufen wurde, haben über 1500 UBS-Freiwillige verschiedenste lokal tätige Verbände, Wohltätigkeitsvereine und Schulen unterstützt. Ihr Beitrag reichte dabei von Teamwettbewerben, Geschäftsplanungen und Mentoring-Programmen über Schulungen, Web Design, Arbeitsplatzbesuche bis hin zu Berufsberatung und Spendenaktionen. Die Freiwilligen leisten nicht nur Direkthilfe an die in Shoreditch ansässigen Organisationen, sondern wirken auch an der Revitalisierung des Quartiers mit. 2007 wurde dem «Project Shoreditch» vom Unternehmensnetzwerk «Business in the Community» die Auszeichnung «Positive Impact on London» verliehen.

Ein wichtiges Freiwilligenprogramm in der Schweiz ist das Trainingsprogramm «Fit für die Wirtschaft», welches sich an Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren richtet. Mitarbeiter von UBS leiten diese Trainings und unterstützen die Jugendlichen bei der beruflichen Orientierung, beim Schreiben von Bewerbungen und beraten sie im Umgang mit dem eigenen Geld. UBS spendet auch direkt an gemeinnützige Projekte wie die Schweizerische Berghilfe. Die Schweizerische Berghilfe wirkt der Abwanderung aus armen Berggebieten in der Schweiz entgegen, indem sie Projekte und Unternehmungen unterstützt, welche die Existenz alpiner Gemeinschaften nachhaltig sichern. Zudem unterstützt UBS Swisscontact, eine Schweizer Organisation für Berufsbildungsprojekte. Dadurch erhalten Mädchen und Knaben in Benin, Afrika, die Chance, beispielsweise den Beruf eines Zimmermanns, Schneiders oder Coiffeurs zu erlernen. Die Jugendlichen, die an diesem Programm teilnehmen, werden in Lesen und Schreiben unterrichtet. Überdies werden wichtige Gesundheitsfragen wie die Präventation von AIDS behandelt.

In Nord- und Lateinamerika stellte die Wealth-Management-Einheit ihre neue Strategie im gemeinnützigen Bereich vor. Durch das Programm «Education as a Pathway to a Better Future» möchte UBS die Ausbildung im Kindergarten sowie in der Primarschule und Oberstufe in einkommensschwachen Gebieten verbessern. Im Rahmen der neuen Strategie wurde im Oktober die USA-weite Freiwilligeninitiative «Building Brighter Futures» lanciert. Im Verlauf des Aktionsmonats packten über 2100 UBS-Mitarbeiter, Familien und Freunde in mehr als 90 Schul- und Kommunalprojekten landesweit mit an. Die Investment Bank lancierte ein Pilotausbildungsprojekt mit Earthwatch International. Diese weltweit in der wissenschaftlichen Feldforschung und der Ausbildung tätige nicht gewinnorientierte Organisation will das Verständnis und die Aktivitäten fördern, welche für eine nachhaltige Umweltentwicklung erforderlich sind. Sechs UBS-Mitarbeiter nahmen gemeinsam mit drei Lehrern aus öffentlichen Schulen als «Earthwatch Fellows» an Klimawandelexpeditionen im nördlichen Kanada und an der Küste Zentralmexikos teil. Nach Abschluss der achttägigen Expeditionen besuchten die Fellows Kollegen und Schüler der Medill Elementary School in Chicago, Illinois, der Hart Magnet School in Stamford, Connecticut, und des Manhattan Center for Science and Math in New York, um über ihre Erfahrungen zu berichten. 2008 wird das Programm auf andere Geschäftsbereiche von UBS in Nord- und Lateinamerika ausgedehnt werden: UBS-Mitarbeiter sollen zusammen mit lokalen Schulen das Bewusstsein für globale Umweltfragen schärfen.

UBS und die Umwelt

UBS unterstreicht ihr Engagement in Umweltbelangen mit ihrem globalen Umweltmanagementsystem, das seit 1999 nach ISO 14001 zertifiziert ist und sowohl das Bankgeschäft wie auch die innerbetrieblichen Abläufe umfasst. Das Umweltmanagementsystem wurde 2005 von ihrem Auditor SGS erfolgreich rezertifiziert.

UBS ist nach wie vor bestrebt, Umweltaspekte in alle Geschäftsaktivitäten mit einzubeziehen. Ihre Umweltpolitik basiert auf folgenden fünf Grundsätzen:

– Sie ist bestrebt, in all ihren Geschäftsfeldern Umweltrisiken zu berücksichtigen, insbesondere im Kreditgeschäft, im Investment Banking, in der Beratung und im Research sowie bei ihren eigenen Anlagen.

– Sie will Chancen wahrnehmen, die sich auf den Finanzmärkten bezüglich umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen wie Socially Responsible Investments eröffnen.

– Sie sucht nach Möglichkeiten, die durch ihre internen Arbeitsabläufe entstehenden Belastungen von Luft, Boden und Wasser zu verringern. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion der Emission von Treibhausgasen. Überdies will sie die ökologischen Auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen ihrer Lieferanten überprüfen.

– Sie stellt die effiziente Umsetzung ihrer Umweltpolitik durch ihr weltweit zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 – der internationalen Norm für Umweltmanagement – sicher.

– Sie integriert Umweltaspekte in ihre interne Kommunikation und Ausbildung.

Umweltleistung in Kennzahlen

Jedes Jahr hält UBS anhand von Key Performance Indicators (KPI) ihre Umweltleistung im Detail fest, was ihr einen jährlichen Vergleich ermöglicht. Diese KPIs basieren auf Branchenstandards wie der Global Reporting Initiative (GRI), der Greenhouse Gas Protocol Initiative und ISO 14064.

Die unten stehenden Managementindikatoren bieten einen Überblick über das Umweltmanagementsystem.

Umweltmanagement-Indikatoren

Für das Geschäftsjahr endend am

Veränderung in %

Personalbestand auf Vollzeitbasis (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.07

31.12.06

31.12.05

31.12.06

Mitarbeiter Finanzdienstleistungsgeschäft 2

83 560

78 140

69 569

7

In spezialisierten Umweltfachstellen 3

38

30

25

28

Umweltsensibilisierung

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

5 090

2 489

2 251

104

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

2 133

1 498

1 214

42

Fachausbildung mit Umweltbezug

Ausgebildete Mitarbeiter

F5

976

977

1 010

0

Ausbildungszeit (Stunden)

F5

1 420

1 758

2 066

(19)

Externe Umweltaudits 4

Auditierte Mitarbeiter

F6

37

30

147

23

Auditierungszeit (Tage)

F6

8

6

17

40

Interne Umweltaudits 5

Auditierte Mitarbeiter

F6

121

154

216

(21)

Auditierungszeit (Tage)

F6

38

44

39

(15)

1 Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI Umweltleistungsindikatoren (definiert im GRI Financial Services Sector Supplement). 2 Die Mitarbeiterzahlen zeigen den Stand per 31. Dezember 2007. 3 2007: 32 UBS und 6 externe Mitarbeiter (auf Vollzeitbasis). 4 Die Audits wurden ausgeführt von SGS Société Générale de Surveillance SA. 2006 und 2007 wurden Überwachungsaudits und 2005 ein umfangreicherer Re-Zertifizierungsaudit durchgeführt. 5 Audits / Reviews von spezialisierten Umweltfachstellen. Die Umsetzung der Umweltrisikoweisungen wird zusätzlich von Group Internal Audit überprüft.

Socially Responsible Investments und umweltbedingte Marktchancen

UBS verfügt über ein grosses Know-how in der Integration ökologischer und sozialer Kriterien in ihre Research- und Beratungstätigkeit. Bereits 1996 schuf Global Asset Management eine Einheit Socially Responsible Investments (SRI). Bei SRI handelt es sich um nachhaltige Anlagen, die nebst klassischen finanzanalytischen auch ökologischen und sozialen Kriterien Rechnung tragen. Heute bestehen in allen Unternehmensgruppen und Regionen SRI-Teams, die UBS-internes SRI-Research betreiben und eine breite Palette von SRI-Anlageprodukten anbieten. Zudem nutzt die Investment Bank aktiv sich in diesem Bereich ergebende Marktchancen. Beispiele sind der Handel von Emissionszertifikaten für Kunden oder Finanz- und Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, die im Bereich erneuerbare Energien tätig sind. Des Weiteren hat Global Wealth Management & Business Banking SRI in die UBS Client Experience integriert. Zu diesem Zweck hat sie die Instrumente für die Erstellung der Kundenprofile angepasst, das Angebot um neue bankeigene und ausgewählte externe Produkte ergänzt und interne Plattformen, die Informationen und Verkaufsunterlagen bereitstellen, optimiert. Diese Massnahmen sollen die Kundenberater dabei unterstützen, die Nachfrage der Kunden nach SRI-Produkten effektiver einzuschätzen, zu verstehen und zu erfüllen. Ein 2007 in der Schweiz durchgeführter, erfolgreicher Pilot trug zu einer Steigerung der in SRI investierten Vermögen bei. Nun wird dieser Ansatz auf andere Regionen ausgedehnt.

SRI: Socially Responsible Investments (Nachhaltige Anlagen)

Für das Geschäftsjahr endend

Veränderung in %

Mrd. CHF (Ausnahmen sind angegeben)

GRI 1

31.12.07

31.12.06

31.12.05

31.12.06

UBS

3 189

2 989

2 652

7

SRI-Produkte und -Mandate von UBS

Positivselektion

F9

5,42

1,84

1,05

194

Negativselektion

F9

32,06

16,17

10,73

98

Drittanbieter

F9

1,38

N/A

0,61

N/A

Total SRI verwaltete Vermögen

F9

38,86

18,01

12,39

116

Anteil an den insgesamt verwalteten Vermögen (%) 2

1,22%

0,60%

0,47%

1 Global Reporting Initiative (siehe auch www.globalreporting.org). F steht für die GRI-Umweltleistungsindikatoren (definiert im GRI Financial Services Sector Supplement). 2 Total Socially Responsible Investments (SRI)/verwaltete Vermögen von UBS.

Positivselektion: Positivkriterien qualifizieren ein Unternehmen zur Aufnahme in einen Fonds oder ein Portfolio, wenn dessen Strategien, Prozesse und Produkte positive Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg, die Umwelt und die Gesellschaft haben. Dies beinhaltet «Best-in-Class» und thematische Investments.

Negativselektion: Bei der Anwendung von Negativ- kriterien wird in gewissen Bereichen aufgrund von ethischen, sozialen oder ökologischen Kriterien nicht investiert. Beispiele sind die Rüstungs- und die Tabak- industrie, das Glücksspiel oder Branchen, die stark umweltschädigende Auswirkungen haben.

Drittanbieter: Die offene Produktarchitektur von UBS bietet Kunden Zugang zu SRI-Produkten von Dritt- anbietern. Dies beinhaltet Positiv- und Negativselektion.

Anlageprodukte und Beratungsdienstleistungen

Um auf die in gewissen Ländern steigende Nachfrage zu reagieren, baut Global Asset Management ihr SRI-Angebot stark aus. 2007 brachte UBS beispielsweise in Japan und Taiwan SRI-Produkte auf den Markt. Das vielfältige SRI-Spektrum umfasst Produkte, die nach der «Best-in-Class»-Methode und themenorientiert verwaltet werden. Unter «Best-in-class» wird ein aktiver Ansatz verstanden, nach dem Aktien von Unternehmen selektioniert werden, die eine überdurchschnittliche ökologische, soziale und wirtschaftliche Performance sowie ein beträchtliches Wachs- tumspotenzial aufweisen. Das «Best-in-class»-Angebot umfasst einen globalen, einen europäischen, einen japanischen und einen taiwanesischen Fonds. Beim themenbasierten Ansatz werden Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser und demografischer Wandel getätigt. So bietet UBS unter anderem einen «Global Innovators»-Fonds sowie strukturierte Produkte wie beispielsweise das UBS Climate Change Strategy Certificate und das UBS Water Strategy Certificate an.

Kunden von Global Asset Management werden zudem massgeschneiderte Kundenportfolios in Form von Einzelmandaten oder institutionellen Konten angeboten, die auf Ausschlusskritierien basieren. Dabei kann der Kunde gewisse Unternehmen oder Sektoren aufgrund ihrer als negativ erachteten Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft aus dem Portfolio ausschliessen. Dank der globalen Angebotsplattform sowie dem Investment Research von UBS kann die Bank Lösungen bereitstellen, die auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind.

In Grossbritannien verfolgt das Asset Management die Strategie, Corporate-Responsibility- und Corporate-Governance-Praktiken von Firmen, in die es investiert, positiv zu beeinflussen.

2007 lancierte die Investment Bank für ihre Kunden den UBS Global Warming Index, den UBS Greenhouse Index und andere indexgebundene Produkte. Das Team SRI Equity Sales erbringt für Alternativenergie- und SRI-Fondsmanager Aktienhandels- und Account-Management-Dienstleistungen.

Aufgrund der offenen Architektur von UBS können Kunden zudem in SRI-Produkte von Drittanbietern investieren.

Investment Bank: Sell-side Research

2004 schuf die Investment Bank innerhalb ihres Aktienresearch ein SRI-Team von Sell-side-Analysten, die Empfehlungen und Berichte für professionelle Anleger schreiben. Diese Sell-side-Analysten untersuchen unter anderem Bereiche mit zunehmenden oder schwindenden Risiken. In vielen Fällen gestaltet sich die Quantifizierung von SRI-Themen schwierig. Wo möglich setzt das Team jedoch UBS-Standardmodelle wie jenes für die Wertschöpfungsanalyse ein, um die potenziellen Auswirkungen sozialer und ökologischer Themen auf den Aktienkurs von Unternehmen zu untersuchen. Die Ermittlung der massgeblichen SRI-Themen ist anspruchsvoll. Vornehmlich drei Faktoren spielen eine Rolle bei der Beurteilung, welche ökologischen und sozialen Themen von zentraler Bedeutung sind: was die Gesellschaft als wichtig erachtet, welchem Konkurrenzdruck Firmen in einer Branche ausgesetzt sind und wie die Kosten und Erträge auf die Anspruchsgruppen aufgeteilt werden.

Seit der Gründung des Teams ist das Interesse der Kunden an einigen SRI-Aspekten – vor allem dem Klimawandel – gestiegen, was sich auch in der Researchabdeckung niederschlägt. Das SRI-Team arbeitet regelmässig mit Analysten in Sektorteams zusammen, um über sich abzeichnende SRI-Trends zu schreiben. Entsprechende Researchinhalte werden von einer wachsenden Zahl von Spezialisten im Rahmen des konventionellen Research publiziert. Institutionellen Kunden von UBS steht auf dem Research Web der Bank eine SRI-Seite zur Verfügung. Dort finden sich Publikationen des SRI-Teams sowie relevante Sektorberichte anderer Teams zu diesem Thema.

Global Asset Management: Buy-side Research

1996 wurde im Asset Management in der Schweiz ein SRI-Buy-side-Researchteam gegründet. Dieses erstellt interne Analysen und hat mittlerweile in die USA und nach Singapur expandiert. Das Team führt eingehende Untersuchungen zu den Themen Klimawandel, Wasser und demografischer Wandel durch. Bei der Zusammenstellung seiner SRI-Portfolios setzt es auch gezielt die Asset-Management-Researchplattform ein, die das Research von mehr als 100 Analysten umfasst. Spezialisierte Ratingagenturen ergänzen das bankeigene Research. Zudem leistet ein wissenschaftliches Expertengremium strategische Unterstützung.

Global Wealth Management & Business Banking: Sekundärresearch

Das Sekundärresearchteam des Wealth Management von UBS hilft Privatanlegern, sich in einer grossen Fülle globaler Finanzdaten zurechtzufinden. Es verfolgt und interpretiert Researchinformationen zu den am meisten gehandelten Anlagekategorien. 2007 baute das Team ein SRI-Kompetenzzentrum auf, um eine hochstehende Kundenberatung sicherzustellen. Es veröffentlicht zudem detaillierte Studien zu sich abzeichnenden sozioökonomischen und ökologischen Trends wie dem Klimawandel, in denen die möglichen Auswirkungen auf die Anlagemärkte untersucht werden.

Finanz- und Beratungsdienstleistungen

Die Investment Bank von UBS ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Sie organisiert Finanzierungen und erbringt strategische und finanzielle Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, die in den Sektoren Biotreibstoff, Solar-, Wind-, Wellen- und andere erneuerbare Energien tätig sind. Seit 2006 war UBS an über 20 solchen Finanzierungstransaktionen federführend beteiligt, welche Firmen aus diesem Bereich zu insgesamt mehr als 5 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital verhalfen. Dadurch platzierte sich UBS in den letzten beiden Jahre in den ‹Top Fünf› von New Energy Finance, einem spezialisierten Anbieter von Finanzinformationen und Analysen für Anleger, die in erneuerbare Energien investieren. Von diesem erhielt UBS 2006 auch die renommierte Auszeichnung «Top Underwriter».

UBS ist zudem an verschiedenen viel beachteten strategischen Unternehmenszusammenführungen beteiligt. Dazu zählt auch die Fusion zwischen US BioEnergy Corporation and VeraSun Energy Corporation, die als grösste Transaktion ihrer Art in die Geschichte des Biotreibstoffsektors einging.

UBS ist überdies Finanz- und Gründungspartner des Energy Building Retrofit Program, das im Rahmen der Klimainitiative der Clinton-Stiftung lanciert wurde. Das Programm, an dem neben UBS fünf weitere führende Finanzunternehmen, vier der weltweit grössten Energiefirmen sowie 15 Weltstädte beteiligt sind, will den Energieverbrauch in bestehenden städtischen Gebäuden senken. Die an diesem Programm teilnehmenden Stadtregierungen und lokalen Hausbesitzer werden Gebäude sanieren, um deren Energieeffizienz zu steigern. Beteiligt sind unter anderem die Städte London, Paris, New York, Mexiko-Stadt und Tokio. UBS verpflichtete sich, Know-how und andere Ressourcen zur Schaffung von Finanzstrukturen einzubringen, um im Rahmen dieses Programms Kapital für öffentliche und private Projekte beschaffen zu können.

Handel mit CO2-Zertifikaten

UBS handelt aktiv Emissionszertifikate und ist Mitglied der Intercontinental Exchange (ICE), eines elektronischen Handelsplatzes für Energie und Emissionszertifikate in Verbindung mit der European Climate Exchange (ECX). Beim «Cap and Trade»-Emissionshandel, wie ihn beispielsweise die EU praktiziert, erhalten Unternehmen Emissionsrechte, die ihren Emissionsausstoss begrenzen («cap»). Unternehmen, die ihre Emissionen mit geringem finanziellem Aufwand verringern können, dürfen ihre ungenutzten Zertifikate an Unternehmen, die diese benötigen, weiterverkaufen («trade»). Dadurch wird ein Handel mit Emissionsrechten geschaffen, der dazu führt, dass Emissionsreduktionen kosteneffizient erfolgen. Durch den Handel mit CO2-Finanzinstrumenten kann UBS ihre Kunden bei ihren Aktivitäten an den Emissionsmärkten unterstützen.

Die Anleger und der Klimawandel

Als führender Wealth- und Asset-Manager möchte UBS Anlegern bei der Beurteilung der Risiken und Chancen, die sich ihnen durch den Klimawandel eröffnen, behilflich sein. Zu diesem Zweck erstellt UBS entsprechende Analysen und fördert das Bewusstsein der Anleger, indem sie Konferenzen und Seminare zu diesem Thema durchführt. Des Weiteren ist sie durch ihre Mitarbeit am «Carbon Disclosure Project» (CDP) bestrebt, die Datenverfügbarkeit zu verbessern.

Ende Januar 2007 veröffentlichte Wealth Management Research einen Bericht, der auf die wissenschaftlichen, technologischen und ökonomischen Hintergründe des Klimawandels eingeht. Die Autoren schreiben, dass der Klimawandel weit reichende Folgen für die Weltwirtschaft und das globale Investitionsklima haben wird. Der Bericht kommt zum Schluss, dass Massnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung nach und nach das Verhalten der Menschen, die Risikoprofile einzelner Industrien und die Investitionsaussichten beeinflussen werden. Gemäss dieser Analyse weisen Produkte und Prozesse für eine verbesserte Energieeffizienz sowie die Entwicklung von erneuerbaren bzw. CO2-armen Energien ein grosses Potenzial zur Eindämmung des Klimawandels auf.

2007 arbeiteten über 60 Analysten der Investment Bank zusammen an Studien über den Klimawandel. Das Analystenteam, welches die Versorgungsbranche abdeckt, wies bereits 2004 auf die Wechselwirkungen zwischen dem CO2- Ausstoss und Aktienkurs von Versorgungsunternehmen hin. Dieses Team publiziert gegenwärtig auch Artikel und Prognosen zur Entwicklung des CO2-Preises an den entsprechenden Handelsplätzen. Andernorts verfassen Sektorteams Berichte zu Fotovoltaik-, Wind- und anderen alternativen Energieträgern sowie zum Thema Energieeffizienz.

UBS untersucht nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels auf gewisse Unternehmen und Sektoren, sondern lädt auch regelmässig institutionelle Anleger und andere Kunden zu Konferenzen ein, die diese Themen behandeln. Allein im Jahr 2007 veranstaltete UBS acht Konferenzen und Seminare, an denen sich renommierte Referenten in London, Tokio, Hongkong, Amsterdam, Stockholm, Paris und New York zu Fragen zum Klimawandel äusserten. So gehört beispielsweise die UBS Global Alternative Energy Conference in New York zu den grössten Veranstaltungen ihrer Art. Dort bietet sich die Gelegenheit, Anleger und Manager von führenden Firmen dieses Sektors zu treffen.

UBS ist eines der Gründungsmitglieder des «Carbon Disclosure Project» (CDP), eines gemeinschaftlichen Projekts von institutionellen Anlegern. Dabei werden die weltweit grössten Unternehmen aufgefordert, Informationen zu ihren Treibhausgasemissionen sowie zu den Geschäftsrisiken und -chancen zu veröffentlichen, die sich für sie durch den Klimawandel ergeben. Im Gegensatz zu früheren Jahren schien sich 2007 das Bewusstsein der an der Umfrage beteiligten Firmen zunehmend in konkreten CO2-Strategien niederzuschlagen: 76% der befragten Unternehmen gaben Zielwerte und Zeitpläne für die Reduktion von Treibhausgasen an. Gegenüber den 48% im Vorjahr stellt dies eine markante Zunahme dar.

Management von Umweltrisiken

Für UBS ist es von zentraler Bedeutung, die mit ihren Geschäftstransaktionen verbundenen Umweltrisiken zu ermitteln, zu bewirtschaften und zu kontrollieren. So können beispielsweise der Cashflow oder die Vermögenswerte einer Gegenpartei durch Umweltaspekte wie ineffiziente Herstellungsverfahren oder Altlasten eines Gebäudes beeinträchtigt werden. Ein weiteres Beispiel ist das Haftungsrisiko, das entsteht, wenn die Bank eine ökologisch bedenkliche Sicherheit in ihre eigenen Bücher übernimmt.

UBS besitzt langjährige Erfahrung im Management von Umweltrisiken: Schon seit 1994 werden Kreditbegehren von Schweizer Firmenkunden auf Umweltrisiken hin überprüft und im Jahr 1999 publizierte die Investment Bank ihre erste Umweltrichtlinie. Seither hat UBS ihre Umweltrisikopolitik laufend angepasst und weiterentwickelt.

Der grundlegende Ansatz von UBS bei der Bewirtschaftung von Umweltrisiken leitet sich vom ISO-Standard 14001 ab: In einem ersten Schritt werden wesentliche Umweltrisiken der verschiedenen Produkte und Dienstleistungen der Bank beurteilt. Das Resultat dieser Analyse wird jährlich überprüft und zeigt, dass materielle Risiken am ehesten in den Kredit- und Kapitalmärkten im Bereich der Unternehmenskredite, des Investment Banking und der direkten Infrastrukturinvestitionen auftreten. In einem zweiten Schritt werden für jedes Produkt und jedes Kundensegment, dessen Risiko als erhöht eingestuft wurde, umweltbezogene Prozesse und Instrumente geschaffen, die auf ihr spezifisches Risikoprofil abgestimmt sind, und diese in die bestehenden Prozesse integriert. Dazu zählt die Due Diligence bei Transaktionen oder Anlagen sowie das kontinuierliche Risikomanagement.

Global Wealth Management & Business Banking

Die Einschätzung von Umweltrisiken erfolgt in der Unternehmensgruppe Global Wealth Management & Business Banking im Rahmen eines dreistufigen Prozesses. Der Kundenberater analysiert in einem ersten Schritt die finanziellen Risiken, die mit Umweltaspekten wie der Einhaltung der Umweltgesetze, der Arbeitssicherheit, Altlasten und Naturgefahren verbunden sind. Lassen sich Risiken nach der ersten Prüfung nicht ausschliessen, nimmt ein Credit Officer eine zweite Prüfung vor. Er beurteilt, ob die ermittelten Risiken transparent genug sind, um die Kreditentscheidung treffen zu können. Transaktionen, die ein erhöhtes Umweltrisiko mit sich bringen, werden einer dritten Prüfung – einer detaillierten Umweltrisikoprüfung – unterzogen. Diese Dienstleistung erbringt das Kompetenzzentrum für Umweltrisiken der Unternehmensgruppe. 2007 wurden 36 solche detaillierten Bewertungen durchgeführt. Sind mit einer Transaktion substanzielle Umweltrisiken verbunden, kann die Bank auf verschiedene Arten vorgehen: Sie kann die Konditionen des Kreditvertrags anpassen, mit dem Kunden mögliche Korrekturmassnahmen beraten oder die Transaktion ganz ablehnen.

Investment Bank

Die «Global Environmental Risk Guidelines» finden auf alle Transaktionen, Dienstleistungen und Tätigkeiten der Investment Bank Anwendung. Hinzu kommen Standards für Umweltrisiken, die in die Due-Diligence- und Genehmigungsverfahren der Investment Bank integriert sind. Die Mitarbeiter der Investment Bank identifizieren in der ersten Due-Diligence-Phase potenzielle Umweltrisiken und melden der Environmental Risk Group (ERG) der Investment Bank signifikante Risiken. Für bestimmte Sektoren und Produkte werden routinemässig Beurteilungen durch Anwälte und / oder externe Berater eingeholt. Die ERG arbeitet bei der Bewertung der Risiken, der Festlegung von Korrekturmassnahmen und der allenfalls notwendigen Weiterführung der Due Diligence mit den betreffenden Geschäfts- und Kontrollfunktionen zusammen. Auf diese Weise kann das zuständige Senior Business Committee im Zuge seiner Überprüfung der Transaktion und / oder des Kunden das potenzielle Umweltrisiko in vollem Umfang berücksichtigen. Zusätzlich bietet die ERG Schulungen und Sensibilisierungsveranstaltungen an. 2007 führte die ERG für 500 im Bankgeschäft und in Support-Funktionen tätige Mitarbeiter sektorspezifische sowie für weitere 600 Mitarbeiter generelle Umweltrisiko-schulungen durch. Zudem wirkte sie bei 108 Transaktionen im Umweltbereich als Beraterin mit.

Global Asset Management

Die 2004 von Global Asset Management eingeführte formelle Umweltrisikomatrix, mit der potenzielle Reputations- und Umweltrisiken von für Kunden getätigte Anlagen beurteilt werden, wird jährlich auf ihre Anwendbarkeit und Vollständigkeit überprüft. Diese Matrix stellt einen Teil des Umweltmanagementsystems dieser Unternehmensgruppe dar.

Umwelt- und CO2-Fussabdruck

UBS beeinflusst die Umwelt auf vielfältige Weise: Für ihre Geschäftstätigkeit benötigt sie Elektrizität, ihre Mitarbeiter gehen auf Geschäftsreise, sie verbrauchen Papier und produzieren bei ihrer täglichen Arbeit Abfall. Zudem sind die Büros mit Heizungs- und Kühlungssystemen ausgestattet. Der sparsamere Umgang mit Ressourcen kann die Betriebskosten von UBS senken und ihre ökologische Leistung verbessern. Durch zahlreiche Massnahmen unterstützt UBS die effiziente Führung des Geschäfts in ökologischer Hinsicht.

Umweltschutz und CO2-Fussabdruck sind für UBS schon lange ein Thema: bereits in den 1970er-Jahren gründete sie die erste Energiefachstelle.

CO2-Strategie und Emissionsreduktion

Im Februar 2006 entschied die Konzernleitung, die konzernweiten CO2-Emissionen bis 2012 auf ein Niveau zu senken, welches 40% unter dem Stand von 2004 liegt. Um dieses Ziel zu erreichen:

– werden Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt, die den Energieverbrauch in von UBS benutzten Gebäuden senken;

– wird der Anteil an erneuerbarer Energie erhöht, um Emissionen an der Quelle zu vermeiden;

– werden Emissionen, die nicht anderweitig reduziert werden können, kompensiert und neutralisiert.

Mit diesen Massnahmen ist es UBS gelungen, die CO2-Emissionen gegenüber 2004 um 22% zu senken. Damit ist sie ihrem Ziel von 40% bis 2012 deutlich nähergekommen.

Energieverbrauch und Energieeffizienz

Der Energieverbrauch hat einen wesentlichen Einfluss auf die Umweltbilanz von UBS und ist massgeblich für deren Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im Rahmen des Programms von UBS zur Senkung des CO2-Ausstosses kommt der Steigerung der Energieeffizienz daher grosse Bedeutung zu. Dazu gehören Investitionen in energieeffiziente Technologien und die Förderung umweltbewussten Verhaltens. 2007 wurde UBS vom Energie-Modell Zürich dafür ausgezeichnet, dass sie ihre Energieeffizienz in der Schweiz sei 1997 um 17% verbessert hat. Für die Renovation ihrer Räumlichkeiten in Stamford wurde UBS vom US Green Building Council's Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) der Silver Standard verliehen. Das Gebäude weist zahlreiche auf die Optimierung des Energieverbrauchs ausgerichtete Funktionalitäten auf. So wird zum Beispiel die Innenbeleuchtung je nach Aussenlicht automatisch über lichtempfindliche Sensoren angepasst. UBS hat zudem einen technischen Standard entwickelt, der weltweit auf Massnahmen angewendet wird, die zur Erhöhung der Energieeffizienz getroffen werden – beispielsweise in den Bereichen Bau, Ersatzinvestitionen und Modernisierung.

Erneuerbare Energie

Nebst ihren Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz ist UBS bestrebt, den eigenen Energiebedarf durch einen höheren Anteil an erneuerbaren Quellen zu decken. 2004 bezog sie für 24% ihres Energiebedarfs erneuerbare Energie und Fernwärme, 2007 waren es bereits 45%.

UBS unterzeichnete im Berichtsjahr eine neue Vereinbarung (rund 210 GWh pro Jahr), gemäss der 90% des für ihre Gebäude in der Schweiz gelieferten Stroms künftig aus erneuerbaren Quellen wie Wasser- und Solarkraftwerken stammten. Überdies erwarb sie an den US-Strommärkten Renewable Energy Credits (RECs), die 2007 10% ihres Elektrizitätsverbrauchs in den USA entsprachen.

Mit diesen beiden Verträgen hat UBS den Anteil der erneuerbaren Energie weiter erhöht und setzt so Initiativen fort, mit denen sie bereits 2000 in der Schweiz und 2003 in London begonnen hat.

Geschäftsreisen und Kompensation

Die Geschäftsreisen sind für einen bedeutenden Teil der Treibhausemissionen von UBS verantwortlich. UBS ermutigt ihre Mitarbeiter, umweltfreundliche Alternativen zum Flug- und Strassenverkehr, wie beispielsweise Videokonferenzen, zu nutzen. Dennoch sind Geschäftsreisen für einen globalen Finanzdienstleister, der persönlichen Kundenbeziehungen eine zentrale Bedeutung beimisst, unumgänglich. UBS hat im Jahr 2006 daher entschieden, die im geschäftlichen Flugverkehr anfallenden Emissionen, d.h. über 110 000 Tonnen CO2 und damit rund ein Viertel des gesamten CO2-Ausstosses der Bank, zu kompensieren. Die Kompensation dieser Emissionen bedeutet, dass UBS ihre Emissionen von Flugreisen durch Investitionen in Projekte Dritter, die in gleichem Umfang zu einer Senkung der Treibhausgase beitragen, indirekt neutralisiert. Für das Jahr 2007 wählte die Bank Projekte in Brasilien, Indien, China und Deutschland aus, die sich durch die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards sowie einen zusätzlichen ökologischen und sozialen Nutzen auszeichnen.

Papier und Abfall

UBS hat neue unternehmensweite Ziele zur Reduktion von Papierverbrauch und Abfall verabschiedet. Unter anderem soll der Papierverbrauch pro Mitarbeiter bis 2009 auf ein Niveau gesenkt werden, das 5% unter jenem von 2006 liegt. Zudem will UBS den Anteil des rezyklierten Papiers auf 20% erhöhen. In Europa wird für den internen Bedarf nur noch rezykliertes Papier verwendet. Gleichzeitig will sie ihren Umwelt-Fussabdruck verkleinern, indem der Abfall (wie Plastikflaschen oder Verpackungen) um 10% pro Mitarbeiter reduziert wird und 70% des Abfalls dem Recycling zugeführt werden.

Corporate Responsibility in Policies und Richtlinien von UBS

UBS misst der verantwortungsvollen Unternehmensführung grosse Bedeutung bei. Dies zeigt sich unter anderem in den verschiedenen Unternehmensdokumenten, die das Verhalten aller UBS-Mitarbeiter weltweit regeln. Diese Richtlinien, deren Einhaltung die Bank regelmässig überprüft, bilden die Grundlage für ihre Geschäftstätigkeit.

In ihren Leitwerten – Vision und Werte – ist festgehalten, dass UBS Teil der globalen Gemeinschaft ist und ihre soziale Verantwortung wahrnimmt. UBS und ihre Mitarbeiter verhalten sich vorbildlich, denn die Wahrung der Integrität von UBS ist entscheidend für den Erhalt ihres wichtigsten Werts: ihrer guten Reputation.

Die Bank verfügt über einen Verhaltens- und Ethikkodex, der die für alle UBS-Mitarbeiter verbindlichen Grundsätze und Praktiken festlegt und die allgemein gültigen Standards für Fairness, Ehrlichkeit und Integrität zusammenfasst. Er bildet die Grundlage für sämtliche UBS-Policies.

Beschäftigung

UBS bietet allen Mitarbeitern gleiche Beschäftigungs- und Beförderungschancen. Niemand wird aufgrund von ethnischem Hintergrund, Geschlecht, Nationalität, Alter, körperlichen Fähigkeiten, sexueller Orientierung oder Religion diskriminiert.

«Whistleblowing»-Schutz

Diese Policy erlaubt es den UBS-Mitarbeitern, Handlungen, die gegen Gesetze, Bestimmungen oder Verhaltensregeln verstossen, einem Vertreter des oberen Managements zur Kenntnis zu bringen, ohne dass den Mitarbeitern daraus ein Nachteil entsteht.

Interessenkonflikte

UBS will eine faire Behandlung all ihrer Stakeholder-Gruppen gewährleisten, ist sich aber gleichzeitig bewusst, dass Interessenkonflikte nicht immer zu vermeiden sind. Deshalb hat sie allgemeine Leitsätze erarbeitet, die die Erkennung und den richtigen Umgang mit dieser Thematik regeln. Ergänzt werden diese Leitsätze durch spezifische Policies für Situationen, in denen es zu Interessenkonflikten kommen könnte, wie Eigengeschäfte oder das Anbieten bzw. Annehmen von Geschenken. Die Investment Bank von UBS hat zudem spezielle Policies für Interessenkonflikte im Zusammenhang mit ihrer Researchtätigkeit formuliert.

Bekämpfung von Geldwäscherei und von Bestechung von Amtsträgern

UBS hat sich der Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und Terrorismusfinanzierung verpflichtet. Dazu hat sie diverse Policies erlassen sowie einen effizienten Rahmen für die Risikobewirtschaftung mit einer eigenen Einheit geschaffen, der UBS Group Money Laundering Prevention Unit. Die Bestechung von Amtsträgern soll durch adäquate interne Prozesse verhindert werden, die vorsehen, dass die Übertragung von Vermögenswerten durch UBS oder ihre Mitarbeiter an Amtsträger vorgängig bewilligt werden muss.

Mitgliedschaften und Vergabungen

Die Handhabung und einheitliche Behandlung von Mitgliedschaften und Vergabungen durch UBS und ihre Mitarbeiter weltweit ist in einer speziellen Policy geregelt. Diese hält fest, dass Vergabungen Beiträge à fonds perdu an Organisationen sind, deren Tätigkeiten (unter anderem) gemeinnützigen, karitativen und kulturellen Zwecken oder der Bildung dienen.

Informationssicherheit

UBS befolgt bezüglich Informationssicherheit die höchsten Standards. Sie hält die Gesetze und regulatorischen Vorschriften in diesem Bereich ein und nimmt so ihre Pflicht gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Aktionären wahr.

Umweltmanagement