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Risikofaktoren
Risikofaktoren  Bestimmte Risikofaktoren – unter anderem jene, die in der Folge beschrieben werden – können die Umsetzung der Geschäftsstrategien
und direkt die Erträge von UBS beeinträchtigen. Infolgedessen waren und sind die Erträge und das Ergebnis periodischen Schwankungen
unterworfen. Die Ertrags- und Gewinnzahlen für eine bestimmte Berichtsperiode liefern daher keinen Hinweis auf nachhaltige
Resultate.
Risiken, die sich aus der aktuellen Marktkrise ergeben2007 geriet UBS infolge der verschärften Marktturbulenzen wie viele andere Finanzmarktteilnehmer unter Druck. Nie zuvor in
jüngster Vergangenheit trat ein Ereignis so unvermittelt und heftig ein wie die Verschlechterung des US-Wohnhypothekenmarkts
im Jahr 2007. In der Folge wurden die Verbriefungsmärkte illiquid und die Positionen von UBS, einschliesslich Papiere mit
hohem Kreditrating, büssten massiv an Wert ein. Die 2007 erlittenen Verluste und die am 31. Dezember 2007 von UBS gehaltenen
Positionen sind detailliert im Abschnitt Risikokonzentrationen des Berichts Risiko- und Kapitalbewirtschaftung 2007 aufgeführt.
UBS hält weiterhin Positionen im US-Wohnhypothekenmarkt
Wie in den folgenden Abschnitten über allgemeine Risikofaktoren dargelegt, hängt der Wert der Papiere, die UBS auf eigene
Rechnung hält, von der Entwicklung der Marktverhältnisse und des allgemeinen Konjunkturumfelds ab. UBS hält nach wie vor umfangreiche
Positionen mit Bezug zum US-Wohnhypothekenmarkt, namentlich Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) und Super-Senior-Tranchen
von Collateralized Debt Obligations (CDOs), die durch RMBS gesichert sind. Die Bank bewirtschaftet diese Positionen weiterhin,
handelt damit und sichert sie ab, doch sind die meisten betreffenden Märkte unverändert illiquid. Nach einem Verkauf solcher
Vermögenswerte oder nach deren Liquidation – wenn es unter der CDO-Struktur, in der UBS engagiert ist, zu einem Ausfall kommt
– wird die Bank dies als realisierten Verlust erfassen. Sie kann die Verluste im Fall ungünstiger Entwicklungen, die spezifisch
ihre Positionen betreffen (etwa eine Verschlechterung der empirischen Daten von Inkassostellen zum zugrunde liegenden Hypothekenpool),
aber auch «Markt-to-market» verbuchen. Zusätzlich können verschiedene Faktoren, die den Hypothekenmarkt als Ganzes oder den
US-Hypotheken- und -Immobilienmarkt im Allgemeinen beeinflussen, den Wert der Positionen von UBS schmälern. Zu diesen Faktoren
zählen ungünstigere Verlustannahmen infolge steigender Ausfallraten bei Hypotheken und die Möglichkeit, dass andere Marktteilnehmer
ihre Bestände zwangsverkaufen müssen.
UBS hat Risikoabsicherungen von Monoline-Versicherern erworben, die sich als unwirksam erweisen könnten
Wie nachfolgend beschrieben, ist UBS bei ihrer Geschäftstätigkeit auch dem Kreditrisiko der Gegenparteien ausgesetzt. Das Kreditrisiko von UBS im Monoline-Sektor geht auf ausserbörslich gehandelte (OTC) Derivatkontrakte, primär Credit Default
Swaps (CDS), zurück, die zum Fair Value ausgewiesen werden. Das Risiko hängt von der Bewertung des Instruments ab, für das
eine Absicherung erworben wurde. Gegen Ende 2007 gerieten Monoline-Versicherer wegen ihrer Positionen in an US-Hypotheken
gebundenen Produkten unter Druck. Deshalb nahm UBS auf den Forderungen gegenüber Monoline-Gegenparteien, die sie als wertbeeinträchtigt
einstuft, Bewertungsanpassungen vor. Verschlechtert sich die Verfassung dieser Gegenparteien oder die Wahrnehmung ihrer Kreditqualität
weiter, könnte UBS zusätzliche Bewertungsanpassungen auf den von Monoline-Versicherern erworbenen CDS vornehmen. UBS handelt
aktiv mit Wertschriften und Derivaten auf Monolines inklusive CDS, und die Bewertung dieser Kontrakte schwankt gemäss Marktvolatilität.
UBS hält Positionen in anderen Anlagekategorien, auf die sich die aktuelle Marktkrise negativ auswirken könnte
Die Marktturbulenzen im Jahr 2007 griffen von den US-Subprime-Hypotheken zunehmend auf bestimmte andere Anlagekategorien über.
Im Berichtsjahr korrigierte UBS bei anderen zum Fair Value ausgewiesenen Anlagekategorien die Bewertungen nach unten. Darunter
fielen Underwriting-Verpflichtungen mit Leverage – insbesondere Verpflichtungen, die UBS vor den Turbulenzen an den Kreditmärkten
im Juli 2007 eingegangen war – sowie Positionen in Alt-A-Wohnbauhypotheken und Geschäftshypotheken in den USA. Es ist denkbar,
dass UBS den Fair Value dieser Vermögenswerte sowie anderer Anlagekategorien, auf die sich die Krise an den Kreditmärkten
ausdehnen könnte, anpassen muss. Betroffen sind etwa von US-Bundesstaaten und örtlichen Gebietskörperschaften begebene Wertpapiere,
andere forderungsgesicherte US-Wertpapiere, Ausbildungskredite und so genannte Auction Rate Certificates (ARC). Diese sind
möglicherweise ebenfalls von Monoline-Versicherern abgedeckt und könnten Verluste erleiden, falls die Probleme in diesem Sektor
andauern oder sich verschärfen (siehe oben stehende Erklärung zum Risikofaktor Monoline).
Als ARC-Sponsor hat UBS im entsprechenden Auktionsprozess Liquidität zur Verfügung gestellt. Aufgrund steigender Nachfrage
nach ARC und angesichts jüngster Bedenken hinsichtlich der Finanzlage von Monoline-Versicherern und der anhaltenden Verschlechterung
auf den Kreditmärkten haben die Bestände von UBS in solchen Positionen zugenommen. Deren Bewertung bleibt mit Unsicherheiten
behaftet. UBS hält zudem Positionen in Immobilienmärkten ausserhalb der USA und könnte darauf ebenfalls Verluste erleiden,
sollte sich die aktuelle Krise auch auf diese Länder ausdehnen.
UBS ist auch Risiken ausgesetzt, wenn sie Finanzierungen in übrigen Vermögenskategorien bereit stellt, wie beispielsweise
Prime Brokerage, Reverse-Repo-Geschäfte oder Lombardkredite.
Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit von UBS ergeben
Die Ergebnisse der Finanzdienstleistungsbranche hängen vom Konjunkturklima ab – negative Entwicklungen können die Geschäftsaktivitäten
von UBS belasten
Damit es der Finanzdienstleistungsbranche gut geht, braucht es Wirtschaftswachstum, stabile geopolitische Bedingungen, transparente,
liquide und dynamische Kapitalmärkte sowie eine positive Anlegerstimmung. Eine Konjunkturabkühlung, Inflation oder eine schwere
Finanzkrise (wie im Jahr 2007) könnten die Erträge von UBS beeinträchtigen. Sie wäre ausserstande, ihre gesamte Kostenstruktur
unmittelbar an die resultierende Verschlechterung der Markt- oder Geschäftsbedingungen anzupassen.
Mögliche Auslöser einer Marktschwäche sind geopolitische Ereignisse, Veränderungen der Geld- oder Fiskalpolitik, die Entwicklung
von Ungleichgewichten in der Handelsbilanz, Naturkatastrophen, Pandemien, öffentliche Unruhen, Krieg oder Terrorismus. Da
die Finanzmärkte global und eng miteinander verbunden sind, können auch lokale und regionale Ereignisse Folgen haben, die
weit über die eigentliche Quelle hinausreichen. Ein Einbruch der Schwellenmärkte, die auf makroökonomische und geopolitische
Ereignisse besonders heftig reagieren, könnte eine regionale oder globale Krise nach sich ziehen. Auch die Insolvenz eines
wichtigen Marktteilnehmers könnte eine solche Systemkrise auslösen. Da UBS ihre Präsenz und Geschäftstätigkeit in den Schwellenländern
ausbaut, könnte sie solchen Risiken künftig stärker ausgesetzt sein.
Negative und extreme Entwicklungen dieser Art könnten die Geschäfte von UBS in verschiedener Hinsicht beeinträchtigen: – Allgemein geringere Geschäftsaktivitäten und Marktvolumen belasten die Gebühren, Kommissionen und Margenerträge aus dem
Market Making und aus Kundentransaktionen und -aktivitäten.
– Eine Marktschwäche könnte das Volumen und die Bewertungen der Kundenvermögen und somit die vermögens- und performanceabhängigen
Erträge von UBS verringern.
– Eine niedrigere Marktliquidität könnte die Handels- und Arbitragegelegenheiten einschränken oder die Fähigkeit von UBS zur
Risikobewirtschaftung behindern, was wiederum die Einkünfte aus dem Handelsgeschäft und die performanceabhängigen Erträge
belasten würde.
– Die Vermögenswerte, die UBS auf eigene Rechnung als Anlagen oder Handelspositionen hält, könnten von Wertminderungen betroffen
sein.
– Die Wertminderungen und Ausfälle bei Kreditengagements sowie bei Handelspositionen und Anlagen könnten zunehmen. Durch einen
sinkenden Wert von Sicherheiten könnten zusätzliche Verluste entstehen.
– Wenn einzelne Länder die grenzüberschreitenden Zahlungen einschränken oder sonstige Devisenbewirtschaftungsmassnahmen oder
Kapitalverkehrskontrollen auferlegen, könnte UBS Verluste aus Ausfällen von Gegenparteien erleiden, keinen Zugang zu ihren
eigenen Vermögenswerten haben oder in der Risikobewirtschaftung behindert bzw. davon abgehalten werden.
Aufgrund umfangreicher Handelspositionen, Handelsaktivitäten und des Gegenparteirisikos bei vielen ihrer Geschäfte ist UBS
auf Risikobewirtschaftungs- und -kontrollprozesse angewiesen, um potenzielle Verluste zu vermeiden.
Risiken bilden einen wesentlichen Teil des Finanzdienstleistungsgeschäfts. Die Erträge von UBS beruhen in bedeutendem Masse
auf dem Market Making und dem Eigenhandel an den Kassa- und Derivatemärkten. Kredite sind ein integrierender Bestandteil einer
Vielzahl von Geschäften mit Retail- und Wealth-Management-Kunden sowie der Aktivitäten der Investment Bank. Darunter fallen
Kredit-, Emissions- und Derivatgeschäfte und -positionen.
Zinssätze, Aktien- und Wechselkurse sowie andere Marktentwicklungen können sich negativ auf die Erträge der Bank auswirken.
Bestimmte Verluste aus Aktivitäten, die mit Risiken verbunden sind, lassen sich nicht vermeiden. Für den langfristigen Erfolg
muss UBS aber die Risiken, die sie eingeht, mit den Renditen ausgleichen, die sie generiert. Dazu muss das Unternehmen seine
Risiken sorgfältig ermitteln, beurteilen, bewirtschaften und überwachen – nicht nur in Bezug auf normale, sondern auch in
Bezug auf extremere Marktbedingungen. In solchen Stresssituationen können Risikokonzentrationen zu massiven Verlusten führen.
Der Ansatz von UBS sowie ihre Instrumente und Prozesse zur Bewirtschaftung und Überwachung von Markt- und Kreditrisiken,
einschliesslich Länderrisiken, sind im Bericht Risiko- und Kapitalbewirtschaftung 2007 erläutert. Ebenfalls dargelegt werden darin die Schritte, die UBS zur Stärkung ihrer Marktrisikobestimmungen unternimmt.
Wie das Jahr 2007 zeigt, ist UBS nicht immer in der Lage, Verluste infolge heftiger und unvermittelter Marktturbulenzen abzuwenden,
die sich den Risikomassnahmen und -systemen entziehen, sich auf hohe Positionen auswirken und zu entsprechenden Verlusten
führen. Der Value at Risk (VaR) wird aus historischen Marktdaten hergeleitet, weshalb er per Definition die 2007 unter Stressbedingungen
erlittenen Verluste zwar nicht hätte antizipieren können. Die Stressverlust- und Konzentrationskontrollen sowie das Mass,
in dem UBS zur Ermittlung potenziell stark korrelierender Engagements Risiken bündelt, erwiesen sich jedoch als unangemessen.
UBS trifft Massnahmen, um die Risikobewirtschaftung und die Risikokontrolle in den betroffenen Bereichen zu verbessern, könnte
künftig aber weitere Verluste erleiden, wenn:
– es ihr nicht gelingt, die Risiken in ihrem Portfolio, namentlich Risikokonzentrationen und miteinander korrelierende Risiken,
vollständig zu ermitteln.
– sich ihre Beurteilung der ermittelten Risiken oder ihre Reaktion auf negative Trends als unangemessen oder falsch erweist.
– sich auf den Märkten Entwicklungen ergeben, deren Geschwindigkeit, Richtung, Ausmass oder Korrelation unerwartet sind, weshalb
die Fähigkeit von UBS zur Risikobewirtschaftung im entsprechenden Umfeld eingeschränkt ist.
– Dritte, mit denen UBS ein Kreditengagement eingegangen ist oder deren Wertschriften sie auf eigene Rechnung oder als Sicherheit
hält, durch von den UBS-Modellen nicht antizipierte Ereignisse schweren Schaden nehmen und die Bank folglich unter Ausfällen
und Wertminderungen leidet, die das in ihrer Risikobeurteilung erwartete Niveau übersteigen.
– sich die Sicherheiten und anderen Deckungen unserer Gegenparteien zum Zeitpunkt des Ausfalls für die Deckung ihrer Verpflichtungen
als ungenügend erweisen.
In ihrem Wealth- und Asset-Management-Geschäft bewirtschaftet UBS zudem Risiken im Namen ihrer Kunden. Auch die Performance
dieser Aktivitäten könnte durch die genannten Faktoren in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn ihre Kunden Verluste erleiden
oder die Performance der Vermögenswerte von UBS nicht an jene Benchmarks heranreicht, an denen sich Kunden orientieren, könnte
dies zu niedrigeren Gebührenerträgen und rückläufigen verwalteten Vermögen oder zur Auflösung von Mandaten führen.
Anlagepositionen – wie Aktienbeteiligungen im Rahmen strategischer Initiativen, zur Ertragsgenerierung, zur Unterstützung
der Geschäftsaktivitäten von UBS, Seed-Investitionen bei der Gründung von Fonds, die durch UBS verwaltet werden – können alle
möglicherweise auch von Marktrisikofaktoren beeinflusst werden. Diese Art von Anlagen sind jedoch oft nicht liquide, und
es ist im Allgemeinen weder beabsichtigt noch notwendig, sie über einen längeren Zeithorizont zu halten als für Handelszwecke
üblich. Sie unterliegen einem speziellen Kontrollrahmen. Eine Abnahme des Fair Value solcher Positionen würde sich negativ
auf die Erträge von UBS auswirken.
Die Bewertung bestimmter Vermögenswerte, einschliesslich zahlreicher Positionen mit Bezug zum US-Hypothekenmarkt, hängt von
Modell-Eingabedaten ab, die nur teilweise oder überhaupt nicht im Markt beobachtbar sind
Nach Möglichkeit werden die Positionen zu einem in einem aktiven Markt notierten Preis ausgewiesen. Solche Informationen fehlen
in der Regel im derzeitigen Marktumfeld für gewisse Instrumente mit Bezug zum US-Subprime-Wohnhypothekenmarkt, weshalb UBS
den Wert solcher Papiere mittels Bewertungsmethoden ermittelt. Die Bewertungsmethoden beruhen, falls vorhanden, auf beobachtbaren
Marktfaktoren, die von ähnlichen Vermögenswerten in ähnlichen aktiven Märkten, von aktuellen Transaktionspreisen für vergleichbare
Vermögenswerte oder von anderen beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Bei Positionen, für die nur bestimmte oder keine
beobachtbaren bzw. nur begrenzt beobachtbare Referenzdaten verfügbar sind, setzt UBS Bewertungsmodelle mit nicht beobachtbaren
Marktdaten ein. Unter solche Positionen fallen Tranchen von Super-Senior-RMBS-CDOs mit Bezug zum US-Hypothekenmarkt. Anmerkung
26 im Anhang zur Konzernrechnung 2007 legt im Detail dar, wie der Fair Value anhand von Bewertungsmethoden bestimmt wird.
Es existiert in diesem Bereich kein einziger Marktstandard für Bewertungsmodelle. Überdies weisen solche Modelle Einschränkungen
auf: Verschiedene Annahmen und Daten führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Solche Unterschiede könnten wiederum das Finanzergebnis
von UBS beeinflussen. UBS ist verpflichtet, ihre Bewertungsmodelle regelmässig zu überprüfen und zu aktualisieren, um sämtliche
Faktoren einzubeziehen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung berücksichtigen. Dies umfasst auch die aktuellen Marktverhältnisse.
Eine Kernkomponente sind Schätzungen. Deshalb prüft UBS sorgfältig, ob die den Modellen zugrunde liegenden Annahmen und Eingaben
nach wie vor angemessen sind, um einen Fair Value für das Instrument zu bestimmen. Eine Veränderung der Inputdaten oder der
Modelle selbst könnte substanzielle Auswirkungen auf die Finanzergebnisse von UBS zur Folge haben.
Liquiditätsbewirtschaftung und Finanzierung sind für die künftige Performance von UBS von grösster Bedeutung
UBS deckt einen wesentlichen Teil ihres Finanzierungsbedarfs über kurzfristig unbesicherte Finanzierungsquellen, unter anderem
über Grosseinlagen und Kundendepositengelder sowie über die reguläre Emission von Geldmarktpapieren. Das Volumen dieser Finanzierungsquellen
ist grösstenteils stabil. Sollte sich die Situation ändern, müsste UBS unter Umständen Vermögenswerte – insbesondere aus ihrem
Handelsportfolio – liquidieren, um fällig werdenden Verpflichtungen oder der Auszahlung gekündigter Guthaben nachzukommen.
Sie könnte sich gezwungen sehen, die Vermögenswerte mit Abschlägen zu verkaufen, die ihrer Rentabilität und ihrer Marktstellung
schaden würden.
Eine Verschlechterung der Bonität könnte die Kreditkosten von UBS negativ beeinflussen – insbesondere jene für unbesicherte
Mittel, die sie an den Wholesale-Märkten beschafft. Des Weiteren könnte eine Bonitätsverschlechterung ihren Zugang zu den
Kapitalmärkten behindern. Sie könnte UBS auch dazu zwingen, zusätzliche Barzahlungen zu leisten oder Sicherheiten zu hinterlegen,
oder zur vorzeitigen Kündigung von Verträgen mit «Rating Trigger»-Klausel führen. Solche Entwicklungen könnten den Liquiditätsbedarf
von UBS erhöhen, ihre Fähigkeit zur Mittelbeschaffung jedoch einschränken.
2007 haben sich die Kreditspreads von UBS deutlich ausgeweitet, was dem allgemeinen Trend innerhalb der Finanzindustrie entspricht.
Die 2007 erlittenen Verluste haben das Kreditrating von UBS unter Druck gesetzt. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnten
die steigenden Kreditkosten von UBS gepaart mit niedrigeren Margen dazu führen, dass UBS Rentabilitätseinbussen erleidet.
Die Finanzkraft ist für UBS entscheidend zur Stärkung der Kundenbasis
Die Kapitaldecke von UBS wird anhand der Kapitalquoten nach den BIZ-Richtlinien gemessen. Sie war und ist sowohl absolut betrachtet
als auch im Konkurrenzvergleich solid. Die Kapitalkennzahlen bemessen sich nach den risikogewichteten Aktiven – den Bilanz-,
Ausserbilanz- und Marktpositionen, die nach regulatorischen Kriterien berechnet und risikogewichtet werden – sowie nach den
anrechenbaren eigenen Mitteln. Die Kapitalkennzahlen von UBS könnten unter Druck geraten, wenn finanzielle Verluste eintreten
– wie gegen Ende 2007 – oder die risikogewichteten Aktiven zunehmen. Letzterer Fall wäre beispielsweise denkbar bei einer
ausgeprägten Marktvolatilität, einer Ausweitung der Kreditspreads – wichtigster Faktor für den VaR von UBS – oder einer veränderten
regulatorischen Behandlung bestimmter Positionen. Die Folge wäre eine Reduktion der UBS-Kapitalkennzahlen.
Operationelle Risiken können das Geschäft von UBS beeinträchtigen
Die Geschäftseinheiten von UBS müssen in der Lage sein, eine grosse Anzahl komplexer Transaktionen auf mehreren und unterschiedlichen
Märkten in verschiedenen Währungen und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen
der betreffenden Länder abzuwickeln. Die Systeme und Prozesse von UBS zur Bewirtschaftung und Überwachung des operationellen
Risikos, die im Teil Operationelles Risiko des Berichts Risiko- und Kapitalbewirtschaftung 2007 erläutert werden, sollen gewährleisten, dass die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken angemessen überwacht werden.
Dazu zählen Risiken aus Prozessfehlern, unterlassener Ausführung, Betrug, Systemausfällen und Versagen des Sicherheits- oder
Schutzdispositivs. Wenn ihr internes Kontrollsystem versagt oder UBS nicht in der Lage ist, solche Risiken zu erkennen und
zu bewältigen, kann es zu Störungen bei der Geschäftsabwicklung kommen, die möglicherweise Verluste nach sich ziehen.
Aus der Geschäftstätigkeit von UBS können Rechtsansprüche oder regulatorische Risiken erwachsen
Im Rahmen des regulären Geschäftsverkehrs untersteht UBS der Aufsicht der entsprechenden Behörden und dem Haftungsrisiko.
Sie ist in verschiedene Klagen, Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren involviert in Ländern, in denen sie tätig ist,
etwa in den USA, der Schweiz und anderen Rechtsordnungen. Regulatorische Aktivitäten und rechtliche Forderungen haben als
Folge der aktuellen Marktkrise zugenommen und werden voraussichtlich weiter zunehmen. Dadurch kann UBS grossen finanziellen
Schäden und Prozesskosten, Unterlassungsansprüchen sowie straf- und zivilrechtlichen Massnahmen ausgesetzt sein. Da die Folgen
nicht vorhersehbar sind, können sie den künftigen Geschäftsverlauf negativ beeinflussen.
UBS könnte beim Ermitteln und Ergreifen von Ertrags- oder Wettbewerbschancen oder bei der Gewinnung und Bindung qualifizierter
Mitarbeiter scheitern.
Die Finanzdienstleistungsbranche ist geprägt von intensivem Wettbewerb, ständiger Innovation, starker – und manchmal fragmentierter
– Regulierung sowie anhaltender Konsolidierung. UBS ist in den lokalen Märkten und einzelnen Geschäftssparten dem Wettbewerb
ausgesetzt und konkurriert mit globalen Finanzinstituten, die in Bezug auf ihre Grösse und ihr Angebot mit UBS vergleichbar
sind. Die Eintrittsbarrieren einzelner Märkte werden durch neue Technologien überwunden. UBS rechnet mit einer Fortsetzung
dieser Trends und einem zunehmenden Konkurrenzdruck.
Die Wettbewerbsstärke und Marktposition von UBS könnten schwinden, wenn sie Markttrends und -entwicklungen nicht erkennen
kann, darauf nicht mit der Erarbeitung und Umsetzung angemessener Geschäftsstrategien reagiert oder wenn es ihr nicht gelingt,
hierfür qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden.
Insbesondere die Bemühungen, die zur Bewältigung der aktuellen Marktkrise und der damit verbundenen Herausforderungen notwendig
sind, könnten dazu führen, dass UBS der Bewirtschaftung anderer Risiken, wie jenen aus dem Wettbewerbsumfeld, weniger Zeit
widmet. Die vor kurzem eingeführten Veränderungen betreffend Bilanzbewirtschaftung, Refinanzierungsmodell sowie Risikomanagement
und -kontrolle wie auch die Repositionierung des Bereichs Fixed Income, Currencies and Commodities dürften den Erfolgsbeitrag
jener Aktivitäten reduzieren, die umfangreiche Finanzierung erfordern oder auf den Eigenhandel fokussiert sind.
Trotz der 2007 erlittenen Verluste hat UBS versucht, ihre Mitarbeiter auf der Grundlage marktüblicher Kompensationspakete
angemessen zu entlöhnen. Angesichts des Wettbewerbs im Finanzsektor lässt sich die Möglichkeit jedoch nicht ausschliessen,
dass Mitarbeiter in Schlüsselpositionen von UBS zu Konkurrenten wechseln werden oder dass UBS bei der Gewinnung qualifizierter
Fachkräfte weniger erfolgreich sein wird.
Die Reputation von UBS ist entscheidend für ihr Geschäft
Bei der Pflege von Beziehungen zu Kunden, Investoren, Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit ist die Reputation von UBS
von grösster Bedeutung. Die Reputation von UBS kann beispielsweise geschädigt werden durch Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter,
Aktivitäten von Geschäftspartnern, über die UBS nur begrenzte oder keine Kontrolle hat, durch bedeutende oder andauernde finanzielle
Verluste oder die Ungewissheit bezüglich der finanziellen Gesundheit und der Zuverlässigkeit des Unternehmens. Dies könnte
Kundenabgänge in verschiedenen Geschäftsbereichen verursachen und die Finanzperformance von UBS belasten. Deshalb ist die
Reputation ein zentraler Faktor bei der Risikobewirtschaftung.
Andere Risiken, die sich durch die weltweite Präsenz von UBS ergeben
UBS erwirtschaftet Erträge und verfügt über Aktiven und Passiven in vielen verschiedenen Währungen, ist in über 50 Ländern
vertreten und muss zahlreiche unterschiedliche gesetzliche, steuerliche und regulatorische Vorschriften befolgen.
Die Fähigkeit von UBS zur Umsetzung ihrer Strategie hängt auch von der Zustimmung lokaler Aufsichtsbehörden ab. Dies beinhaltet
die Genehmigung von Akquisitionen oder anderen Transaktionen sowie die Erteilung der notwendigen Lizenzen, um lokal tätig
werden zu können. Veränderungen der lokalen Steuer-, Gesetzes- oder regulatorischen Bestimmungen können zur Folge haben, dass
Kunden ihre Geschäfte nicht mehr mit UBS abwickeln können oder wollen. Ausserdem können sie die Umsetzung der Strategien und
des Geschäftsmodells der Bank in Frage stellen.
UBS nimmt in ihrer Konzernrechnung Steuerrückstellungen vor, aber der endgültige Steueraufwand auf die Erträge steht erst
nach Abschluss von Steuerprüfungen (die unter Umständen Jahre andauern können) oder aber nach Ablauf von Verjährungsfristen
fest. Zudem können Änderungen in den jeweiligen Steuergesetzgebungen, der rechtlichen Interpretation von Steuervorschriften
oder Änderungen in der Praxis von Steuerbehörden erhebliche Auswir- kungen auf die von UBS zu bezahlenden Steuern haben, und
der von UBS letztendlich zu bezahlende Steuerbetrag kann deshalb vom zurückgestellten Betrag abweichen.
Die Rechnungslegung von UBS erfolgt in Schweizer Franken, ein bedeutender Teil ihrer Aktiven und Passiven, Erträge und Aufwände
lautet jedoch auf andere Währungen. Daher können sich Wechselkursschwankungen – insbesondere zwischen dem Schweizer Franken
und dem US-Dollar – auf die ausgewiesenen Erträge auswirken, denn die US-Dollar-Erträge machen den wesentlichen Teil der Nicht-Schweizer-Franken-Erträge
aus. Der Ansatz von UBS zur Bewirtschaftung des Währungsrisikos wird im entsprechenden Abschnitt des Berichts Risiko- und Kapitalbewirtschaftung 2007 erläutert.
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