UBS AG
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Berichterstattungsstruktur von UBS
Berichterstattungsstruktur von UBS

Neuerungen in der Berichterstattungsstruktur und Darstellung für 2007 sowie andere Anpassungen

Wiedereingliederung der Portfolios von Dillon Read Capital Management in die Investment Bank

Am 3. Mai 2007 gab UBS bekannt, dass die von Dillon Read Capital Management (DRCM) innerhalb von Global Asset Management verwalteten Eigenhandelsbestände an die Investment Bank übertragen werden. Infolgedessen wurden die Einheiten Principal Finance, Credit Arbitrage und Commercial Real Estate von DRCM, die innerhalb von Global Asset Management geführt wurde, mit den betreffenden Bereichen der Investment Bank fusioniert. Der DRCM-Fonds für externe Investoren wurde an diese zurückgezahlt. Deshalb werden die Geschäftsaktivitäten von DRCM nicht mehr separat ausgewiesen.

Netting von Bilanzpositionen

Nachdem UBS im zweiten Quartal 2007 zum Schluss gekommen war, dass sie die Kriterien für das Netting bestimmter Bilanzpositionen erfüllt, begann sie mit dem Netting der positiven und negativen Wiederbeschaffungswerte von Over-the-Counter-Zinsswaps, die über das London Clearing House (LCH) abgewickelt werden.

Zudem erforderte die Umklassierung bestimmter Forderungen und Verpflichtungen aus dem Prime-Brokerage-Geschäft, die zum ersten Mal Ende 2006 angekündigt worden war, weitere geringfügige Anpassungen der Bilanzpositionen Kundenausleihungen und Verpflichtungen gegenüber Kunden.

Syndicated-Finance-Erträge

Im vierten Quartal 2007 revidierte UBS die Darstellung bestimmter Erträge aus Syndicated Finance in ihrer Erfolgsrechnung. Erträge im Zusammenhang mit Zusagen für Konsortialkredite, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, werden nun nicht mehr als Anleihenemissionsgeschäft im Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, sondern im Erfolg Handelsgeschäft ausgewiesen. Die Vorjahrespositionen sind zu Vergleichszwecken an diese Darstellung angepasst worden. Die Anpassungen führten zu einer Verringerung des Erfolgs Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 425 Millionen Franken 2006 bzw. 252 Millionen Franken 2005 und einem entsprechenden Anstieg des Erfolgs Handelsgeschäft in diesen Zeiträumen. Die angepasste Darstellung wirkte sich in den Berichtsperioden weder auf den Konzerngewinn noch auf das Ergebnis pro Aktie von UBS aus.

Neuerungen in der Rechnungslegung

Seit 2007 wendet UBS die Offenlegungsbestimmungen nach Standard 7 der International Financial Reporting Standards (IFRS) an. Der neue Standard hat keine Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Finanzinstrumenten. Er verlangt von den Unternehmen, dass sie Angaben machen, anhand deren die Betrachter die folgenden Aspekte beurteilen können:

– die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Finanzlage und die Ertragskraft des Unternehmens, und

– die Wesensart und das Ausmass der Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben und denen das Unternehmen während des Berichtszeitraums und zum Berichtszeitpunkt ausgesetzt ist (inklusive Klumpenrisiken), sowie die Art und Weise der Steuerung dieser Risiken.

– Die Grundsätze von IFRS 7 ergänzen die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in International Accounting Standard 32 (IAS 32) – Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

Neuerungen in der Darstellung von notleidenden Kredite

Beginnend ab erstem Quartal 2007 werden in den Quartalsberichten notleidende Kredite nicht mehr als Kennzahl zur Leistungsmessung für die Investment Bank und Business Banking Switzerland ausgewiesen, nachdem sie bereits im Geschäftsbericht 2006 nicht mehr ausgewiesen wurden. An der Offenlegung und den Kommentaren zum Portfolio gefährdeter Kredite, einer entscheidenden Grösse unserer internen Bewirtschaftung und Überwachung der Kreditrisiken, hat UBS festgehalten. Wie in den Vorjahren werden die notleidenden Kredite im Sinne der Definition der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) in den Anmerkungen zur Jahresrechnung ausgewiesen.

Weitere neue Offenlegungen, Neuerungen in der Darstellung

Im stetigen Bestreben, die Finanzberichterstattung noch transparenter zu gestalten und das bestmögliche Verständnis für ihr Geschäft zu vermitteln, hat UBS bei der Offenlegung zum Geschäftsjahr 2007 einige geringfügige Weiterentwicklungen vorgenommen.

Im ersten Quartal 2007 führte UBS Kennzahlen zur Leistungsmessung für die Geschäftseinheit Wealth Management International & Switzerland ein, um die Produktivität der Kundenberater von UBS besser zu veranschaulichen. Entsprechend weist UBS im gesamten Wealth-Management-Geschäft die Erträge, Neugelder und die verwalteten Vermögen nun pro Kunden- / Finanzberater aus (die Kennzahl Ertrag je Finanzberater wurde bei Wealth Management US bereits offengelegt).

Ausserdem wurde bei den Kommentaren zum Ergebnis des Finanzdienstleistungsgeschäfts die Aufteilung des Erfolgs aus dem Zinsen- und Handelsgeschäft geändert, um der Struktur des Geschäfts besser Rechnung zu tragen.

Neuerungen in der Rechnungslegung 2008

Aktienbasierte Vergütung: Offenlegung (IFRS 2)

Im Januar 2008 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) Änderungen zu IFRS 2 – Aktienbasierte Vergütungen. Die überarbeitete Version heisst IFRS 2 – Aktienbasierte Vergütungen: Ausübungsbedingungen und Annullierungen und tritt am 1. Januar 2009 in Kraft (frühere Anwendung erlaubt). Der neue Standard klärt die Definition der Ausübungsbedingungen und die Bilanzierung von Annullierungen. UBS wendet diesen überarbeiteten Standard per 1. Januar 2008 an. Der neue Standard verlangt von UBS die Unterscheidung zwischen Ausübungsbedingungen (wie Dienst- und Leistungsbedingungen) und Bedingungen, die keine Ausübungsbedingungen darstellen. Bestimmte Konkurrenzklauseln und Transferbeschränkungen gelten dem geänderten Standard zufolge nicht mehr als Ausübungsbedingungen. Vor der Übernahme dieses Standards behandelte UBS Konkurrenzklauseln als Ausübungsbedingungen. Der neue Standard hat zur Folge, dass ab 1. Januar 2008 die meisten Aktienzuteilungen von UBS nicht über den Zeitraum, in dem die Konkurrenzklauseln gelten, sondern im Jahr der Leistungserbringung erfasst werden. Beschränkungen, die bestehen bleiben, wenn der Mitarbeiter das Recht auf die aktienbasierte Zuteilung erhält, werden berücksichtigt, wenn der Fair Value am Tag der Gewährung bestimmt wird. In- folge der Übernahme dieser Neuerung wird UBS die Zahlen der beiden Vor- jahre (2006 und 2007) vollumfänglich anpassen. Dabei wird für das Jahr 2007 ein zusätzlicher Kompensationsaufwand von ungefähr 800 Millionen Franken erfasst, um die höheren aktienbasierten Vergütungen, hauptsächlich in der Investment Bank, zu berücksichtigen. Weitere Details siehe Anmerkung 1 im Anhang zur Konzernrechnung 2007.

Aufgabe des Konzepts «abgegrenzte erwartete Kreditrisikokosten»

Ab dem ersten Quartal 2008 wird UBS das Konzept der abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten aufgeben und neu die effektiven Kreditverluste (Eingänge auf bereits abgeschriebene Ausleihungen) in der internen Managementrechnung der jeweiligen Unternehmensgruppe erfassen. Dies wird sich in der künftigen Managementberichterstattung auf die Ergebnisse der Unternehmensgruppen auswirken und Anmerkung 2 im Anhang zur Konzernrechnung vereinfachen.

Neu im Corporate Center ausgewiesene Industriebeteiligungen

Da UBS ihre Private-Equity-Aktivitäten bei den Industriebeteiligungen in den letzten drei Jahren auf ein sehr geringes Mass reduziert hat, wurde beschlossen, dieses Segment ab dem ersten Quartal 2008 unter dem Corporate Center auszuweisen. Die Strategie von UBS zielt wie in früheren Jahren darauf ab, die Private-Equity-Aktivitäten weiter zu reduzieren und Möglichkeiten für Desinvestitionen zu nutzen.

Seite zuletzt geändert am: 21. April 2008, 14:21

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