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Erfolgsrechnung1 | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF (Ausnahmen sind angegeben) | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.06 |
Fortzuführende Geschäftsbereiche | ||||
Zinsertrag | 109 112 | 87 401 | 59 286 | 25 |
Zinsaufwand | (103 775) | (80 880) | (49 758) | 28 |
Erfolg Zinsengeschäft | 5 337 | 6 521 | 9 528 | (18) |
Wertberichtigungen für Kreditrisiken | (238) | 156 | 375 | |
Zinserfolg nach Wertberichtigungen für Kreditrisiken | 5 099 | 6 677 | 9 903 | (24) |
Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 30 634 | 25 456 | 21 184 | 20 |
Erfolg Handelsgeschäft | (8 353) | 13 743 | 8 248 | |
Übriger Erfolg | 3 652 | 1 295 | 561 | 182 |
Total Geschäftsertrag | 31 032 | 47 171 | 39 896 | (34) |
Barkomponenten | 22 300 | 21 282 | 18 275 | 5 |
Aktienkomponenten 2 | 2 387 | 2 187 | 1 628 | 9 |
Total Personalaufwand | 24 687 | 23 469 | 19 903 | 5 |
Sachaufwand | 8 421 | 7 929 | 6 448 | 6 |
Dienstleistungen von / (an) andere(n) Geschäftseinheiten | (124) | (9) | (14) | |
Abschreibungen auf Liegenschaften und übrige Sachanlagen | 1 243 | 1 245 | 1 240 | 0 |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen | 276 | 148 | 127 | 86 |
Total Geschäftsaufwand | 34 503 | 32 782 | 27 704 | 5 |
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, vor Steuern | (3 471) | 14 389 | 12 192 | |
Steueraufwand | 1 275 | 2 751 | 2 296 | (54) |
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | (4 746) | 11 638 | 9 896 | |
Aufgegebene Geschäftsbereiche | ||||
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, vor Steuern | 7 | 4 | 4 564 | 75 |
Steueraufwand | (258) | 0 | 489 | |
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 265 | 4 | 4 075 | |
Ergebnis | (4 481) | 11 642 | 13 971 | |
Den Minderheitsanteilen zurechenbares Ergebnis | 489 | 389 | 454 | 26 |
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 489 | 389 | 454 | 26 |
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0 | 0 | 0 | |
Den UBS-Aktionären zurechenbares Ergebnis | (4 970) | 11 253 | 13 517 | |
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | (5 235) | 11 249 | 9 442 | |
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 265 | 4 | 4 075 | |
Zusätzliche Informationen | ||||
Personalbestand (auf Vollzeitbasis) | 83 560 | 78 140 | 69 569 | 7 |
Ergebnis
2007 wird als eines der schwierigsten Jahre in die Geschichte von UBS eingehen. Die meisten Geschäftsbereiche von UBS, namentlich
die Vermögensverwaltungseinheiten, verzeichneten 2007 ein unverändert dynamisches Ertrags- und Gewinnwachstum und wiesen Ende
Jahr neue Rekordergebnisse aus. Überschattet wurden diese Resultate von der Entwicklung der Positionen, welche die Investment
Bank im US-Wohnhypothekenmarkt hielt. Die unerwartete und gravierende Verschlechterung des US-Immobilienmarkts gepaart mit
dem hohen Engagement in Wertpapieren und Derivaten des Subprime-Hypothekensegments hatte für UBS weit reichende Folgen.
Der den UBS-Aktionären zurechenbare Verlust belief sich 2007 auf 4970 Millionen Franken. Die aufgegebenen Geschäftsbereiche steuerten einen Gewinn von 265 Millionen Franken bei (2006: 4 Millionen Franken). Der Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug 5235 Millionen Franken, verglichen mit einem Gewinn von 11 249 Millionen Franken im Jahr 2006.
Geschäftsertrag
Der Geschäftsertrag belief sich 2007 auf 31 032 Millionen Franken. Dies entspricht gegenüber den 47 171 Millionen Franken des Vorjahres einem Rückgang von 34%. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 6521 Millionen Franken im Jahr 2006 um 18% auf 5337 Millionen Franken 2007. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft verminderte sich drastisch von einem Gewinn von 13 743 Millionen Franken 2006 in einen Verlust von 8353 Millionen Franken 2007.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft umfasst neben Erträgen aus dem Zinsdifferenzgeschäft (Ausleihungen und Einlagen) auch den Erfolg aus Handelstätigkeiten (beispielsweise Coupon- und Dividendenerträge). Diese Komponente schwankt je nach Zusammensetzung des Handelsportfolios von einer Berichtsperiode zur nächsten. Zur besseren Erklärung der Veränderungen beim Erfolg aus dem Zinsen- und Handelsgeschäft wird die Gesamtsumme nicht nach Ertragsart aufgeschlüsselt, sondern nach der Geschäftstätigkeit, mit welcher der Ertrag generiert wurde.
Der Erfolg aus Handelstätigkeit brach markant ein: von plus 13 730 Millionen Franken 2006 auf minus 10 658 Millionen Franken 2007. Im zweiten Halbjahr 2007 wurde das Ergebnis massiv durch Positionen mit Bezug zum US-Markt für Wohnbauhypotheken (siehe Anmerkung 3 im Anhang zur Konzernrechnung 2007 für nähere Angaben) belastet. Das Ergebnis der Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) fiel äusserst schwach aus. Da sich die Lage an den Kreditmärkten gegen Jahresende weiter verschlechterte, erwirtschaftete das Kreditgeschäft von FICC vor allem mit Eigenhandelsstrategien und Leveraged-Finance-Transaktionen einen negativen Ertrag. Strukturierte Produkte blieben insbesondere in Europa und den USA hinter dem Vorjahresergebnis zurück, was der rückläufigen Kundennachfrage nach komplexen Derivattransaktionen zuzuschreiben ist. Abschläge auf Emissionsverpflichtungen mit hohem Leverage wirkten sich ebenfalls negativ aus. Das Rohstoffgeschäft, primär die Segmente Strom und Gas in den USA, litt ebenfalls unter den schwierigen Handelsbedingungen. Das Ergebnis der Schwellenmärkte profitierte von Gewinnen, welche die Beteiligung von UBS an der Brazil Mercantile & Futures Exchange nach der Demutualisierung brachte. Zusätzlich verzeichnete UBS einen Gewinn von 397 Millionen Franken auf zu Absicherungszwecken gekauften Credit Default Swaps (CDS), verglichen mit einem Verlust von 245 Millionen Franken im Vorjahr.
Das Aktiengeschäft konnte sein Ergebnis primär dank kräftiger Gewinne im Derivathandel in China steigern. Im Aktienkapitalmarkt- und Prime-Brokerage-Geschäft nahmen die Erträge in Lateinamerika infolge des Erwerbs der Banco Pactual Ende 2006 zu. Die Erträge im Geschäft mit börsengehandelten Derivaten profitierten von der Akquisition des globalen Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO gegen Ende 2006. Die gestiegene Bewertung zum Marktpreis der Beteiligung, die UBS an der brasilianischen Börse Bovespa hält, verbesserte das Ergebnis des Aktiengeschäfts. Diese erfreulichen Entwicklungen wurden durch die im Eigenhandel verbuchten Verluste teilweise neutralisiert, da sich die Marktturbulenzen auf sämtliche Regionen erstreckten.
Da im Markt eine Ausweitung des Kreditspreads von UBS zu beobachten war, verbuchte sowohl das Aktiengeschäft als auch FICC im Erfolg aus dem Handelsgeschäft Gewinne auf strukturierten Verpflichtungen, für die die Fair-Value-Option angewendet wurde. Für das Gesamtjahr 2007 erzielte die Investment Bank einen Gewinn von 659 Millionen Franken.
Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft nahm von 5718 Millionen Franken 2006 um 9% auf 6230 Millionen Franken zu, was den erhöhten Spreads für Einlagen in Schweizer Franken, Euro und US-Dollar sowie dem Geschäft mit besicherten Krediten von Wealth Management zu verdanken war. Das amerikanische Wealth-Management-Geschäft profitierte ebenfalls von den höheren Kundeneinlagen.
Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.06 |
Erfolg Zinsengeschäft | 5 337 | 6 521 | 9 528 | (18) |
Erfolg Handelsgeschäft | (8 353) | 13 743 | 8 248 | |
Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft | (3 016) | 20 264 | 17 776 | |
Aufteilung nach Geschäftsart | ||||
Erfolg aus Handelstätigkeit 1 | (10 658) | 13 730 | 11 795 | |
Erfolg aus Zinsdifferenzgeschäft | 6 230 | 5 718 | 5 292 | 9 |
Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten | 1 412 | 816 | 689 | 73 |
Total Erfolg Zinsen- und Handelsgeschäft | (3 016) | 20 264 | 17 776 | |
Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten belief sich 2007 auf 1412 Millionen Franken. Dies sind 596 Millionen Franken oder 73% mehr als im Vorjahr (816 Millionen Franken). Die Bilanzierung von Zinsswaps, die das Zinsrisiko von abgegrenzten Bilanzpositionen (etwa Kredite, Geldmarkt- und Retailprodukte) wirtschaftlich absichern, wirkte sich positiv auf den Erfolg aus. Zinsswaps werden in der Bilanz zum Fair Value erfasst. Wenn sie die Voraussetzungen für Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllen, werden Fair-Value-Veränderungen im Eigenkapital verbucht, sodass die Volatilität in der Erfolgsrechnung des Konzerns vermieden wird. 2007 waren diese Absicherungen nicht vollständig effektiv, weshalb ein Gewinn resultierte, der in der Erfolgsrechnung von UBS erfasst wurde. Die Zinseinnahmen stiegen ebenfalls, dies infolge höherer Renditen auf der durchschnittlich leicht gestiegenen Kapitalbasis.
2007 nahm UBS Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 238 Millionen Franken vor, verglichen mit aufgelösten Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 156 Millionen Franken 2006. Hauptgrund für diesen deutlichen Anstieg, insbesondere in der Investment Bank, waren die Marktturbulenzen in der zweiten Hälfte 2007, die vom US-Markt für Subprime-Hypotheken ausgingen.
Global Wealth Management & Business Banking löste 2007 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 28 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 109 Millionen Franken 2006. Dass weniger Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst wurden, ist auf den kontinuierlichen Abbau der gefährdeten Kredite und entsprechenden Wertberichtigungen zurückzuführen. Diese haben mittlerweile ein Niveau erreicht, auf dem die Wiedereingänge weiter abnehmen und den laufenden Bedarf an neuen Rückstellungen nicht mehr ausgleichen. Die Turbulenzen am US-Hypothekenmarkt hatten keinen Einfluss auf diese Zahlen.
Die Investment Bank nahm 2007 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 266 Millionen Franken vor, verglichen mit aufgelösten Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 47 Millionen Franken 2006. Die ist hauptsächlich durch Bewertungsanpassungen bedingt, die im Zusammenhang mit der Verbriefung von US-Gewerbeimmobilienanlagen erfolgten.
Wertberichtigungen für Kreditrisiken | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.06 |
Global Wealth Management & Business Banking | 28 | 109 | 223 | (74) |
Investment Bank | (266) | 47 | 152 | |
UBS | (238) | 156 | 375 | |
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 25 456 Millionen Franken 2006 um 20% oder 5178 Millionen Franken auf 30 634 Millionen Franken im Jahr 2007. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich, was an den höheren durchschnittlich verwalteten Vermögen lag, die infolge kräftiger Neugeldzuflüsse im Wealth-Management-Geschäft stiegen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft legten von 3113 Millionen Franken 2006 um 20% auf 3742 Millionen Franken 2007 zu und erreichten damit einen neuen Höchstwert. Die Erträge aus dem Aktienemissionsgeschäft erhöhten sich um 730 Millionen Franken oder 40% auf 2564 Millionen Franken; Nord- und Lateinamerika sowie Europa erzielten einen zweistelligen Zuwachs. Die Erträge im Anleihenemissionsgeschäft gingen von 1279 Millionen Franken um 8% oder 101 Millionen Franken auf 1178 Millionen Franken zurück.Darin spiegeln sich die schwierigen Bedingungen an den Kreditmärkten und die trübere Anlegerstimmung, die Volumen und Preise bei der Ausgabe von Schuldtiteln beeinträchtigten. Im Mergers- und Acquisitions-Geschäft und im Corporate- Finance-Geschäft kletterten die Gebühreneinnahmen deutlich von 1852 Millionen Franken 2006 um 49% auf 2768 Millionen Franken 2007. Die Bruttoerträge aus dem Beratungsgeschäft zogen 2007 an. Die Kunden nutzten die strategischen Chancen, welche die regen Fusions- und Übernahmeaktivitäten boten. Ein weiterer Grund für die Zunahme war die wachsende Kundenbasis von UBS in allen Regionen. Die Netto-Courtageeeinnahmen fielen mit 7671 Millionen Franken 2007 um 25% oder 1522 Millionen Franken höher aus als im Vorjahr (6149 Millionen Franken). Dies lag in erster Linie an höheren Erträgen in Europa, den USA und Asien, die zusätzlichen Dienstleistungen über eine neue Aktienhandelsplattform und einer markanten Zunahme der Kundenaktivitäten in sämtlichen Segmenten zu verdanken waren. Zusätzlich brachten die höheren Einnahmen aus dem Geschäft mit Aktienderivaten infolge gestiegener Transaktionsvolumen höhere Erträge. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft erreichten 2007 mit 7422 Millionen Franken einen neuen Höchststand. Die Steigerung um 27% gegenüber den 5858 Millionen Franken im Vorjahr erklärt sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Erträge im Wealth- Management-Geschäft. Dieser Bereich profitierte von einem hohen Neugeldzufluss. Global Asset Management verzeichnete ebenfalls weltweit höhere Management- und Performancegebühreneinnahmen. Die Treuhandkommissionen lagen 2007 mit 297 Millionen Franken höher als 2006 (252Millionen Franken), bedingt durch die Zunahme des Transaktionsvolumens. Die Depotgebühren fielen 2007 mit 1367 Millionen Franken um 8% höher aus als 2006 (1266 Millionen Franken). Dies war auf die umfangreicheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Nachdem die Vermögensverwaltungseinkünfte 2006 noch 6622 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2007 mit 7790 Millionen Franken um 18% höher. Diese Steigerung erklärt sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die infolge kräftiger Neugeldzuflüsse sowie – in geringerem Masse – durch höhere performanceabhängige Erträge zunahmen. Versicherungsspezifische und übrige Einkünfte gingen gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 423 Millionen Franken 2007 zurück. Geringere gezahlte Gebühren aus versicherungsbezogenen Produkten bei Global Asset Management wurden durch höhere Verkäufe und vermögensabhängige Einnahmen im Wealth-Management-Geschäft nur teilweise kompensiert. Nachdem der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft 2006 noch 269 Millionen Franken betragen hatte, lag er 2007 um 4% höher bei 279 Millionen Franken. Der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft betrug 2007 1017 Millionen Franken. Die Abnahme um 4% gegenüber 2006 (1064 Millionen Franken) ist in erster Linie der Entwicklung bei den Aktienderivaten zuzuschreiben, wurde durch höhere Kontoführungsgebühren aber teilweise aufgefangen.
Der Übrige Erfolg verzeichnete ein kräftiges Plus: von 1295 Millionen Franken 2006 um 182% auf 2357 Millionen Franken 2007. Dies erklärt sich vornehmlich durch den Verkauf der 20,7%-Beteiligung an Julius Bär im zweiten Quartal 2007. Ebenfalls einen günstigen Effekt auf den Übrigen Erfolg hatten die Demutualisierung von Bovespa, der brasilianischen Börse, sowie der Brazil Mercantile & Futures Exchange. UBS hatte 2006 Gewinne auf ihren Sitzen an der New York Stock Exchange verbucht, die im Zuge des Börsengangs im März 2006 in Aktien umgetauscht wurden. Im selben Jahr verkaufte UBS ihre Beteiligungen an der London Stock Exchange, an Babcock & Brown und an der EBS Group.
Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.06 |
Kommissionsertrag aus Wertschriften- und Vermögensverwaltung | ||||
Aktienemissionsgeschäft | 2 564 | 1 834 | 1 341 | 40 |
Anleihenemissionsgeschäft | 1 178 | 1 279 | 1 264 | (8) |
Emissionsgeschäft | 3 742 | 3 113 | 2 605 | 20 |
Erträge aus Fusionen und Übernahmen und Corporate Finance | 2 768 | 1 852 | 1 460 | 49 |
Courtagen | 10 281 | 8 053 | 6 718 | 28 |
Erträge aus Fonds | 7 422 | 5 858 | 4 750 | 27 |
Treuhandkommissionen | 297 | 252 | 212 | 18 |
Depotgebühren | 1 367 | 1 266 | 1 176 | 8 |
Vermögensverwaltungsgebühren | 7 790 | 6 622 | 5 310 | 18 |
Versicherungsspezifische Gebühren und übrige Gebühren | 423 | 449 | 372 | (6) |
Total Kommissionsertrag aus Wertschriftenhandel und Vermögensverwaltung | 34 090 | 27 465 | 22 603 | 24 |
Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft | 279 | 269 | 306 | 4 |
Kommissionsertrag aus übrigem Dienstleistungsgeschäft | 1 017 | 1 064 | 1 027 | (4) |
Total Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 35 386 | 28 798 | 23 936 | 23 |
Courtagen, bezahlt | 2 610 | 1 904 | 1 631 | 37 |
Übriges | 2 142 | 1 438 | 1 121 | 49 |
Total Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 4 752 | 3 342 | 2 752 | 42 |
Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft | 30 634 | 25 456 | 21 184 | 20 |
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 32 782 Millionen Franken 2006 um 5% auf 34 503 Millionen Franken 2007.
Der Personalaufwand stieg von 23 469 Millionen Franken 2006 um 5% oder 1218 Millionen Franken auf 24 687 Millionen Franken 2007, da die Saläre wegen der Erhöhung des Personalbestands um 7% im Jahresverlauf zunahmen. Dies betraf primär die Wealth-Management-Einheiten, die 1400 zusätzliche Kunden- und Finanzberater einstellten. Die leistungsabhängigen Vergütungen fielen aufgrund der Verluste der Investment Bank niedriger aus. Der variable Teil des Personalaufwands wird auf Jahresbasis berechnet, und die definitiven leistungsabhängigen Vergütungen werden jeweils im vierten Quartal fixiert. Die Aktienkomponente erhöhte sich von 2187 Millionen Franken um 9% oder 200 Millionen Franken auf 2387 Millionen Franken. Darin widerspiegelt sich die vorzeitige Realisierung von später fälligen Vergütungen für Führungskräfte, die UBS verlassen haben. Die Ausgaben für externe Vertragspartner betrugen 630 Millionen Franken und lagen damit um 192 Millionen Franken unter dem Vorjahr. Dafür war vor allem die Übernahme des Perot-Mietpersonals als festangestellte Mitarbeiter ausschlaggebend. Die Sozialleistungen sanken 2007 um 11% auf 1219 Millionen Franken (2006: 1374 Millionen Franken), worin die geringeren Bonuszahlungen zum Ausdruck kommen. Ebenfalls aufgrund gestiegener Saläre sowie infolge des grösseren Personalbestands nahmen die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen 2007 um 15% oder 120 Millionen Franken auf 922 Millionen Franken zu. Der übrige Personalaufwand stieg 2007 gegenüber 2006 vor allem aufgrund von Abgangsentschädigungen als Folge des Personalabbaus um 392 Millionen Franken auf 1956 Millionen Franken.
Der Sachaufwand stieg um 6% von 7929 Millionen Franken 2006 auf 8421 Millionen Franken 2007. Die Administrationskosten erhöhten sich, da die Transaktionsvolumen in Lateinamerika mit dem Erwerb der Banco Pactual 2006 zunahmen, ebenso wie der UBS-Personalbestand. Die grössere Anzahl Mitarbeiter liess Mietaufwand sowie Reise- und Repräsentationsspesen ansteigen. Die Beratungshonorare nahmen aufgrund höherer Rechtsberatungsgebühren zu. IT- und sonstige Outsourcingkosten erhöhten sich in sämtlichen Geschäftsbereichen von UBS. Niedrigere Rückstellungen konnten diese Zunahme nur bedingt wettmachen.
Die Abschreibungen blieben mit 1243 Millionen Franken 2007 gegenüber dem Vorjahr (1245 Millionen Franken) praktisch unverändert. Die niedrigeren Abschreibungen auf IT- und Kommunikationsanlagen wurden durch höhere Abschreibungen auf Immobilien neutralisiert.
Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahresniveau (148 Millionen Franken) um 86% auf 276 Millionen Franken. Grund dafür waren die Ende 2006 getätigten Akquisitionen, insbesondere der Banco Pactual.
Steuern
Der Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug 2007 1275 Millionen Franken (2006: 2751 Millionen Franken). Der Steuerbetrag für das Jahr 2007 umfasst den Steueraufwand für Gewinne, die im Jahresverlauf ausserhalb der USA erwirtschaftet wurden. Dieser wurde teilweise ausgeglichen durch Steuervorteile in den USA und der Schweiz, die sich aus den Abschreibungen infolge der US-Subprime-Krise ergaben. Die in den USA verbuchten Steuervorteile ergaben sich primär aus der Möglichkeit, gegenüber den in den zwei Jahren zuvor erwirtschafteten US-Gewinnen Verlustrückträge vorzunehmen. Die verbleibenden Verluste werden vorgetragen, um künftige steuerpflichtige Einträge in den USA zu neutralisieren. Von diesen Verlusten wurde im Einklang mit IAS 12, der die Möglichkeit zur Verbuchung solcher Vermögenswerte im Fall von Verlusten begrenzt, nur ein Teil als latente Steuerforderungen bilanziert.
Steuersätze der Unternehmensgruppen
Die indikativen Steuersätze der Unternehmensgruppen und Geschäftseinheiten werden jährlich berechnet und beruhen auf den Ergebnissen und gesetzlichen Steuersätzen des laufenden Geschäftsjahres. Diese Sätze sind Schätzwerte, die auf der Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf die bereinigten Jahresergebnisse an den Standorten beruhen, an denen die Unternehmensgruppen tätig sind. Diese Steuersätze geben deshalb einen Hinweis auf den Steueraufwand jeder Unternehmensgruppe für die Geschäftstätigkeit 2007, und zwar für jede Einheit einzeln berechnet. Steuerverluste vergangener Jahre werden allerdings nicht verrechnet.
Für die Investment Bank wird kein Steuersatz angegeben, da die Anwendung gesetzlicher Steuersätze für Verluste aus der US-amerikanischen Subprime-Krise mit Gewinnen an anderen Standorten kombiniert einen nicht aussagekräftigen Gesamtsteuersatz für die Investment Bank ergäbe. Der indikative Steuersatz für Global Asset Management in Höhe von 20% beinhaltet Steuervorteile aus den Kosten für die Schliessung von Dillon Read Capital Management. Unter Ausklammerung dieser Steuervorteile hätte der indikative Steuersatz für Global Asset Management 24% betragen und damit dem Wert der beiden Vorjahre entsprochen.
Es ist zu beachten, dass diese Steuersätze nicht zwangsläufig auf zukünftige Steuersätze der Unternehmensgruppen oder der gesamten UBS schliessen lassen.
Indikative Steuersätze (Finanzdienstleistungsgeschäft) | |||
Für das Geschäftsjahr endend am | |||
in % | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 |
Global Wealth Management & Business Banking | 20 | 20 | 19 |
Wealth Management International & Switzerland | 19 | 19 | 18 |
Wealth Management US | 42 | 42 | 40 |
Business Banking Switzerland | 20 | 20 | 17 |
Global Asset Management | 20 | 24 | 24 |
Investment Bank | n/a | 31 | 29 |
Offenlegung des Fair Value von Aktien und Optionen
Der Fair Value der 2007 zugeteilten Aktien belief sich auf 2116 Millionen Franken. Der Zuwachs von 14% oder 258 Millionen
Franken gegenüber den 1858 Millionen Franken 2006 war in erster Linie auf den höheren Anteil der Bonuszahlungen zurückzuführen,
die in gesperrten Aktien erfolgten.
Der Fair Value der per 31. Dezember 2007 zugeteilten Optionen betrug 501 Millionen Franken, was gegenüber den 564 Millionen Franken 2006 einem Rückgang von 11% oder 63 Millionen Franken entspricht. Darin widerspiegelt sich der niedrigere Fair Value je Option, der auf veränderte Marktparameter zurückgeht. Überdies wurden 2007 weniger Optionen zugeteilt.
Der grösste Teil der aktienbasierten Vergütungen erfolgt im ersten Quartal des Jahres. Die Zuteilungen in den übrigen Quartalen erfolgen hauptsächlich im Rahmen des Equity-Plus-Programms, das vorsieht, einem Mitarbeiter für jede freiwillig erworbene UBS-Aktie Aktienoptionen zu gewähren.
Diese Beträge werden nach Abzug verfallener Zuteilungen über den gesamten Dienstzeitraum, der in der Regel der Sperrperiode entspricht, als Kompensationsaufwand erfasst. Die meisten von UBS zugeteilten Aktien und Optionen können während einer Frist von drei Jahren in Tranchen ausgeübt werden.
Ergebnis der Unternehmensgruppen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, vor Steuern | ||||
Für das Geschäftsjahr endend am | Veränderung in % | |||
Mio. CHF | 31.12.07 | 31.12.06 | 31.12.05 | 31.12.06 |
Wealth Management International & Switzerland | 6 306 | 5 203 | 4 161 | 21 |
Wealth Management US | 718 | 582 | 312 | 23 |
Business Banking Switzerland | 2 460 | 2 356 | 2 189 | 4 |
Global Wealth Management & Business Banking | 9 484 | 8 141 | 6 662 | 16 |
Global Asset Management | 1 315 1 | 1 392 | 1 057 | (6) |
Investment Bank | (15 525) | 5 943 | 5 181 | |
Corporate Center | 1 255 2 | (1 087) | (708) | |
Finanzdienstleistungsgeschäft | (3 471) | 14 389 | 12 192 | |
Ergebnis
2006 belief sich das den UBS-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis auf 11 253 Millionen Franken. Davon steuerten die aufgegebenen
Geschäftsbereiche 4 Millionen Franken bei, gegenüber 4075 Millionen Franken 2005 infolge des Verkaufs von Private Banks &
GAM. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen kletterte auf 11 249 Millionen Franken. Dies entspricht einer Zunahme
um 19% gegenüber den 9442 Millionen des Jahres 2005. Diese Steigerung war den Erträgen zu verdanken, die in nahezu allen Geschäftsfeldern
zunahmen und deutlich rascher wuchsen als die Kosten. Die vermögensabhängigen Erträge entwickelten sich besonders erfreulich,
was an den höheren Marktbewertungen und den kräftigen Neugeldzuflüssen im Wealth- und Asset-Management-Geschäft lag. Einen
markanten Zuwachs verzeichneten die Erträge aus dem Emissions- und Corporate-Finance-Geschäft sowie die Courtagen. Der Erfolg
aus Handelstätigkeit profitierte von höheren Gewinnen aus Aktienderivaten, dem Prime Brokerage und dem Eigenhandel mit Aktien.
Die Ergebnisse im Bereich festverzinsliche Produkte stiegen, da das Marktumfeld positiv war und sich die Performance in den
Sparten Derivate, Mortgage-Backed Securities und Commodities verbesserte. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg aufgrund
des weltweit wachsenden Kreditgeschäfts mit wohlhabenden Privatkunden. Überdies wurde eine Wertberichtigung für Kreditrisiken
verbucht. Im Zuge der Expansionsstrategie von UBS nahm der Aufwand weiter zu (+18%). Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber
2005 um 18%. Die leistungsabhängigen Vergütungen stiegen infolge des guten Geschäftsgangs, und der Personalbestand nahm um
12% zu. Die Zahlungen für Boni und andere leistungsabhängige Vergütungen machten 2006 53% des Personalaufwands aus, während
es 2005 noch 50% gewesen waren. Der Sachaufwand nahm gegenüber 2005 um 23% zu. Der Aufwand für Rückstellungen erhöhte sich
in erster Linie aufgrund des Vergleichs mit der Sumitomo Corporation sowie eines langfristigen Büromietvertrags in New Jersey,
USA. Da die Einnahmen stärker stiegen als die Kosten, war das Aufwand-Ertrags-Verhältnis mit 69,7% so niedrig wie noch nie.
Geschäftsertrag
Der Geschäftsertrag stieg gegenüber 2005 (39 896 Millionen Franken) um 18% auf 47 171 Millionen Franken.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich von 9528 Millionen Franken im Jahr 2005 auf 6521 Millionen Franken 2006. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm von 8248 Millionen Franken 2005 auf 13 743 Millionen Franken 2006 zu.
Der Erfolg aus Handelstätigkeit belief sich 2006 auf 13 730 Millionen Franken und nahm somit gegenüber 2005 (11 795 Millionen Franken) um 16% oder 1935 Millionen Franken zu. Die Erträge aus dem Aktiengeschäft stiegen aufgrund von deutlichen Mehreinnahmen im Derivathandel und im Prime-Brokerage-Geschäft. Auch mit dem Eigenhandel erzielte UBS höhere Ergebnisse. Teilweise neutralisiert wurde diese erfreuliche Entwicklung durch niedrigere Erträge aus Cash Equities. Im Handel mit festverzinslichen Produkten stiegen die Erträge ebenfalls. Im Zinsengeschäft legte UBS deutlich zu. Wegen höherer Kundenaktivitäten und günstiger Marktbedingungen expandierten der Energiehandel und die Mortgage-Backed Securities. Dies wurde teilweise durch niedrigere Erträge im Derivatgeschäft kompensiert, die auf eine rückläufige Kundenaktivität zurückzuführen waren. Das Metallgeschäft profitierte von der hohen Marktaktivität. Die Erträge der Sparte Credit Fixed Income zogen gegenüber 2005 leicht an. UBS verbuchte hingegen einen Verlust in Höhe von 245 Millionen Franken im Zusammenhang mit Credit Default Swaps (CDSs), die zur Absicherung bestehender Kreditengagements eingesetzt wurden, während sie 2005 einen Gewinn von 103 Millionen Franken erfasst hatte.
Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg 2006 um 8% auf 5718 Millionen Franken, gestützt auf eine Zunahme besicherter Kredite an vermögende Privatkunden weltweit. Zudem kommen darin die höheren Spreads auf Einlagen in US-Dollar, Euro und Schweizer Franken sowie das erhöhte Hypothekenvolumen für Schweizer Kunden zum Ausdruck. Das amerikanische Wealth-Management-Geschäft steigerte die Kundeneinlagen und profitierte von grösseren Spreads darauf. Diesen positiven Faktoren standen jedoch geringere Erträge aus dem Schweizer Recovery-Portfolio gegenüber, das um 0,7 Milliarden Franken niedriger war als Ende 2005.
Der Erfolg aus Treasury- und übrigen Aktivitäten belief sich 2006 auf 816 Millionen Franken. Dies sind 127 Millionen Franken oder 18% mehr als 2005 (689 Millionen Franken). Der Zinsertrag stieg aufgrund einer höheren konsolidierten Kapitalbasis. Gegenüber 2005 profitierte der Ertrag von gestiegenen Bewertungen zu Marktpreisen bei US-Dollar-Devisenoptionen, die eingesetzt wurden, um das Währungsrisiko künftiger Gewinne abzusichern. Nach einer Zunahme 2005 verlor der US-Dollar 2006 gegenüber dem Schweizer Franken an Wert. 2005 waren die Erträge aus Treasury-Aktivitäten durch die Bilanzierung von Zinsswaps beeinträchtigt worden, da diese Absicherungen nicht vollständig wirksam gewesen waren.
2006 löste UBS Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 156 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 375 Millionen Franken 2005. Das positive makroökonomische Umfeld in den wichtigsten Schwellenländern erlaubte die Auflösung kollektiver Wertberichtigungen für Länderrisiken in Höhe von 48 Millionen Franken.
Global Wealth Management & Business Banking löste 2006 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 109 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 223 Millionen Franken 2005. Die Zahl der neuen Kreditausfälle war wiederum niedrig. Gründe hierfür waren das günstige Kreditumfeld in der Schweiz, wo sich die Zahl der Firmenkonkurse 2006 weiter zurückbildete, sowie die Massnahmen der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Qualität des Kreditportfolios von UBS. Die Bewirtschaftung des Portfolios gefährdeter Forderungen, das weiterhin schrumpft, wirkte sich ebenfalls vorteilhaft aus.
Die Investment Bank löste 2006 Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 47 Millionen Franken auf, verglichen mit netto 152 Millionen Franken 2005. Dieses erfreuliche Resultat beruhte auf weiteren Wiedereingängen, die durch die Sanierung des Portfolios gefährdeter Forderungen möglich wurden, und auf dem Ausbleiben neuer Kreditausfälle im Jahr 2006.
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg von 21 184 Millionen Franken 2005 um 20% auf 25 456 Millionen Franken im Jahr 2006. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft stiegen von 2605 Millionen Franken 2005 um 20% auf 3113 Millionen Franken 2006. Die Erträge aus dem Aktienemissionsgeschäft erhöhten sich um 493 Millionen Franken oder 37% auf 1834 Millionen Franken. Alle Regionen legten zu. Mit ein Grund hierfür war die Rolle von UBS als Joint Coordinator und Bookrunner beim Börsengang der Bank of China im zweiten Quartal 2006. Die Erträge im Anleihenemissionsgeschäft erhöhten sich geringfügig um 15 Millionen auf 1279 Millionen Franken. 2006 beliefen sich die Erträge aus dem Mergers- und Akquisitions-Geschäft und dem Corporate-Finance-Geschäft auf 1852 Millionen Franken und lagen damit 27% über den 1460 Millionen Franken von 2005. Die Bruttoerträge aus dem Beratungsgeschäft zogen 2006 an. Die Kunden nutzten die strategischen Chancen, welche die regen Fusions- und Übernahmeaktivitäten boten. Ein weiterer Grund für die Zunahme war die wachsende Kundenbasis in diesem Bereich. Die Netto-Courtageeinnahmen betrugen 2006 6149 Millionen Franken. Dies bedeutete gegenüber den 5087 Millionen Franken von 2005 ein Plus von 1062 Millionen Franken oder 21%. In diesem Ergebnis spiegelten sich die günstigeren Marktbedingungen, welche die Zuversicht institutioneller und privater Kunden stützten. Die höheren Einnahmen im Bereich börsengehandelter Derivate waren namentlich dem Kauf des globalen Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO zu verdanken. Die Erträge aus dem Anlagefondsgeschäft beliefen sich 2006 auf 5858 Millionen Franken. Die Steigerung um 23% gegenüber den 4750 Millionen Franken von 2005 erklärte sich in erster Linie durch die höheren vermögensabhängigen Erträge im Wealth- und Asset-Management-Geschäft. Diese Bereiche profitierten von einem hohen Neugeldzufluss und vorteilhaften Marktbedingungen. Die Treuhandkommissionen waren 2006 mit 252 Millionen Franken geringfügig höher als 2005 (212 Millionen Franken), da die zugrunde liegende Vermögensbasis grösser war. Die Depotgebühren fielen 2006 mit 1266 Millionen Franken um 8% höher aus als 2005 (1176 Millionen Franken). Dies war auf die umfangreicheren verwalteten Vermögen zurückzuführen. Nachdem die Vermögensverwaltungsgebühren 2005 noch 5310 Millionen Franken betragen hatten, lagen sie 2006 mit 6622 Millionen Franken um 25% höher. Diese Steigerung erklärte sich erneut durch die verwalteten Vermögen, die aufgrund der höheren Marktbewertungen und kräftiger Neugeldzuflüsse zunahmen. Versicherungsspezifische und übrige Gebühren stiegen 2006 infolge höherer Kommissionen aus versicherungsbezogenen Produkten um 21% auf 449 Millionen Franken. Die Kommissionen und Gebühren aus dem Kreditgeschäft sanken 2006 um 12% auf 269 Millionen Franken (2005: 306 Millionen Franken), da die Geschäftsvolumen und der Ertrag aus Ausleihungen zurückgingen.
Der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft betrug 2006 1064 Millionen Franken. Die Zunahme um 4% gegenüber 2005 (1027 Millionen Franken) ist in erster Linie der Entwicklung bei den Aktienderivaten und höheren Kreditkartengebühren zuzuschreiben.
Der Übrige Erfolg wuchs gegenüber 2005 (561 Millionen Franken) um 131% auf 1295 Millionen Franken. Hauptgrund hierfür waren Gewinne auf den Sitzen von UBS an der New York Stock Exchange, die im Zuge des Börsengangs im März 2006 in Aktien umgetauscht wurden. Ferner verkaufte UBS ihre Beteiligungen an der London Stock Exchange, an Babcock & Brown und an der EBS Group.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von 27 704 Millionen Franken 2005 um 18% auf 32 782 Millionen Franken 2006.
Der Personalaufwand stieg von 19 903 Millionen Franken 2005 um 18% oder 3566 Millionen Franken auf 23 469 Millionen Franken 2006. Der Anstieg war auf die leistungsabhängigen Vergütungen zurückzuführen, die als Folge des guten Geschäftsgangs in allen Bereichen höher ausfielen. Der Saläraufwand stieg 2006 aufgrund der jährlichen Lohnerhöhungen und des Personalbestands, der im Zuge der stetigen Expansion der Geschäftsaktivitäten um 12% aufgestockt wurde. Die Aktienkomponente nahm 2006 um 34% oder 559 Millionen Franken auf 2187 Millionen Franken zu (2005: 1628 Millionen Franken). Hauptgründe dafür waren die höheren Aktienzuteilungen im Jahr 2006 und der infolge des Kursanstiegs der UBS-Aktie höhere Fair Value der Optionen. Die Ausgaben für externe Vertragspartner lagen mit 822 Millionen Franken um 1 Million Franken tiefer als 2005. Die Sozialleistungen erhöhten sich 2006 um 9% auf 1374 Millionen Franken (2005: 1256 Millionen Franken). Ebenfalls aufgrund gestiegener Saläre sowie infolge des grösseren Personalbestands nahmen die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen 2006 um 13% oder 90 Millionen Franken auf 802 Millionen Franken zu. Der übrige Personalaufwand stieg 2006 gegenüber 2005 vor allem aufgrund des grösseren Personalbestands um 174 Millionen Franken auf 1564 Millionen Franken.
Der Sachaufwand stieg 2006 im Vorjahresvergleich um 1481 Millionen Franken auf 7929 Millionen Franken (2005: 6448 Millionen Franken). Ursache dafür waren verschiedene Rückstellungen, insbesondere jene für den Vergleich mit der Sumitomo Corporation sowie für einen langfristigen Büromietvertrag in New Jersey, USA. Die Beratungshonorare nahmen aufgrund von Projekten zur Förderung der UBS-Wachstumsstrategie zu. IT- und sonstige Outsourcingkosten, der Aufwand für Marketing und Public Relations sowie die Auslagen für Marktdaten-Services zogen im Einklang mit dem höheren Geschäftsvolumen an. Der grössere Personalbestand führte zu einem Anstieg von Mietkosten und Reisespesen.
Die Abschreibungen verharrten 2006 mit 1245 Millionen Franken praktisch auf dem Niveau von 2005 (1240 Millionen Franken). Höhere Abschreibungen auf Immobilien wurden teilweise durch rückläufige IT-Abschreibungen ausgeglichen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen stiegen im Vergleich zu 2005 (127 Millionen Franken) um 17% auf 148 Millionen Franken. Grund dafür waren die 2006 getätigten Akquisitionen.
Steuern
Der Steueraufwand für 2006 belief sich auf 2751 Millionen Franken. Dies entsprach einem effektiven Steuersatz von 19,1%, verglichen mit 18,8% 2005. Der Steuersatz wurde 2006 positiv beeinflusst, da UBS Wertberichtigungen für latente Steuerforderungen auflöste. Dies war vor allem dank besserer Gewinnprognosen bestimmter Konzerngesellschaften und Niederlassungen möglich.
Offenlegung des Fair Value von Aktien und Optionen
Der Fair Value der 2006 zugeteilten Aktien belief sich auf 1858 Millionen Franken. Der Zuwachs von 35% gegenüber den 1381 Millionen Franken 2005 war in erster Linie auf die gestiegenen leistungsabhängigen Vergütungen und den höheren Anteil der Bonuszahlungen zurückzuführen, die in gesperrten Aktien erfolgten.
Der Fair Value der zugeteilten Optionen belief